IGP Pulverlacke sind für die Beschichtung von Fassadenbauteilen und Gebäudeteilen aus Aluminium und Stahl konzipiert. Sie schützen die Oberflächen gegen Umweltschadstoffe, Witterungseinflüsse und klimatische Beanspruchungen und gewährleisten die langjährige Stabilität von Glanzgrad, Farbton und Oberflächenstruktur.

IGP Pulverlacke für Architekturfassaden

Produktüberblick und Anwendungsbereich

IGP Pulverlacke sind für die Beschichtung von Fassadenbauteilen und Gebäudeteilen aus Aluminium und Stahl konzipiert. Sie schützen die Oberflächen gegen Umweltschadstoffe, Witterungseinflüsse und klimatische Beanspruchungen und gewährleisten die langjährige Stabilität von Glanzgrad, Farbton und Oberflächenstruktur.

Die Beschichtungen stehen in verschiedenen Glanzgraden, Oberflächenausprägungen sowie in einer großen Auswahl an Standard- und Sonderfarbtönen zur Verfügung. Neben internen Qualitätskriterien des Herstellers erfüllen die Produkte die Vorgaben internationaler Gütegemeinschaften für die Beschichtung von Metallsubstraten.

Je nach Produktserie liegen Zulassungen gemäß Qualicoat (Klasse 1 bis 3), GSB (Florida 1 bis 5) sowie nach den amerikanischen Standards AAMA 2604-20 und AAMA 2605-20 vor.

Das Sortiment ist in vier Bewitterungsklassen gegliedert – von der wetterfesten Standardbeschichtung bis zur höchsten Beständigkeitsstufe auf Fluorpolymerbasis. Ergänzend sind funktionale Eigenschaften wie Korrosionsschutz im Zweischichtaufbau, reduzierte Schmutzanhaftung sowie gestalterische Sonderoberflächen mit Effektpartikeln oder strukturierten Texturen verfügbar.

Bewitterungsklassen und Produktserien

IGP gliedert sein Architektur-Pulverlacksortiment in vier Bewitterungsklassen. Diese Abstufung ermöglicht die gezielte Auswahl der Beschichtung entsprechend der klimatischen Exposition und der Beanspruchung am jeweiligen Standort. Jede Klasse ist mit definierten Zulassungen internationaler Gütegemeinschaften hinterlegt.

IGP Bewitterungsklasse

IGP

Produktserie

 

Zulassungen / Standards

Einsatzbereich

Klasse 1 – Wetterfest

IGP-DURA®one 56

 

Qualicoat Klasse 1;

GSB Florida 1

EPD gemäss EN 15804+A2

Standardbeschichtung metallische Oberflächen;

für Fassaden mit üblicher klimatischer Beanspruchung.

Klasse 2 – Hochwetterfest

IGP-HWFclassic 59

 

Qualicoat Klasse 2;

teilweise GSB Florida 3;

teilweise AAMA 2604-20;

EPD gemäss EN 15804+A2

Bindemittel und Pigmente mind. 3× stabiler gegen UV/Witterung vs. Standard;

Für Fassaden mit erhöhter klimatischer Beanspruchung

IGP-DURA®xal 42

 

Qualicoat Klasse 2;

AAMA 2604-13

EPD gemäss EN 15804+A2


Für Fassaden mit erhöhter klimatischer Beanspruchung

Klasse 3 – Hochwetterfest-PLUS

IGP-HWFsuperior 57

 

Qualicoat Klasse 2;

GSB Florida 5;

AAMA 2604-20

EPD gemäss EN 15804+A2

Ca. 60 % mehr Leistung bei Kreidungsresistenz, Glanzhaltung, Farbstabilität als herkömmliche Pulverbeschichtungen;

für Standorte mit intensiven klimatischen Einflüssen

Klasse 4 – Hyper-Hochwetterfest

IGP-DURA®sky 95

 

Qualicoat Klasse 3;

AAMA 2605-20

EPD gemäss EN 15804+A2

höchster Widerstand gegenüber klimatischen und korrosiven Belastungen;

für hochwertige Objektfassaden, infrastrukturelle Einrichtungen, marine Umgebung; auch als Anti-Graffiti-Oberfläche geeignet

Problemstellung und Lösungen für den Korrosionsschutz von Metallfassaden

Aggressive Umweltbedingungen können selbst Fassadenbauteile aus Aluminium angreifen. Insbesondere an Standorten in Küstennähe oder bei Gebäuden wie Hallenbädern lösen Chloride im Zusammenspiel mit hoher Luftfeuchtigkeit eine sogenannte Filiformkorrosion aus. Diese fadenförmige Korrosion breitet sich zwischen dem Lackfilm und der Aluminiumoberfläche aus – unabhängig von der Qualität der verwendeten Aluminiumlegierung.

Der Korrosionsfraß ist mit nur wenigen μm Tiefe statisch unbedenklich und beeinträchtigt die Tragfähigkeit des Bauteils nicht. Optisch ist das Schadensbild jedoch inakzeptabel: Die Oberfläche verliert ihre gestalterische Qualität, was bei sichtbaren Fassadenflächen nicht tolerierbar ist.

Für die Planung von Fassaden ist die Einordnung des Standorts in eine Korrosivitätskategorie relevant:

Kategorie

Typische Fassadenstandorte

C3 – mäßig

Stadtgebiete mit mäßiger Schadstoffbelastung, gemäßigtes Küstenklima mit geringer Salzbelastung

C4 – stark

Stark verunreinigte Stadtregionen, Küstenbereiche mit mittlerer Salzbelastung, Schwimmbäder

C5 – sehr stark

Küsten- und küstennahe Bereiche mit hoher Salzbelastung, extreme Luftfeuchte, subtropisches und tropisches Klima

Lösung für Aluminiumfassaden: Zweischichtiger Korrosionsschutzaufbau

Der Korrosionsschutz von Aluminiumfassaden wird durch einen zweischichtigen Pulverlackaufbau realisiert. Das System besteht aus einer korrosionsverhindernden Grundierung (Primer) und einem darauf abgestimmten Decklack.

Als zertifiziertes System für Aluminiumuntergründe in der Architektur steht das IGP-KORROSystem 60 zur Verfügung. Es besteht aus dem IGP-KORROPRIMER 60 als Grundierung und einem frei wählbaren, Qualicoat-geprüften IGP Decklack. Dieses System ist von Qualicoat International unter der Nummer P-1854 zertifiziert.

Der Decklack kann aus dem IGP Architektursortiment gewählt werden. Damit ist der Korrosionsschutzaufbau mit allen vier Bewitterungsklassen kombinierbar – von der wetterfesten Standardbeschichtung (Klasse 1) bis zur höchsten Beständigkeitsstufe auf Fluorpolymerbasis (Klasse 4). Farbtöne, Glanzgrade und Oberflächenstrukturen unterliegen durch den Korrosionsschutzaufbau keiner Einschränkung.

Zertifizierungen und Normen – Korrosionsschutz

Norm

Bedeutung

DIN EN ISO 12944-2

Korrosivitätskategorien; Grundlage für die Zertifizierung der IGP-KORROPRIMER Systeme*)

DIN 55633

Anforderungen an Pulverbeschichtungssysteme für legierten und unlegierten Stahl

DIN EN ISO 1461

Anforderungen für feuerverzinkte Stahlbauteile ab 3 mm Dicke


*)
Die Korrosivitätskategorien C3–C5 nach DIN EN ISO 12944-2 (i. V. m. ISO 9223) dienen als Grundlage für die Standorteinordnung.

Das IGP-KORROSystem 60 für Aluminiumuntergründe ist von Qualicoat International als Zweischichtsystem unter der Nummer P-1854 zertifiziert. Das System besteht aus dem IGP-KORROPRIMER 60 in Kombination mit einem frei wählbaren, Qualicoat-geprüften IGP Decklack.

Die Korrosionsschutzsysteme von IGP werden regelmäßig von unabhängigen Laboren und Instituten geprüft sowie in den hauseigenen Prüflabors Belastungs- und Langzeittests unterzogen.

Gestalterische Optionen mit IGP-Pulverbeschichtungen

Das IGP Architektursortiment bietet über die Schutzfunktion hinaus vielfältige gestalterische Möglichkeiten für Fassaden und Metallbauteile. Die Beschichtungen stehen in einer Vielzahl von Standard- und Sonderfarbtönen, verschiedenen Glanzgraden und unterschiedlichen Oberflächenstrukturen zur Verfügung. Zwei Produktlinien erweitern das Gestaltungsspektrum um besondere Oberflächenwirkungen.

Effektbeschichtungen: IGP-Effectives®

IGP-Effectives® basieren auf einem patentierten Verfahren, bei dem Effektpartikel untrennbar an das Korn des Lackpulvers gebunden werden. Diese direkte Anbindung erzeugt eine hohe optische Tiefenwirkung und gewährleistet eine wolkenfreie Effektverteilung über die gesamte beschichtete Fläche.

Für die Fassadenplanung ist diese Eigenschaft besonders relevant: Auch bei großen Fassadenflächen und bei Bauteilen, die von verschiedenen Herstellern gefertigt und beschichtet werden, ist ein absolut einheitliches Erscheinungsbild von Farbton, Struktur und Glanzgrad sichergestellt. Das Spektrum reicht von sandartigen Strukturen bis zu Glimmereffekten und eröffnet damit gestalterischen Spielraum für Fassaden mit individueller Ausstrahlung.

Weitere Informationen zu IGP-Effectives®:

Broschüre IGP-Effectives®

Flyer IGP-Effectives®

Galerie IGP-Effectives®

Strukturierte Oberflächen: IGP-LivingSurfaces

Die Produktlinie IGP-LivingSurfaces erzeugt optisch bewegte Oberflächen mit bewusst herbeigeführten, zufällig verteilten Elementen wie Pigmenten und Effekten. Das Ergebnis sind lebendige Fassadenoberflächen mit ungewöhnlichen Farbkompositionen und Texturen. Mit IGP-LivingSurfaces lassen sich authentisch wirkende Beton- und Natursteineffekte erzielen.

Wegen ihrer geringeren Schmutzanhaftung im Vergleich zu Beton- und Naturstein lassen sich die Oberflächen deutlich leichter pflegen.

IGP-LivingSurfaces sind in drei Oberflächencharakteristiken erhältlich:

Kornstruktur: für eine feinputzartige Oberfläche

Wellenrelief: für eine reliefierte, wellenförmige Struktur

Mikrotextur-Sprenkel: für eine feine, gesprenkelte Textur

IGP Beschichtungen mit Beton- und Steineffekten lassen sich auf Wunsch der Planer und Architekten in allen Farbtönen und mit einer Vielfalt von Zuschlägen herstellen.

Planungshinweis

Sowohl IGP-Effectives® als auch IGP-LivingSurfaces lassen sich mit den vier Bewitterungsklassen des IGP Architektursortiments sowie mit dem zweischichtigen Korrosionsschutzaufbau kombinieren.

Die Wahl einer gestalterischen Sonderoberfläche schränkt die technische Leistungsfähigkeit der Beschichtung nicht ein.

Ergänzend stehen im Standardsortiment unter anderem folgende Oberflächenvarianten zur Verfügung:

Kornstrukturierte, hochwetterfeste Pulverbeschichtung mit einfarbigen Sprenkeln

Tiefmatter Pulverlack für hochwertige Fassaden und Designobjekte

Matter Pulverlack mit guter Wetterfestigkeit und günstigen Einbrennbedingungen mit Einbrenntemperaturen von 160 °C für den universellen Einsatz

Reinigung und Unterhalt pulverbeschichteter Fassaden

Reduzierter Wartungsaufwand durch schmutzabweisende Oberflächen

Fassaden im Außenbereich sind dauerhaft Verschmutzungen durch abrasive Stäube, Algen, Pflanzensekrete und Pilzsporen ausgesetzt. Gleichzeitig müssen Innenflächen von Fassaden einen robusten Umgang und regelmäßige Reinigungen ohne Qualitätsverlust ertragen. Wie stark eine Fassade von Schadstoffen, klimatischen Einflüssen oder Reinigungsmitteln angegriffen wird, hängt vom Standort und der jeweiligen Beanspruchung ab.

Mit dem IGP-DURAclean® Effekt steht eine Beschichtungseigenschaft zur Verfügung, die die Anhaftung von Schmutz und Staub auf der Fassadenoberfläche deutlich verringert. Die Funktion erhält den Glanzgrad, die Oberflächenstruktur und den Farbton der Beschichtung langfristig.

IGP-DURAclean®: Reduzierte Anhaftung von Schmutz, Staub, abrasiven Stäuben, Algen, Pflanzensekreten und Pilzsporen

Wirkung: Verlängerte Reinigungsintervalle, reduzierter Einsatz von Reinigungsmitteln

Relevanz: Senkung der Unterhaltskosten; Umweltentlastung

Serie IGP-DURA®one 56

Eignung und Einsatz

Die Serie IGP-DURA®one 56 umfasst wetterfeste Niedrigtemperatur-Pulverlacke für den universellen Einsatz. Sie zeichnen sich durch gute Wetterstabilität und Filmelastizität in Verbindung mit einer breiten Vielfalt an Farbtönen und Effekten in verschiedenen Oberflächen- und Glanzausprägungen aus. Als Allround-Beschichtungspulver eignen sie sich besonders für effiziente und prozessoptimierte Anwendungen auf metallischen Bauteilen im Innen- und Außenbereich und sind auch für Fassaden geeignet.

Eigenschaften

Standard-Fassadenqualität

Niedrigtemperatur-System für kürzere Einbrennzeiten, höhere Produktionskapazität sowie reduzierte Energiekosten

Weites Einbrennfenster für hohe Prozesssicherheit und konsistente, stabile Qualität

Vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten mit zahlreichen RAL-Farben und Oberflächenstrukturen (matt, seidenglänzend, feinstrukturiert)

Effektpulverbeschichtungen auf Basis der innovativen IGP-Effectives-Technologie

Zulassungen: QUALICOAT Klasse 1, GSB Florida 1, EPD gemäß EN 15804+A2

Geeignete Untergründe: Aluminium, Stahl und verzinkter Stahl

Vorbehandlung je nach Untergrund und gefordertem Korrosionsschutz.

Serie IGP-HWFclassic 59

Eignung und Einsatz

Die Serie IGP-HWFclassic 59 ist eine hochwetterfeste Pulverbeschichtung für den dauerhaften Schutz von Fassaden vor Umwelt- und Klimaeinflüssen. Durch ihre Wetterresistenz und Robustheit eignet sie sich besonders für anspruchsvolle Fassadenanwendungen mit hohen Anforderungen an die mechanische Haltbarkeit während Handhabung und Montage und reduziert sichtbare Abnutzung deutlich. Mit der infrarotoptimierten Variante Reflect lässt sich die Oberflächenerwärmung durch Sonneneinstrahlung um bis zu 20 % senken.

Eigenschaften

Hochwetterfeste Fassadenqualität

Robuste, kratzfeste Oberfläche

Optional mit Clean Effekt durch IGP-DURAclean für einfache Reinigung und reduzierten Pflegeaufwand

Einbrennen bereits ab 170 °C

Vielfältige Designoptionen (Uni-Farben, Perlglanzvarianten, Metalleffekte in verschiedenen Glanzgraden)

Zulassungen: QUALICOAT Klasse 2, teilweise GSB Florida 3, AAMA 2604-13 Prüfbericht, EPD gemäß EN 15804+A2

Gelistet im DGNB Navigator (Registrierungscode XUPG6A)

Geeignete Untergründe: Aluminium, Stahl und verzinkter Stahl

Vorbehandlung je nach Untergrund und gefordertem Korrosionsschutz.

Serie IGP-DURA®xal 42

Eignung und Einsatz

Die Serie IGP-DURA®xal 42 ist eine hochwetterbeständige Pulverbeschichtung, die sich durch samtigmatte Premium-Oberflächen auszeichnet. Dank ihrer Mikrostruktur erzeugt sie das authentische Erscheinungsbild von matt eloxiertem Aluminium und eignet sich damit besonders für anspruchsvolle Architektur- und High-End-Designprojekte. Das eingesetzte Bindemittelsystem sorgt für sehr gute Glanzbeständigkeit, gute Verlaufseigenschaften sowie zuverlässige Chemikalienbeständigkeit und gewährleistet langlebige, elegante Fassadenlösungen.

Eigenschaften

Hochwetterfeste Fassadenqualität

Einzigartige Oberflächenstruktur mit authentischer Optik von matt eloxiertem Aluminium (anodischer Glanz)

Robuste Oberfläche mit hoher Beständigkeit gegen mechanische Einwirkungen

Geringe Fingerabdruckempfindlichkeit

Clean Effekt durch IGP-DURAclean für einfache Reinigung und reduzierten Pflegeaufwand

Optional mit Clean Effekt durch IGP-DURAclean für einfache Reinigung und reduzierten Pflegeaufwand

Zulassungen: QUALICOAT Klasse 2, AAMA 2604-13 Prüfbericht, EPD gemäß EN 15804+A2

Geeignete Untergründe: Aluminium, Stahl und verzinkter Stahl

Vorbehandlung je nach Untergrund und gefordertem Korrosionsschutz.

Serie IGP-HWFsuperior 57

Eignung und Einsatz

Die Serie IGP-HWFsuperior 57 umfasst hochwetterfeste Pulverbeschichtungen, die sich durch eine deutlich verbesserte Wetterbeständigkeit im Vergleich zu herkömmlichen hochwetterfesten Fassadenbeschichtungen auszeichnen. Die verbesserte Alterungsbeständigkeit gewährleistet Farbstabilität und einen langen Glanzerhalt – für dauerhafte Ästhetik und zuverlässigen Oberflächenschutz. Damit eignet sich die Serie ideal für pulverbeschichtete Flächen, die extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt sind.

Eigenschaften

Hochwetterfeste Fassadenqualität

Hochwetterfest-PLUS-Formulierung mit Witterungsbeständigkeit auch unter extremen klimatischen Bedingungen

Außergewöhnliche Oberflächenqualität mit gleichmäßigem Verlauf, hoher Abriebfestigkeit und bloomingfreier Anwendung

Optional mit Clean Effekt durch IGP-DURAclean für einfache Reinigung und reduzierten Pflegeaufwand

PFAS-freies Bindemittelsystem – ideal für Projekte mit besonderen Anforderungen

Zulassungen: QUALICOAT Klasse 2, GSB Florida 5, AAMA 2604-13 Prüfbericht

Geeignete Untergründe: Aluminium, Stahl und verzinkter Stahl

Vorbehandlung je nach Untergrund und gefordertem Korrosionsschutz.

Serie IGP-DURA®sky 95

Eignung und Einsatz

Die Serie IGP-DURA®sky 95 ist eine extrem witterungsbeständige Premium-Pulverbeschichtung auf Fluoropolymerbasis, entwickelt für den langanhaltenden Schutz hochwertiger architektonischer Oberflächen. Die Formulierung ist auf maximale Lebensdauer ausgelegt und widersteht selbst extremen klimatischen Belastungen wie intensiver UV-Strahlung, abrasiver Beanspruchung und salzhaltiger Luft in maritimen Umgebungen. Damit eignet sich die Serie ideal für anspruchsvolle Fassadenprojekte mit höchsten Anforderungen an Langlebigkeit und dauerhafte Ästhetik.

Eigenschaften

Ultra-hochwetterfeste Fassadenqualität

Extrem witterungsbeständige Fluoropolymer-Formulierung

Langlebige matte Oberflächen mit hoher Beständigkeit gegen abrasive und mechanische Beanspruchung

Optional mit Clean Effekt durch IGP-DURAclean für einfache Reinigung und reduzierten Pflegeaufwand

Wirksamer Anti-Graffiti-Schutz dank hoher Beständigkeit gegen aggressive, lösungsmittelbasierte Anti-Graffiti-Reiniger

Gute Haftung auf chromfreien Vorbehandlungen

Langfristige Sicherheit mit Garantien von bis zu 25 Jahren

Zulassungen: QUALICOAT Klasse 3, AAMA 2605-20 Prüfbericht, EPD gemäß EN 15804+A2

Geeignete Untergründe: Aluminium, Stahl und verzinkter Stahl

Vorbehandlung je nach Untergrund und gefordertem Korrosionsschutz.

Service

IGP-ANALYZEit Reflect Rechner

Das Online-Tool ermöglicht den direkten Vergleich der TSR-Werte (Total Solar Reflectance) zwischen der IGP-HWFclassic 59 Reflect Technologie mit erhöhtem Reflexionsvermögen und der herkömmlich pigmentierten Produktvariante. Zusätzlich berechnet es die zu erwartende Oberflächentemperatur unter Sonneneinstrahlung zur Bewertung des thermischen Optimierungspotenzials.

Planungsfragen kompakt

Wie wird die geeignete Beschichtung für Aluminiumfassaden in korrosiven Umgebungen ausgewählt?

Die Auswahl richtet sich nach Standort, Feuchte- und Chloridbelastung sowie der gewünschten Lebensdauer. Für Küsten, Industriegebiete und Schwimmbäder sind eine qualifizierte Vorbehandlung, geschützte Schnittkanten und je nach Exposition ein abgestimmter zweischichtiger Pulveraufbau vorzusehen; die aktuelle Qualicoat-Spezifikation ist zu prüfen.

Welche Beschichtungsqualität ist für welche Fassadenbeanspruchung geeignet und wie wird sie ausgeschrieben?

Für übliche Außenbeanspruchung ist Qualicoat Klasse 1, für erhöhte Witterungs- und Farbtonbeständigkeit Klasse 2 und für höchste Anforderungen Klasse 3 geeignet. Ausschreibungen sollten produktneutral die geforderte Qualicoat- oder GSB-Leistung festlegen; Herstellerbezeichnungen wie „hoch-wetterfest“ sind keine normativen Klassen.

Was ist bei PFAS-freien Pulverbeschichtungen und Umweltdeklarationen zu beachten?

PFAS-Freiheit, EPDs und die erforderliche Witterungsbeständigkeit sind früh als projektspezifische Anforderungen festzulegen und durch aktuelle Hersteller- oder Produktnachweise zu belegen. Eine höhere Beschichtungsklasse ist nicht automatisch erforderlich; maßgeblich sind Standort, Nutzung, Lebensdauerziel und die Vorgaben des Bauherrn oder Bewertungssystems.

Wie lässt sich ein einheitlicher Farbton bei mehreren Beschichtern und Effektoberflächen sicherstellen?

Ein freigegebenes Referenzmuster, abgestimmte Pulverchargen, identische Applikationsparameter und eine möglichst einheitliche Beschichtungskette reduzieren Farb-, Glanz- und Strukturdifferenzen. Für Effektoberflächen sind zusätzlich Applikationsrichtung, zulässige Farbtoleranzen und die visuelle Abnahme vor der Ausschreibung festzulegen.

Welche Vorbehandlung, Schichtdicke und Prüfungen sind für eine dauerhafte Pulverbeschichtung erforderlich?

Dauerhaftigkeit setzt eine zum Untergrund und Pulver abgestimmte Vorbehandlung, die geforderte Mindestschichtdicke sowie einen qualifizierten Beschichtungsbetrieb voraus. Bei Qualicoat- oder GSB-Ausschreibungen sollten zugelassene Materialien und Betriebe sowie Prüfungen von Schichtdicke, Haftung und Aushärtung ausdrücklich gefordert werden.

Was ist bei pulverbeschichtetem Stahl und feuerverzinkten Bauteilen zu beachten?

Bei Duplex-Systemen aus Feuerverzinkung und Pulverbeschichtung müssen Verzinkung, Oberflächenvorbereitung, Vorbehandlung und Pulveraufbau aufeinander abgestimmt sein. Verzinkungsgerechte Konstruktionen, entgratete Kanten und die frühzeitige Abstimmung zwischen Verzinkerei und Beschichter vermeiden Ausgasungen, Blasen und Haftungsprobleme; relevant sind unter anderem DIN EN ISO 1461 und DIN 55633.

Welche Rolle spielt die Einbrenntemperatur bei thermisch getrennten oder zusammengesetzten Bauteilen?

Entscheidend ist die Temperatur am Bauteil, nicht allein die Ofentemperatur. Vor der Ausschreibung sind die zulässigen Temperaturgrenzen von Profilen, Dichtungen und Verbundteilen mit dem Beschichter abzustimmen; ein Niedrigtemperatursystem kann den Verarbeitungsbereich erweitern, muss aber vollständig aushärten.

Was ist bei dunklen Beschichtungen und der thermischen Ausdehnung von Fassadenbauteilen zu beachten?

Dunkle Oberflächen können sich unter Sonneneinstrahlung stark erwärmen und dadurch Längenänderungen, Verformungen sowie erhöhte Beanspruchungen an Fugen und Befestigungen verursachen. Bewegungsfugen, Gleitpunkte, Blechdicken und Befestigungen sind objektspezifisch zu bemessen; reflektierende Pigmente können die Aufheizung je nach Farbton reduzieren.

Wie werden Beschädigungen und Schnittkanten an pulverbeschichteten Bauteilen behandelt?

Schnittkanten sollten möglichst werkseitig gefertigt und beschichtet werden; bei bauseitigem Ablängen sind geeigneter Kantenschutz und abgestimmte Reparaturlacke vorzusehen. Beschädigungen müssen nach Hersteller- oder Beschichtervorgaben dokumentiert und ausgeführt werden, da Reparaturen insbesondere bei Effekt- und Strukturoberflächen die Abnahme und Garantie beeinflussen können.

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