Produktinformation 14 von 24
Zementbauplatten für Wände: fermacell® Powerpanel H2O für den Einsatz in hochbeanspruchten Feuchtebereichen an Wand und Decke.

Zementbauplatte Powerpanel H2O

Powerpanel H2O

Für alle wasser- und witterungsrelevanten Konstruktionen benötigen Sie nun nur noch eine Platte. fermacell® Powerpanel H2O macht alles mit – im Innen- und Außenbereich.

fermacell® Powerpanel H2O ist eine zementgebundene Leichtbeton-Bauplatte mit Sandwichstruktur und beidseitiger Deckschichtarmierung aus alkaliresistentem Glasgittergewebe.

Einsatzbereiche

Innenbereich:

häusliche Feuchträume (Bäder, Duschen)

öffentliche Nassräume (Schwimmbäder, Sanitärräume, Wellnessbereiche)

gewerbliche Bereiche (z. B. Molkereien, Brauereien, Großküchen)

Außenbereich:

Unterdecken

Vorgehängte hinterlüftete Fassade

Oberfläche

Sichtseite: schalungsglatte Sichtbetonoberfläche mit Stempelung

Rückseite: leicht gewellt bzw. zur Kalibrierung angeschliffen

Farbe: zementgrau

Beschichtung

Perfekter Untergrund für Flächenspachtelungen, Farbbeschichtungen, Fliesen, Putze usw.

Verwendbarkeitsnachweise

Mit der Europäisch Technischen Zulassung ETA-07/0087 ist die Eignung der fermacell® Powerpanel H2O als Bauplatte für nicht tragende innere Trennwände, als Bekleidung von Bauteilen im Innen- und Außenbereich, als Putzträgerplatte für Fassaden sowie für abgehängte Decken nachgewiesen. Ergänzende nationale Regelungen sind zu beachten.

Darüber hinaus liegt mit der Steuerradzulassung der Nachweis für den Einsatz in Seeschiffen vor.

Technische Daten

Kennwerte

Rohdichte pK

ca. 1000 kg/m³

Flächengewicht

ca. 13 kg/m²

Ausgleichsfeuchte bei Raumklima

ca. 5 %

Wärmedurchlasswiderstand R10, tr (nach DIN 12664)

0,07 m²K/W

Spezifische Wärmekapazität cp

1000 J/kgK

Biegefestigkeit

≥ 6,0 N/m²

E-Modul Biegung

ca. 4200 N/mm²

Alkalität

ca. 10

rel. Längenänderung (nach EN 318)

0,15 mm/m (Zw. 30% und 65% rel. LF)

0,10 mm/m (Zw. 65% und 85% rel. LF)

Zulassungen

Bauaufsichtliche Zulassung

Z-31.4–181

Europäisch Technische Zulassung

ETA-07/0087

Baustoffklasse gemäß DIN EN 13501–1

nichtbrennbar, A1

IMO FTPC part 1

nichtbrennbar

Bauteilklassifizierung

national/europäisch

Maßtoleranzen bei Ausgleichsfeuchte für Standardplattenformate

Plattendicke

12,5 mm

Länge, Breite

± 1 mm

Diagonaldifferenz

≤ 2 mm

Dickentoleranz

± 0,5 mm

Formate in mm

Dicke 12,5 mm

 

Flächengewicht m²

 

12,5 kg

fermacell Powerpanel H2O

 

1000 x 1250

●

2000 x 1250

●

2600 x 1250

●

3010 x 1250

●

Planungsfragen kompakt

Wann ist eine zementgebundene Bauplatte im Nassbereich erforderlich?

Die Auswahl des Untergrunds richtet sich nach der Wassereinwirkungsklasse der jeweiligen Fläche, nicht allein nach dem Raum. In stärker beanspruchten Bereichen ab W2-I sind feuchteunempfindliche, systemgeeignete Untergründe erforderlich; für W3-I kommen insbesondere zementäre Bauplatten, Beton oder Zementestrich infrage. Maßgeblich ist DIN 18534-1.

Was ist bei zementgebundenen Bauplatten in hinterlüfteten Fassaden zu beachten?

Für den Einsatz als Putzträger ist ein Verwendbarkeitsnachweis für das konkrete Fassadensystem erforderlich. Achs- und Befestigungsabstände sind windlastabhängig zu bemessen; Plattenstöße, Gebäudefugen, Fugenarmierung, nichtrostende Befestigungsmittel und ein systemgeeigneter Putzaufbau sind nach dem jeweiligen Nachweis auszuführen.

Wann ist eine einlagige Beplankung unter Fliesen ausreichend?

Eine einlagige Beplankung ist möglich, wenn das geprüfte System die Anforderungen an Steifigkeit, Lasten, Schall- und Brandschutz erfüllt und die zulässigen Abstände der Unterkonstruktion eingehalten werden. Bei großformatigen oder schweren Fliesen sowie hohen Wänden kann eine zweilagige Beplankung mit versetzten Stößen erforderlich sein.

Wie werden Konsollasten in zementgebundenen Vorwänden eingeleitet?

Schwere Sanitärobjekte dürfen nicht allein über die Beplankung befestigt werden. Konsollasten sind über Tragständer, Verstärkungsprofile oder Hinterfütterungen in die Unterkonstruktion beziehungsweise den Rohbau einzuleiten; zulässige Lasten, Befestigungsmittel und die Zuständigkeit für Verstärkungen sind in der Ausschreibung festzulegen.

Entfällt bei zementgebundenen Bauplatten die Abdichtung im Nassbereich?

Nein, zementgebundene Bauplatten sind feuchteunempfindlich, aber nicht wasserdicht. Boden- und Wandflächen sind entsprechend ihrer Wassereinwirkung abzudichten; Plattenstöße, Anschlüsse und Durchdringungen benötigen systemgeprüfte Bänder, Manschetten und Abdichtungsstoffe nach DIN 18534.

Welcher Korrosionsschutz ist für die Unterkonstruktion im Nassraum erforderlich?

Unterkonstruktion, Verbinder und Befestigungsmittel sind entsprechend der zu erwartenden Feuchte-, Kondensat- oder Chloridbelastung auszuwählen. Bei dauerhaft hoher Feuchte kann eine Standardverzinkung unzureichend sein; die Korrosivitätskategorie ist frühzeitig festzulegen und unterschiedliche Metalle sind durch geeignete Trennlagen zu entkoppeln.

Wie sind Plattenstöße unter einem Fliesenbelag auszubilden?

Plattenstöße sind nach Vorgabe des geprüften Systems dicht zu schließen, zu verkleben oder zu verspachteln und auf der Unterkonstruktion zu lagern. Kreuzfugen sind zu vermeiden; bei mehrlagiger Beplankung müssen die Stöße versetzt werden. Fugen-, Abdichtungs- und Klebersystem sind aufeinander abzustimmen.

Wo sind Bewegungsfugen in der Beplankung anzuordnen?

Bewegungsfugen des Bauwerks sind in der Bekleidung mit gleicher Bewegungsmöglichkeit zu übernehmen und im Fliesenbelag deckungsgleich fortzuführen. Zusätzliche Trennungen können bei langen Wandabschnitten, Holzunterkonstruktionen oder thermisch beanspruchten Bauteilen erforderlich sein; Lage und Ausbildung sind projektbezogen festzulegen.

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