isorocket umfasst Dauer- und temporäre Gerüstanker für Beton und Mauerwerk. Die Systeme sind für WDVS, vorgehängte hinterlüftete Fassaden und zweischaliges Mauerwerk mit Aufbauhöhen von 100 bis 419 mm ausgelegt und unterstützen die frühzeitige Planung dauerhaft dokumentierter Gerüstverankerungspunkte.

Produktübersicht

Dauerhafte und temporäre Gerüstverankerung in Fassaden

Die Produktserie isorocket umfasst Gerüstanker für die geplante Verankerung von Arbeitsgerüsten an Fassaden. Die Systeme sind für Wandaufbauten mit Wärmedämmverbundsystemen (WDVS), vorgehängten hinterlüfteten Fassaden (VHF) und zweischaligem Mauerwerk vorgesehen. Je nach Traguntergrund, Ausführung und erforderlicher Nutzung stehen Varianten für Beton, Mauerwerk sowie für temporäre Verankerungen zur Verfügung.

Planungsgrundlage sind der tragende Untergrund sowie die Aufbauhöhe zwischen Wandbildner und fertiger Fassadenoberfläche. Die Ankerkörper decken Aufbauhöhen von 100 bis 419 mm ab. Für die Fassadenplanung können die Ankerpunkte in den Ankerplan und in Revisionsunterlagen integriert werden. Die konkrete Bemessung, Anordnung, Montage und Nachweisführung sind objektbezogen unter Berücksichtigung der jeweiligen Zulassung, des Gerüstkonzepts und der geltenden Regelwerke festzulegen.

Produktübersicht

Produktreihe

Traguntergrund

Verankerungsart

Geeignete Fassadenaufbauten

Aufbauhöhe

isorocket Concrete

Beton

Dauergerüstanker

WDVS, VHF, zweischaliges Mauerwerk

100–419 mm

isorocket Masonry

Mauerwerk

Dauergerüstanker

WDVS, VHF, zweischaliges Mauerwerk

100–419 mm

isorocket Temporary

Beton und Mauerwerk

Temporäre Gerüstverankerung

WDVS, VHF, zweischaliges Mauerwerk

100–419 mm

rocketrail

projektbezogen

Ergänzung zur Verankerungsebene

Wiederbelegung an definierten Ebenen

systemabhängig

Zubehör und Ersatzteile

systemabhängig

Montage, Abdichtung, Verschluss

für die jeweilige Ankerreihe

Die Reihen Concrete und Masonry sind als Dauergerüstanker für unterschiedliche Befestigungsgründe ausgeführt. Die Temporary-Reihe dient Anwendungen mit temporärer Verankerung nach DIN EN 12811-1. Für alle drei Reihen stehen die Größen MINI, MIDI, MAXI und MEGA zur Anpassung an den jeweiligen Fassadenaufbau zur Verfügung.

Auswahl nach Traguntergrund und Fassadenaufbau

Größe

Geeignete Aufbauhöhe von tragender Wand bis Fassadenaußenkante

MINI

100–179 mm

MIDI

180–259 mm

MAXI

260–339 mm

MEGA

340–419 mm

Die Auswahl des Ankers erfolgt zunächst anhand des tragenden Untergrunds: Concrete ist für Beton, Masonry für Mauerwerk vorgesehen. Anschließend wird die Größenvariante anhand der gesamten Aufbauhöhe gewählt. Damit lassen sich auch Fassadenaufdopplungen sowie unterschiedliche Dämm-, Unterkonstruktions- und Bekleidungsebenen berücksichtigen.

isorocket Concrete – Dauergerüstanker für Beton

isorocket Concrete ist für die Verankerung in Betonuntergründen vorgesehen. Die Produktreihe dient der Ausbildung dauerhaft integrierter Gerüstanker in Fassaden mit WDVS, VHF oder zweischaligem Mauerwerk. Die Varianten MINI bis MEGA decken Aufbauhöhen von 100 bis 419 mm ab.

Für die Planung sind insbesondere die Lage der Verankerungsebenen, die Einbindung in den Betonuntergrund, die Fassadenaufbauhöhe und die Abstimmung mit dem Gerüstbau relevant. Nach Fertigstellung der Fassade wird der Ankerkörper auf Fassadenniveau abgelängt und mit einem Verschlussstopfen geschlossen.

isorocket Masonry – Dauergerüstanker für Mauerwerk

isorocket Masonry ist für tragendes Mauerwerk konzipiert. Die Dauergerüstanker sind für WDVS, vorgehängte hinterlüftete Fassaden und zweischalige Mauerwerksfassaden vorgesehen. Die Größen MINI, MIDI, MAXI und MEGA ermöglichen die Anpassung an Aufbauhöhen zwischen 100 und 419 mm.

Die Lastabtragung erfolgt über eine für Mauerwerk ausgelegte Lastverteilplatte. Bei der Ausführungsplanung sind Mauerwerksart, Befestigungsmittel, Lage von Stoß- und Lagerfugen, erforderliche Randabstände sowie die Angaben aus Zulassung und Montageanleitung zu berücksichtigen. Für die MEGA-Masonry-Variante nennt der Hersteller beispielsweise eine Lastverteilplatte von 500 × 280 mm sowie vier Befestigungspunkte.

isorocket Temporary – temporäre Gerüstverankerung

isorocket Temporary ist für zeitlich begrenzte Gerüstverankerungen auf Beton oder Mauerwerk vorgesehen. Die Reihe ist für Fassadenaufbauten mit WDVS, VHF und zweischaligem Mauerwerk verfügbar und deckt ebenfalls Aufbauhöhen von 100 bis 419 mm ab.

Die Verwendung ist insbesondere dann einzuplanen, wenn keine dauerhafte Nutzung des Ankerpunkts nach den Anforderungen der Dauerverankerung vorgesehen ist. Laut Hersteller erfolgt die temporäre Verankerung nach DIN EN 12811-1; eine spätere Wiederbelegung setzt eine entsprechende Prüfung der vorhandenen Ankerpunkte voraus.

Systemaufbau

Systemaufbau und Fassadenintegration

Das System besteht je nach Ausführung aus Ankerkörper, Lastverteilplatte, Befestigungsmitteln, Ösenschraube und Verschlussstopfen. Der Ankerkörper wird durch den Fassadenaufbau geführt. Während der Gerüstnutzung dient die Ösenschraube als Anschlusspunkt. Nach Abschluss der Arbeiten kann der Ankerkörper auf die Fassadenebene gekürzt und mit dem Verschlussstopfen geschlossen werden.

Für die Integration in WDVS, VHF und zweischaliges Mauerwerk sind insbesondere die Durchdringung der Fassadenebene, die Abdichtung, die Schnittstellen zu Dämmung und Unterkonstruktion sowie die spätere Auffindbarkeit und Dokumentation der Ankerpunkte zu planen. Der Hersteller stellt dafür CAD-Daten, Datenblätter, Montageanleitungen und Ausschreibungstexte bereit.

Planungsrelevante Hinweise

Ankerpunkte, Gerüstraster und Fassadenraster sollten bereits in der Entwurfs- beziehungsweise Ausführungsplanung koordiniert werden.

Maßgeblich ist die Distanz vom tragenden Untergrund bis zur fertigen Außenkante der Fassade.

Beton und Mauerwerk erfordern unterschiedliche Produktvarianten und Befestigungskonzepte.

Die Auswahl und Anordnung der Ankerpunkte muss mit Gerüstplanung, Lastannahmen, Zulassung und Montagevorgaben abgestimmt werden.

Lage, Typ und Größe der verbauten Anker sind für spätere Wartungs-, Instandsetzungs- und Gerüstarbeiten nachvollziehbar zu dokumentieren.

Gerüstbau, Fassadenbau, Rohbau und Bauleitung benötigen eine abgestimmte Festlegung zu Montagezeitpunkt, Abdichtung und Verantwortlichkeiten.

Nach Herstellerangaben kann ein Ankerplan unter anderem auf Basis von Fassadenhöhe, Fassadenlänge, Verankerungsebenen, Traguntergrund und Aufbauhöhe erstellt werden.

Wandaufbauten

Wärmedämmverbundsystem-Fassade (WDVS)


Die Montagesituation zeigt die Integration des Ankersystems in eine Wärmedämmverbundsystem-Fassade auf Betonuntergrund. Die Lastabtragung erfolgt über eine runde Lastverteilplatte. Dargestellt sind der Zustand während der Bauphase mit eingesetzter Ösenschraube (rocketbolt) sowie der Abschlusszustand nach Fertigstellung der Fassade. Dabei wird der Ankerkörper bündig zur Fassadenoberfläche abgelängt und mit einem Verschlussstopfen (rocketseal) geschlossen.

Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)

Die Darstellung beschreibt den Einbau des Ankersystems in eine vorgehängte hinterlüftete Fassade auf Betonuntergrund. Der Anker wird über eine runde Lastverteilplatte im tragenden Bauteil befestigt und durch den Fassadenaufbau geführt. Während der Gerüstnutzung ist die Ösenschraube (rocketbolt) eingesetzt. Nach Abschluss der Fassadenarbeiten wird der Ankerkörper auf Fassadenniveau gekürzt und mit dem Verschlussstopfen (rocketseal) verschlossen.

Zweischaliges Mauerwerk

Die Montagesituation zeigt den Einbau des Ankersystems bei zweischaligem Mauerwerk auf Betonuntergrund. Die Verankerung erfolgt über eine runde Lastverteilplatte im tragenden Betonbauteil. Für die Gerüstverankerung wird eine Ösenschraube (rocketbolt) verwendet. Nach Fertigstellung der äußeren Mauerwerksschale wird der Ankerkörper bündig abgelängt und mit einem Verschlussstopfen (rocketseal) geschlossen.

Planungsfragen kompakt

Welche Anforderungen stellt die DIN 4426 an dauerhafte Gerüstverankerungen?

Ab einer Traufhöhe von 8 m sind bei Fassaden mit plattenartigen Ver- oder Bekleidungen dauerhafte Verankerungsvorrichtungen für wiederkehrende Gerüstaufstellungen vorzusehen, sofern keine Fassadenbefahranlage vorhanden ist. Die DIN 4426 legt Lastanforderungen, nicht jedoch eine feste Anzahl von Ankern fest; diese ergibt sich aus Gerüst- und Fassadenraster.

Warum müssen Gerüstverankerungen bei WDVS, VHF und zweischaligem Mauerwerk frühzeitig geplant werden?

Gerüstverankerungen müssen bereits in der Entwurfs- und Ausführungsplanung sowie im Leistungsverzeichnis berücksichtigt werden, weil die Dämmebene oder Fassadenbekleidung eine nachträgliche Standardverankerung häufig verhindert. Eine späte Planung kann Sonderkonstruktionen, Nachträge und Schäden an der fertigen Fassade verursachen.

Was ist bei der Ausschreibung von Dauergerüstankern zu beachten?

Das Leistungsverzeichnis sollte Verankerungsplanung, Lieferung und Montage, statische Nachweise, Abdichtung, Verschluss sowie die Dokumentation der Ankerpunkte eindeutig regeln. Zuständigkeiten zwischen Rohbau, Fassadenbau, Gerüstbau und gegebenenfalls SiGeKo sind festzulegen; standardisierte Positionen, etwa aus STLB-Bau, können die Ausschreibung unterstützen.

Welche Bedeutung hat eine bauaufsichtliche Zulassung für Dauergerüstanker?

Eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder ein gleichwertiger Verwendbarkeitsnachweis dokumentiert Tragfähigkeit, Verformungsverhalten und zulässige Einbausituationen des Dauergerüstankers. Bei nicht nachgewiesenen Systemen sind in der Regel zusätzliche objektspezifische statische Nachweise und Abstimmungen erforderlich.

Was ist bei Dauergerüstankern für vorgehängte hinterlüftete Fassaden zu beachten?

Bei VHF müssen Dauergerüstanker durch Bekleidung und Unterkonstruktion bis in den tragfähigen Wandkern geführt und mit dem Fugen-, Fassaden- und Gerüstraster abgestimmt werden. Fassadenplanung, Tragwerksplanung und Gerüstbau sind deshalb frühzeitig zu koordinieren, damit Statik, Optik und spätere Zugänglichkeit zusammenpassen.

Warum sind konventionelle Ringösenschrauben bei gedämmten Fassaden häufig ungeeignet?

Mit zunehmender Schaftlänge steigen Biegemomente, während Druck- und Parallelkräfte nur eingeschränkt übertragen werden können. Bei großen Dämmschichtdicken sind konventionelle Ringösenschrauben daher häufig nicht sicher nachweisbar und können beim Ein- oder Ausbau das WDVS beschädigen; die Eignung ist objektspezifisch nachzuweisen.

Wie werden Wärmebrücken und Feuchteeintritt an Gerüstankerdurchdringungen vermieden?

Dauergerüstanker sollten thermisch entkoppelt und auf den jeweiligen Wand- und Fassadenaufbau abgestimmt sein, um Wärmebrücken zu minimieren. Die Durchdringungen müssen während der Gerüstnutzung und nach dem Verschluss dauerhaft wind- und schlagregendicht ausgeführt werden.

Wie werden Dauergerüstanker für spätere Wartungsarbeiten dokumentiert?

Ein Ankerplan oder Ankerprotokoll sollte Lage, Typ, Abmessungen und Tragfähigkeit der eingebauten Anker ausweisen und den Revisionsunterlagen beigefügt werden. Bei VHF ist die Anordnung mit dem Fugenplan abzugleichen, damit die Anker bei späteren Gerüstaufstellungen ohne unnötige Fassadeneingriffe auffindbar sind.

Bitte melden Sie sich an

Um diese Funktion nutzen zu können, müssen Sie bei heinze.de registriert und angemeldet sein.

Hier anmelden
Diese Seite weiterempfehlen
1631103454