Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Institutsgebäude für »Maschinelles Lernen« Neubau als Holzmodulbau
72070 Tübingen, Horemer 24
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Dannien Roller Architekten + Partner PartG mbB
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Horemer 24, 72070 Tübingen, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
11.2025
Nachhaltigkeit
BNB-Zertifizierung
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Holzmodulbau
Tragwerkskonstruktion
Holz
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
5.300 m³
Bruttogrundfläche
1.281 m²
Nutzfläche
879 m²
Verkehrsfläche
362 m²
Grundstücksgröße
1.681 m²
Kosten
Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks
309.000 Euro
Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)
5.838.958 Euro
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Im Rahmen der Exzellenzstrategie der Universität Tübingen entstanden hier Forschungsräume für Maschinelles Lernen. Der Holzmodulbau wurde seriell vorgefertigt und konnte innerhalb von nur sieben Monaten errichtet werden.
Das Gebäude erfüllt hohe Nachhaltigkeitsstandards. Es wurde nach den Kriterien der BNB-Zertifizierung Silber geplant und als Effizienzhaus Plus mit integrierter Photovoltaik umgesetzt.
Die Architektur übersetzt die serielle Holzmodulbauweise konsequent in ein prägnantes Fassadenbild. Die regelmäßige Struktur der Photovoltaikfassade wird durch geschossweise versetzte Fenster subtil gebrochen und erzeugt ein ausgewogenes Verhältnis von Ordnung und Variation.
Hell lasierte Holzbekleidungen der horizontalen und vertikalen Modulstöße ermöglichten einen hohen Vorfertigungsgrad der Gebäudehülle und geben der Fassade eine differenzierte Plastizität. Ausgestellte Markisen verstärken die räumliche Tiefe der Fassade.
Die Gestaltung der Innenräume konfrontiert die Forschenden mit einer visuellen Sinnlichkeit fern der immateriellen Datenwelt des „maschinellen Lernens“. Die Innenräume erhalten eine eigene Identität aus einer gedeckten Farbigkeit. So sind die Oberflächen von Boden, Decken, Türen, Flurwände und Möblierungen in dezenten Blautönen gehalten. Diese Farbigkeit wird immer wieder unerwartet gestört. Punktuell eingesetzte rosa Elemente wie einzelne Türen und Einbauelemente greifen das Motiv des digitalen „Glitch“ auf und transformieren technische Fehlerästhetik in ein identitätsstiftendes räumliches Konzept. In der Lounge verdichten sich diese Störungen zu frei im Raum angeordneten Blasenformen, die wie aufsteigende Gedankenfragmente wirken und Assoziation, Kreativität und informellen Austausch räumlich sichtbar machen.
Der Entwurf verbindet die serielle Bauweise, Nachhaltigkeit und gestalterische Präzision zu einem eigenständigen architektonischen Ausdruck für einen Forschungsstandort des Maschinellen Lernens.
Schlagworte
Energetische Kennwerte
Energiestandard
Objektdetails
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