James Hardie Europe GmbH
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Aus der Serie fermacell® Zementbauplatten Powerpanel für Wände und Boden von James Hardie Europe
fermacell® Powerpanel HD
fermacell® Powerpanel HD
Mit der fermacell® Powerpanel HD wurde ein Produkt entwickelt, das folgende Bereiche bei Außenwandkonstruktionen in Holztafelbauart abdeckt:
statische Mitwirkung als mittragende und aussteifende Beplankung
dauerhaft wirksamer Wetterschutz bei direkt aufgebrachtem Putzsystem.
Die fermacell® Powerpanel HD Platten bieten einen wichtigen Vorteil: Mit der entsprechenden Fugentechnik können in der Bauphase bis zu 6 Monate ohne weitere Wetterschutzmaßnahmen überbrückt werden, bevor der dauerhaft wetterschützende äußere Putzabschluss aufgetragen wird. Damit ist bereits der Holzhausbauer oder Zimmereibetrieb in der Lage, den Nachfolgegewerken ein vorübergehend wetterfestes Gebäude zu übergeben.
Brandschutztechnische Anforderungen
Eine einlagig mit fermacell® Powerpanel HD beplankte Außenwand mit entsprechendem Konstruktionsaufbau kann bereits die Feuerwiderstandsklasse F 90-B erreichen.
Platteneigenschaften
Zementgraue Farbe, die Oberfläche ist auf einer Seite schalungsglatt, auf der anderen Seite leicht gewellt.
Trotz hoher Druck- und Biegezugfestigkeit weisen die Platten ein relativ niedriges Gewicht auf
Durch die mineralische Materialzusammensetzung enthalten fermacell® Powerpanel HD Platten keine brennbaren Bestandteile
Beim Schneiden und Brechen werden keine gesundheitsschädlichen Stäube freigesetzt – Sicherheitsmaßnahmen sind nicht erforderlich
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Technische Daten
Kennwerte | |
Rohdichte pK | 950+/– 100 kg/m³ |
Flächengewicht | ca. 14,5 kg/m² |
Ausgleichsfeuchte bei Raumklima | ca. 7 % |
Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl μ Powerpanel HD inkl. geprüfter HD-Fugentechnik und HD-Putzsystem | 40 |
Wärmeleitfähigkeit λR (nach DIN 12664) | 0,30 W/mK |
Spezifische Wärmekapazität cp | 1,0 kJ/kgK |
rel. Längenänderung (nach EN 318) | - 0,40 mm/m*) 0,16 mm/m**) |
Maßtoleranzen bei Ausgleichsfeuchte für Standardplattenformate | |
Plattendicke | 15 mm |
Länge, Breite, Dicke | ± 1 mm |
Diagonaldifferenz | ≤ 2 mm |
Zulassungen | |
Europäisch Technische Zulassung | ETA-13/0609 |
Bauaufsichtliche Zulassung | Z-31.1–176 |
Baustoffklasse gemäß DIN EN 13501–1 | nichtbrennbar, A1 |
IMO FTPC part 1 | nichtbrennbar |
Bauteilklassifizierung | national/europäisch |
Formate in mm | Dicke 15 mm |
Flächengewicht m² | |
14,5 kg | |
fermacell Powerpanel HD | |
1250 x 1000 | ● |
1250 x 2600 | ● |
1250 x 3000 | ● |
Art der Beanspruchung Festigkeitskennwerte in N/mm² | Nenndicke 15 mm | |
Plattenbeanspruchung | ||
Biegung | fm, k | 2,1 |
Druck | fc, 90, k | 10,0 |
Schub fr,k | fr, k | 1,3 |
Scheibenbeanspruchung | ||
Biegung | fm, k | 2,1 |
Zug | ft, k | 0,7 |
Druck | fc, k | 9,7 |
Schub | fv, k | 3,0 |
Steifigkeitswerte in N/mm² | ||
Plattenbeanspruchung | ||
E-Modul Biegung | Em, mean | 4200 |
E-Modul Druck | Ec, mean | 3900 |
Schubmodul | Gr, mean | 2400 |
Scheibenbeanspruchung | ||
E-Modul Biegung | Em, mean | 4100 |
E-Modul Zug | Et, mean | 4200 |
E-Modul Druck | Ec, mean | 6700 |
Schubmodul | Gmean | 2500 |
Planungsfragen kompakt
Welche Putzsysteme sind für eine zementgebundene Putzträgerplatte im Holztafelbau geeignet?
Putzträgerplatte, Fugenarmierung, Grundierung und Putz müssen als geprüftes Gesamtsystem aufeinander abgestimmt sein. In der Ausschreibung sind die erforderlichen Leistungsmerkmale und Verwendbarkeitsnachweise zu benennen; Platten anderer Hersteller, etwa OSB oder DWD, dürfen nur bei ausdrücklicher Systemfreigabe als Putzuntergrund eingesetzt werden.
Kann eine verputzte Holztafelwand ohne Hinterlüftung ausgeführt werden?
Eine Hinterlüftung ist nicht grundsätzlich erforderlich, wenn der gesamte Wandaufbau einschließlich Putzsystem bauphysikalisch nachgewiesen ist. Maßgebend sind insbesondere die Trocknungsreserven und die sd-Werte der Schichten; der Feuchteschutz ist für den Gesamtaufbau nach DIN 68800-2 zu prüfen, nicht anhand der Putzträgerplatte allein.
Welche Holzfeuchte ist vor dem Schließen einer verputzten Holztafelwand einzuhalten?
Vor dem Schließen der Wand sollte die Holzfeuchte höchstens 20 % betragen. Die Werte sind auf der Baustelle zu messen und zu dokumentieren, weil eine außenseitig diffusionshemmende Beplankung die Austrocknung eingeschlossener Baufeuchte begrenzen kann.
Welche Bewitterungsdauer ist für eine zementgebundene Putzträgerplatte vor dem Putzauftrag zulässig?
Die zulässige Freibewitterungsdauer ist vom Plattentyp, der Fugenausbildung und dem geprüften Putzsystem abhängig. Herstellerangaben von bis zu sechs Monaten gelten nur für die jeweils nachgewiesene Konstruktion; bei längeren Bauzeiten ist ein geeigneter, ausgeschriebener Witterungsschutz vorzusehen.
Wie sind Plattenstöße einer Putzträgerplatte zur Vermeidung von Putzrissen auszuführen?
Plattenstöße sind nach den Vorgaben des geprüften Systems auszubilden und mit der zugehörigen Fugenarmierung zu sichern. Kreuzfugen und Höhenversätze sind zu vermeiden beziehungsweise vor dem Putzauftrag auszugleichen; bei statisch mitwirkender Beplankung sind zusätzlich die Vorgaben zur Fugenhinterlegung einzuhalten.
Wo sind Bewegungsfugen in einer verputzten Holztafelwand vorzusehen?
Bewegungsfugen sind insbesondere an Geschossübergängen, Gebäudetrennfugen und Materialwechseln anzuordnen. Die Putzschichten müssen dort durch geeignete Profile, Trennschnitte oder Putztrennbänder entkoppelt werden; Lage und Ausbildung sind zwischen Holzbauplanung und Systemgeber projektbezogen festzulegen.
Wie sind Fensteranschlüsse an einer verputzten Holztafelwand schlagregendicht auszuführen?
Der Anschluss zwischen Fensterrahmen und Putzträgerplatte ist nach dem geprüften Anschlussdetail, beispielsweise mit einem geeigneten Fugendichtband nach DIN 18542, auszuführen. Fensterbank, seitliche Anschlüsse, Putzabrissfugen und Zuständigkeiten der beteiligten Gewerke sind in Planung und Ausschreibung eindeutig festzulegen.
Wie ist der Sockelanschluss bei einer verputzten Holztafelwand zu planen?
Der Sockel ist vor Spritz- und Oberflächenwasser zu schützen; Putzabschluss und Schwelle dürfen nicht ungeschützt auf oder unter Geländehöhe liegen. Abdichtung, Sockelabstände und der luftdichte Anschluss an die Bodenplatte sind nach DIN 68800-2 und DIN 18533 projektbezogen zu planen und zwischen Holzbau, Abdichtung und Putzgewerk zu koordinieren.
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