Sebastian Sinn
Vertriebsleiter
Glassline GmbH
Industriestr. 7-8
74740 Adelsheim
Deutschland
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Aus der Serie Stabgeländer-Systeme von Glassline
Systembeschreibung
Einsatzempfehlungen für das Leichtbau-Geländersystem

Anwendungsbeispiel Stabgeländer-System BALUGA easy
Aus der Serie Modulares Aluminium-Geländersystem BALUGA easy von Glassline
Anwendungsbeispiel Stabgeländer-System BALUGA easy
Das Stabgeländer-Systeme BALUGA easy kann als Leichtbausystem für verschiedene Anwendungsbereiche und Einbausituationen eingesetzt werden. Die leichten Systemmodule werden von oben oder frontseitig am Baukörper befestigt und miteinander verbunden. Ein großes Lagerprogramm mit den üblichen Abmessungen ermöglicht kurze Lieferzeiten.
Systemeigenschaften und Besonderheiten
Leichte Module aus Aluminium ohne Schweißnähte
Online-Systemkonfigurator unterstützt einfache Geländerplanung
Großes Lagerprogramm garantiert kurze Lieferzeiten
LGA-geprüfte Typenstatik
Stoßsicherheit gemäß der ETB-Richtlinie
Mehrdimensionaler Toleranzausgleich bei seitlicher Montage
Glatte Aluminiumoberfläche
Keine sichtbaren Verschraubungen bei seitlicher Montage
Verdeckte Kabelführung für z.B. Solarmodule
Einfache und schnelle Montage
Auch als Französischer Balkon erhältlich
RAL-Farben nach Wunsch
CE zertifiziert, verifizierte Umweltdeklaration EPD vorhanden; damit beitragsfähig zu Punkten in BREEAM/LEED (projekt- und versionsabhängig zu prüfen)
Prüfzertifikate
geprüfte Typenstatik
LGA-geprüfte Sicherheit

Standard-Module zur objektspezifischen bauseitigen Anpassung.
Aus der Serie Modulares Aluminium-Geländersystem BALUGA easy von Glassline
Standard-Module zur objektspezifischen bauseitigen Anpassung.
Modulare Bauweise für einfache Anpassung
Die Standardmodule sind in den Einzellängen 500 bis 2000 mm in 250 mm-Abstufungen lieferbar.
Mit Stabhöhen von 400 bis 1500 mm in 50 mm-Abstufungen sind alle üblichen Geländerhöhen realisierbar.
Zwischenformate und individuelle Größen sind auf Anfrage erhältlich.
Unterschiedliche Modullängen lassen sich beliebig kombinieren, dabei wird eine ca. 2 mm Dehnfuge zur Aufnahme der Längenänderung durch Wärmeausdehnung zwischen zwei Modulen empfohlen. Das max. Modulgewicht liegt bei 28 kg und erlaubt ein einfaches Handling beim Einbau.
Systembauteile
Grundprofil mit Blende
Handlauf rechteckig oder halbrund
Geländerstab rechteckig
Abschlussdeckel für Systemprofile und Handläufe
Stoß- und Eckverbinder
Zubehör für die Befestigung
Einfacher Toleranzausgleich
Die Bauanschlusselemente ermöglichen eine mehrdimensionale und exakt justierbare Verstellbarkeit an der Unterkonstruktion. Die Positionierung wird über das Zusammenwirken aus geriffelten Bauteilen kraftschlüssig fixiert, kann jedoch jederzeit korrigiert werden.
Systemvarianten
BALUGA easy - Baukörperanschluss seitlich unten
BALUGA easy - Baukörperanschluss seitlich oben
BALUGA easy - Baukörperanschluss oben
Einsatz mit thermischer Unterkonstruktion FixTherm100
Mit der thermischen Unterkonstruktion lassen sich Wärmebrücken im Befestigungsbereich reduzieren; der verbleibende Einfluss ist im Wärmeschutznachweis zu berücksichtigen.
FixTherm100 ist flexibel für Neubau und Sanierung einsetzbar und besonders bei Attika-Konstruktionen zu empfehlen.
BALUGA easy mit thermischer Unterkonstruktion FixTherm100 - Baukörperanschluss oben
BALUGA easy mit thermischer Unterkonstruktion FixTherm100 - Baukörperanschluss seitlich oben
BALUGA easy mit thermischer Unterkonstruktion FixTherm100 - Baukörperanschluss seitlich unten
Planungsfragen kompakt
Welche Mindesthöhe ist für ein absturzsicherndes Geländer erforderlich?
Die Landesbauordnungen fordern in der Regel mindestens 0,90 m bei Absturzhöhen bis 12 m und 1,10 m darüber; in Arbeitsstätten gelten 1,00 m bzw. 1,10 m. In Bayern gilt die Umwehrungspflicht bereits ab 0,50 m Absturzhöhe. Gemessen wird von der Oberkante des Fertigfußbodens. Kann eine Attika oder ein Absatz als Standfläche oder Aufstiegshilfe dienen, verlagert sich der Messpunkt dorthin. Die maßgebliche Landesbauordnung ist projektbezogen zu prüfen.
Welche maximale Öffnungsweite ist bei Geländerfüllungen zulässig?
Füllungen absturzsichernder Geländer sind so auszubilden, dass das Durchrutschen oder Durchklettern von Personen verhindert wird. In Bereichen, in denen mit der Anwesenheit von Kleinkindern zu rechnen ist (z. B. Wohnungsbau, Kindergärten, Schulen), begrenzen die Landesbauordnungen die lichte Öffnungsweite in der Regel auf maximal 0,12 m – in mindestens einer Richtung, meist horizontal. Die maßgebliche Begrenzung ist projektbezogen anhand der jeweiligen Landesbauordnung und der Nutzung zu prüfen; in reinen Arbeitsstätten ohne Kinderaufenthalt können abweichende Werte gelten. Beim Stabgeländer BALUGA easy wird die zulässige Öffnungsweite über den lichten Stababstand eingestellt; die geforderte Konfiguration ist im Online-Systemkonfigurator zu hinterlegen und objektbezogen nachzuweisen.
Welche horizontale Nutzlast ist für ein Geländer anzusetzen?
Für den oberen Geländerabschluss sind abhängig von der Nutzungskategorie horizontale Linienlasten von 0,5, 1,0 oder 2,0 kN/m nach DIN EN 1991-1-1/NA anzusetzen. Für Arbeitsstätten gilt in der Regel 1,0 kN/m. Zusätzlich sind Eigengewicht, gegebenenfalls Windlasten bei geschlossenen Füllungen und eine angemessene Vertikallast zu berücksichtigen.
Welcher statische Nachweis ist für ein absturzsicherndes Geländer erforderlich?
Für Pfosten, Holm, Füllung und Verankerung ist ein objektbezogener statischer Nachweis zu führen. Eine Hersteller-Typenstatik gilt nur innerhalb ihrer Randbedingungen, etwa für Lastklasse, Pfostenabstand und Untergrund. Die konkrete Anbindung an das Bauwerk ist separat nachzuweisen; bei Abweichungen ist der Prüfingenieur einzubeziehen.
Wann ist für eine Geländerfüllung ein Stoßsicherheitsnachweis erforderlich?
Bei Bauteilen, die einen Höhenunterschied von mehr als 1 m sichern, ist die ETB-Richtlinie für Bauteile zur Sicherung von Absturzgefahren zu berücksichtigen. Für nicht aus Erfahrung ausreichend sicher beurteilbare Füllungen ist ein Nachweis durch Zulassung, Prüfzeugnis, Berechnung oder Versuch erforderlich; die Auslegung ist mit dem Prüfingenieur abzustimmen.
Welche Anforderungen gelten für die Verankerung eines Geländers im Untergrund?
Die Verankerung ist auf Untergrund, Rand- und Achsabstände sowie Anschlussgeometrie abzustimmen. Es dürfen nur geeignete Dübel mit Zulassung oder gleichwertigem Eignungsnachweis eingesetzt werden; die Bemessung erfolgt in der Regel nach DIN EN 1992-4. Zusätzlich ist die Weiterleitung der Kräfte im Bauteil nachzuweisen, bei Bestandsbauteilen auch deren Eignung.
Wie ist eine Geländerbefestigung im Bereich von Abdichtungen zu planen?
Durchdringungen der Abdichtung sind möglichst zu vermeiden oder mit geeigneten Manschetten dauerhaft einzubinden. Alternativ können Pfosten stirnseitig außen befestigt werden, sofern Randabstände, Plattendicke, Betonrandbedingungen und die Abdichtung der Bohrungen nachgewiesen sind. Für Balkone ist DIN 18531-5 relevant; die Detailausbildung ist mit dem Abdichtungsbetrieb abzustimmen.
Wie lassen sich Wärmebrücken bei Geländerbefestigungen an gedämmten Bauteilen begrenzen?
Metallische Befestigungen durch die Dämmebene sind mit thermisch getrennten Distanzsystemen oder geeigneten Konsolen zu planen. Bei Befestigungen an einem WDVS ist ein druckfester Unterbau erforderlich. Die Systemzulassung muss Lasten, Pfosten- und Dübelabstände abdecken; der verbleibende Wärmebrückeneinfluss ist im Wärmeschutznachweis zu berücksichtigen.
Wie lässt sich Kontaktkorrosion bei Aluminiumgeländern vermeiden?
Kontaktkorrosion wird durch die elektrisch leitende Verbindung unterschiedlich edler Metalle bei Feuchtigkeit begünstigt. Vorzusehen sind geeignete nichtrostende Befestigungsmittel sowie systemgerechte Trennlagen, Isolierscheiben oder -hülsen. Materialverträglichkeit und Flächenverhältnisse sind nachzuweisen; bei Lieferung und Montage ist auf Materialverwechslungen zu achten.
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