Produktinformation 6 von 16
Nachhaltige Eigenschaften und zutreffende UN-Klimaziele zur Produktinformation
Nachhaltig, weil... Wohngesund Ressourcenschonend, Umweltschonend eco-INSTITUT-Label
LANXESS Anhydritbinder CAB 30 nach DIN EN 13454 zur Herstellung von konventionellem Calciumsulfatestrich (CA) oder Fließestrich als Baustellenmischung oder als Fertigmischung aus Silosystemen. Diverse Zusatzmittel für Calciumsulfat- und Zementestriche zur Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften, Reduzierung des Wasserbedarfes, Trocknungsbeschleunigung und Steigerung der Estrichfestigkeiten.

Eigenschaften und Anwendungen von Calciumsulfatestrichen

Konventionelle Calciumsulfatestriche und Calciumsulfat-Fließestriche

LANXESS Anhydritbinder (Calciumsulfatbinder CAB 30) ist ein genormtes Bindemittel auf Basis von Anhydrit (Calciumsulfat) zur Herstellung von konventionellen Calciumsulfat- und Calciumsulfat-Fließestrichen nach DIN 18560. Synthetischer Calciumsulfatbinder CAB 30 ist aus ökologischer Sicht einer der Baustoffe, der mit geringstem Energieaufwand hergestellt wird, und ist somit ein wichtiger Rohstoff, der unsere Umweltressourcen schont. Umfangreiche Eigen- und Fremdüberwachung (Materialprüfungsamt NRW) garantiert die Einhaltung der Anforderungen der DIN EN 13454 für Calciumsulfatbinder.

LANXESS Anhydritbinder ist geeignet zur Herstellung von Verbundestrichen, Estrichen auf Trenn- und Dämmschichten sowie Heizestrichen nach DIN 18560. Das Bindemittel aus dem Hause LANXESS ist als Sackware für die Verlegung von Baustellenestrichen und als Siloware für Calciumsulfatestriche und Calciumsulfat-Fließestriche aus Fahrmischer- , Mixmobilen und Silosystemen lieferbar.

Umweltschonend und unbedenklich zu verarbeiten

Bei der Herstellung von LANXESS Anhydritbinder CAB 30 wird keine Energie zum Calcinieren des Materials aufgewendet (bei der Herstellung von z.B. Zementklinker ist eine Brenntemperatur von ca. 1.450 °C erforderlich). Calciumsulfatbinder CAB 30 werden bei der Herstellung keine zusätzlichen Stoffe wie Schlacken, Aschen oder sonstige Entsorgungsprodukte beigemischt.

Der LANXESS Anhydritbinder ist bevorzugt mit LANXESS Zusatzmitteln zu verarbeiten.

Beitrag zu wohngesundem und VOC-armem Bauen

Estriche auf Basis von LANXESS Anhydritbinder geben weitaus weniger flüchtige organische Verbindungen (VOC) ab, als nach den strengen Vorgaben des »Ausschusses zur Gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten« (AgBB) gefordert wird, und sind somit uneingeschränkt als Bauprodukte für die Verwendung in Innenräumen geeignet. Weiterhin wurden die LANXESS Anhydritbinder nach der belgischen und der französischen Emmisionsverordnung geprüft und erfüllten alle Anforderungen.

Label zur Bewertung der Innenraumluftqualität mit grafischen Symbolen und Farbcodes

Französische Auszeichnung „Emissions dans l‘air intérieur A+“

Logo des Eco Instituts mit dem Hinweis auf getestete Produkte und einer ID-Nummer

Das "eco-Label“ vom eco Institut bestätigt die Einhaltung scharfer Grenzwerte.

Logo des Materialprüfungsamts Nordrhein-Westfalen mit ovalem Design und Prüfnummer

Geprüfte Materialqualität

Besonderheiten Calciumsulfatestriche auf Basis von LANXESS Anhydritbinder CAB 30

Großflächig fugenlose Verlegung

Calciumsulfatestriche können großflächig fugenlos verlegt werden (Ausnahmen siehe DIN 18560-2).

Bauwerksfugen müssen im Estrich übernommen werden. Randfugen werden entsprechend der jeweiligen Estrichkonstruktion gem. DIN 18560 ausgebildet.

Keine Randverformungen

Im Vergleich zu Zementestrichen treten bei Calciumsulfatestrichen keine Randverformungen auf.

Kein Höhenversatz im Fugenbereich

Verwölbungen und Absenkungen in den Fugenbereichen sind bei Zementestrichen unvermeidbar. Diese Effekte treten bei Calciumsulfatestrichen auf Basis von Calciumsulfatbinder CAB 30 nicht auf.

Frühes Aufheizen bei Heizestrich

Das Funktionsheizen nach Aufheizprotokoll ist bei Calciumsulfatestrichen bereits ab dem 7. Tag nach der Estrichverlegung möglich. Bei Einsatz des Trocknungsbeschleunigers Mebofix® pro kann bereits ab dem 3. Tag mit dem Aufheizen eines Heizestrichs begonnen werden. Bei Zementestrichen dürfen Fußbodenheizungen frühestens am 21. Tag nach der Estrichverlegung in Betrieb genommen werden. Hierdurch ist gegenüber zementgebundenen Estrichen eine Zeitersparnis von 14 -18 Tagen möglich.

Keine Bewehrung

Calciumsulfatestriche werden grundsätzlich ohne Bewehrungen eingebaut. Bewehrungen in Form von Stahlmatten oder Fasern (Kunstoff-, Stahl- oder Glasfasern) bringen keinen technischen Nutzen und sind daher nicht erforderlich.

Kein Schleifen

Ein produktspezifisches An-/Abschleifen durch den Estrichleger (Entfernen von Gieß- oder Kalkhäutchen) wie bei einem Calciumsulfat-Fließestrich ist nicht erforderlich. Der vor der Belagsverlegung erforderliche „Reinigungsschliff“ ist, wie bei jedem anderen Estrich auch, vom Belagsverleger vorzunehmen.

Geringes Schwind- und Quellverhalten

Das Schwind- und Quellmaß von Calciumsulfatestrichen auf Basis von LANXESS Anhydritbinder CAB 30 ist vernachlässigbar gering (< 0,1 mm/m).

Das Schwind- und Quellmaß von Calciumsulfatestrichen auf Basis von LANXESS Anhydritbinder CAB 30 ist vernachlässigbar gering (< 0,1 mm/m).

Hohe Festigkeiten

Schnelles Abbinden und Erhärten verleiht Calciumsulfatestrich mit LANXESS Anhydritbinder CAB 30 hohe Frühfestigkeiten, so dass diese unter normalen Baustellenbedingungen bereits nach 3 Tagen begehbar und nach 7 Tagen belastbar sind.

Schnelles Austrocknungsverhalten

Durch die günstige Porenstruktur der Calciumsulfatestriche wird ein schneller Trocknungsfortschritt erreicht. Selbst bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 % trocknen Calciumsulfatestriche immer noch. Bei Zementestrichen kommt der Trocknungsprozess bei dieser Luftfeuchtigkeit zum Stillstand.

Frühzeitige künstliche Trocknung möglich

Calciumsulfatestriche können vom Zeitpunkt der Begehbarkeit an schadensfrei technisch getrocknet werden. Hierbei kommen Bautrocknungsgeräte in Form von Kondensationstrocknern zum Einsatz. Bauverzögerungen durch Vorgewerke lassen sich wieder aufholen.

Calciumsulfatestriche auf der Basis von LANXESS Anhydritbinder CAB 30 lassen sich mit den speziell abgestimmten LANXESS Estrichzusatzmitteln hinsichtlich der Verarbeitungs- und Anwendungseigenschaften an die konkreten Baustellenanforderungen anpassen.

Planungsfragen kompakt

Kann Calciumsulfatestrich in Bädern und anderen Feuchträumen eingesetzt werden?

Calciumsulfatestrich ist primär für trockene Innenbereiche geeignet. In häuslichen Bädern ist er einsetzbar, wenn Abdichtung, Wasserbeanspruchung und Belagssystem abgestimmt sind. Für dauerhafte Nässe oder gewerbliche Nassbereiche ist er meist ungeeignet. Die Beanspruchungsklasse und Abdichtung müssen den Regeln der Technik entsprechen.

Wann gilt Calciumsulfatestrich als belegreif?

Calciumsulfatestrich ist belegreif, wenn die zulässige Restfeuchte messtechnisch über eine CM-Messung nachgewiesen wurde. Typische Werte liegen bei ≤ 0,5 CM-% unbeheizt und ≤ 0,3 CM-% beheizt. Kalenderdaten sind für die Freigabe unzureichend.

Wie werden Funktionsheizen und Belegreifheizen bei Calciumsulfat-Heizestrichen richtig geplant?

Funktionsheizen überprüft die Heizungsfunktion und beansprucht den Estrich kontrolliert, während Belegreifheizen der Austrocknung dient. Beide Vorgänge müssen getrennt geplant und dokumentiert werden. Der Heizbeginn hängt von Bindersystem, Zusatzmitteln und Schichtdicke ab und ersetzt keine Restfeuchtemessung.

Bedeutet die geringe Schwindung, dass auf Bewegungs- und Randfugen weitgehend verzichtet werden kann?

Nein, Bauwerks- und Bewegungsfugen müssen geplant und Randfugen sind zwingend erforderlich. Die geringe Schwindung erlaubt größere Feldgrößen, ersetzt aber keine Fugenplanung, die von Raumgeometrie, Heizkreisen und Belagskonzept abhängt.

Ist bei Calciumsulfatestrich Schleifen vor der Belagsverlegung entbehrlich?

Bei Calciumsulfat-Fließestrichen muss die Sinterhaut in der Regel entfernt werden. Bei konventionellen Estrichen kann ein spezieller Vorbehandlungsschliff entfallen, jedoch ist oft eine Untergrundvorbereitung erforderlich, um Sauberkeit und Haftung zu gewährleisten.

Wann sind Estrichzusatzmittel oder Trocknungsbeschleuniger technisch sinnvoll?

Zusatzmittel optimieren Verarbeitbarkeit, Festigkeit und Trocknung, sind aber nur sinnvoll in abgestimmten Systemen. Sie ersetzen keine Feuchtemessung und erfordern eine genaue Dosierung. Unsachgemäße Anwendungen erhöhen das Risiko von Schäden.

Worauf kommt es an der Schnittstelle zwischen Calciumsulfatestrich und Bodenbelag besonders an?

Entscheidend sind Restfeuchte, Oberflächenfestigkeit, Saugfähigkeit, Rissfreiheit und geeignete Grundierung. Anforderungen variieren je nach Belag. Bei Heizestrichen sind Aufheizprotokoll und Freigabe zwingend zu prüfen. Verantwortlichkeiten sollten in der Ausschreibung klar geregelt sein.

Was ist bei der Erstellung von Ausschreibungstexten für Calciumsulfatestriche zu beachten?

Ausschreibungstexte sollten klare Angaben zu Estrichtyp, Nenndicke, Fugenplanung, Zusatzmitteln, Oberflächenvorbereitung und Feuchtemessung enthalten. Schnittstellen wie Abdichtung, Belagsfreigabe und Verantwortlichkeiten müssen präzise geregelt sein.

Geprüfte Hersteller-Ausschreibungstexte von LANXESS

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