Das linear gelagerte Ganzglasvordachsystem CANOPY cloud bietet maximale Transparenz und optische Leichtigkeit ohne sichtbare Zusatzkonstruktionen wie Stützen, Abspannungen oder Wandkonsolen. Das System CANOPY classic mit Edelstahl-Punkthaltern erlaubt eine stufenlose Anpassung der Glasdachneigung zwischen 0 und 20°. Beide Systeme garantieren durch geprüfte Typenstatik, ETA und AbZ eine hohe Sicherheit.

CANOPY cloud

Beschreibung

CANOPY cloud ist ein transparentes, filigranes Ganzglasvordachsystem von GLASSLINE. In einem Aluminiumprofil wird die Glasscheibe völlig freitragend ohne weitere sichtbare Konstruktionsbauteile mit einer vordefinierten Dachneigung von 10° einseitig linear gelagert. Bei CANOPY cloud sind keine Glasbohrungen notwendig. Schwächungen der Glasscheibe werden vermieden, dadurch lassen sich Glasausladungen bis zu 1.900 mm realisieren.

CANOPY cloud ist mit ETA und geprüfter Typenstatik bauaufsichtlich verwendbar. Die projektbezogene Eignung (Schnee-/Windlast am Standort, Tragfähigkeit von Baukörper und Befestigung) ist im Einzelfall zusätzlich nachzuweisen.

CANOPY cloud ist ausgelegt für charakteristische Schneelasten bis 4,3 kN/m² (je nach System/Ausladung); maßgeblich ist die objektbezogene Lastermittlung nach DIN EN 1991-1-3/NA.

Fünf Komplettsysteme decken ein breites Spektrum an Glasscheibenabmessungen von bis zu 3.000 mm Breite und 1.900 mm Glasausladungen ab. Alle Systeme sind individuell konfigurierbar, wobei 64 gängige Glasabmessungen ab Lager schnell und effizient verfügbar sind.

Eigenschaften

Hohe Transparenz und Verzicht auf Glasbohrungen, nur einseitig linear gelagert

Für Schneelasten bis zu 4,3 kN/m2 (entspricht über 4 m Neuschneehöhe)

Sehr einfache Montage ohne Glasbohrung

LED-Beleuchtung möglich

Breites Lieferprogramm: Ausladung bis 1.900 mm / Glasbreite bis 3.000 mm

Glaslagerprogramm mit 64 Scheibengrößen

Verfügt über alle Zulassungen und Prüfungen:

Mit European Technical Assessment (ETA)

Mit Allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (AbZ)

Mit geprüfter Typenstatik

Profile und Glasoptionen

Das CANOPY cloud Klemmprofil besteht aus hochwertigem Aluminium und lagert die Glasscheibe linear. Durch individuelle Profilabmessungen und Oberflächenfarben bieten sich viele Anpassungsmöglichkeiten.

Wählbare Oberflächen

"Natur" unbehandelt (Lagerprogramm)

Edelstahleffekt (E6EV1) (Lagerprogramm)

Anthrazit RAL 7016 (Lagerprogramm)

Weiß RAL 9016 (Lagerprogramm)

Eisenglimmer Grau DB 703 (Lagerprogramm)

RAL- oder Sonderfarbton pulverbeschichtet oder eloxiert

Glas mit Selbstreinigungseffekt (optional)

Mit CANOPY cloud activ clean bietet GLASSLINE für das Ganzglasvordachsystem CANOPY cloud ein Lagerprogramm an Glasscheiben mit den dualaktiven Eigenschaften der Pilkington Activ™ Oberfläche*).

Wirkungsweise

Photokatalytischer Effekt

Die aktive Titandioxid-Beschichtung auf der Oberseite des Glases reagiert mit der UV-Strahlung des Tageslichts und zersetzt aktiv organische Verschmutzungen auf dem Glas.

Hydrophiler Effekt

Der nächste Regen wäscht den aufgespaltenen und gelösten Schmutz von der Glasoberseite ab. Dabei bewirkt die Glasbeschichtung, dass sich das Regenwasser nicht zu Tropfen sammelt, wodurch die zuvor gelösten Schmutzpartikel entfernt werden.

Regenwasser und Sonne im Wechsel schaffen die optimalen Bedingungen für sauberes Glas.

Systeme mit unterschiedlichen Ausladungen

Für alle Systeme:

Profillänge: max. 6.000 mm

Glaslänge: 600 - 3.000 mm

Dachneigung: 10°

Alle Systeme als VSG für Überkopfverglasung ausgeführt.

System 1.100

Glasstärke: 16 mm

Ausladung: bis 1.100 mm

Profiltyp: 1

System 1.300

Glasstärke: 20 mm

Ausladung: bis 1.300 mm

Profiltyp: 3

System 1.500

Glasstärke: 24 mm

Ausladung: bis 1.500 mm

Profiltyp: 3

System 1.700 individuell

Glasstärke: 26 mm

Ausladung: bis 1.700 mm

Profiltyp: 5

System 1.900 individuell

Glasstärke: 30 mm

Ausladung: bis 1.900 mm

Profiltyp: 5

Glaslagerprogramm mit 64 Scheibengrößen

Für die Realisierung kurzer Lieferzeiten und eine schnellere Verfügbarkeit bietet GLASSLINE ein Glaslagerprogramm mit 64 Scheibengrößen.

Das Lagerprogramm konzentriert sich auf die Systeme 1.100, 1.300 und 1.500. Das Ausladungsspektrum geht von 800 bis 1.500 mm und die Profilbreiten von 1.200 bis 3.000 mm.

Wärmebrückenoptimierte Montage von CANOPY cloud

Anbindung an wärmegedämmte Fassaden

Für eine sichere Anbindung an wärmegedämmten Fassaden wird das bewährte FIX'N SLIDE System eingesetzt. Wärmebrücken durch die Vordachbefestigung lassen sich dadurch minimieren. Mit wenigen Komponenten und unterschiedlichen Dämmkörpergrößen lässt sich jede Dämmstärke thermisch und statisch problemlos überbrücken. Durch die variable Anordnung kann die Lasteinleitung optimal auf die Unterkonstruktion abgestimmt und auf die örtlichen Gegebenheiten angepasst und optimiert werden.

Integrierte LED-Beleuchtung

Durch ein eingelegtes LED-Band lassen sich effektvolle Beleuchtungslösungen umsetzen.

CANOPY classic

Das punktgehaltene Ganzglasvordach CANOPY classic hält das Glas nahezu frei schwebend und vermittelt ein hohes Maß an Funktionalität und Sicherheit.

CANOPY classic ist mit ETA und geprüfter Typenstatik bauaufsichtlich verwendbar. Die projektbezogene Eignung (Schnee-/Windlast am Standort, Tragfähigkeit von Baukörper und Befestigung) ist zusätzlich nachzuweisen

Eine spezielle Konstruktion erlaubt eine stufenlose Neigung des Glasdachs von 0° bis 20° in jede Richtung. Entwässerungsrichtung, Mindestgefälle und Tropfkante können individuell festgelegt werden.

Für die Punkthalter und Abhängungen werden hochwertige Edelstahlsorten verwendet. In der eigenen Fertigung verarbeitet, bestechen alle Bauteile durch Präzision und brillante Oberflächen.

CANOPY classic gibt es in den Ausführungen 2-, 3- und 4-Spanner. Die maximal realisierbare Länge als 4-Spanner mit VSG 20 beträgt 4.800 mm. Dabei kann das Glas frei mit Mustern, Motiven oder Logos bedruckt oder mit PVB-Folie individuell gestaltet werden.

Zur Befestigung an der Unterkonstruktion bzw. dem Baukörper stehen drei verschiedene Konsolen zur Auswahl.

Eigenschaften

Ganzglasvordach mit Punkthalter-Konstruktion

Hohe Flexibilität durch stufenlose Neigung des Glasdaches von 0° bis 20° in jede Richtung

Alle Metallteile in hochwertigem Edelstahl

Sehr einfache Montage

Breites Lieferprogramm: Glasbreite max. 4.800 mm

Glasgestaltung durch Bedrucken mit Mustern, Motiven, Logos oder mit individueller PVB-Folie

Drei Konsolen für die Befestigung am Baukörper oder Unterkonstruktion

Alle Prüfungen inklusive:

Mit European Technical Assessment (ETA)

Mit Allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (AbZ)

Mit geprüfter Typenstatik

Online-Konfigurator

CANOPY cloud digital online konfigurieren

Mit dem neuen 3D-Online-Konfigurator stellt GLASSLINE ein digitales Werkzeug zur Verfügung, mit dem sich das optimale CANOPY cloud Ganzglasvordach schnell und einfach in Echtzeit aufgrund der abgefragten Informationen konfigurieren, generieren und bestellen lässt.

Montagevideo CANOPY cloud

Planungsfragen kompakt

Welche Glasart ist für Ganzglasvordächer über Verkehrsflächen zulässig?

Für Überkopfverglasungen nach DIN 18008-2 ist Verbundsicherheitsglas (VSG) aus Floatglas oder teilvorgespanntem Glas (TVG) erforderlich; ESG allein ist nicht zulässig. VSG aus ESG benötigt einen Versuchsnachweis. In der Ausschreibung sind Glasaufbau und Einzelscheiben anzugeben, nicht nur „VSG“.

Zum Download Hersteller-Ausschreibungstexte für Canopy Glasvordächer

Wie wird die Eignung eines Vordachsystems für Schnee- und Windlasten geprüft?

Schnee- und Windlasten sind objektbezogen nach DIN EN 1991-1-3 mit Nationalem Anhang sowie den maßgeblichen Windlastregeln zu ermitteln. Anschließend ist zu prüfen, ob die charakteristischen Einwirkungen einschließlich möglicher Schneeverwehungen innerhalb der für Ausladung und Konfiguration angegebenen Systemwerte liegen.

Wie sind Dachlawinen von höher liegenden Dächern bei Vordächern zu berücksichtigen?

Schneeabgang von höher liegenden Dächern ist als zusätzliche Last und gegebenenfalls als Aufpralllast zu berücksichtigen; diese Einwirkungen sind in Typensystemen meist nicht enthalten. Ein objektbezogener Nachweis oder ein ausreichend bemessenes Schneefangsystem am Oberdach ist daher erforderlich.

Welche Nachweise sind bei Ganzglasvordächern mit Systemzulassung zusätzlich erforderlich?

Zu prüfen ist, ob Glasaufbau, Ausladung, Neigung und Einbausituation vom Geltungsbereich der allgemeinen Bauartgenehmigung oder Zulassung gedeckt sind. Zusätzlich sind der Tragfähigkeitsnachweis der Unterkonstruktion und des Baukörpers, die Übereinstimmungserklärung des ausführenden Unternehmens sowie die korrekte Kennzeichnung erforderlich.

Wie ist die Tragfähigkeit des Verankerungsuntergrunds für ein Vordach nachzuweisen?

Die Tragfähigkeit des Verankerungsuntergrunds ist projektbezogen nachzuweisen, da auskragende Vordächer erhebliche Momente und Zugkräfte einleiten. Für Beton und Mauerwerk sind geeignete, zugelassene Befestigungsmittel und gegebenenfalls lastverteilende Maßnahmen vorzusehen; Rohbautoleranzen müssen konstruktiv ausgeglichen werden.

Wie wird die Vordachbefestigung durch ein WDVS geplant?

Ein WDVS kann die statischen Lasten eines Vordachs in der Regel nicht aufnehmen; diese sind über geeignete Befestigungselemente bis in den tragenden Untergrund einzuleiten. Gedämmte Montageelemente oder Befestigungssysteme müssen für Last, Dämmdicke und Untergrund geeignet sein; Wärmebrücken und die Schlagregenabdichtung sind nachzuweisen.

Wann sind Vordachbefestigungen mit dem WDVS-Gewerk abzustimmen?

Befestigungspunkte, Lasten und erforderliche Montageelemente sind vor der Ausführung des WDVS festzulegen und in die Leistungsbeschreibung aufzunehmen. Zuständigkeiten für Tragfähigkeitsnachweis, Wärmebrückenbewertung, Abdichtung und Montage müssen zwischen Planung, Fassadengewerk und Vordachmontage eindeutig geregelt werden.

Wie lassen sich Glasbrüche durch Zwängungen an Punkthaltern und Klemmungen vermeiden?

Glasbrüche durch Zwängungen lassen sich durch ebene Auflager, durchgehende Zwischenlagen und die Einhaltung der systemspezifischen Anzugsmomente vermeiden. Punkthalter dürfen nicht verkantet oder übermäßig angezogen werden; Glaskanten sind vor Beschädigungen zu schützen und Montageablauf sowie Anzugsmomente zu dokumentieren.


*)
Ersetzt keine turnusmäßige Wartung/Reinigung

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