Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Vom Industrieerbe zum urbanen Stadtquartier: Die Konversion des ehemaligen Schlachthof-Areals in Tübingen

72074 Tübingen, Schlachthausstraße 9

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Universität Wien, Architektur und Raumplanung, Vincent Hähnig

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Technische Universität Wien, Architektur und Raumplanung, Vincent Hähnig

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Schlachthausstraße 9, 72074 Tübingen, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

04.2026

Gebäudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Ziegelmauerwerk

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Beschreibung

Objektbeschreibung

Tübingen, eine junge, wachsende Stadt, voller unterschiedlicher Kulturen, im Süd-Westen Deutschlands. Durch das Bevölkerungswachstum der Studentenstadt entstehen neue Herausforderungen zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Im Fokus stehen bei einer zukunftsfähigen Innenentwicklung ungenutzte Areale die durch eine Konversion zu urban wertvollen, innerstädtische Gebieten werden können. In dieser Diplomarbeit wird eines der letzten ungenutzten Industrieareale der Stadt Tübingen bearbeitet, das ehemalige Schlachthof-Areal. Seit der Errichtung im Jahr 1893, wurde bis 1998 die gesamte Tübinger Bevölkerung durch diesen Schlachthof mit fleischlicher Nahrung versorgt. Durch die aus Kostengründen vollzogene Schließung, stand eine große, zentral im Stadtgebiet verortete Fläche vor einer ungewissen Zukunft.Die vorliegende, im städtebaulichen Kontext erarbeitete Diplomarbeit, setzt sich zu Beginn mit der Frage auseinander, warum städtische Konversionsgebiete für eine nachhaltige Stadtentwicklung immer wichtiger werden. Sie untersucht detailliert die Geschichte des Schlachthofwesens, zieht Schlüsse daraus, und zeigt vergleichbare schon realisierte Konversionsareale auf.Zum Verständnis der städtebaulichen Situation des Bearbeitungsgebiets und dessen Erweiterung durch anschließende Stadträume im Rahmen dieser akademischen Arbeit, wird eine ausführliche Städtebauliche Analyse Tübingens erarbeitet.Darauf folgt die Gebietsanalyse des ehemaligen Schlachthof-Areals durch verschiedene Analysemethoden. Im Vordergrund steht hier die Analyse der vorhandenen Strukturen und der noch ansässigen Akteur*innen. Durch Bestandsdokumentation, Bestandsbewertungen, Gesprächen, Umfragen, Umgebungsanalysen wird ein klares Bild zum momentanen Zustand des Areals gegeben. Basierend auf einem städtebaulichen Leitkonzept, folgt ein detaillierter Entwurf als Vorschlag für eine attraktive und sinnvolle Entwicklung des innerstädtischen Gebiets. Ziel ist es, dem lange vernachlässigten Areal wieder einen urbanen und kulturellen Kontext zu geben und dieses somit als Beitrag zu einer sozialen Stadtentwicklung zu gestalten.

Beschreibung der Besonderheiten

Der vorliegende Entwurf gibt Antworten auf die spezifischen Herausforderungen eines zeitgemäßen und nachhaltigen Stadtquartiers. Er versteht sich als detaillierte Grundlage für eine langfristige und zugleich etappenweise Entwicklung des Areals.
Durch die Überlagerung von Kulturnutzungen, Wohnnutzungen und Arbeitsnutzungen, werden wertvolle Synergien geschaffen und zugleich ein positiver Beitrag zur Tübinger Innenentwicklung geleistet. Das klare Zusammenspiel von Außenraum und Innenraum erschafft eine durchgehend öffentliche und einladende Wirkung. Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Erhalt von Identitätsstiftenden Räumen und Bauten. Durch gezielte Analysen wurden Achsen geschaffen und der Bestand mit neuen Architekturbausteinen erweitert. Durch die Nutzungsdurchmischung kann das gestellte Ziel eines ganztags genutzten Kulturquartiers erreicht werden. Mit dem neu angedachten Wohnraum für spezifische Bewohnergruppen, wird der Tübinger Wohnraumknappheit entgegengewirkt.

Die Konversion des ehemaligen Tübinger Schlachthof-Areals zeigt das große Potenzial
von leerstehenden Industriearealen. Sie schenkt einem langen untergenutzten Raum ein neues Leben und bindet diesen neu in sein bestehendes Umfeld ein. Der Entwurf bildet somit einen Vorschlag, wie die Stadt Tübingen in Zukunft mit diesen wertvollen Stadtraum umgehen kann.

Schlagworte

Schlachthof Tübingen, Konversion, Städtebau, Tübingen, Vincent Hähnig, Industrieareal, Architektur, TUWien

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