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Das versetzbare Trennwandsystem WEWATEK 16 eignet sich ideal zur Trennung von Industriehallen und Lagerbereichen, bei denen ein erhöhter Schallschutz nicht erforderlich ist. Ob als einfache Stellwand, Hallenstellwand oder als mehrstöckiges Hallenbüro: Mit diesem Trennwandsystem wird die Industriefläche optimal genutzt.

Technische Informationen und Beispiele WEWATEK 16 Trennwand- und Raum-in-Raum-Systeme

Zur Realisierung von Raumplänen im Industriebau wurde das WEWATEK Wandsystem im Baukastenprinzip entwickelt. Hiermit ist eine Raumstrukturierung nach Bedarf möglich, die sich jederzeit einfach an geänderte Vorgaben anpassen lässt.

Staub- und lärmbelastete Arbeitsbereiche können damit voneinander getrennt werden. Mit Glasfronten entstehen helle, strukturierte Räume mit einer angenehmen Arbeitsatmosphäre.

In Kombination mit den Lagerbühnen von TIXIT werden zusätzliche Räume in unterschiedlichen Ebenen geschaffen und somit die Raumnutzung erheblich gesteigert.

Ein- oder mehrstöckige Hallenbüros und Meisterkabinen werden als Raum-in-Raum-Lösung umgesetzt.

Anwendungsbereiche

Zur Unterteilung von Industrie- und Gewerbehallen, für Abtrennungen von Lager- und Produktionsbereichen, für Mehrzweckräume und Meisterkabinen in ein- oder mehrgeschossiger Bauweise, als freistehende Stellwände im Bereich von Kranbahnen und Kanälen und überall dort, wo schall- und staubschützende Abtrennungen gefordert sind.

Eigenschaften

Das Wandsystem ist einfach zu montieren und jederzeit versetzbar, die Wandfüllungen sind untereinander austauschbar. Das Elementraster ist 1.200 mm und nach der Euro-Norm ausgelegt, erlaubt aber problemlos alle Anpassungen. Selbst komplizierte Raumaufteilungen können schnell und bedarfsgerecht gestaltet werden. Die stabile Doppelständerbauweise erlaubt Wandhöhen bis 8 m.

Das System ist kompatibel mit der TIXIT-Lagerbühne und der Systemtrennwand BÜWATEK 100.

Konstruktionsmerkmale

Die Trennwand WEWATEK 16 basiert auf einer Doppelständer- und Riegel-Konstruktion aus Stahl- und Aluminiumprofilen. Der Anschluss an Fußböden und Decken erfolgt durch speziell geformte C-Profile, gleitende Verbinder in den Ständerprofilen können Durchbiegungen im Decken- oder Dachbereich bis 35 mm ausgleichen. Die unterschiedlichen Wandfüllungen werden durch ein patentiertes Schraubklemmsystem in die Ständerprofile eingespannt. Hochbelastbare quadratische Ständerprofile sind die Ausgangsbasis für T-Stöße, Eck- oder Kreuzstöße sowie für den Aufbau von doppelgeschossigen Anlagen oder für den Einbau von Spezialelementen.

Decken-, Boden- und Wandanschlüsse sind mit Dichtbändern belegt und sorgen für eine gute Schalldämmung.

Oberflächen

Ständerprofile, Decken- und Bodenschienen aus sendzimirverzinktem Stahlblech. Nach der RAL-Farbkarte abgesetzte Abdeckprofile aus Kunststoff sorgen für das Design der senkrechten Ständerprofile. Die quadratischen Ständerprofile sind farblich der Wandfüllung angepasst. Glasrahmen, Quersprosse und Türrahmenprofile sind aus eloxierten Aluminiumprofilen.

Wandgewicht

ca. 22 kg/m2

Schallschutz

WEWATEK 16 Vollwandelement 16 mm dick

Schalldämmwert

ohne Einscheibenverglasung

Rw = 25 dB

mit Einscheibenverglasung

Rw = ca. 23 dB

Wandfüllung

Die maximale Wanddicke beträgt 80 mm. Die Wandschalen in der Standardausführung bestehen aus einer 16 mm dicken melaminharzbeschichteten Gütespanplatte der Baustoffklasse B 2, die Einscheibenverglasung in Aluglasrahmen aus 5 mm dickem Kristallglas.

Andere Glasausführungen oder Wandschalen mit ein- oder zweiseitiger Stahlblech- oder V2A-Blechbeplankung auf Anfrage.

Elektroinstallationen

Elektrokabel und Leitungen werden in den Ständerprofilen verlegt. Durch das Abnehmen der Abdeckprofile ist der Zugang jederzeit möglich. Horizontale Elektroinstallationen werden durch aufschraubbare Kabelkanäle sicher und zugänglich ausgeführt.

Kabinenausführungen und Kabinenaufbau WEWATEK 16

Auf der Konstruktionsbasis des Wandsystems werden Kabinen in jeder Größe und Ausführung schlüsselfertig aufgestellt, mit abgehängter Zwischendecke und fertigem Bodenbelag.

Wahlweise können die Kabinen mit begehbaren Decken in ein- oder zweigeschossiger Bauweise oder auf TIXIT-Lagerbühnen mit Beleuchtung, Be- und Entlüftung etc. ausgestattet werden.

Planungsfragen kompakt

Ab wann ist eine nachträgliche Hallenteilung baugenehmigungspflichtig?

Nichtragende, modulare Trennwände ohne brandschutztechnische Funktion können in vielen Landesbauordnungen als verfahrensfreie Vorhaben gelten. Sobald durch die Teilung jedoch ein eigenständiger Nutzungsbereich entsteht – etwa ein Büro in einer Lagerhalle – oder die Trennwand eine Brandschutzfunktion übernehmen soll, liegt in der Regel eine genehmigungspflichtige Nutzungsänderung vor. Eine frühzeitige Abstimmung mit der Bauaufsichtsbehörde ist empfehlenswert, da die Regelungen je nach Bundesland variieren.

Die Klassifizierung ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept und der Industriebaurichtlinie (IndBauRL). Diese unterscheidet zwischen Brandwänden (mit Stoßprüfung, REI-M 90) und komplexen Trennwänden (EI 90, ohne Stoßprüfung). Letztere sind zulässig, wenn kompensierende Maßnahmen wie eine Sprinkleranlage vorhanden sind. Entscheidend ist, dass nicht nur das Wandelement, sondern das Gesamtsystem einschließlich Türen, Verglasungen und Durchführungen die geforderte Klassifizierung nachweist.

Welche Feuerwiderstandsklasse wird verlangt – und wann genügt eine komplexe Trennwand statt einer Brandwand?

Die Klassifizierung ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept und der Industriebaurichtlinie (IndBauRL). Diese unterscheidet zwischen Brandwänden (mit Stoßprüfung, REI-M 90) und komplexen Trennwänden (EI 90, ohne Stoßprüfung). Letztere sind zulässig, wenn kompensierende Maßnahmen wie eine Sprinkleranlage vorhanden sind. Entscheidend ist, dass nicht nur das Wandelement, sondern das Gesamtsystem einschließlich Türen, Verglasungen und Durchführungen die geforderte Klassifizierung nachweist.


Wie wird der Dachanschluss brandschutztechnisch korrekt ausgeführt?

Der Dachanschluss ist die häufigste Schwachstelle bei brandschutztechnisch klassifizierten Trennwänden. Bei Brandwänden ist eine Überführung mindestens 30 cm über Dach oder ein beidseitiger Streifen aus nichtbrennbaren Baustoffen (≥ 0,50 m) gefordert. Fugen zwischen Trennwand und Trapezblech- oder Sandwichdächern führen in der Praxis regelmäßig zu Rauchübertragung und unzureichender Abschottung von Hohlräumen. Geprüfte Anschlussdetails des Systemherstellers sollten verwendet werden.


Warum bleibt die Schalldämmung in der Praxis oft deutlich hinter dem Labormesswert zurück?

Modulare Trennwände erreichen im Labor je nach Aufbau Rw-Werte von ca. 25 dB (einschalig, 16 mm) bis über 45 dB (doppelschalig). In Industriehallen mit offener Dachkonstruktion wird der Schall jedoch über den Deckenhohlraum um die Wand herum übertragen – das Bauschalldämmmaß R'w kann 10–20 dB unter dem Laborwert liegen. Für wirksamen Schallschutz bei Meisterbüros oder Messräumen muss die Trennwand bis unter die Dachhaut geführt und der Anschluss schalltechnisch geschlossen werden.


Welche Anpralllasten sind in Logistik- und Lagerbereichen zu berücksichtigen?

Neben dem Eigengewicht sind horizontale Einwirkungen zu bemessen: Anpralllasten durch Gabelstapler (nach DIN EN 1991-1-1), Windlasten bei Tornähe sowie ggf. Soglasten. Die Anprallbeanspruchung wird in Logistikbereichen häufig unterschätzt. Schutzplanken oder verstärkte Sockelbereiche sind empfehlenswert. Vor der Montage ist die Tragfähigkeit des Hallenbodens zu prüfen, da Schwerlastdübel in minderfestem Beton ggf. nicht die erforderlichen Auszugswerte erreichen.


Lassen sich modulare Trennwände zerstörungsfrei versetzen und wiederverwenden?

Modulare Systeme sind konstruktiv auf Demontierbarkeit ausgelegt und können grundsätzlich wiederverwendet werden. In der Praxis bestehen Einschränkungen: Bodenprofile hinterlassen Dübellöcher, zugeschnittene Anpassungselemente passen am neuen Standort möglicherweise nicht, und brandschutztechnische Abnahmen gelten standortbezogen. Der wirtschaftliche Vorteil gegenüber Massivbaulösungen liegt dennoch in der deutlich höheren Flexibilität bei sich ändernden Layouts.


Welche Anforderungen gelten an Trennwände zur Gefahrstofflager-Abtrennung in einer Halle?

Die Anforderungen ergeben sich aus TRGS 510, Wasserhaushaltsgesetz, Industriebaurichtlinie und ggf. Störfallverordnung. In der Regel wird mindestens EI 90 mit selbstschließenden Türen (EI₂ 90-C) gefordert. Bei wassergefährdenden Stoffen kommen Anforderungen an Auffangvolumen und Mediendichtheit der Wandanschlüsse hinzu. Das Gesamtsystem einschließlich Boden, Tür, Lüftung und Leckageerkennung ist als Einheit zu planen.


Welche zusätzlichen Anforderungen stellen Sachversicherer an Industrie-Trennwände?

Sachversicherer (VdS, FM Global) fordern häufig Brandwandqualität auch dort, wo die Bauordnung eine geringere Klassifizierung zulassen würde – insbesondere zur Begrenzung des PML (Probable Maximum Loss). VdS 2234 und VdS 2000 enthalten spezifische Anforderungen, die über den bauordnungsrechtlichen Mindeststandard hinausgehen. Eine frühzeitige Einbindung des Sachversicherers in die Planung vermeidet nachträgliche Umplanungen.

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