Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
„Raum für Morgen“ – Revitalisierung der Speicherbauten im Rheinhafen Karlsruhe
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Ahmet Cavuslar
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Entwurfskonzept
Fertigstellungstermin
02.2026
Zeichnungen und Unterlagen
Gebäudedaten
Bauweise
Mauerwerksbau
Tragwerkskonstruktion
Stahl
Anzahl der Vollgeschosse
6- bis 10-geschossig
Beschreibung
Objektbeschreibung
Das städtebauliche Konzept basiert auf drei Strategien: Kulturachse, Mixed-Use-Nachverdichtung und klimaresiliente Freiräume. Im Süden bleiben die Bestandsbauten erhalten und werden behutsam transformiert. Entlang einer neuen Promenade entsteht eine Kulturachse durch die bestehenden Speicher- und Hafengebäude zieht. Die Hafenkante wird durch Nutzungen aus Forschung und Lehre ergänzt und als öffentlicher Wissens- und Innovationsort am Wasser erlebbar.
Nördlich entwickelt sich eine Blockrandstruktur mit gemischt genutzten Gebäuden. Aktivierte Erdgeschosse mit gemeinschaftlichen und gewerblichen Nutzungen beleben den öffentlichen Raum, während in den Obergeschossen vielfältige Wohnformen organisiert sind. Die Baukörper formen eine Abfolge von Wohnhöfen, die sich zum Wasser öffnen. Öffentliche Querverbindungen vernetzen das Quartier und führen als Gassen zur Promenade, wodurch eine Abfolge differenzierter Platzräume entsteht.
Die Freiraumstrategie stärkt die Aufenthaltsqualität durch eine durchgängige Rheinpromenade, öffentliche Plätze und großzügige Grünflächen. Diese fungieren zugleich als klimaresiliente Retentionsräume bei Starkregen und Verbessern durch Vegetationsstrukturen und Verschattung das Mikroklima. Ergänzend entstehen grüne Höfe und Pocket Parks als gemeinschaftliche Freiräume, die ein zusammenhängendes grün-blaues Netzwerk bilden.
Das Quartier folgt dem Prinzip der kurzen Wege und ist weitgehend autofrei. Mobilityhubs mit Parken, Sharing-Angeboten und E-Bike-Stationen bündeln den motorisierten Verkehr an den Rändern. Fuß- und Radwege entlang der Hauptachse und der Promenade bilden das Rückgrat der Erschließung. Neue Haltestellen binden das Gebiet an den öffentlichen Nahverkehr an und vernetzen es mit der Stadt.
Der Getreidespeicher wird behutsam umgenutzt und bleibt in seiner industriellen Erscheinung erhalten. Er vereint Ausstellungen, Veranstaltungen, Werkstätten und Ateliers. Das Erdgeschoss öffnet sich mit Café, Gastronomie und Markthalle zum öffentlichen Raum. Silos werden zu einem Rundgang-Erlebnis, der Maschinenturm beherbergt ein Museum. Atelier- und Arbeitsbereiche sowie Atelierwohnungen verbinden Produktion, Kultur und Wohnen vertikal.
Beschreibung der Besonderheiten
Nachhaltigkeit
Flexible Grundrisse und Lehmtrennwände in den Wohnbereichen stärken die räumliche Qualität und tragen zur natürlichen Feuchteregulierung bei. Ergänzend sichern Wärmepumpe, Flächenheizung und Photovoltaik auf den Dachflächen eine weitgehend regenerative Energieversorgung.
Schlagworte
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