System 700 von HEWI umfasst Halte- und Stützsysteme sowie Sanitär-Accessoires aus Polyamid für WC, Dusche und Waschtisch. Das Sortiment unterstützt die barrierefreie Ausstattung von Hotel-, Klinik- und Pflegebädern mit variabel positionierbaren und teilweise nachrüstbaren Komponenten.

System 700

Hochglänzendes Polyamid

System 700 ist ein Sanitärsystem aus hochglänzendem Polyamid für die Ausstattung von WC-, Dusch- und Waschtischbereichen. Es kombiniert Halte- und Stützelemente mit Sanitär-Accessoires in einer einheitlichen Formensprache aus Rundrohr und flachen Stützen. Einsatzbereiche sind barrierefreie Bäder in Hotels, Kliniken, Pflegeeinrichtungen sowie vergleichbare Sanierungs- und Neubauprojekte.

Produktübersicht

Produktbereich

Produkte und Funktionen

WC

Stützklappgriffe in offener Form oder mit Rundbogen, Rückenstützen, WC-Papierrollenhalter mit Ablage, Bürstengarnituren

Dusche

Duschhandläufe, Winkelgriffe, Brausehalterstangen, mobile und automatische Brausehalter, frei positionierbare Duschkörbe

Waschtisch und Sanitärraum

Hakenleisten, Ablagen und weitere Accessoires für Ordnung und Erreichbarkeit

Ergänzende Funktionen

Integrierbare WC-Spülauslösung und frei belegbare Funktionstaste bei ausgewählten Stützklappgriffen

Accessoires für WC, Dusche und Waschtisch

Das Sortiment umfasst Accessoires für Ablage, Aufbewahrung und Nutzungskomfort. Dazu gehören unter anderem WC-Papierrollenhalter mit Ablagefläche, Duschkörbe, Hakenleisten und WC-Bürstengarnituren. Der Duschkorb wird über eine Schellenbefestigung montiert und kann nachträglich in der Höhe versetzt werden.

Die WC-Bürstengarnitur verfügt über einen verlängerten Stiel und einen kontrastierenden Ergonomiegriff. Herausnehmbare Behältereinsätze erleichtern die Reinigung. Die reduzierte Konstruktion mit wenigen Bauteilen und Fügestellen unterstützt zudem die regelmäßige Reinigung in Sanitärbereichen mit hohen hygienischen Anforderungen.

Halte- und Stützsysteme für barrierefreie Sanitärbereiche

Die Halte- und Stützelemente unterstützen sichere Bewegungsabläufe und Transfers im WC- und Duschbereich. Stützklappgriffe stehen in unterschiedlichen Formen und Längen zur Verfügung, um die Ausstattung an Platzverhältnisse und Nutzungsszenarien anzupassen. Für einzelne Ausführungen sind integrierte Bedienelemente für die WC-Spülung oder weitere Funktionen vorgesehen.

Duschhandläufe, Winkelgriffe und Brausehalterstangen ergänzen die Ausstattung im Duschbereich. Mobile Brausehalter können auf horizontalen Duschhandläufen oder Winkelgriffen positioniert werden. Automatik-Brausehalter sind stufenlos höhenverstellbar und drehbar.

Gestaltung und Systemintegration

Das System ermöglicht eine durchgängige Ausstattung über verschiedene Funktionsbereiche des Sanitärraums hinweg. Verfügbar sind neutrale Farbtöne sowie ausgewählte kräftigere Farben und Bicolor-Ausführungen. Dadurch lassen sich Halte- und Stützelemente entweder zurückhaltend in das Raumkonzept integrieren oder zur besseren Orientierung kontrastierend absetzen.

Für Modernisierungen können je nach Bestand vorhandene Bohrpunkte weitergenutzt werden. Die wiederkehrenden Konstruktionsprinzipien und Komponenten unterstützen eine einheitliche Planung von Neubau und Sanierung.

Planungsfragen kompakt

Welche Montagemaße gelten für Stützklappgriffe am WC?

Nach DIN 18040-1 und DIN 18040-2 R sind beidseitige Stützklappgriffe mit 65–70 cm lichtem Abstand, 28 cm über der tatsächlich eingebauten WC-Sitzhöhe und mindestens 15 cm Überstand über die Beckenvorderkante zu planen. Eine Rückenstütze ist zusätzlich vorzusehen; der WC-Deckel ersetzt sie nicht.

Wie werden Duschhandlauf, Brausehalter und Klappsitz im Duschbereich angeordnet?

Ein waagerechter Duschhandlauf wird in der Regel mit etwa 85 cm Achshöhe geplant; bei einem Duschsitz sind 46–48 cm Sitzhöhe sowie beidseitige Stützklappgriffe 28 cm über der Sitzfläche und mit 65–70 cm Abstand zu berücksichtigen. Bewegungsflächen, Brausehalter und gegebenenfalls der Notruf sind gemeinsam zu koordinieren.

Wie wird die Nachrüstbarkeit von Haltegriffen bei Vorwandinstallationen sichergestellt?

Wände und Vorwandkonstruktionen sind nach DIN 18040-2 so auszubilden, dass Halte- und Stützgriffe nachträglich befestigt werden können. Verstärkungen oder geeignete Montageelemente sind vor dem Beplanken festzulegen und zu dokumentieren; für kabelgebundene Auslösungen sollte zusätzlich ein Leerrohr vorgesehen werden.

Welche Tragfähigkeit muss eine Wand für Stützklappgriffe aufweisen?

Die Wandbefestigung muss am vorderen Griffende eine Punktlast von 1 kN aufnehmen können; übliche Konsollasten leichter Trockenbauwände reichen dafür in der Regel nicht aus. Erforderlich sind geeignete UA-Profile, Traversen, Tragständer oder Einbauelemente sowie ein zum Untergrund passendes Befestigungssystem.

Wie werden Sanitäraccessoires in verfliesten Duschen befestigt, ohne die Abdichtung zu schwächen?

Durchdringungen von Fliese und Abdichtung sind vorab zu planen und mit geeigneten Dichtmanschetten, Dichtbändern oder systemgerechten Abdichtungen nach DIN 18534 auszuführen. Halte- und Stützgriffe müssen mechanisch in der tragfähigen Konstruktion befestigt werden; Klebe- oder Saugnapflösungen ersetzen keine dauerhaft belastbare Montage.

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