Produktinformation 14 von 18
BALARDO wave ist ein gebogenes Glasgeländer-System, das speziell für geschwungene Geometrien entwickelt wurde. Die Konstruktion ermöglicht fließende Linienführungen und eine präzise Anpassung an gebogene Grundrisse, etwa bei Balkonen, Galerien oder Treppen. Durch die Kombination aus tragender Systemtechnik und gebogenem Sicherheitsglas eignet sich das Ganzglasgeländer Balardo Wave für unterschiedliche Anforderungen im Innen- und Außenbereich.

Gebogene Glasgeländer und Ganzglasgeländer mit Aluminium- oder Stahlprofilen

Hinweis: Detaillierte Beschreibung weiterer Produkte der BALARDO-Systemfamilie

Für Projekte mit Entwässerungsanforderungen:

Ganzglasgeländersystem BALARDO aqua control mit integrierter Entwässerung

Für gerade Ganzglasgeländer:

Glasgeländersysteme BALARDO hybrid

Ganzglasgeländersystem BALARDO core

Ganzglasgeländersystem BALARDO steel

Für absturzsichernde Verglasungen:

Ganzglassysteme BALARDO glasswall

Deklaration

Für die Systeme BALARDO core und BALARDO steel wurde durch das IBU eine Umweltdeklaration EPD erstellt. Die EPD ermöglicht die projektbezogene Bewertung in Ökobilanzen, stellt jedoch keine allgemeine Nachhaltigkeitsbewertung dar.

BALARDO wave - gebogene Ganzglasgeländer

Wo geschwungene und gebogene Formen die Gebäudearchitektur maßgeblich bestimmen, bietet BALARDO wave die Möglichkeit für den Einsatz gebogener Ganzglasgeländer. Mit den gebogenen Boden- und Handlaufprofilen nimmt das System geschwungene Geometrien auf und setzt diese in transparente Geländer um. In repräsentativen öffentlichen oder privaten Gebäuden kann BALARDO wave sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden.

BALARDO Ganzglasgeländersysteme können unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne lastabtragenden Handlauf realisiert werden. Ob ein Verzicht auf den lastabtragenden Handlauf zulässig ist, hängt von Systemnachweis, Glasaufbau, Einbausituation und den geltenden Verwendbarkeitsnachweisen ab. Die Zulässigkeit ist objektspezifisch nachzuweisen.

Eigenschaften und Besonderheiten

Alu- und Stahlsystem für gebogene Ganzglasgeländer

Mindestbiegeradius: Aluminium (core) ab 650 mm / Stahl (steel) ab 760 mm

Scheibenhöhe: bis 1.500 mm (core) / bis 1.400 mm (steel)

Für öffentliche und private Bauvorhaben

Für Innen- und Außenbereich

Für Ebenen und Treppen

Einsatzbeispiele: Balkone mit Radius, geschwungene Galerien, runde Atrien, gebogene Treppenaugen, u.v.m.

Absturzsichernde Funktion

Zuschnitte individuell nach Maß

Prüfzertifikate

Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (AbP)

LGA-geprüfte Sicherheit

Keine Zustimmung im Einzelfall (ZIE) erforderlich*)

Systemprofile BALARDO wave

Die Systemprofile BALARDO wave in steel- und core-Ausführung werden individuell in Biegeradien ab 650 mm (core) bzw. 760 mm (steel) gebogen. Auch die Zuschnitte erfolgen individuell nach Maß.

Ein innovatives Montage-Prinzip erlaubt eine einfache und schnelle Installation. Erhältlich sind die Systemprofile aus Aluminium in geschliffener und eloxierter oder unbehandelter Oberfläche. Die Tragprofile werden mit der gewünschten Oberflächenoptik inklusive notwendiger Bohrungen geliefert. BALARDO wave aus Aluminium ist auch komplett von innen montierbar.

Die Profile BALARDO wave steel sind aus verzinktem oder unverzinktem Sonderstahl gefertigt und können oben oder seitlich mit der Unterkonstruktion verschraubt oder verschweißt werden.

Werkstoff:

Aluminium, Stahl verzinkt oder unverzinkt

Oberflächen Aluminium:

“Natur” unbehandelt

Edelstahleffekt (E6EV1)

Farbgestaltung pulverbeschichtet nach RAL oder eloxiert

Lieferlängen:

individuell, mind. 650 mm (core) oder 760 mm (steel)

Formteile, Ergänzungsprodukte:

komplettes Ergänzungsprogramm der Serien BALARDO core und BALARDO steel

Detaillierte Informationen im Planungshandbuch BALARDO wave

Systemzubehör

Glas: Je nach Anwendungsfall und Bemessung werden gebogene VSG-Glaskombinationen eingesetzt. Alle Scheiben werden individuell auf Maß gefertigt.

Handläufe / Glaskantenschutzprofile: Gebogene Profile aus Edelstahl oder Aluminium in verschiedenen Querschnitten können eingesetzt werden.

Planungsfragen kompakt

Wann kann auf einen Handlauf beim Geländer verzichtet werden?

Bei absturzsichernden Verglasungen übernimmt der Handlauf häufig eine tragende Funktion und beeinflusst die Nachweisführung. Ein Verzicht ist daher nur zulässig, wenn die Konstruktion einschließlich Glasaufbau, Lagerung und Verankerung die erforderlichen Lasten eigenständig aufnehmen kann. Die konstruktive Ausführung ist objektspezifisch nachzuweisen. Grundlage bilden die jeweiligen bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweise sowie die Anforderungen der DIN 18008.

Wie wird die Glasdicke bei absturzsichernden Verglasungen bestimmt?

Die Glasdicke wird anhand der konkreten Einbausituation statisch bemessen und nicht über feste Standardwerte festgelegt. Die Scheibendicke ergibt sich nicht aus festen Richtwerten, sondern aus einer Bemessung der konkreten Einbausituation. Einflussgrößen sind Geländerhöhe, Lastkategorie, Scheibenabmessungen, Lagerung, Radien sowie Wind- und Nutzlasten. Bei gebogenen Verglasungen sind zusätzlich die Beanspruchungen aus der Krümmung zu berücksichtigen. Die endgültige Dimensionierung wird im statischen Nachweis festgelegt.

Welche Anforderungen gelten für gebogene Verbundsicherheitsgläser?

Gebogene Verglasungen unterliegen denselben Sicherheitsanforderungen wie gerade absturzsichernde Verglasungen. Zusätzlich sind die Auswirkungen der Verformung auf Herstellung, Transport und Lagerung zu berücksichtigen. Da jedes Element projektbezogen gefertigt wird, müssen Biegeradien, Kantenbearbeitung und Befestigungsdetails frühzeitig abgestimmt werden. Die Eignung wird im Rahmen der jeweiligen Systemnachweise belegt.

Welche Bedeutung hat der Biegeradius?

Mit kleiner werdendem Radius ändern sich Tragverhalten und Krafteinleitung. Dadurch steigen die Anforderungen an Glaslagerung, Profilgeometrie und Fertigungsgenauigkeit. Bereits in der Entwurfsphase sollte geprüft werden, ob die gewünschte Geometrie innerhalb der zulässigen Systemgrenzen liegt. Der Radius beeinflusst damit sowohl die technische Umsetzbarkeit als auch den Nachweisaufwand.

Wie erfolgt die Lastabtragung bei Ganzglasgeländern?

Die Horizontallasten werden über die Verglasung in die Tragprofile und anschließend in die Baukonstruktion eingeleitet. Entscheidend ist die ausreichende Tragfähigkeit der Befestigungsebene. Bereits geringe Schwächen in der Verankerung können die Leistungsfähigkeit des gesamten Geländers beeinträchtigen. Deshalb sind Untergrund, Befestigungsmittel und Anschlussdetails Bestandteil der statischen Betrachtung.

Welche Besonderheiten gelten für den Einsatz von Glasgeländern im Außenbereich?

Im Außenbereich wirken zusätzlich Wind, Niederschlag, Temperaturunterschiede und Korrosionsbeanspruchungen. Diese Einwirkungen beeinflussen sowohl die Konstruktion als auch die Dauerhaftigkeit der Anschlüsse. Die Auswahl geeigneter Materialien und Oberflächen ist daher frühzeitig festzulegen. Ebenso sind Entwässerung, Reinigung und Wartungszugänglichkeit planerisch zu berücksichtigen.

Wie werden Toleranzen bei gebogenen Geländern berücksichtigt?

Gebogene Bauteile reagieren empfindlicher auf Maßabweichungen als geradlinige Konstruktionen. Bereits geringe Abweichungen können zu Problemen bei Montage, Glaslagerung oder Anschlussdetails führen. Deshalb ist eine präzise Vermessung der Rohbaugeometrie erforderlich. Projektbezogene Fertigungszeichnungen und abgestimmte Toleranzkonzepte reduzieren spätere Anpassungsarbeiten auf der Baustelle.

Welche Angaben sollten bei gebogenen Glasgeländern ausgeschrieben werden?

Unvollständige Ausschreibungen führen häufig zu Nachträgen und Ausführungsrisiken. Festgelegt werden sollten insbesondere Systemart, Glasaufbau, Geländerhöhe, Lastkategorie, Oberflächen, Einbausituation, Befestigungsart, Biegeradien, Handlaufausführung und Nachweisanforderungen. Auch Schnittstellen zur Tragkonstruktion sind eindeutig zu beschreiben. Dadurch lassen sich Leistungen verschiedener Anbieter sachgerecht vergleichen.

Zum Download Hersteller-Ausschreibungstexte für gebogene Ganzglasgeländer

Wie lassen sich Spannungsschäden vermeiden?

Spannungsschäden entstehen häufig durch unzureichende Lagerung, Maßabweichungen oder zwängungsbehaftete Anschlüsse. Insbesondere bei gebogenen Verglasungen können zusätzliche Beanspruchungen auftreten. Eine zwängungsarme Konstruktion, geeignete Lagerungsmaterialien und exakt abgestimmte Anschlussdetails reduzieren das Schadensrisiko. Bereits in der Planung sollten Montagezustände und Toleranzen berücksichtigt werden.


*)
Für die im jeweiligen Verwendbarkeitsnachweis beschriebenen Anwendungsbereiche ist keine Zustimmung im Einzelfall erforderlich. Sondergeometrien oder vom Nachweis abweichende Ausführungen sind projektspezifisch zu prüfen.

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Downloads

Umweltdeklarationen

(Zur Verfügung gestellt vom Institut Bauen und Umwelt e.V.)

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