Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Umbau und energetische Sanierung Verwaltungsgebäude 3

66386 St. Ingbert, Dudweilerstraße 80

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: SCHAUS DECKER ARCHITEKTEN GMBH

Ansicht Straße_fertiggestellt - Umbau und energetische Sanierung Verwaltungsgebäude 3

© bh_schaus-decker

Ansicht Straße_Betand - Umbau und energetische Sanierung Verwaltungsgebäude 3

© bh_schaus-decker

Ansicht Straße_Abbruch - Umbau und energetische Sanierung Verwaltungsgebäude 3

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Ansicht Straße_fertig entkernt - Umbau und energetische Sanierung Verwaltungsgebäude 3

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Ansicht Eingang_fertiggestellt1 - Umbau und energetische Sanierung Verwaltungsgebäude 3

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Ansicht Eingang_fertiggestellt2 - Umbau und energetische Sanierung Verwaltungsgebäude 3

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Ansicht Eingang_Bestand - Umbau und energetische Sanierung Verwaltungsgebäude 3

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Ansicht Eingang_Abbruch - Umbau und energetische Sanierung Verwaltungsgebäude 3

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Ansicht Eingang_fertig entkernt - Umbau und energetische Sanierung Verwaltungsgebäude 3

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Ansicht Gebäuderückseite - Umbau und energetische Sanierung Verwaltungsgebäude 3

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Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: SCHAUS DECKER ARCHITEKTEN GMBH

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Dudweilerstraße 80, 66386 St. Ingbert, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

04.2023

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

SCHAUS DECKER ARCHITEKTEN GMBH

Schlachthofstr. 11a

66280 Sulzbach

Deutschland

Tel. +49 6897 923970

architekten@schaus.de

Bauherr

Peter Gross Hochbau GmbH & Co.KG

Dudweilerstr. 80

66386 St. Ingbert

Deutschland

Tel. +49 6894 15300

website@gross-bau.de

Generalbauunternehmen

Peter Gross Hochbau GmbH & Co.KG

Dudweilerstr. 80

66386 St. Ingbert

Deutschland

Tel. +49 6894 15300

website@gross-bau.de

Verwendete Produkte

Schörghuber Spezialtüren

Holz-Innentüren

Peter Gross Fertigteilwerk

vorgehängte Fassade und Betonfertigteile

Gebäudedaten

Bauweise

Stahlbetonbau

Tragwerkskonstruktion

Stahlbeton

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

3.161 m³

 

Bruttogrundfläche

986 m²

 

Nutzfläche

745 m²

 

Verkehrsfläche

77 m²

Kosten

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

650.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Transformation eines Bestandsgebäudes der 1960er Jahre
Das Projekt umfasst die umfassende Sanierung und energetische Erneuerung eines Stahlbetongebäudes aus den 1960er Jahren. Ziel der Maßnahme war es, die vorhandene Gebäudesubstanz langfristig zu erhalten und gleichzeitig auf den aktuellen Stand der Technik hinsichtlich Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Nutzungsqualität zu bringen.
Die ursprüngliche Konstruktion bestand aus einem Stahlbetontragwerk mit vorgehängten Betonfertigteilfassaden. Im Zuge der Sanierung wurde das Gebäude bis auf seine konstruktiv wesentlichen Bestandteile zurückgebaut. Sämtliche Fassadenelemente wurden demontiert. Erhalten blieben neben den Stahlbetondecken und dem primären Tragwerk insbesondere die aussteifenden Bauteile des Gebäudes – die Treppenhauswände sowie eine zentrale Querwand –, die weiterhin die horizontale Aussteifung gewährleisten. Durch den konsequenten Erhalt der tragenden Struktur konnte ein erheblicher Teil der im Bestand gebundenen grauen Energie bewahrt und der Ressourcenverbrauch gegenüber einem Neubau deutlich reduziert werden.
Grundlage für die Planung bildete eine digitale Bestandserfassung mittels hochpräzisem 3D-Laserscanning. Auf dieser Basis konnte das vorhandene Tragwerk exakt vermessen und in ein digitales Gebäudemodell überführt werden. Die gewonnenen Daten ermöglichten die passgenaue Planung und Vorfertigung der neuen Fassadenelemente und schufen die Voraussetzung für eine wirtschaftliche und ressourcenschonende Umsetzung.
Die Gebäudehülle wurde vollständig erneuert. Zum Einsatz kamen hochwärmegedämmte Beton-Sandwichelemente, die die konstruktiven und gestalterischen Qualitäten der ursprünglichen Architektur zeitgemäß interpretieren. Die Fassadenelemente bestehen aus einer 18 cm starken tragenden Stahlbetonschale, einer 16 cm starken EPS-Kerndämmung sowie einer 8 cm starken Wetterschale aus Beton. Durch die werkseitige Vorfertigung konnten eine hohe Ausführungsqualität, kurze Montagezeiten und eine präzise Umsetzung sichergestellt werden.
Auch die Fassadengestaltung wurde neu interpretiert. An den Längsseiten des Gebäudes sorgen durchgehende Fensterbänder für eine großzügige Belichtung der Innenräume und verleihen dem Baukörper eine markante horizontale Gliederung. Die Stirnseiten wurden dagegen als klassische Lochfassaden ausgebildet, wodurch die ursprüngliche Gebäudestruktur ablesbar bleibt und ein ausgewogenes Fassadenbild entsteht.
Neben der baulichen Erneuerung wurde die gesamte technische Gebäudeausrüstung vollständig modernisiert. Sämtliche Anlagen der Heizungs-, Sanitär-, Elektro- und Informationstechnik wurden zurückgebaut und durch zukunftsfähige Systeme ersetzt. Das Gebäude wurde an die werkseigene Nahwärmeversorgung angeschlossen und profitiert dadurch von einer effizienten und nachhaltigen Wärmebereitstellung. Gleichzeitig wurden die elektrotechnischen Anlagen sowie die Infrastruktur für Datenverarbeitung und Kommunikation auf den neuesten Stand gebracht und für zukünftige Anforderungen ausgelegt.
Auch die Dachflächen wurden umfassend energetisch ertüchtigt. Das Flachdach erhielt einen vollständig erneuerten Dachaufbau nach aktuellem energetischem Standard. Ergänzend wurde eine Photovoltaikanlage installiert, die einen wesentlichen Beitrag zur Eigenstromversorgung leistet. Der erzeugte Solarstrom dient nicht nur der Deckung des Energiebedarfs des Gebäudes selbst, sondern unterstützt darüber hinaus die Energieversorgung des angrenzenden Firmengeländes. Damit wird das Gebäude zu einem aktiven Baustein der unternehmensinternen Energieinfrastruktur.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie Bestandsgebäude der Nachkriegsmoderne durch den Erhalt ihrer tragenden Struktur, ihrer Stahlbetondecken und wesentlicher Aussteifungselemente nachhaltig transformiert werden können. Statt Abriss und Neubau wurde ein ressourcenschonender Weg gewählt, der die vorhandene Bausubstanz konsequent weiterdenkt und mit moderner Fertigteiltechnologie, digitaler Planung und zeitgemäßer Gebäudetechnik verbindet.
Die Sanierung versteht sich damit als Beitrag zur Bauwende:​ Der Bestand wird nicht ersetzt, sondern weitergebaut. Durch die Verbindung von Bestandserhalt, digitaler Bestandserfassung, industrieller Vorfertigung, erneuerbarer Energieerzeugung und moderner Gebäudetechnik entstand ein zukunftsfähiges Gebäude, das die Potenziale vorhandener Bausubstanz konsequent nutzt und zugleich hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und architektonische Qualität erfüllt.

Beschreibung der Besonderheiten

Statt Abriss und Neubau setzt das Projekt auf die intelligente Weiterentwicklung des Bestands:​ Erhalt der Stahlbetonstruktur, digitale Bestandserfassung per 3D-Scan, neue vorgefertigte Beton-Sandwichfassaden sowie eine zukunftsfähige Energieversorgung durch Nahwärme und Photovoltaik. Ein Beispiel für ressourcenschonendes Weiterbauen.

Nachhaltigkeit

Das Sanierungskonzept basiert auf den Prinzipien „Erhalten statt Ersetzen“ und „Effizienz vor Technik“. Durch den weitgehenden Erhalt der Bestandskonstruktion, die hochgedämmte Gebäudehülle, moderne Anlagentechnik, LED-Beleuchtung sowie eine Photovoltaikanlage wurde der Energiebedarf nachhaltig reduziert und gleichzeitig graue Energie bewahrt. Das Konzept vereint Aspekte von Effizienz, Suffizienz und Ressourcenschonung und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Transformation des Gebäudebestands.

Schlagworte

Bauen im Bestand · Bauwende · Graue Energie · Bestandstransformation · 3D-Laserscanning · Vorfertigung · Beton-Sandwichfassade · Nachhaltiges Bauen · Photovoltaik · Bestand statt Neubau

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 100

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Fernwärme

Sonstige Heizenergie

 

Sekundärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

108,80 kWh/(m²a)

 

Heizenergieverbrauchswert

67,60 kWh/(m²a)

 

Stromverbrauchswert

22,70 kWh/(m²a)

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Heizung

94 %

 

Warmwasser

1 %

 

Beleuchtung

5 %

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Arbeitsplätze

41

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