Flachdach-Abdichtungssysteme aus EPDM-Bahnen von Elevate sind mit ihren besonderen Material- und Verarbeitungseigenschaften ideal für die dauerhaft sichere Gebäudeabdichtung im Neubau und in der Sanierung. Vor allem für Dachlösungen wie Grün- und Solardächer bieten sie entscheidende Vorteile.

EPDM-Dachabdichtungssysteme RubberGard™

Eigenschaften von RubberGard™ EPDM

Die einlagigen Dachbahnen aus dem Synthesekautschuk EPDM bieten besondere Material- und Verlegevorteile für den Neubau und die Sanierung. Sie sind extrem flexibel, witterungsbeständig, leicht, dabei hoch robust und lassen sich einfach verarbeiten. EPDM steht für Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kautschuk, eine stabile Molekülverbindung mit ganz besonderen Eigenschaften für wetterfeste Abdichtungen.

Die Dachbahnen aus EPDM sind flexibel, belastbar und robust. Sie sind beständig gegen Ozon, UV und Witterung. Die chemische Beständigkeit ist stoffspezifisch – insbesondere gegenüber bitumen-, mineralöl-, fett- und lösemittelhaltigen Stoffen ist die Verträglichkeit gesondert nachzuweisen (siehe Trennlagen-Hinweis).

EPDM weist eine hohe Alterungsbeständigkeit auf - UV-Beständigkeit (EN 1297, ≥ 7500 h) und Kälteflexibilität (EN 495-5 ≤ -45 °C) - ohne zu ermüden.

Eigenschaften im Überblick:

EPDM-Dachbahnen sind beständig gegen Ozon, UV-Strahlung und extreme Temperaturen.

Einfache Verlegung: Die RubberGard™ EPDM-Dachbahn ist in großen nahtlosen Bahnen mit einer Breite von bis zu 15,25 m und einer Länge von 61 m (930 m²) erhältlich. Dank der Elevate QuickSeam Nahtbandtechnologie werden keine teuren Geräte zur Verarbeitung benötigt.

Flexibel und Dehnfähig: Elevate RubberGard™ EPDM bleibt selbst bei bis zu -45 °C hochflexibel. Die Dachbahn ist um mehr als 300 % dehnbar, um Gebäudebewegungen und Temperaturschwankungen auszugleichen.

Die Dachbahn kann selbst nach jahrelangem Einsatz mit Elevate QuickSeam Zubehörprodukten repariert werden.

RubberGard™ EPDM-Dachbahnen bei der Sanierung

Durch die Materialeigenschaften von EPDM empfiehlt sich dieses Abdichtungssystem nicht nur für den Einsatz bei Neubauobjekten, sondern auch bei Sanierungen und Renovierungen.

RubberGard™ EPDM-Dachbahnen können in vielen Fällen auf Bestandsabdichtungen verlegt werden. Bei Bitumen- oder weichmacherhaltigen Untergründen ist jedoch eine systembezogene Trennlage und ein Verträglichkeits- sowie Windsognachweis erforderlich.

Geeignet für Grün- und Solardächer

Die RubberGard™ EPDM-Dachbahn hat erfolgreich die FLL- und DIN EN 13948-Prüfung für die Widerstandsfähigkeit gegen Durchwurzelung auf Gründächern bestanden und ist somit ideal für extensive Gründachsysteme, die leichte, pflegeleichte Sedum-Vegetation verwenden. RubberGard™ EPDM eignet sich für die Kombination mit Photovoltaik.

Technische Spezifikationen der RubberGard™ EPDM

Eigenschaft

Prüfverfahren

Deklarierter Wert 1,5 mm*)

Flächengewicht

EN 1849-2

1,85 kg/m2

Wasserdichtheit

EN 1928

Bestanden

Zugfestigkeit (L/T)

EN 12311-2

≥ 7 N/mm2

Dehnfähigkeit (L/T)

EN 12311-2

≥ 300 %

Widerstand gegen statische Belastung - harter Untergrund

EN 12730 (B)

≥ 20 kg

Widerstand gegen stoßartige Belastung - weicher Untergrund

EN 12691 (B)

≥ 2000 mm

Weiterreißwiderstand (L/T)

EN 12310-2

≥ 40 N

Schälwiderstand der Fügenaht

EN 12316-2

≥ 80 N/50 mm

Scherwiderstand der Fügenaht

EN 12317-2

≥ 200 N/50 mm

UV-Beständigkeit

EN 1297

Bestanden (≥ 7500 h)

Kälteflexibilität

EN 495-5

≤ - 45 °C

Widerstand gegen Durchwurzelung

EN 13948

Bestanden

Brandverhalten

EN 13501-1

E

Verhalten bei äußerer Brandeinwirkung

EN 13501-5

BROOF(t1), BROOF(t2), BROOF(t3), BROOF(t4)


*)
auch in 1,1 mm erhältlich.

EPDM-Dachabdichtungssysteme nach Aufbau

Auflast- und Umkehrdachsysteme

Beim Auflastsystem werden EPDM-Dachbahnen lose auf der Dachoberfläche ausgelegt. Die Bahnen überlappen mindestens 100 mm und die Nähte werden mit Nahtfügeband abgedichtet. Dachränder und Durchdringungen müssen gemäß den Verlegerichtlinien ausgeführt werden. Anschließend werden die Bahnen mit geeignetem Kies oder glatten Betonplatten gesichert. Dabei ist ein Mindestgewicht von 80 kg/m2 einzuhalten.

Beim Umkehrdach liegt die Abdichtung unter der Dämmung; Dämmstoffeignung, Filter-/Trennlagen und Ballastierung sind gesondert zu planen.

Vollflächig verklebte Dachsysteme: für geneigte Dächer und geometrisch anspruchsvolle Dachformen geeignet

Die Dachbahnen sollten mindestens 100 mm überlappen. Die Nähte werden mittels Nahtfügeband miteinander verbunden, um eine geschlossene, dauerhaft wasserdichte Abdichtung zu bilden. Dachränder und Durchdringungen müssen gemäß der Verlegerichtlinie ausgebildet werden.

Mechanisch befestigte Dachsysteme

Das RMA*)-Dachsystem ist ein Abdichtungssystem mit geringem Gewicht, das ohne Durchdringung mechanisch befestigt wird. Ein eigens dafür entwickelter Streifen aus armierter EPDM-Dachbahn mit speziellem Nahtfügeband wird mechanisch auf dem Dach befestigt. Der Abstand zwischen den Streifen und Befestigungselementen richtet sich nach der örtlichen Windbelastung. Die EPDM-Bahnen werden dann gemäß der QuickSeam Verlegetechnik mit den RMA-Streifen verbunden.

Eine umfangreiche Auswahl von RubberGard™ EPDM-Zubehör wurde entwickelt, um die Anforderungen von verschiedenen Dachaufbauten und Verlegedetails zu erfüllen.

Weitere Informationen

RubberGard™ EPDM Broschüre

Planungswissen kompakt

Welches Gefälle ist bei Dachabdichtungen mit Bahnen zu planen?

Für Dachflächen ist in der Regel ein Gefälle von mindestens 2 % zu planen; Kehlen und Rinnen sind ausgenommen. Pfützenbildung lässt sich durch Durchbiegungen, Ebenheitstoleranzen und Überlappungen nicht vollständig ausschließen. Abweichungen sowie Anforderungen an eine pfützenfreie Fläche sind vor der Ausführung ausdrücklich zu vereinbaren. Maßgebend sind DIN 18531 und die Flachdachrichtlinie.


Was ist EPDM?

EPDM ist ein synthetischer Kautschuk für dauerhafte Dach- und Bauwerksabdichtungen. Das Material zeichnet sich durch eine hohe UV-, Witterungs- und Alterungsbeständigkeit sowie eine dauerhafte Elastizität aus und eignet sich insbesondere für langlebige Flachdachkonstruktionen.


Wann ist unter EPDM-Bahnen eine Trennlage erforderlich?

Eine Trennlage ist erforderlich, wenn die Verträglichkeit der EPDM-Bahn mit dem Untergrund oder die mechanische Beanspruchung nicht nachgewiesen ist. Kritisch sind unter anderem weichmacher- oder mineralölhaltige Stoffe, scharfkantige Untergründe und bestimmte Dämmstoffe wie EPS. Die Trennlage ist systembezogen festzulegen und in der Ausschreibung zu fordern.


Wie ist eine Bitumenaltabdichtung als Untergrund für EPDM zu beurteilen?

Eine Bitumenaltabdichtung ist vor der Überarbeitung auf Feuchte, Tragfähigkeit, Haftung, Blasen, Falten, scharfe Kanten und mögliche Schadstoffe zu prüfen. Schadhafte Bereiche sind zurückzubauen oder instand zu setzen; außerdem ist die Windsogsicherung des gesamten Aufbaus nachzuweisen. Die Eignung der Altlage als Untergrund muss für das jeweilige EPDM-System belegt sein.


Wie ist die Lagesicherung einer EPDM-Dachabdichtung gegen Windsog zu bemessen?

Die Lagesicherung durch Auflast, Verklebung oder mechanische Befestigung ist projektbezogen nach Windzone, Gebäudehöhe, Geländekategorie, Dachform und Dachbereich zu bemessen. Rand- und Eckbereiche sind besonders zu berücksichtigen; pauschale Auflasten ersetzen keinen Nachweis. Bei Auflast sind außerdem die Tragfähigkeit der Konstruktion und bei allen Systemen die erforderliche Randfixierung zu prüfen.


Wie sind Dachrandanschlüsse bei EPDM-Bahnen auszubilden?

Dachrandanschlüsse sind so auszubilden, dass Abdichtung, Entwässerung, Dämmung und Metallanschlüsse dauerhaft gegen Wind und Hinterlaufen gesichert sind. Aufgehende Bauteile benötigen eine systemgerechte Verklebung oder mechanische Befestigung; der obere Abschluss ist mit Profil oder Abdeckung regensicher auszuführen. Anschlusshöhen und Schnittstellen zu Spengler- und Fassadenarbeiten sind frühzeitig festzulegen.


Wie wird die Qualität kaltgefügter EPDM-Nähte sichergestellt?

Die Qualität kaltgefügter Nähte hängt insbesondere von sauberer und trockener Vorbereitung, geeigneten Witterungsbedingungen, korrekter Überlappung und ausreichendem Anpressdruck ab. Herstellervorgaben sind zu dokumentieren und einzuhalten; die fertigen Nähte sind vor der Abnahme durch Sichtkontrolle zu prüfen. Offene oder unvollständige Verbindungen müssen nachgearbeitet werden.


Welcher Nachweis der Wurzelfestigkeit ist unter Dachbegrünungen erforderlich?

Unter einer Dachbegrünung ist eine wurzelfeste Abdichtung oder ein gesonderter Wurzelschutz mit geeignetem Nachweis erforderlich. Üblich ist eine Prüfung nach dem FLL-Verfahren; DIN EN 13948 bewertet die Rhizomfestigkeit gegenüber Quecken. Das Prüfergebnis gilt nur für die geprüfte Produktdicke und Ausführung, einschließlich der Nahtausbildung, die mit dem Prüfzeugnis abzugleichen sind.


Wie ist die Befestigung von Photovoltaikanlagen auf EPDM-Dächern zu planen?

Bei ballastierten Photovoltaikanlagen sind Tragfähigkeit, Druckfestigkeit der Dämmung und die Lastverteilung in Innen-, Rand- und Eckbereichen nachzuweisen. Module und Unterkonstruktion sind auf geeigneten Schutz- und Lastverteilungsschichten anzuordnen; Durchdringungen benötigen systemseitig freigegebene Anschlüsse. Die Planung muss außerdem Wartbarkeit, Abdichtungsschutz und die erwartete Nutzungsdauer des Dachaufbaus berücksichtigen.



*)
RubberGard Mechanically Attached

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