LOROWERK
K.H. Vahlbrauk GmbH & Co. KG
Kriegerweg 1
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Deutschland
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Die Balkone liegen zu den Innenhöfen und wurden 1991 angebaut.
"Trockene Balkone" von LOROWERK
Die Balkone liegen zu den Innenhöfen und wurden 1991 angebaut. © Dirk Baumbach / Loro
74 schadhafte Balkone saniert – mit einem neuen Boden und einer langfristig funktionsfähigen Entwässerung: Dieses Projekt hat die GAG in Köln umgesetzt. Die alte Entwässerung über den tragenden Hohlständer dient jetzt als Notentwässerung, mit dem Loro-System GF erfolgt die Hauptentwässerung nun über ein effizientes, langlebiges Direktentwässerungssystem in DN 50.
Köln-Zollstock ist ein traditionelles Wohn-Quartier. Die GAG Immobilien AG unterhält hier mehrgeschossige Wohnhäuser aus den 1950er Jahren. 1991 kamen Vorsatzbalkone hinzu – mittlerweile mit Schäden. So kam es zu einer Sanierung der Böden von 74 Bestandsbalkonen. Die Brüstungen blieben erhalten, da sie den Stil der Anlage prägen und intakt sind. Weil die Bauvorschriften heute für Balkone Haupt- und Notentwässerung verbindlich vorgeben, kam im Zuge der Sanierung zur bisherigen Entwässerung ein zweiter Weg hinzu.
Kunststoff statt Fliese

Die neue Hauptentwässerung: Loro Serie GF, bei der das von oben kommende Rohr in den darunterliegenden Balkonablauf geführt wird. Über das Ringsieb fließt der Niederschlag in den Strang. Gut zu erkennen ist die Anstaufunktion in der Ecke, über die zuvor die gesamte Entwässerung erfolgte: Sollte ein extremer Regen dazu führen, dass die Wasserhöhe auf dem Balkon den Anstau an der Ecke übersteigt, übernimmt der alte Entwässerungsweg die Notentwässerung.
"Trockene Balkone" von LOROWERK
Die neue Hauptentwässerung: Loro Serie GF, bei der das von oben kommende Rohr in den darunterliegenden Balkonablauf geführt wird. Über das Ringsieb fließt der Niederschlag in den Strang. Gut zu erkennen ist die Anstaufunktion in der Ecke, über die zuvor die gesamte Entwässerung erfolgte: Sollte ein extremer Regen dazu führen, dass die Wasserhöhe auf dem Balkon den Anstau an der Ecke übersteigt, übernimmt der alte Entwässerungsweg die Notentwässerung. © Dirk Baumbach / Loro
Auf vielen Böden war Feuchtigkeit in den Belag eingedrungen. Das hatte zu Rissen im und unter dem Fliesenbelag geführt. Diese Böden waren nicht zu retten. Der Aufbau wurde daher bis zur tragenden Schicht (Rohbetondecke) entfernt. Als vorbereitende Arbeit wurde die Decke (und die angrenzenden Metallbauteile) zunächst gefräst, angeschliffen und geprimert. Darauf kam ein witterungsbeständiges Flüssigkunststoffsystem (Triflex BTS-P). Wichtig war, dass sich der tiefste Punkt durch die neue Entwässerung verlagert: von der Außenecke jetzt in die Fläche mit 10 cm Abstand von der Außenkante Klebeflansch zum Balkonrand (seitlich und von vorn) gemäß DIN 18531. Entsprechend wurde das Gefälle (zwei Prozent) neu ausgerichtet und in einer Schichtdicke von 10 mm (am Tiefpunkt) bis 50 mm mit einem 2K-Schnellestrich hergestellt.
Für die neue Hauptentwässerung war eine Kernbohrung in den Boden notwendig. „Das Einsetzen der Balkonabflüsse war einfach, ebenso wie das Herstellen der Anschlüsse an die Durchführungen. Durch den werkseitigen Klebeflansch ließ sich die Bodenbeschichtung einfach an das Rohr heranführen“, berichtet Sascha Königsfeld, Bauleiter vom ausführenden Betrieb Wierig Liquid. Durch die umlaufende Erhöhung an der Innenseite des Anschlussrandes kann die Flüssigkunststoffschicht mit zwei bis drei Millimeter optimal angearbeitet werden, sodass kein Flüssigkunststoff versehentlich in den Ablauf gelangt – und die Entwässerungsebene schließt bündig ab.

Eckdetail: Am Anschluss Balkon / Träger lag im unsanierten Zustand der Wasserablauf in dem Träger, der heute als Notentwässerung dient.
"Trockene Balkone" von LOROWERK
Eckdetail: Am Anschluss Balkon / Träger lag im unsanierten Zustand der Wasserablauf in dem Träger, der heute als Notentwässerung dient. © Dirk Baumbach / Loro
Mit dem Direktentwässerungssystem (Serie GF, Loro) ist die Hauptentwässerung jetzt elegant mit einem Strang über alle Stockwerke gelöst. Der Ablauf erfolgt über ein Ringsieb, welches das von oben kommende Rohr ohne zusätzliche Befestigung umschließt und den Niederschlag zusätzlich in das abführende Rohr leitet. Nur auf dem obersten Balkon dient ein flächiges Sieb als Abschluss. Das Wasser fließt dann unterhalb des Erdgeschoss-Balkons auf die freie Fläche (Freispiegelentwässerung) – wie bereits in der ursprünglichen Situation und es auch weiter für die Notenwässerung gilt.
Die Notentwässerung ist der zweite Clou: Dafür wurde die alte Entwässerung über die tragenden Hohl-Profile umgenutzt. Dazu ist in der Balkonecke am Boden eine etwa 1,5-cm-Stufe ausgeführt, so dass Niederschläge erst ab einer bestimmten Höhe über den zweiten Entwässerungsweg fließen. Dann ist sichergestellt, dass auch starker Regen vom Balkon nicht zu den Wohnungen fließt, sondern ab. „Das Projekt vereint wirtschaftliche Instandsetzung mit der technischen Aufwertung auf die gültigen Normen. Die Balkone sind wieder langfristig nutzbar und dauerhaft sicher vor Niederschlägen geschützt. Die typische Architektur blieb erhalten“, resümiert Architekt Bernhard Remaklus, Projektleiter der GAG.

Fertig instandgesetzter Balkonboden.
"Trockene Balkone" von LOROWERK
Fertig instandgesetzter Balkonboden. © Dirk Baumbach / Loro
Bautafel: Balkonsanierung in Köln-Zollstock
Bauherr | GAG Immobilien AG, Köln |
Planer | Dipl.-Ing. Architekt Bernhard Remaklus, GAG Immobilien AG, Köln |
Verarbeiter | Wierig Liquid, Siegburg |
Balkonentwässerung | Loro, Bad Gandersheim (System GF) |
Balkonboden | Triflex, Minden (System BTS-P) |
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