NORIT-Trockenschüttung aus Bläton und NORIT-Gebundene Schüttungen aus zementgebundener Ausgleichsmasse für niveauausgleichende, schall- und wärmedämmende Unterschichten unter den NORIT-Trockenestrichplatten oder der NORIT-Fußbodenheizung.

NORIT-Trockenschüttungen

 

Trockenschüttung

Gebundene Schüttung

Einbau

lose eingebaut

zementgebunden,

Feuchteeintrag

nein

ja

Verdichtung

nein

ja

Höhenausgleich

bis 100 mm

bis 300 mm.

Besonderheit

rückbaubar

pumpfähige und nach Erhärtung

dauerhafte Ausgleichsschicht

Die NORIT-Trockenschüttung besteht aus Blähton, einer Veredelung von natürlichem, reinen Ton. Mit der NORIT-Trockenschüttung werden ebene, schall- und wärmedämmende Unterschichten hergestellt, die trotz geringen Gewichts stark belastbar sind.

Vorteile / Eigenschaften

nicht brennbar (Baustoffklasse A1)

schalldämmend

wärmedämmend

für Höhenausgleich bis 100 mm

systemgeprüfte Schüttung mit Zulassung für verschiedene Anwendungsklassen

geruchsneutral

vollständig wiederverwendbar

keine aufwändigen Vorarbeiten nötig

ohne Verdichten sofort belastbar

verrottungsfest

nagetiersicher

geringes Gewicht

Starke Belastbarkeit

Einsatzgebiete

Niveauausgleich auf der Rohdecke in Neubauten und bei Altbauten.

NORIT-Gebundene Schüttungen

Die NORIT-Gebundene Schüttung besteht aus zementgebundener Ausgleichsmasse mit mineralischen und organischen Leichtzuschlägen und dient zur Herstellung von ebenen und wärmedämmenden Unterschichten, die trotz geringen Gewichts stark belastbar und schnell begehbar sind. Sie dient zum Einsatz unter NORIT-Trockenestrich oder der NORIT-Fußbodenheizung.

Vorteile / Eigenschaften

nicht brennbar (Baustoffklasse A1)

hohe Druckfestigkeit

wärmedämmend

schalldämmend

für große Höhenausgleiche (bis 300 mm)

systemgeprüfte Schüttung mit Zulassung für verschiedene Anwendungsklassen

besonders pumpfähig

konstante, homogene Mischung

Nach dem Trockenen gibt es kein nachträgliches Absenken oder Verdichten mehr:

nach einer Wartezeit von einem Tag pro cm Schichtdicke kann Trockenestrich verlegt werden

Einsatzgebiete

Niveauausgleich auf der Rohdecke in Neubauten sowie auch bei der Altbausanierung

Planungsfragen kompakt

Wann ist eine lose Trockenschüttung sinnvoll und wann eine gebundene Schüttung?

ose Trockenschüttungen eignen sich für den Höhenausgleich unter Trockenestrichen in trockenen Innenräumen. Gebundene Schüttungen sind bei höheren Druckfestigkeitsanforderungen, Feuchtebeanspruchung, größeren Ausgleichshöhen oder als Unterlage für Nassestriche vorzuziehen. Maßgeblich ist immer der freigegebene Systemaufbau des Herstellers.

Was ist bei geringen Schütthöhen und stark wechselnden Aufbauhöhen zu beachten?

Die zulässige Mindestschütthöhe liegt je nach System zwischen 10 und 20 mm, wobei die dünnste Stelle im Aufbau entscheidend ist. Bei auslaufenden Randzonen oder stark wechselnden Höhen sollte geprüft werden, ob ein Nivelliersystem besser geeignet ist. Mindestdicke und Bezugshöhen sind in der Ausschreibung ausdrücklich festzulegen.

Welche Punkte sind bei Holzbalkendecken vor der Wahl der Schüttung zu klären?

Tragfähigkeit, zulässige Zusatzlast, Balkenabstand und Durchbiegung müssen vorab statisch geprüft werden. Schüttungen gleichen Höhenunterschiede aus, ersetzen aber keine tragende Ebene. Die Last muss sicher in die Balken oder eine dafür ausgelegte Lastverteilungsschicht eingeleitet werden.

Verbessert eine Schüttung den Trittschallschutz automatisch?

Nein. Eine Schüttung verbessert den Schallschutz nur als Teil eines geprüften Gesamtaufbaus. Die akustische Wirkung hängt von Masse, Entkopplung, Oberbelag und Anschlussdetails ab. Für die Planung sind gemessene Kennwerte des kompletten Systems heranzuziehen.

Sind Schüttungen in Nassräumen und bei dynamischen Lasten wie Waschmaschinen geeignet?

Lose Trockenschüttungen sind in Nassräumen mit Gefälle oder Ablauf sowie bei dynamischen Lasten in der Regel nicht zulässig. Bestimmte gebundene Systeme können im freigegebenen Gesamtaufbau auch für Nassbereiche eingesetzt werden. Voraussetzung ist ein systemkonformer Aufbau mit normgerechter Abdichtung nach DIN 18534.

Darf gebundene Schüttung auf der Baustelle selbst angemischt oder herstellerübergreifend kombiniert werden?

Nein. Gebundene Schüttungen sind aufeinander abgestimmte Systemprodukte. Bauseitiges Mischen von loser Schüttung mit Zement ergibt kein Produkt mit geprüften Eigenschaften. In der Ausschreibung sollten geschlossene Herstellersysteme mit definierten Komponenten gefordert werden.

Kann auf gebundene Schüttung direkt gespachtelt, gefliest oder ein weiterer Estrich aufgebracht werden?

Der zulässige Folgeaufbau ist systemspezifisch und richtet sich nach der Herstellerfreigabe. Begehbarkeit und Belegreife variieren je nach Produkt erheblich – von rund 12 Stunden bis zu einem Tag pro Zentimeter Schichtdicke. Folgegewerke und Wartezeiten sollten in der Ausschreibung als Systemdetail festgelegt werden.

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