Adolf Würth GmbH & Co. KG
Reinhold-Würth-Str. 12-17
74653 Künzelsau
Deutschland
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Befestigungslösungen für Beton, Mauerwerk und den Bestand
Befestigungssysteme von Würth im Überblick
Architekten und Planer benötigen Befestigungssysteme, die sicher bemessen, wirtschaftlich ausgeschrieben und zuverlässig umgesetzt werden können. Würth bietet dafür Lösungen für Verankerungen in Beton und Mauerwerk, nachträgliche Bewehrungsanschlüsse sowie die Verstärkung bestehender Tragwerke.
Das Sortiment umfasst universelle Dübel- und Injektionssysteme ebenso wie Speziallösungen für hohe Lasten, geringe Randabstände, anspruchsvolle Umgebungen und Sanierungen. Die Würth Technical Software unterstützt bei Auswahl, Bemessung und Dokumentation – inklusive Produktdaten, Zulassungen und relevanter europäischer Regelungen.
Viele Systeme sind vielseitig einsetzbar und reduzieren damit Auswahl- und Lageraufwand. So ist etwa der Kunststoff-Rahmendübel W-UR 8 für mehr als 90 Verankerungsgründe zugelassen. Das Injektionssystem WIT-VM 250 eignet sich für Beton, Mauerwerk und nachträgliche Bewehrungsanschlüsse.
Auch für spezielle Anwendungsfälle bietet die Würth Dübeltechnik geeignete Lösungen: Z.B. Produkte aus hochkorrosionsbeständigem Stahl für besonders aggressiven Umgebungsbedingungen in Straßentunneln, Schwimmbädern oder Meeresnähe und chemische Verbundmörtel, die extra für Verankerungen bei Minusgraden oder in Natursteinen entwickelt wurden.
Produktbeispiel Betonschraube und Verbundanker in einem System
Die WIT-Betonschraube
Die WIT-Betonschraube (WIT-BS) kombiniert die Vorteile von Betonschrauben mit denen von Verbundankern. Sie ist schnell montiert und kann sofort belastet werden, bietet aber auch sehr hohe Lastwerte und kleine Randabstände. Mit ihr können gerade in den Wintermonaten im Außenbereich abgedichtete Dübellöcher realisiert werden, ohne die Aushärtetemperaturen /–zeiten von Verbundankern beachten zu müssen.
Beim Eindrehen schneidet sich die Schraube das Gewinde in den Beton, während gleichzeitig der vorher eingebrachte Mörtel über den Ringspalt nach außen gepresst wird. Das Lastniveau, welches über das Schraubengewinde übertragen werden kann, ist von Anfang an voll nutzbar. Die Montagearbeiten können damit umgehend fortgesetzt werden.
Typische Einsatzbereiche
Befestigung von
Metall- und Holzkonstruktionen
Konsolen und Geländer
Abhängungen bei Rohrleitungen und Kabeltrassen
Bei hohen Lastanforderungen in gerissenem oder ungerissenem Beton
Für Außenanwendungen und Bauabläufe bei niedrigen Temperaturen
Das System ist für Beton der Festigkeitsklassen C20/25 bis C50/60 einsetzbar. Der Betonschraubenmörtel WIT-BS kann bei Temperaturen im Verankerungsgrund von –5 °C bis +35 °C verarbeitet werden. Die Aushärtezeit ist dabei abhängig von Temperatur und Feuchtezustand des Betons.
Besonderheiten
variable Verankerungstiefen
Durchsteck- und Vorsteckmontage möglich
Varianten: mit Sechskantkopf oder als Stockschraube
schnelle Montageabläufe und frühzeitige Teilbelastung
hohe Lastwerte nach vollständiger Aushärtung
Anwendung in gerissenem und ungerissenem Beton gemäß Systemnachweis
Feuerwiderstandsklasse gemäß Produktunterlagen von R30 bis R120
abdichtende Wirkung des ausgehärteten Mörtels im Bohrloch
Produktbeispiel Injektionsmörtel WIT-PE 1000
Für Schwerlastbefestigungen und nachträglich eingemörtelte Bewehrungsanschlüsse (REBAR)
Der Injektionsmörtel WIT-PE 1000 ist ein Pure-Epoxy-System für anspruchsvolle Verankerungen in Beton und für nachträglich eingemörtelte Bewehrungsanschlüsse, auch als REBAR bezeichnet. Er eignet sich insbesondere für große Verankerungstiefen, größere Bohrlöcher und Anwendungen bei höheren Temperaturen.
Bei nachträglichen Bewehrungsanschlüssen wird im Bestand ein Bohrloch hergestellt, mit Injektionsmörtel verfüllt und anschließend ein Bewehrungsstab eingesetzt. Nach dem Erhärten kann das neue Bauteil angeschlossen beziehungsweise anbetoniert werden. Die konkrete Bemessung richtet sich nach der jeweiligen Europäischen Technischen Bewertung, dem Lastfall und den projektspezifischen Randbedingungen.
Geeignete Anwendungsfälle
nachträgliche Bewehrungsanschlüsse durch Verankerung oder Übergreifungsstoß
Schwerlastbefestigungen in Beton
Erweiterungen und Aufstockungen von Bestandsgebäuden
konstruktive Ergänzungen bei Umbau- und Sanierungsprojekten
Anschlüsse zwischen Bestands- und Neubau
Produktbeispiel RELAST-System
RELAST: Bauwerke wirtschaftlich verstärken statt ersetzen
Mit dem RELAST-System lassen sich bestehende Stahlbetonbauteile nachträglich verstärken. Das Verfahren nutzt Verbundankerschrauben in Kombination mit Injektionsmörtel, um eine kombinierte mechanische und stoffschlüssige Tragwirkung zu erzielen.
RELAST ist für Projekte relevant, bei denen sich die Nutzung eines Gebäudes ändert, zusätzliche Lasten auftreten oder die Tragreserven eines bestehenden Bauteils gezielt erhöht werden sollen. Typische Gründe sind Umnutzungen, geänderte normative Anforderungen, steigende Verkehrs- oder Nutzlasten, Alterung, Korrosion oder Planungsdefizite im Bestand.
Vorteile des RELAST-Systems
nachträgliche Verstärkung bestehender Betonbauteile
Effizientestes Verstärkungssystem mit bauaufsichtlicher Zulassung
Sofortige Belastbarkeit
Robustes Tragverhalten im Lastfall Brand
Eingriff in die Bestandskonstruktion kann auf das erforderliche Maß begrenzt werden
Montage kann – abhängig vom Projekt und Sicherheitskonzept – bei laufender Nutzung erfolgen
sofortige Tragfähigkeit nach Montage gemäß System- und Projektvorgaben
Deutliche Traglaststeigungen der Querkraft- (bis zu 100 %) und der Durchstanztragfähigkeit (bis zu 40 %) bei geringer Anzahl von Verstärkungselementen
Einsatz für dynamisch belastete Tragwerke möglich
Alternative zu aufwendigem Rückbau oder Ersatzneubau
Für die RELAST Verbundankerschraube bestehen allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen beziehungsweise allgemeine Bauartgenehmigungen. Die Zulassung Z-15.1-344 betrifft die Anwendung als nachträglich verankerte Querkraftbewehrung mit Durchmessern von 16 und 22 mm.
Für die Anwendung als nachträglich verankerte Durchstanzbewehrung ist die DIBt Zulassung Z-15.1-345 maßgeblich.
Digitale Bemessung mit der Würth Technical Software
Die Würth Technical Software unterstützt Planer bei der Auswahl und Bemessung von Befestigungssystemen in Beton und Mauerwerk. Sie bündelt laut Hersteller unter anderem Produktinformationen, technische Dokumente und Zulassungen und erleichtert damit die projektspezifische Auswahl geeigneter Verankerungsmittel.
Relevante Punkte zur Planung der Befestigungstechnik
Verankerungsgrund und Betonfestigkeitsklasse
gerissener oder ungerissener Beton
Zug-, Quer- und kombinierte Lasten
Rand- und Achsabstände
Bauteildicke und Verankerungstiefe
Brandschutz- und Korrosionsanforderungen
Montagebedingungen, Temperatur und Feuchte
Einzelbefestigung oder Mehrfachbefestigung
gültige ETA, Zulassung oder Bauartgenehmigung
Die Software ersetzt nicht die fachliche Prüfung durch die verantwortliche Tragwerksplanung. Besonders bei Bauwerksverstärkungen, dynamischen Einwirkungen, Brandschutzanforderungen oder komplexen Befestigungsgeometrien ist ein projektspezifischer Nachweis erforderlich.
Download der Würth Technical Software

Würth Dübelbemessungssoftware: Das Programm sucht gemäß der Filterwahl den wirtschaftlichsten Dübel.
Aus der Serie Würth Befestigungstechnik: Sichere Verankerungen, Dübel und Bauwerksverstärkung von Adolf Würth
Würth Dübelbemessungssoftware: Das Programm sucht gemäß der Filterwahl den wirtschaftlichsten Dübel.
In der Würth Dübelbemessungssoftware lässt sich schnell und einfach das passende System finden. Sobald im Verankerungsgrund eine Nutzungsdauer von 100 Jahren ausgewählt wird, zeigt die Software direkt die passenden Ankerstangen/Gewindestange in Verbindung mit dem Injektionsmörtel.
Die Dübelbemessungssoftware ist Teil der kostenfreien Würth Technical Software.
Ergänzende Fachbeiträge von Würth
Ergänzende Fachbeiträge zu den Themen
Energetische Bewertung von Vorwandmontagesystemen
Tragverhalten nachträglicher Bewehrungsanschlüsse im Brandfall
Zugversuche an Injektionsankern im Mauerwerk
Ergänzende Fachbeiträge zu den Themen
Holzlamellenfassade als abstrakter Wald
Erbebensichere Befestigungen
Einbruchhemmung an Fenstern in Ziegelmauerwerk
Planungsfragen kompakt
Welches Befestigungssystem eignet sich – Betonschraube, Verbundanker oder Injektionssystem?
Die Wahl richtet sich nach Lastniveau, Untergrund, Randbedingungen und Montageablauf, da die Systeme Lasten unterschiedlich einleiten. Betonschrauben ermöglichen eine schnelle Montage bei kompakten Geometrien, Verbund- und Injektionssysteme eignen sich für hohe Lasten, große Verankerungstiefen und nachträgliche Bewehrungsanschlüsse.
Wie wird bei Mauerwerk das passende Befestigungssystem gewählt?
Entscheidend sind Steinart, Lochbild, Festigkeit, Fugenlage und Randabstände, da Voll-, Lochsteine und Porenbeton stark streuen. In Lochsteinen sind Injektionssysteme mit Hülse meist geeigneter als Standarddübel; bei unklarem Bestandsmauerwerk sichern Auszugsversuche die Annahmen ab, ersetzen aber keinen Nachweis.
Was ist bei Rand- und Achsabständen von Verankerungen im Beton zu beachten?
Rand- und Achsabstände sind oft der begrenzende Faktor, da nicht der Stahl, sondern Betonausbruch oder Spalten versagt. Katalog- und Maximaltraglasten gelten nur innerhalb der zugelassenen Randbedingungen; bei knappen Abständen oder dünnen Bauteilen ist ein systembezogener Nachweis nach ETA erforderlich.
Was ist bei gerissenem Beton und unbekanntem Bestandsbeton zu beachten?
Bei Zugzonen oder nicht auszuschließender Rissbildung dürfen nur Systeme mit Nachweis für gerissenen Beton verwendet werden. Im Bestand sind vor der Bemessung Bewehrung, Bauteildicke und Betonzustand zu erkunden; bei Unsicherheiten ist ein konservativer Ansatz mit ergänzenden Prüfungen erforderlich.
Wann ist ein nachträglicher Bewehrungsanschluss zulässig und wie unterscheidet er sich vom Dübel?
Ein nachträglich eingemörtelter Bewehrungsstab wirkt als Teil des Stahlbetontragwerks und darf nicht wie ein Schwerlastanker bemessen werden. Die Bemessung als Verankerung oder Übergreifungsstoß erfolgt nach der jeweiligen Zulassung, abhängig von Verankerungslänge, Stabdurchmesser, Betondeckung, Risszustand und Brandanforderungen.
Wie werden Brandanforderungen für Befestigungen nachgewiesen?
Brandschutzrelevante Befestigungen benötigen einen eigenen Nachweis für den Brandfall, da Stahl und Verbundmörtel mit steigender Temperatur an Tragfähigkeit verlieren. Feuerwiderstandsklassen wie R30 bis R120 gelten nur innerhalb der dokumentierten Systemgrenzen und der geprüften Einbaukonfiguration.
Was ist bei chemischen Verankerungen zur Vermeidung von Montagefehlern zu beachten?
Die Tragfähigkeit der Verankerung hängt stark von der korrekten Montage ab; häufige Fehler sind unzureichende Bohrlochreinigung, falsche Bohrgeometrie, Feuchte, ungeeignete Temperatur und zu frühe Belastung. Temperaturbereich, Feuchtezustand, Reinigungsverfahren und Aushärtezeiten müssen bereits in der Planung berücksichtigt werden.
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