Produktinformation 349 von 2.477
Selbstverriegelnde Panikschlösser ermöglichen ein schnelles Öffnen von Türen im Notfall, kontrollierten Zutritt und Einbruchhemmung. Für die Gebäudesicherheit können vielfältige Anforderungen realisiert werden. So lassen sich ein Zutrittskontrollsystem, eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA), ein Flucht- und Rettungswegsystem und ein Türantrieb für Barrierefreiheit im Normalbetrieb zu einem Türsystem kombinieren.

Selbstverriegelnde Panikschlösser

Selbstverriegelnde Panikschlösser – Schnittstelle zwischen Fluchtwegsicherheit, Brandschutz und Gebäudetechnik

Fluchttüren müssen im Notfall sofort öffnen und im Normalbetrieb zuverlässig verriegelt sein. Selbstverriegelnde Panikschlösser lösen diesen Widerspruch – mechanisch oder elektromechanisch, an ein- und zweiflügeligen Türen. In Kombination mit Drehtürantrieben, Zutrittskontrollsystemen und Rauch- und Wärmeabzugsanlagen entstehen komplexe Türsysteme, deren Planung eine frühzeitige Abstimmung aller Komponenten erfordert.

Typische Anwendungszenarien der GEZE IQ lock Systeme

Szenario

Empfohlenes Schloss

Bürogebäude, Eingangstür 1-flügelig, Antrieb + Zutrittskarte

IQ lock EL

Treppenhaus-Brandschutztür, 2-flügelig, rein mechanisch

IQ lock M DL

Krankenhaus-Fluchttür, 2-flügelig, Vollpanik + Antrieb + RWA

IQ lock AUT

Nebeneingang Verwaltung, 1-flügelig, Zutrittskontrolle ohne Antrieb

IQ lock EM

Schule, Haupteingang 2-flügelig, Antrieb + Brandschutz

IQ lock EL DL

Einzelhandel, Notausgang 2-flügelig, Budget-Lösung

IQ lock M DL

Hotellobby, 1-flügelig, barrierefrei + RWA-Zuluft

IQ lock EL

Beispiele Selbstverriegelnder Panikschlösser

Elektromechanisches Motorschloss IQ lock EL für einflügelige Türen

Türschlossmechanismus aus Edelstahl mit präziser Verriegelungstechnik

IQ lock EL – Elektromechanisches Motorschloss für die Kombination mit Drehtürantrieben an einflügeligen Türen

Aus der Serie Selbstverriegelnde Panikschlösser von GEZE

IQ lock EL – Elektromechanisches Motorschloss für die Kombination mit Drehtürantrieben an einflügeligen Türen

Elektromechanisches Motorschloss für die Kombination mit Drehtürantrieben an einflügeligen Türen

Geeignet für einflügelige Notausgangs- und Paniktüren

Einsatz in Türen entlang von Flucht- und Rettungswegen

Verwendbar an Feuer- und Rauchschutztüren in Verbindung mit der Motorschlosssteuerung MST 210

Geeignet für RWA-Zulufttüren

Anbindung an Zutrittskontrollsysteme möglich

Kombinierbar mit automatischen Drehtürsystemen von GEZE

Für unterschiedliche Sicherheits- und Türsystemkonzepte einsetzbar

Produktmerkmale

Motorische Entriegelung der Tür innerhalb von weniger als einer Sekunde

Mechanische Selbstverriegelung mit automatischem Riegelausschluss bei jedem Schließvorgang

Panikfunktion zur Öffnung von Fluchttüren in Fluchtrichtung, auch im verriegelten Zustand

Geteilte Kreuzfalle zur Unterstützung der Riegelfunktion auch bei Vorlast

Elektrische Ablaufsicherung zur Unterstützung eines sicheren Verriegelungsvorgangs

Verschiedene Betriebsarten für unterschiedliche Anwendungsanforderungen verfügbar

Integrierte Rückmeldekontakte zur Überwachung des Türzustands

Wahlweise mit Sabotageüberwachung oder Zylinderkontakt erhältlich

Kompakte Schlosskastenabmessungen mit geringem Hinterdornmaß

Für den Einsatz in Sicherheits- und Fluchttürsystemen geeignet

IQ lock AUT mit Stangenantrieb für automatisierte Türflügel

Anwendungsbereich

Systemlösung für Vollpaniktüren mit beidseitig automatisierten Türflügeln

Geeignet für zweiflügelige Notausgangs- und Paniktüren in DIN-links- und DIN-rechts-Ausführung

Einsatz in Türen entlang von Flucht- und Rettungswegen

Verwendbar an Feuer- und Rauchschutztüren in Verbindung mit Motorschlosssteuerung MST 210, Erweiterungsmodul IO 420 und bauseitiger Notstromversorgung

Geeignet für RWA-Zulufttüren

Anbindung an Zutrittskontrollsysteme möglich

Kombinierbar mit automatischen Drehtürsystemen von GEZE

Für unterschiedliche Sicherheits- und Türsystemkonzepte einsetzbar

Produktmerkmale

Motorische Entriegelung von Gang- und Standflügel innerhalb von weniger als drei Sekunden

Mechanische Selbstverriegelung von Gang- und Standflügel durch automatisches Verfahren des Riegels in die Verriegelungsposition

Entriegelung des Gangflügels über die Betätigung des Standflügels möglich (Vollpanik-Funktion)

Geteilte Kreuzfalle zur Unterstützung der Riegelfunktion auch bei Vorlast

Elektrische Ablaufsicherung am Gangflügel zur Unterstützung eines sicheren Verriegelungsvorgangs

Verschiedene Betriebsarten für unterschiedliche Anwendungsanforderungen verfügbar

Integrierte Rückmeldekontakte an Gang- und Standflügel zur Türzustandsüberwachung

Wahlweise mit Sabotageüberwachung oder Zylinderkontakt am Gangflügel erhältlich

Ausführung mit versicherungstechnisch anerkanntem Verschluss

Geeignet für die Integration in unterschiedliche Tür- und Sicherheitskonzepte

Mechanisches Panikschloss IQ lock M DL für zweiflügelige Türen

Anwendungsbereich

Mechanisches Panikschloss für einfache Panikfunktionen an zweiflügeligen Türen

Geeignet für zweiflügelige Notausgangs- und Paniktüren in DIN-links- und DIN-rechts-Ausführung

Einsatz in Türen entlang von Flucht- und Rettungswegen

Für unterschiedliche Anforderungen in Fluchtweg- und Sicherheitskonzepten geeignet

Integration in verschiedene Türsysteme und Anwendungsbereiche möglich

Produktmerkmale

Mechanische Selbstverriegelung mit automatischem Riegelausschluss bei jedem Schließvorgang

Entriegelung des Gangflügels über die Betätigung des Standflügels möglich (Vollpanik-Funktion)

Geteilte Kreuzfalle zur Unterstützung der Riegelfunktion auch bei Vorlast

Kompakte Schlosskastenabmessungen mit geringem Hinterdornmaß

Kombinierbar mit elektronischen Knaufzylindern

Geeignet für unterschiedliche Tür- und Sicherheitskonzepte

Integration in verschiedene Zutritts- und Fluchttürsysteme möglich

Weitere Produktbeispiele

IQ lock EM

Elektromechanisches Drückersperrschloss für die Kombination mit Zutrittskontrollsystemen an einflügeligen Türen

Mehr Informationen

Q lock EL DL

Elektromechanisches Motorschloss für die Kombination mit Drehtürantrieben an zweiflügeligen Türen

Mehr Informationen

Planungsfragen kompakt

Wann genügt ein Notausgangsverschluss statt eines Panikverschlusses?

Ein Notausgangsverschluss nach DIN EN 179 mit Drücker eignet sich für Gebäude mit überwiegend ortskundigen Personen. Bei Publikumsverkehr oder zu erwartenden Paniksituationen ist ein Panikverschluss nach DIN EN 1125 mit horizontaler Betätigungsstange vorzusehen; die Auswahl ist im Flucht- und Brandschutzkonzept sowie in der Ausschreibung festzulegen.

Wie sind Leistungsschnittstellen bei Türen mit Motorschloss abzugrenzen?

Bei Türen mit Motorschloss sind die Zuständigkeiten zwischen Türbau, Elektro-, Brandmelde- und Zutrittstechnik eindeutig festzulegen. Die Ausschreibung sollte je Tür die internen Verbindungen, Anschlüsse an Steuerzentralen, Ansteuerung durch die Brandmeldeanlage, Notstromversorgung und Funktionen in einer Schnittstellenliste oder Funktionsmatrix beschreiben.

Welches Regelwerk gilt für elektrisch gesteuerte Fluchttüranlagen?

Für elektrisch verriegelte Türen in Rettungswegen ist in Deutschland die bauaufsichtliche Einführung der M-EltVTR im jeweiligen Bundesland zu prüfen; DIN EN 13637 beschreibt ergänzend den Stand der Technik. Die Verriegelung muss bei Notöffnung und Stromausfall sicher freigeben; die Eignung und mögliche Verzögerungen sind je System und gegebenenfalls mit der Bauaufsicht nachzuweisen.

Wie ist die Zutrittskontrolle an Fluchttüren einzubinden?

Eine Fluchttür muss sich in Fluchtrichtung ohne Schlüssel, Karte oder Code öffnen lassen; die Zutrittskontrolle darf grundsätzlich nur den Zugang von außen regeln. Schloss, Beschlag und Elektronik sind als abgestimmte Kombination zu planen und in der Funktionsmatrix je Tür einschließlich Notöffnung und Verhalten bei Stromausfall festzulegen.

Wie ist die Eignung eines Schlosses für Brandschutztüren nachzuweisen?

Ein Schloss darf an einer Feuer- oder Rauchschutztür nur eingesetzt werden, wenn der Verwendbarkeitsnachweis der konkreten Türkonstruktion die Kombination abdeckt. Bei Bestands- und Nachrüstlösungen sind Typenschild und Zulassungsunterlagen zu prüfen; Schlosstausch, Fluchttüröffner und weitere Komponenten müssen mit dem Türhersteller abgestimmt und systembezogen nachgewiesen werden.

Welche Anforderungen gelten für Drehtürantriebe an Fluchttüren?

Kraftbetätigte Drehflügeltüren in Rettungswegen müssen nach DIN EN 16005 und den einschlägigen Anforderungen an die Nutzungssicherheit geplant und gegen Gefahrenstellen abgesichert werden. Antrieb und Panikschloss sind als abgestimmte Kombination auszuführen; bei Feuer- oder Rauchschutztüren ist zum Offenhalten eine geeignete Feststellanlage im zulässigen System erforderlich.

Wie ist die Fluchtfunktion an zweiflügeligen Türen auszuführen?

Zu Beginn ist festzulegen, ob nur der Gangflügel oder auch der Standflügel als Fluchttür dient. Bei Vollpanik müssen Panikbeschlag, Treibriegel, Mitnehmer und Schließfolgeregelung als geprüfte Gesamtlösung zusammenwirken; bei Feuer- und Rauchschutztüren ist die Ausführung durch den Verwendbarkeitsnachweis der Tür abzudecken.

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