megawood® Terrassendielen aus GCC (German Compact Composite) eignen sich für hochwertig gestaltete Dachterrassen, Flachdächer, Penthouse-Terrassen und gemeinschaftlich genutzte Dachflächen. Die massiven, pflegeleichten Dielen verbinden eine holznahe Anmutung mit Eigenschaften, die bei bewitterten Außenflächen gefragt sind: Sie sind splitterfrei, barfußtauglich und müssen nicht regelmäßig geölt oder gestrichen werden. Für die Planung auf Dächern sind insbesondere die sichere Entwässerung, eine geeignete Unterkonstruktion, ausreichende Unter- und Hinterlüftung sowie die objektbezogene Berücksichtigung von Aufbauhöhe, Statik und Windsog entscheidend.Teaser

Dachterrassen mit langlebigem, pflegeleichtem Belag gestalten

Übersicht der Anwendungen

Anforderung

Geeignete Diele

Dachterrasse ohne umsetzbares Dielengefälle

DELTA

Ebene, offen verfugte Deckfläche

DELTA

Dachterrasse eines Hotels, Bürogebäudes oder Mehrfamilienhauses

DYNUM

Stark frequentierte Gemeinschafts- und Aufenthaltsflächen

DYNUM, insbesondere DYNUM Maxi

Großzügige Fläche mit breiten Dielen und ruhigem Fugenbild

DYNUM Jumbo oder DYNUM Maxi

Natürlich gehobelte, wohnliche Oberflächenwirkung

PREMIUM

Tragende Konstruktion mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung

DYNUM Maxi oder PREMIUM Jumbo – jeweils nur in den freigegebenen Farben, Formaten und Systemaufbauten

Anforderungen und Eigenschaften

Dachterrassen erweitern Wohn-, Arbeits- und Aufenthaltsflächen nach außen. Der Bodenbelag soll sich gestalterisch in die Architektur einfügen, dauerhaft bewitterbar sein und eine angenehme Nutzung ermöglichen. megawood® Terrassendielen werden massiv und ohne Hohlkammern gefertigt. Sie sind für Außenflächen konzipiert, bei denen eine pflegeleichte Alternative zu klassischen Holzdielen gefragt ist.

Das Terrassensystem basiert auf dem Werkstoff GCC – German Compact Composite. Die Dielen sind in zwei Werkstoffvarianten verfügbar: GCC HOLZart für eine besonders holznahe Ausstrahlung und GCC HARZart für spezifische Eigenschaften bei stärker beanspruchten Anwendungen. Durch den hohen Anteil an Naturfasern entwickelt sich der endgültige Farbton nach der Verlegung durch Bewitterung; laut Hersteller ist diese Farbreifung je nach Sonneneinstrahlung nach etwa sechs bis acht Monaten abgeschlossen.

Was ist GCC (German Compact Composite) ?

GCC (German Compact Composite) ist ein polymergebundener Holzwerkstoff mit einem hohen Anteil natürlicher Holzfasern in Verbindung mit Polymeren aus aufbereiteten Kunststoffen und weiteren Additiven, beispielsweise für Bindung und Farbgebung. Die Holzfasern stammen aus Restholz der Hobel- und Sägeindustrie sowie aus PEFC-zertifizierter europäischer Forstwirtschaft. Durch das Extrusionsverfahren entstehen massive, durchgefärbte Terrassendielen ohne Hohlkammern und ohne zusätzliche Kunststoffummantelung.

Die Dielen verbinden eine holznahe Optik und Haptik mit Eigenschaften, die für dauerhaft bewitterte und häufig feuchte Außenflächen relevant sind. Sie sind pflegeleicht, müssen nicht regelmäßig geölt oder gestrichen werden und sind für barfuß genutzte Terrassen konzipiert. Für Poolumrandungen, Liegeflächen und Spa-Außenbereiche sind insbesondere die splitterfreien und rutschhemmenden Oberflächen wichtig.

Das Material wird in zwei Werkstoffcharakteren angeboten:

GCC HOLZart: enthält bis zu 75 % Naturfasern und steht für eine besonders holznahe Anmutung. Die für Pool- und Spa-Bereiche empfohlene Diele

gehört zu dieser Werkstoffvariante.

GCC HARZart enthält mindestens 50 % Holzfasern; ein Teil der Rezeptur wird durch recyceltes Kunstharz ersetzt. Dies unterstützt spezifische Eigenschaften für stark beanspruchte Flächen.

Geeignete Dielen für Dachterrassen und Flachdächer

DELTA – Terrassendiele für Flächen mit besonderen Gefälleanforderungen

DELTA ist besonders für Dachterrassen und Flachdachaufbauten geeignet, bei denen ein Gefälle in Dielenlängsrichtung nicht umgesetzt werden kann oder die Gestaltung eine möglichst ebene Deckfläche erfordert. Ihre quer strukturierte, mattierte Oberfläche ermöglicht die Verlegung als offenes Deck mit 0 % Gefälle. Das macht DELTA zu einer wichtigen Option für Dachflächen mit anspruchsvollen Anschlussdetails oder bestehenden baulichen Gegebenheiten.

Die Diele wird einseitig mit einer 5-mm-Fuge verlegt und ist in der Brandschutzklasse Cfl-s1 nach DIN EN 13501-1:2010 als schwer entflammbar klassifiziert. Die Dachabdichtung und die Entwässerung der Gesamtkonstruktion müssen objektbezogen geplant werden; die Möglichkeit einer ebenen Dielenverlegung ersetzt keine funktionsfähige Dachentwässerung.

Formate und Farben

Format

Lieferlängen

21 × 145 mm

420, 480 und 600 cm

Befestigung

Befestigung: Rastklammer oder Clip

DYNUM – robuste Großformatdiele für stark beanspruchte Dachflächen

DYNUM ist für hoch frequentierte und großzügige Dachterrassen geeignet, etwa bei Hotels, Bürogebäuden, Gastronomie, Wohnungsbau oder öffentlichen Aufenthaltsflächen. Die strukturierte, mattierte Oberfläche erzeugt ein markantes, naturinspiriertes Erscheinungsbild. Mit zwei großzügigen Formaten unterstützt die Serie eine ruhige Flächenwirkung mit vergleichsweise wenigen Fugen.

Die Variante DYNUM Maxi 25 × 293 mm ist besonders für Objektanwendungen relevant. Für die Farben Cardamom und Nigella besteht bei einer Holz- oder Stahlunterkonstruktion mit Clipbefestigung und 65 cm Achsabstand eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung. DYNUM ist zudem als schwer entflammbar der Klasse Cfl-s1 nach DIN EN 13501-1:2010 eingestuft.

Formate und Farben

Format

Lieferlängen

21 × 242 mm, Jumbo

420, 480 und 600 cm

25 × 293 mm, Maxi

420, 480 und 600 cm

Befestigung und Fugenbild

Befestigung: Rastklammer oder Clip

Fugenbreite: 5 mm

PREMIUM – natürlich gehobelte Oberfläche für hochwertige Dachterrassen

PREMIUM eignet sich für Dachterrassen mit einer natürlichen, wohnlichen Holzoptik. Die Diele besitzt eine oszillierend gehobelte Oberseite und eine gebürstete Unterseite. Sie kann mit offener 8-mm-Fuge oder – bei ausreichendem Gefälle und ausreichender Unterlüftung – mit Nutleiste als geschlossene Fuge gestaltet werden.

Für Dachterrassen mit Anforderungen an tragende Konstruktionen ist insbesondere das Format PREMIUM Jumbo 21 × 242 mm relevant: In den Farben Nussbraun und Basaltgrau besteht bei einer Stahl- oder Holzunterkonstruktion mit Clipbefestigung und 40 cm Achsabstand eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung.

Formate und Farben

Formate

Lieferlängen

21 × 145 mm

420, 480 und 600 cm

21 × 242 mm, Jumbo

420, 480 und 600 cm

Befestigung und Fugenbild

Befestigung: Rastklammer oder Clip

Fugenbild: 8 mm offen; alternativ geschlossene Fuge mit Nutleiste bei geeignetem Aufbau

Planungsrelevante Hinweise für Dachterrassen

Bei Dachterrassen und Flachdächern ist der Terrassenbelag als Teil eines abgestimmten Gesamtaufbaus zu planen. Neben der Dielenwahl sind insbesondere die vorhandene Dachabdichtung, die Entwässerungsebene, die zulässige Flächenlast, die Aufbauhöhe, die Rand- und Anschlussausbildung sowie Windlasten zu berücksichtigen.

Für offen verfugte Decks empfiehlt megawood® grundsätzlich mindestens 2 % Gefälle. Bei geschlossenen Fugen sind mindestens 2 % Gefälle zwingend erforderlich. Eine Ausnahme bildet DELTA: Aufgrund ihrer Querstruktur ist eine Verlegung des offenen Decks ohne Gefälle möglich. Unabhängig davon müssen Unter- und Hinterlüftung dauerhaft sichergestellt werden, damit Feuchte abgeführt wird und Ablagerungen beziehungsweise Staunässe reduziert werden.

Bei Dachterrassen mit tragenden oder bauaufsichtlich nachzuweisenden Konstruktionen sind ausschließlich die jeweils freigegebenen Formate, Farben, Befestigungsarten und Achsabstände der Unterkonstruktion anzuwenden.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bei megawood®

Der GCC-Werkstoff von NOVO-TECH verbindet natürliche Rohstoffe mit recycelten Materialien und folgt einem konsequenten Kreislaufansatz. Durch den Einsatz von Reststoffen, eine ressourcenschonende Produktion und die Rückführung gebrauchter Produkte ist das System darauf ausgelegt, Materialien langfristig im Kreislauf zu halten und den Verbrauch neuer Ressourcen zu reduzieren.

Cradle to Cradle Certified® Gold und Platin bei der Materialgesundheit

bis zu 75 % Holzfasern aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen

ressourcenschonender Materialeinsatz durch Nutzung von 100 % PEFC-zertifizierten Holzresten aus der industriellen Verarbeitung

Fokus auf regionale Wertschöpfungsketten (Deutschland)

Kombination mit recycelten Polymeren aus Windkraft-Rotorblättern, mehrfach wiederverwendbar im Materialkreislauf

megawood® betreibt ein eigenes Rücknahmesystem für gebrauchte Produkte

megawood® nutzt teilweise Photovoltaikanlagen zur Energiegewinnung sowie die Abwärme für die Gebäudeheizung

Weitere Zertifikate zum Nachhaltigkeitsmanagement bei megawood®

Nachhaltigkeitszertifikate

Planungsfragen kompakt

Wie wird eine WPC-Unterkonstruktion auf einer Dachabdichtung schadensfrei gelagert?

WPC-Dielen dürfen nicht direkt auf der Abdichtungsbahn aufliegen. Erforderlich ist ein Systemaufbau aus zur Abdichtung kompatibler Schutz- und Trennlage, lastverteilender Lagerung (z. B. Stelzlager oder Gummigranulat-Pads) sowie einer Unterkonstruktion, die den Wasserablauf zur Dachentwässerung nicht unterbricht. Bei Fertiggaragen ist vorab zu klären, wohin Lasten eingeleitet werden dürfen.

Muss die Tragfähigkeit des Daches für einen WPC-Terrassenbelag statisch nachgewiesen werden?

Ja. Maßgebend ist nicht nur das Eigengewicht der Dielen, sondern der gesamte Aufbau aus Unterkonstruktion, Lagerung, Verkehrslasten und gegebenenfalls Geländerlasten. Hersteller fordern einen statisch ausreichend bemessenen, tragfähigen Unterbau. Die statische Klärung muss vor der Belagsentscheidung erfolgen.

Welches Gefälle und welche Entwässerung braucht eine WPC-Dachterrasse?

Die Dachabdichtung benötigt gemäß DIN 18531 in der Regel mindestens 2 % Gefälle. Für Hohlkammerprofile fordern Hersteller ebenfalls mindestens 2 % Längsgefälle und ausreichende Unterlüftung. Die Unterkonstruktion darf den Wasserablauf nicht blockieren, und Dachabläufe müssen für Revision und Wartung zugänglich bleiben.

Was ist bei geringer Aufbauhöhe und niedrigen Türschwellen auf einer Dachterrasse zu beachten?

Geringe Aufbauhöhen von 5 bis 10 cm erzeugen einen Zielkonflikt zwischen Belagsstärke, Unterkonstruktion, Gefälle und normgerechtem Schwellenanschluss. WPC auf Unterkonstruktion kann Niveauversprünge flexibler überbrücken als Plattenbeläge, entbindet aber nicht von den Anforderungen an Abdichtungsanschluss und Entwässerung. Bei sehr niedrigen Schwellen sind nach aktueller Normenlage zusätzliche Abdichtungs- und Entwässerungsmaßnahmen erforderlich.

Welches WPC-Profil eignet sich für Dachterrassen – Hohlkammer oder Massivdiele?

Hohlkammerprofile erfordern zwingend mindestens 2 % Längsgefälle, damit Wasser abfließen kann und kein Frostschaden entsteht. Für Sonderanwendungen ohne ausreichendes Gefälle empfehlen Hersteller ausdrücklich Massivprofile. Unabhängig vom Profil müssen Randabstände zu festen Bauteilen, Dehnungsfugen und die herstellerseitig vorgegebenen Stützweiten und Befestigungssysteme eingehalten werden.

Wie werden Geländer und Absturzsicherungen auf einer WPC-Dachterrasse befestigt?

Geländerpfosten dürfen nicht an WPC-Dielen oder einer schwimmend verlegten Unterkonstruktion befestigt werden. Die Absturzsicherung ist als eigenständiges Trag- und Abdichtungsdetail zu planen und in die tragende Konstruktion rückzuverankern. Die WPC-Fläche kann das Detail überdecken, darf es aber nicht tragen. Durchdringungen der Abdichtung erfordern fachgerechte Detaillösungen.

Wann ist WPC auf Dachterrassen konstruktiv sinnvoller als Platten oder Feinsteinzeug?

WPC auf Unterkonstruktion eignet sich besonders bei komplexen Dachgeometrien mit Mittelstegen, Attiken oder Niveauversprüngen, die sich mit starren Plattenrastern schwer lösen lassen. Auf stark besonnten Südflächen ist WPC wegen höherer Oberflächentemperaturen und größerer thermischer Längenänderung kritischer zu bewerten als Feinsteinzeug oder Naturstein.

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