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Abdichtungssysteme für besonders feuchtesensible Bereiche im Holzbau: Flachdächer, Dachgauben, Nassräume, Balkone und Spritzwasserschutz im Sockelbereich.

WOLFIN Abdichtungssysteme für feuchtesensible Bereiche im Holzbau

Holz ist als Baustoff beliebt, reagiert jedoch extrem sensibel auf Feuchtigkeit. Da das Material "lebt" und arbeitet, stellen insbesondere Schnittstellen und Übergänge hohe Anforderungen an die Planung. Ohne fachgerechte Abdichtung können schwerwiegende Schäden an der Bausubstanz durch Schimmel oder Fäulnis drohen.

Für diese Anforderungen steht ein System aus hoch diffusionsfähigen Dach- und Dichtungsbahnen sowie ergänzendem Fachwissen zur Verfügung. Praxisorientierte Lösungen für kritische Details – vom Fundament bis zum Dach – unterstützen dabei, Holzkonstruktionen vor Feuchtigkeit zu schützen und den langfristigen Werterhalt des Gebäudes zu fördern.

Normgerecht geplant und präzise ausgeführt: WOLFIN Abdichtungsdetails für sensiblen Bereiche im Holzbau bieten langfristigen Schutz, unter anderem für:

Abdichtungslösungen im Detail

Abdichtungslösungen für Dachgauben im Holzbau

Der Übergang vom Steildach zum Flachdach einer Dachgaube ist eine besondere, konstruktive Herausforderung. Folgende Kriterien sollten beachtet werden:

Regensicherheit / Wasserdichtheit

Neben Regen sollte auch die Feuchtigkeit durch Treibregen und Flugschnee berücksichtigt werden. Die Unterspannung des Steildachs muss fachgerecht an die Gaubenabdichtung angeschlossen werden.

Nachweisfreier Dachschichtenaufbau nach DIN

Hier spielt der bauphysikalische Feuchteschutz eine wesentliche Rolle. Ein normgerechter und schadensfreier Dachschichtenaufbau im Holzbau erfolgt gemäß den Vorgaben der DIN 4108-3 zum Feuchteschutz und der DIN 68800-2 zum Holzschutz.

Mit dem Aufbringen einer zusätzlichen Dämmlage auf der oberen Holzschale, das sog. Überdämmen der Konstruktionen, kombiniert mit einer dunklen, hochdiffusionsfähigen Abdichtungslage, wie z.B. Wolfin M, wird die feuchtekritische Temperatur an der Holzschale in die Überdämmung verlagert.

Schall- und Brandschutz

Im Flachdachbereich kann der Schallschutz durch das Aufbringen von Gewicht/Masse gewährleistet werden, z. B. Bekiesung, Decken aus Brettsperrholz oder Dämmstoffen mit hohem Gewicht. Der meist ausreichende Schallschutz im Steildach wird durch die schwere Dacheindeckung realisiert.

Die Widerstandsfähigkeit gegen Flugfeuer und strahlende Wärme ist durch die Eindeckung mit Dachsteinen oder -ziegeln ebenfalls gegeben. Die Systeme erfüllen die strengen Vorgaben der Landesbauordnungen gegen Flugfeuer und strahlende Wärme und sind nach AbP-Brand sowie EN 13501-5 geprüft.

Ausführung

Die Abdichtung der Gaubendachfläche kann entweder als vollflächig verklebter Aufbau mit der kaltselbstklebenden Wolfin GWSK oder als mechanisch befestigte Verlegung mit der mittig verstärkten Wolfin M gelöst werden.

Ausbildung des Übergangs vom Steildach auf die Gaube

Konstruktionsdetail

Flachdach und Steildach werden als nicht hinterlüftete Konstruktionen mit einer Aufsparrendämmung als "Warmdach" ausgeführt.

Auch aufgrund von mittlerweile geforderten U-Werten gemäß EnEV (evtl. sogar nach den Auflagen der KfW) und hinsichtlich des bauphysikalischen Feuchteschutzes ist eine Aufsparrendämmung in beiden Dachbereichen zu empfehlen.

Der Versprung in der luftdichten Ebene (Dampfsperre) von der Oberseite der Sparren auf die Unterseite der Sparren entfällt bei einer reinen aufdachgedämmten Konstruktion.

Abdichtungslösungen für Holzbauteile im Gründungsbereich

Die Praxis zeigt: Obwohl durch die Holzschutznorm DIN 68800-2 und die Bauwerkabdichtungsnorm DIN 18533 klar geregelt, werden die Mindesthöhen für die Sockelabdichtung häufig unterschritten. Durch Feuchtigkeit aus dem Erdreich oder Spritzwasser kann das zu Schimmel und Schädlingsbefall führen.

Der Feuchteschutz von Holzbauteilen im Gründungsbereich erfordert eine fachgerechte Ausbildung.

Feuchteschutz von Holzbauteilen im Gründungsbereich

Es ist wichtig, die Mindestabstände und -höhen gemäß den Normen DIN 68800-2 (Holzschutz) und DIN 18533 (Abdichtung von erdberührten Bauteilen) einzuhalten, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.

Probleme in der Baupraxis

In der Praxis werden oft die erforderlichen Anschlusshöhen unterschritten, was zu Feuchtigkeitsschäden führt.

Abdichtungsmaterialien

Geeignet sind die hochpolymere Wolfin IB sowie die mit spezieller Glasvlieseinlage und werkseitig aufgebrachter Selbstklebeschicht versehene Wolfin GWSK.

Abdichtung bei bodentiefen Fenstern

Leibungen und der Bereich unter der Fensterbank werden als "Folienwanne" hergestellt. Fensterelemente werden anschließend darauf montiert und sind unterlaufsicher. Wasserdichter Anschluss durch Verschweißen der Wolfin Bahnen an PVC-Tür- und Fensterelemente ist möglich.

Zuverlässige Sockelabdichtung zur sicheren Verhinderung von Feuchtigkeitseintritt

Konstruktionsdetail

Die Wolfin IB wird unter der Bodenplatte und als Mauersperrbahn verlegt, wobei eine Mindesthöhe von 30 cm eingehalten werden sollte.

Der Anschluss der Sockelabdichtung an die Abdichtung der Bodenplatte ist homogen und rissüberbrückend.

Variante 1

Konstruktionsdetail Variante 1

Mit Wolfin IB als Mauersperrbahn gegen Spritzwasser geschützt.

Variante 2

Konstruktionsdetail Variante 2

Homogener und rissüberbrückender Anschluss der Sockelabdichtung an die Abdichtung der Bodenplatte.

Abdichtungslösungen für Bäder im Holzbau

Defekte oder abgerissene Silikonfugen sowie beschädigte Verbundabdichtungen können in Bädern und Nassräumen zu unbemerktem Feuchtigkeitseintritt führen. Besonders im Holzbau besteht dadurch das Risiko, dass die tragende Holzkonstruktion langfristig geschädigt wird.

Zusätzliche Abdichtungsebene für wirksamen Feuchtigkeitsschutz

Wolfin empfiehlt für den langfristigen Bauwerksschutz der tragenden Deckenelemente im Holzbau neben der obligatorischen Verbundabdichtung eine weitere Abdichtungsebene unterhalb des Bodenaufbaus aus hochpolymeren, normgerechten Kunststoffdichtungsbahnen (z.B. Wolfin IB).

Weitere Informationen

BRO_Badabdichtung

Mögliche Ursachen für Feuchteeintrag

Abgerissene Silikonfugen

Zerstörung der Verbundabdichtung durch Untergrundbewegungen oder Austausch beschädigter Fliesen

Unter der vertieft sitzenden Duschtasse verbaute Materialien, mit denen ein Schallschutz erzielt werden soll, können Wasser speichern und umleiten, die durchsickernde Feuchtigkeit tritt an anderer Stelle auf und beschädigt die Holzkonstruktion

Variante 2

Variante 2 | Rohre oberhalb der Abdichtung

Rohre oberhalb der Abdichtung, z.B. wenn weitere Installationsrohre und Fußbodenheizungen im Bodenaufbau geplant sind.

Variante 2 | Detail Wandanschluss

Variante 2 | Detail Wandanschluss

Die zusätzliche Abdichtungsebene liegt unterhalb der Schüttung mit wasserführenden Rohren und oberhalb der Holzdecke.

Schwellenlose Balkone und Terrassen

Barrierefreier Übergang im Holzbau zwischen Wohnraum und Balkon bzw. Terrasse

Mit dem steigenden Bedarf an barrierefreien Wohnungen und der Zunahme des Holzbaus sind abdichtungstechnische Sonderlösungen notwendig, die Feuchtigkeitsschäden vermeiden. Eine Abstimmung zwischen Planer, Türhersteller und Ausführendem ist erforderlich. Wolfin entwickelte Türschwellendetails die bereits werkseitig mit einer Wolfin Kunststoff-Dach- und -Dichtungsbahn ausgestattet sind.

Werkseitig wird ein Wolfin Verbundblech wasserdicht auf die Türschwelle aus Aluminium montiert.

Anschließend eine Wolfin IB Zuschnittsbahn aufgeschweißt.

Es werden ausreichend dimensionierte Rinnen mit Anschluss an die Entwässerung im Türbereich eingebaut.

Die Barrierefreiheit gemäß DIN 18040 geforderte maximale Schwellenhöhe von 2 cm wird dabei eingehalten.

Weitere Informationen

BRO Barrierefreiheit

Sicherheit für LAU-Anlagen | WHG-konforme Abdichtung mit Wolfin IB

Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen wassergefährdender Stoffe (LAU-Anlagen) unterliegen strengsten rechtlichen Anforderungen u.a. durch das Wasserhaushaltsgesetz (WHG).

Wolfin IB ist als Abdichtungsmittel für LAU-Anlagen geprüft und verfügt über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) des DIBt. Das System kann für Abdichtungen in diesem Anwendungsbereich eingesetzt werden, beispielsweise bei Havarie- und Auffangbecken sowie als Schutzlage unter chemischen Produktionsgebäuden.

Planungssicherheit durch DIBt-Zulassung: Das Abdichtungssystem Wolfin IB verfügt über die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) des DIBt für LAU-Anlagen.

Abdeckung verschiedener Beanspruchungsstufen von kurzzeitiger Belastung bis hin zu Zeiträumen von bis zu 3 Monaten.

Verbindliche technische Beratung: Bei komplexen WHG-Anforderungen ist immer die BMI Anwendungstechnik erforderlich. Das objektspezifische Beratungsergebnis muss offiziell durch WOLFIN bestätigt werden, was das Planungs- und Haftungsrisiko minimiert.

Qualifizierte Ausführung: Solche Abdichtungen darf nur ein zertifizierter Fachbetrieb nach Wasserhaushaltsgesetz ausführen.

Professionelle Küchenabdichtung mit WOLFIN | Sicherer Bauwerkschutz

In Großküchen und lebensmittelverarbeitenden Betrieben sind Fette, Öle und aggressive Reinigungsmittel allgegenwärtig. Durch mechanische Belastungen im täglichen Betrieb können feine Risse im Bodenbelag entstehen, durch welche diese Stoffe in die Konstruktion eindringen. Ohne zusätzliche Barriere können aggressive Milchsäuren, die durch Abbauprozesse von Fetten und Kohlenhydraten entstehen, die Betonkonstruktion und den Bewehrungsstahl angreifen. Das kann die Standsicherheit gefährden.

Für diese Anforderungen stehen Abdichtungssysteme zur Verfügung, die als untere Abdichtungslage das Zuverlässigkeitsprinzip nach DIN 18534, Anhang B, erfüllen. Sie ermöglichen einen redundanten und normgerechten Schutz in hoch bis sehr hoch beanspruchten Innenräumen. Abdichtungen mit den rezepturidentischen Bahnen Wolfin IB, Wolfin M und Wolfin GWSK sind auch für Küchenbereiche normativ berücksichtigt.

Norm- und Rechtssicherheit: Regelkonformer Schutz für hoch belastete Bereiche (Großküchen, Bäckereien, Brauereien) zur Vermeidung von Sanierungskosten und Produktionsausfällen.

Zuverlässiger Bautenschutz: Schutz der Tragkonstruktion vor Korrosion durch Fettabbauprodukte (geprüfte Milchsäurebeständigkeit bis 85 %).

Hohe Chemikalienresistenz: Beständig gegen saure und alkalische Reinigungsmittel sowie aromatische Desinfektionsmittel.

Sichere Detailausbildung: Edelstahl-Systemteile mit vorgefertigtem Wolfin Bahnenflansch für die dauerhaft dichte Einbindung von Bodendurchdringungen.

Zubehör

Systemzubehör | Materialidentische Formteile

Eine dauerhafte und sichere Flachdach- und Bauwerksabdichtung erfordert Komponenten, die bis ins Detail aufeinander abgestimmt sind.

WOLFIN bietet Architekten und Planern ein in einander greifendes Komplettsystem von der hochwertigen Dachbahn bis hin zum passenden Formteil.

Maximale Planungssicherheit: Sämtliche Systemkomponenten sind optimal aufeinander abgestimmt.

Minimiertes Ausführungs- und Haftungsrisiko: Vorgefertigte, materialidentische Innen- und Außenecken sowie weitere Formteile und Verbundbleche reduzieren komplexe Handarbeit. Das schließt Fehlerquellen bei der Verlegung nahezu aus und sorgt für eine hohe Verarbeitungssicherheit.

Hohe Wirtschaftlichkeit: Schnelle und unkomplizierte Verarbeitung der fertigen System-Formteile spart Zeit und optimiert die Gesamtkosten des Projekts.

Weitere Informationen:

TDB Innen- und Außenecken

WOLFIN Systemklebstoffe | Planungssichere Systemaufbauten beim Flachdach

Für die zuverlässige und sichere Windsogsicherung voll- und teilflächig verklebter Flachdachsysteme.

Die in Partnerschaft mit Henkel entwickelten Systemklebstoffe sind auf das WOLFIN Portfolio abgestimmt – für geprüfte Funktionalität, hohe Materialverträglichkeit und maximale Belastbarkeit.

Wolfinator – Universell einsetzbarer Montagekleber

Spritzbarer, durch Luftfeuchtigkeit härtender 1-Komponenten-Klebstoff

Benötigt auf tragfähigen Flächen keinen Primer und haftet auch auf feuchten Untergründen zuverlässig.

Kann je nach Anwendung gegenüber der mechanischen Befestigung bis zu 75 % der Arbeitszeit/Kosten einsparen.

Teroson EF TK 395 – Flexibler Dämmstoffkleber

Für alle zur Verklebung freigegebenen Dämmstoffe geeignet.

Statischer Nachweis nach DIN EN 1991.

Aufgrund der sofort gegebenen Schaumstruktur nivelliert EF TK 395 Unebenheiten aus dem Untergrund und stellt eine durchgängige, sichere Verklebung her.

Teroson AD Adhesive Spray – Sprühkleber für die schnelle Anschlussverklebung

Breites Materialspektrum - verklebt auch PE und PP.

Mit einem 6-fach verstellbarem Sprühkopf für eine präzise Dosierung je nach Bedarf.

Speziell auf porösen Untergründen und Faserdämmplatten eignet sich der Sprühkleber als Primer für Kaltselbstklebebahnen.

Planungsfragen kompakt

Welche Mindesthöhe muss die Sockelabdichtung im Holzbau über der Geländeoberkante einhalten?

Die Unterkante von Holzbauteilen sollte nach DIN 68800-2 mindestens 30 cm über der Geländeoberkante liegen. Die Sockelabdichtung muss diesen Bereich einschließlich der Anschlüsse an Fenster- und Türprofile lückenlos schützen, da Spritzwasser und aufsteigende Feuchtigkeit sonst Schimmel, Fäulnis und Schädlingsbefall begünstigen.

Wie lässt sich ein barrierefreier Balkon- oder Terrassenübergang im Holzbau sicher abdichten?

Barrierefreie Übergänge mit einer Schwellenhöhe von maximal 20 mm erfordern eine objektspezifische Abdichtungslösung. Entwässerungsrinnen, Gefälle vom Gebäude weg, ein wirksamer Spritzwasserschutz und geprüfte Schwellensysteme sind einzusetzen; Abweichungen von den üblichen Anschlusshöhen müssen geplant, nachgewiesen und dokumentiert werden.

Wie lassen sich Schnittstellen bei Abdichtungen im Holzbau eindeutig planen und ausschreiben?

Anschlussdetails, Vorleistungen und Zuständigkeiten aller beteiligten Gewerke müssen bereits in der Ausführungsplanung und Leistungsbeschreibung eindeutig festgelegt werden. Besonders bei Sockeln, Fenstertüren, Dachanschlüssen und Nassräumen reduzieren abgestimmte Detailzeichnungen sowie vorgefertigte Systemlösungen das Risiko von Ausführungs- und Haftungsschnittstellen.

Welcher sd-Wert ist bei Abdichtungsbahnen auf Holzbau-Flachdächern geegnet?

Ein geeigneter sd-Wert lässt sich nur anhand des konkreten Dachaufbaus bestimmen. Für nicht belüftete Holzkonstruktionen ist ein bauphysikalischer Nachweis nach DIN 4108-3, gegebenenfalls als hygrothermische Simulation, erforderlich; pauschale Vorgaben können Tauwasser und eingeschlossene Baufeuchte nicht zuverlässig ausschließen

Ist eine zweite Abdichtungsebene unter dem Estrich in Holzbau-Bädern normativ erforderlich?

Eine zusätzliche Bahnenabdichtung unter dem Estrich ist nach DIN 18534 nicht in jedem Fall zwingend vorgeschrieben, wird im Holzbau jedoch als redundante Schutzebene empfohlen. Sie begrenzt die Folgen von Undichtigkeiten der Verbundabdichtung und schützt die tragende Holzkonstruktion vor schwer erkennbaren Feuchteschäden.

Wann ist in Großküchen eine Bahnenabdichtung als zweite Abdichtungsebene erforderlich?

Großküchen und vergleichbare Betriebe werden nach DIN 18534 häufig den Wassereinwirkungsklassen W2-I oder W3-I zugeordnet. Ob eine zweite Abdichtungsebene unter dem Estrich erforderlich ist, muss objektspezifisch anhand der Beanspruchung und möglicher chemischer Einwirkungen geplant und in der Ausschreibung eindeutig festgelegt werden.

Welche Voraussetzungen gelten für eine WHG-konforme Abdichtung bei LAU-Anlagen?

Für LAU-Anlagen nach WHG und AwSV muss die Abdichtung gegenüber den konkret gelagerten oder umgeschlagenen Medien beständig und nachweislich geeignet sein. Planung und Ausführung sind mit dem Hersteller abzustimmen; die Arbeiten dürfen nur durch einen dafür qualifizierten Fachbetrieb erfolgen, und erforderliche bauaufsichtliche Nachweise sind zu berücksichtigen.

Wie wird der Übergang von der Steildach-Unterspannbahn zur Flachdachabdichtung einer Gaube fachgerecht ausgeführt?

Die Flachdachabdichtung der Gaube muss an die Unterdeck- oder Unterspannbahn des Steildachs so angeschlossen werden, dass Niederschlag sicher nach außen abgeführt wird. Wegen der unterschiedlichen Diffusions- und Abdichtungseigenschaften ist der gesamte Dachaufbau bauphysikalisch, etwa nach DIN 4108-3 oder hygrothermisch, nachzuweisen.

Wie werden Rohrdurchführungen und Bodenabläufe in Nassräumen auf Holzdecken dauerhaft abgedichtet?

Rohrdurchführungen und Bodenabläufe sollten mit systemgeprüften Manschetten oder Flanschkonstruktionen ausgeführt werden, die Bewegungen der Holzkonstruktion aufnehmen. Die Verbindung mit der Abdichtung muss dauerhaft dicht und mit dem Bahnenmaterial kompatibel sein; bei PVC-P-Bahnen erfolgt sie in der Regel durch Heißluftverschweißung.

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