Zementbauplatten Powerpanel TE für Nassraumböden. Das Estrichelement besteht aus zwei 12,5 mm dicken fermacell® Powerpanel H2O Platten.

Zementbauplatten Powerpanel TE für den Boden

fermacell® Powerpanel TE

Zementgebundener Trockenestrich für den trockenen Ausbau von Nassräumen. Die Elemente eignen sich speziell für Böden mit starker Feuchtebelastung.

Das zementgebunde Estrichelement besteht aus zwei 12,5 mm dicken fermacell® Powerpanel H2O Platten. Die beiden Platten sind um 50 mm versetzt angeordnet, sodass ein Stufenfalz für das Verkleben und Verschrauben bzw. Verklammern entsteht.

fermacell® Powerpanel TE ist nichtbrennbar und entspricht der Baustoffklasse A1. Die Elemente sind geeignet für Warmwasser- sowie für Elektro-Fußbodenheizungen. Die Fußbodenheizungen müssen vom Hersteller für die Kombination mit fermacell® Powerpanel TE freigegeben sein.

Einsatzbereiche

Feuchtigkeitsbeanspruchungsklasse

 

0*)

Wand- und Bodenflächen, die nur zeitweise und kurzfristig mit Spritzwasser gering beansprucht sind, z. B. Gäste WCs (ohne Dusch- und Bademöglichkeit), Hauswirtschaftsräume

A0*)

Bodenflächen, die nur zeitweise und kurzfristig mit Spritzwasser mäßig beansprucht sind, z. B. in Bädern mit haushaltsüblicher Nutzung ohne und mit einem planmäßig genutzten Bodenablauf, z. B. barrierefreie Duschen

A**)

Bodenflächen mit hoher Beanspruchung durch nicht drückendes Wasser im Innenbereich, z. B. Böden in öffentlichen Duschen


*)
Feuchtigkeitsbeanspruchungsklassen gemäß Merkblatt 5 „Bäder und Feuchträume in Holzbau und Trockenbau (Bundesverband der Gipsindustrie e.V.)“, Stand 02/2014
**)
Feuchtigkeitsbeanspruchungsklasse gemäß Merkblatt „Verbundabdichtungen - Hinweise für die Ausführung von flüssig zu verarbeitenden Verbundabdichtungen mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten für den Innen- und Außenbereich", Stand 08/2012

Planungsfragen kompakt

Was ist beim Einsatz von zementgebundenem Trockenestrich auf Holzbalkendecken zu prüfen?

Vor der Ausführung sind Tragfähigkeit, Schwingungsverhalten und Durchbiegung der Holzbalkendecke unter Berücksichtigung aller Schichten und Nutzlasten statisch nachzuweisen. Die geringere Eigenlast des Trockenestrichs ersetzt diesen Nachweis nicht. Zusätzlich ist zu prüfen, ob ein Feuchteeintrag das Tragwerk gefährden kann.

Welche Abdichtung ist auf zementgebundenem Trockenestrich im Nassraum vorzusehen?

Bodenflächen sind abhängig von der Wassereinwirkungsklasse mit einer geeigneten Verbundabdichtung nach DIN 18534 auszuführen, da Estrichelemente und Fliesenfugen allein keine Abdichtung bilden. Anschlüsse, Abläufe und Durchdringungen sind mit systemgeprüften Dichtbändern und Manschetten auszuführen; Ausgleichsmassen und Silikonfugen ersetzen die Abdichtung nicht.

Welche Untergründe sind nach aktueller DIN 18534 in W2-I zulässig?

In W2-I dürfen nur Untergründe eingesetzt werden, deren Eignung für die zu erwartende Feuchtebeanspruchung nach der aktuellen DIN 18534 und der jeweiligen Systemfreigabe nachgewiesen ist. Für W3-I sind grundsätzlich feuchteunempfindliche, zementäre Untergründe vorzusehen; die Wassereinwirkungsklasse ist für jede Fläche projektbezogen festzulegen.

Wie wird das Gefälle bei einer bodengleichen Dusche auf Trockenestrich hergestellt?

Das Gefälle ist im Unterbau oder mit einem werkseitig gefertigten Gefälleelement herzustellen, da es auf Estrichelementen mit Stufenfalz in der Regel nicht nachträglich modelliert werden kann. Ablauf oder Rinne müssen tragfähig aufliegen und über ein systemgeprüftes Abdichtungssystem angeschlossen werden; die Planung ist frühzeitig mit Rohbau und Haustechnik abzustimmen.

Welche Fliesenformate sind auf zementgebundenem Trockenestrich zulässig?

Zulässige Fliesenformate und Mindestdicken ergeben sich aus der Systemfreigabe des Trockenestrichs und des vorgesehenen Belagsaufbaus. Bei großen Formaten sind insbesondere Ebenheit, Biegesteifigkeit, Fugenplanung und die Freigabe des Klebstoffs zu prüfen; erforderliche Zusatzlagen oder Entkopplungen sind in der Ausschreibung festzulegen.

Welche Randbedingungen gelten für Fußbodenheizungen unter Trockenestrich?

Fußbodenheizungen müssen für die Kombination mit dem vorgesehenen Trockenestrichsystem freigegeben sein. Zu prüfen sind Wärmedurchlasswiderstand, zulässige Vorlauftemperaturen, Trennlagen und bei elektrischen Systemen insbesondere die Gefahr eines Wärmestaus; die Eignung ist durch die Systemunterlagen nachzuweisen.

Wie sind Fugen bei zementgebundenem Trockenestrich planerisch zu behandeln?

Randdämmstreifen sind umlaufend sowie an Durchdringungen vorzusehen, und vorhandene Bewegungsfugen müssen im Belag übernommen werden. Rand-, Anschluss- und Bewegungsfugen sind in die Abdichtungsplanung einzubeziehen; Fugenverlauf und Zuständigkeiten der beteiligten Gewerke sind vor der Ausführung festzulegen.

Wie werden Bewegungen an den Plattenstößen des Trockenestrichs vermieden?

Der Untergrund muss eben, tragfähig und vollflächig aufliegend sein; Ausgleichsschüttungen sind nach Systemvorgabe einzubauen. Plattenstöße werden im Verband ohne Kreuzfugen angeordnet und gemäß Herstellerangaben verklebt sowie gegebenenfalls mechanisch verbunden. Eine Belastung vor dem Abbinden des Klebers ist zu vermeiden.

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