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Ein fließender Übergang vom Strand zur Architektur: Die modellierte Dachlandschaft von SILT führt Besucherinnen und Besucher wie eine begehbare Düne hinauf zur markanten Landmarke.
"Vom Strand aufs Gründach." von Optigrün
Ein fließender Übergang vom Strand zur Architektur: Die modellierte Dachlandschaft von SILT führt Besucherinnen und Besucher wie eine begehbare Düne hinauf zur markanten Landmarke. © DELVA Landscape Architects
Wo Architektur zur Dünenlandschaft wird.
Mit dem Projekt SILT ist im belgischen Middelkerke ein Bauwerk entstanden, das die Grenzen zwischen Architektur und Landschaft auf eindrucksvolle Weise auflöst. Direkt an der Nordseeküste gelegen, erhebt sich der markante Neubau des Casino- und Veranstaltungsensembles als skulpturale Landmarke über dem Strand. Gleichzeitig fügt sich das Gebäude durch seine modellierte Dachlandschaft sensibel in die natürliche Umgebung der Dünen ein.
Entworfen von ZJA Architects & Engineers in Zusammenarbeit mit DELVA Landscape Architecture & Urbanism, verfolgt das Projekt einen konsequent integrativen Ansatz: Das Gebäude ist nicht als Fremdkörper gedacht, sondern als Fortführung der Küstenlinie. Die begehbare Dachfläche greift die Topografie der umliegenden Dünen auf und macht sie für Besucherinnen und Besucher erlebbar. So entsteht ein öffentlich zugänglicher Dachpark mit weitem Blick über Meer und Stadt – ein fließender Übergang vom Strand auf das Gründach.
Die Dachbegrünung als ökologisches und gestalterisches Bindeglied.

Sanft geschwungene Wege und extensive Begrünung verbinden Küstenlinie und Bauwerk – ein öffentlicher Freiraum, der Natur und Architektur nahtlos vereint.
"Vom Strand aufs Gründach." von Optigrün
Sanft geschwungene Wege und extensive Begrünung verbinden Küstenlinie und Bauwerk – ein öffentlicher Freiraum, der Natur und Architektur nahtlos vereint. © DELVA Landscape Architects
Die extensive Dachbegrünung ist dabei weit mehr als ein gestalterisches Element. Sie übernimmt wichtige ökologische und klimatische Funktionen und ist integraler Bestandteil des nachhaltigen Gesamtkonzepts. Durch ihre Wasserspeicherfähigkeit trägt sie zur Retention von Niederschlägen und zur verzögerten Ableitung bei – ein entscheidender Aspekt angesichts zunehmender Starkregenereignisse und steigender Anforderungen an das urbane Regenwassermanagement. Gleichzeitig verbessert die Vegetationsschicht das Mikroklima, reduziert die Aufheizung der Oberflächen und unterstützt die Einbindung des Baukörpers in das sensible Küstenökosystem.
Das Dach fungiert somit als multifunktionale Freiraumebene: Aufenthaltsraum, klimawirksame Fläche und landschaftsarchitektonisches Bindeglied in einem. Die modellierte Begrünung verstärkt den Eindruck einer künstlich geschaffenen, aber natürlich wirkenden Dünenlandschaft und unterstreicht den Anspruch, Architektur und Natur nicht getrennt, sondern als zusammenhängendes System zu denken.

Von oben wird das Konzept sichtbar: SILT verschmilzt Stadt, Strand und Gründach zu einer neuen, identitätsstiftenden Küstenlandschaft mit hoher Aufenthaltsqualität.
"Vom Strand aufs Gründach." von Optigrün
Von oben wird das Konzept sichtbar: SILT verschmilzt Stadt, Strand und Gründach zu einer neuen, identitätsstiftenden Küstenlandschaft mit hoher Aufenthaltsqualität. © DELVA Landscape Architects
SILT steht exemplarisch für eine neue Generation von Küstenarchitektur, die gestalterische Qualität, öffentliche Nutzbarkeit und ökologische Verantwortung vereint. Das Projekt zeigt, wie Dachflächen zu identitätsstiftenden Orten werden können – als begehbare Landschaften, die Mehrwert für Stadt, Klima und Gesellschaft schaffen. Hier wird deutlich: Zukunftsfähige Architektur beginnt dort, wo Blau und Grün zusammengedacht werden.
Ort: | Middelkerke, Belgien |
Bauherr: | Gemeente Middelkerke |
Planer: | ZJA Architects & Engineers |
Lanschaftsarchitekt: | DELVA Landscape Architecture & Urbanism |
Ausführender Betrieb der Dachbegrünung: | Naturoof Groendaken & Daktuinen |
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