Lichtbänder sorgen für großzügigen Lichteinfall in Industrie- oder Lagerhallen. Bei flachen Bauten kommen großflächige Oberlichtlösungen wie Lichtbandsysteme zum Einsatz. Sie lenken Tageslicht ins Gebäudeinnere, sparen Energiekosten und dienen zur natürlichen Be- und Entlüftung sowie als Rauch- und Wärmeabzug (RWA).

Lichtbänder

Übersicht Lichtbänder

Lichtband Bogenform

Lichtband Bogenform

Lichtband Satteldachform

Lichtband Satteldachform

Lichtband Wand/Renovierung

Lichtband Wand/Renovierung

Lichtband B Passivhaus

Lichtband B Passivhaus

Lichtband mit Photovoltaik

Lichtband mit Photovoltaik

Ausschreibungstext: Lichtband

CAD:

LAMILUX Produktkonfigurator

Produkt

Bauform und Einsatz

Wärmeschutz und Verglasung

Lüftung und Rauch-/Wärmeabzug (RWA)

Weitere Planungsmerkmale

Lichtband B

Bogenform; Dachflächen von Industrie-, Gewerbe- und Großhallen

Thermisch getrennte Konstruktion, gedämmter Fußpunkt und wählbare Kunststoffverglasungen

Einzel- oder Doppelklappen für Lüftung und RWA

Modulares System; geprüfte Wasserdichtheit bei Starkregen und Sturm; Durchsturzsicherheit und nachgewiesene Durchbrandsicherheit

Lichtband S

Satteldachform mit 30° oder 45° Neigung der Verglasungsflächen; auch als Shed ausführbar

Thermisch getrennte Pfosten-Riegel-Konstruktion und Klappen; Kunststoffverglasungen mit angegebenen Verglasungs-U-Werten bis 1,2 W/(m²K)

Klappen für natürliche Lüftung und RWA integrierbar

Für Wind- und Schneelasten ausgelegte Systembauteile; geprüfte Wasserdichtheit bei Starkregen und Sturm; für Photovoltaik-Integration vorgerüstet.

Lichtband W|R

Integration in Wand/Fassade oder Dachbereich; insbesondere auch für Renovierungen

Thermisch getrennte Konstruktion. Für eine Verglasungsvariante nennt LAMILUX einen Uₜ-Wert von 0,75 W/(m²K) bei vertikalem Einbau; bei horizontalem Einbau 0,77 W/(m²K)

Einzelklappen, auch tandem-seriell, für Lüftung und RWA

Modulares System; Schlagregendichtheit und Luftdichtheit geprüft; für die Einbindung in Fassaden- und Sanierungskonzepte vorgesehen.

Lichtband B Passivhaus

Bogenförmige, gesondert angebotene Variante des B-Systems

Als Passivhaus-Komponente in Effizienzklasse phB klassifiziert; wärmebrückenoptimiertes Gesamtsystem

Klappensysteme integrierbar; Ausführung projektbezogen festlegen

Für Vorhaben mit hohen energetischen Anforderungen; Schneelast, Verglasung und Einbausituation anhand der konkreten Ausführung prüfen.

Lichtband S energyline

Nordlicht-Shed: Tageslicht über die Nordseite, Photovoltaik auf der Südseite

Thermisch getrennte Konstruktion; Verglasungsvarianten mit angegebenen Uₜ-Werten bis 1,2 W/(m²K)

Lüftungs- und RWA-Klappen integrierbar

Kombiniert Belichtung und Stromerzeugung. PV-Leistung und Abmessungen werden objektbezogen dimensioniert.

Lichtband B

Eigenschaften

Wärmedämmung mit europäischer Zulassung

Modulares Gesamtsystem

Innen- und außenliegende metallische Bauteile komplett thermisch voneinander getrennt

Einsatz des Isothermen Lastkonverters (ITL) – Verwendung hoch wärmedämmender Materialien im Fußpunkt

Komfort und Design

Konstruktion in Bogenform

Stabilität, Sicherheit und RWA

Durchsturzsicher beim Einbau

Testierte Wasserdichtheit unter Starkregen und Sturm (DRI 3,0 m2/s)

Harte Bedachung Broof (t1) nach EN 13501-5

Erfüllt die europäischen Schnee- und Windlastnormen

Durchbrandsicherheit nachgewiesen nach DIN 18234-3

Ausschmelzbarkeit der Verglasung nachgewiesen nach DIN 18230-1

Effektive Abzugswirkung mit dem Rauchlift Lichtband B (DIN EN 12101-2), als Doppel-oder Einzelklappe

Schnelle Öffnung im Brandfall durch Thermoauslösung, Thermo- und CO2-Fernauslösung oder elektrische Fernauslösung

Höchste Stabilität der Klappensysteme im geöffneten Zustand durch federnd gelagerte Multigelenktraversen

Lichtband S

Eigenschaften

Thermisch getrennte Pfosten-Riegel- Konstruktion und Klappensysteme

Optimierte Isothermenverläufe (Isothermer Lastkonverter (ITL) – ein Bauteil für den Einsatz hochwärmedämmender Materialien im Fußpunkt)

An den objektspezifischen energetischen Anforderungen angepasste Kunststoff-Verglasungen (Plattenstärke 10 bis 32 mm) mit geringen Wärmedurchgangskoeffizienten bis 1,2 W/(m2K)

Natürliche Be- und Entlüftung

Komfort und Design

Konstruktion in Satteldachform

Erhältlich in 30° und 45° Neigung der Verglasungsflächen und als Sheddach

Stabilität, Sicherheit und RWA

Wasserdichtheit unter Starkregen und Sturm (DRI 3,0 m2/s)

Thermisch getrennte Konstruktion

Bionisch Dynamische Spanntechnologie (BDS) im Firstbereich für den flexiblen Kraft-Spannungsausgleich bei großen Wind- und Schneelasten

Aktiver Dehnungsabsorber (ADA) für die Absorbierung von Dehnungsunterschieden zwischen Dichtungen und Spanngurten in den Tragsprossen

Linearer Durchbrandschutz (LDS) zur Verhinderung der Brandweiterleitung auf dem Dach

Lichtband W/R

Eigenschaften

Optimale Wärmedämmung

Modulares Gesamtsystem, bestehend aus zahlreichen, aufeinander abgestimmte Einzelkomponente

Kunststoff-Verglasungen mit niedrigsten Wärmedurchgangskoeffizienten

Stabilität, Sicherheit und RWA

Effektive Abzugswirkung mit dem Rauchlift Lichtband W | R (DIN EN 12101-2), als Tandem-Seriell

Schnelle Öffnung im Brandfall durch Thermoauslösung, Thermo- und CO2-Fernauslösung oder elektrische Fernauslösung

Stabilität der Klappensysteme im geöffneten Zustand durch federnd gelagerte Multigelenktraversen

Wärmeschutzeigenschaften geprüft gemäß EN ISO 10077-1

Schlagregendichtheit geprüft gemäß EN 12208

Luftdichtheit geprüft gemäß EN 12207

Brandverhalten der Verglasung klassifiziert nach EN 13501-1

Planungsfragen kompakt

Kann ausschmelzbare Verglasung eines Lichtbands als Rauchabzug angerechnet werden?

Ausschmelzbare Verglasungen können als Wärmeabzugsflächen berücksichtigt werden, ersetzen jedoch keinen Rauchabzug für Personenschutz oder Löschmaßnahmen. Rauchabzugsgeräte müssen nach DIN 18232-2 bemessen und nach DIN EN 12101-2 nachgewiesen werden; anrechenbare Wärmeabzugsflächen sind im Brandschutzkonzept nach DIN 18230-1 festzulegen.

Wann gilt ein Lichtband als dauerhaft durchsturzsicher?

Dauerhafte Durchsturzsicherheit erfordert zusätzliche, für die gesamte Konstruktion nachgewiesene Maßnahmen wie Durchsturzgitter oder konstruktive Verstärkungen; bei Kunststoffverglasungen ist die Sicherheit ohne solche Maßnahmen zeitlich begrenzt. Der Leistungsumfang ist einschließlich Zarge und Klappenöffnung nach GS-BAU-18 beziehungsweise DIN 18008-6 ausdrücklich auszuschreiben.

Wie lässt sich der solare Wärmeeintrag durch Lichtbänder begrenzen?

Der solare Wärmeeintrag lässt sich durch Verglasungen mit geeignetem g-Wert und gegebenenfalls durch außenliegenden Sonnenschutz reduzieren. Verglasungsanteil, Hallenhöhe, Nutzung und Lüftung sind gemeinsam zu bewerten; Sonnenschutz und die erforderlichen Unterkonstruktionen sollten bereits in der Entwurfs- und Ausschreibungsplanung berücksichtigt werden.

Welcher Wärmedurchgangskoeffizient ist für Lichtbänder maßgebend?

Für den Gebäudeenergienachweis ist der Wärmedurchgangskoeffizient der Gesamtkonstruktion maßgebend, also der Uw-Wert einschließlich Verglasung, Profile und Anschlüsse. Der Ug-Wert der Verglasung gilt nicht ohne Weiteres für geneigte oder horizontale Einbausituationen; die tatsächlichen Werte aller Teilbereiche und Wärmebrücken sind projektbezogen zu berücksichtigen.

Welche Brandschutzmaßnahmen gelten für Lichtbänder in großflächigen Industriedächern?

Bei großflächigen Industriedächern ist die Brandweiterleitung über das Dach nach geltendem Bauordnungsrecht, Brandschutzkonzept und den einschlägigen Teilen der DIN 18234 zu begrenzen. Lichtbänder und andere große Durchdringungen benötigen dafür einen geeigneten, nachgewiesenen Konstruktionsaufbau; maßgeblich sind die jeweilige Landesfassung und der konkrete Dachaufbau.

Wie ist die Zuluft für Rauchabzüge im Hallendach zu bemessen?

Rauchabzüge funktionieren nur bei ausreichender Zuluft im unteren Raumbereich. Die Bemessung erfolgt nach DIN 18232-2 auf Grundlage der aerodynamisch wirksamen, nicht der geometrischen Abzugsfläche; in der beschriebenen Bemessung wird die Zuluft mit dem 1,5-Fachen der wirksamen Fläche des größten Rauchabschnitts angesetzt.

Was ist beim Zargenanschluss eines Lichtbands an Dachabdichtung und Dampfsperre zu beachten?

Die Dachabdichtung ist bis zur Aufkantung hochzuführen, regensicher anzuschließen und gegen Abrutschen zu sichern; als Praxiswert gelten häufig mindestens 15 cm Anschlusshöhe. Die Dampfsperre muss dicht an die Zarge geführt werden, und die Zuständigkeit für diesen Anschluss ist in der Ausschreibung eindeutig zwischen Lichtband- und Dachabdichtungsgewerk festzulegen.

Welche Wartung ist für Lichtbänder mit Rauchabzug erforderlich?

Lichtbänder mit Rauchabzugsfunktion benötigen regelmäßige Prüfung, fachgerechte Wartung und dokumentierte Funktionskontrollen. Dazu gehören unter anderem Dichtungen, mechanische Bauteile, Klappen, Durchsturzsicherungen und materialverträgliche Reinigung; Intervalle und Zuständigkeiten sind nach Herstellerangaben, Brandschutzkonzept und Betreiberpflichten festzulegen.

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