Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Universität Tübingen, Innovationscampus Cyber Valley, 1. Bauabschnitt
72076 Tübingen, Maria-von-Linden-Straße 1
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: heinlewischer
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Maria-von-Linden-Straße 1, 72076 Tübingen, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
10.2025
Nachhaltigkeit
BNB-Zertifizierung
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbetonbau
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
60.610 m³
Bruttogrundfläche
13.125 m²
Nutzfläche
6.898 m²
Verkehrsfläche
3.129 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
13.000.000 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
53.400.000 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Eine besondere technische Herausforderung stellte die exponierte Lage des Grundstücks dar, auf dem überdurchschnittlich hohe Windgeschwindigkeiten auftreten. Dies machte den Einsatz konventioneller Lamellenraffstoren unmöglich, da diese bei Wind hochgefahren werden müssten und somit keinen dauerhaften sommerlichen Wärmeschutz gewährleisten könnten. Die Lösung ist eine zweischichtige Fassade mit einer vorgelagerten, plastischen Struktur aus prismaförmigen Rahmen. Diese stabilen Elemente tragen geneigte Photovoltaik-Module und automatisierte textile Sonnenschutzelemente, die auch bei hohen Windstärken im geschlossenen Zustand verbleiben können. Zudem schützt die Konstruktion die benachbarte Sternwarte vor störenden Blendungen. Das System verbindet so den Schutz vor sommerlicher Überhitzung mit der Gewinnung von jährlich rund 78.000 kWh Eigenstrom und übersetzt das Thema KI in ein dynamisches architektonisches Bild.
Beschreibung der Besonderheiten
Im Erdgeschoss ist das Atrium als soziale Mitte konzipiert: Durch flexible Wandsysteme lassen sich die Hörsäle und Seminarräume mit der zentralen Halle für Veranstaltungen und Begegnungen verknüpfen, wobei die ansteigenden Stuhlreihen der Hörsäle eine arenaartige Situation schaffen.
In den Obergeschossen sind die Arbeitswelten ringförmig organisiert. Während konzentrierte Arbeitsplätze in kleinteiligen Büros entlang der Außenfassade liegen, orientieren sich großformatige Labore und Besprechungszonen zum Atrium hin. Diese Anordnung schafft ständige Sichtbezüge quer durch das Gebäude und fördert den Austausch zwischen den Forschungsgruppen. Besondere technologische Anforderungen wurden im Sockelgeschoss gelöst, wo Sonderlabore für Robotik und Fahrzeugversuche untergebracht sind. Diese Bereiche verfügen über ebenerdige, befahrbare Zugänge, um den Transport großer Werkstücke und Versuchsfahrzeuge direkt von der Nordseite des Gebäudes zu ermöglichen.
Nachhaltigkeit
Die fassadenintegrierte Photovoltaik (BIPV) wird dabei zum prägenden architektonischen Element: In prismaförmige Rahmen gefasst, erzeugen die Module nicht nur regenerativen Strom, sondern dienen gleichzeitig als Träger für automatisierte textile Sonnenschutzelemente. Diese gewährleisten selbst bei hohen Windstärken einen dauerhaften sommerlichen Wärmeschutz, während der unter 50 % gehaltene Glasanteil die thermische Aufheizung konstruktiv minimiert.
Im Gebäudeinneren setzt sich das Prinzip der Effizienz fort: Die Massivbauweise aus Stahlbeton wird durch ihre hohe thermische Speichermasse aktiv zur Klimaregulierung genutzt. Die Grundbeheizung erfolgt ressourcenschonend über eine Bauteiltemperierung (Betonkernaktivierung) in den Geschossdecken. Ein wesentlicher Aspekt der synergetischen Energienutzung ist die Rückgewinnung der Abwärme aus dem zentralen Serverraum, die direkt zur Beheizung des Gebäudes in das System integriert wird. In Kombination mit einer hocheffizienten Wasser-Wasser-Wärmepumpe entsteht so ein zukunftsweisendes Energiekonzept.
Auszeichnungen
BNB-Zertifizierung angestrebt
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Energetische Kennwerte
Primärenergie
Strom
Umweltthermie (Luft / Wasser)
Sonstige Heizenergie
Sekundärenergie
Fernwärme
Energetische Kennwerte
Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")
29,00 kWh/(m²a)
Heizenergieverbrauchswert
4,00 kWh/(m²a)
Stromverbrauchswert
23,00 kWh/(m²a)
Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)
Heizung
38 %
Beleuchtung
35 %
Lüftung
17 %
Kühlung inkl. Befeuchtung
10 %
Weitere Dokumente zum Objekt
Objektdetails
Gebäudespezifische Merkmale
Anzahl Arbeitsplätze
240
Anzahl Sitzplätze
385
Anzahl Stellplätze
111
Das Objekt im Internet
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