Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen Julius-Kühn-Institut
69221 Dossenheim, Schwabenheimerstraße 101
Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Hotz + Architekten
Basisdaten zum Objekt
Lage des Objektes
Schwabenheimerstraße 101, 69221 Dossenheim, Deutschland
Objektkategorie
Objektart
Art der Baumaßnahme
Neubau
Fertigstellungstermin
12.2021
Zeichnungen und Unterlagen
Projektbeteiligte Firmen und Personen
Verwendete Produkte
Gebäudedaten
Bauweise
Stahlbetonbau
Tragwerkskonstruktion
Stahlbeton
Anzahl der Vollgeschosse
3- bis 5-geschossig
Raummaße und Flächen
Bruttorauminhalt
30.000 m³
Bruttogrundfläche
6.500 m²
Nutzfläche
4.100 m²
Lage und Umgebung
Beschreibung
Objektbeschreibung
Kommunikation, Austausch und gemeinsames Lernen
Mit dem Neubau des Büro- und Laborgebäudes erhält das Julius Kühn-Institut in Dossenheim ein gemeinsames Zentrum für die Institute Obst- und Weinbau sowie Biologischer Pflanzenschutz. Die Aufgabe bestand darin, hochspezialisierte Labor- und Forschungsbereiche unter einem Dach zu vereinen und gleichzeitig Räume für den wissenschaftlichen Austausch zu schaffen.
Der Entwurf organisiert das Gebäude in zwei parallel angeordnete Gebäudeflügel, die durch ein großzügiges Atrium miteinander verbunden werden. Während die Institute ihre funktionale Eigenständigkeit bewahren, entsteht in der Mitte ein gemeinsamer Ort der Begegnung und Kommunikation.
Das Atrium bildet das räumliche Herz des Gebäudes. Über mehrere Geschosse reichende Lufträume, kreisrunde Deckenöffnungen und großzügige Verglasungen schaffen Sichtbeziehungen zwischen den Ebenen und bringen Tageslicht tief in das Gebäudeinnere. Forschung wird sichtbar, Kommunikation gefördert und der wissenschaftliche Austausch räumlich unterstützt.
So verbindet das Gebäude funktionale Präzision mit einer offenen und identitätsstiftenden Architektur, die den Anforderungen eines modernen Forschungsstandorts gerecht wird.
Beschreibung der Besonderheiten
Laborgebäude sind häufig durch funktionale Anforderungen geprägt und führen zu einer starken Trennung einzelner Nutzergruppen. Das Julius Kühn-Institut verfolgt einen anderen Ansatz. Die beiden Institute bleiben organisatorisch eigenständig, werden jedoch über das zentrale Atrium räumlich miteinander vernetzt.
Das Atrium fungiert als kommunikativer Mittelpunkt des Hauses. Bibliothek, Lesebereiche, Aufenthaltszonen und informelle Treffpunkte fördern den interdisziplinären Austausch und schaffen Orte für spontane Begegnungen außerhalb der eigentlichen Arbeitsbereiche.
Die kreisförmigen Deckendurchbrüche verbinden die Geschosse visuell miteinander und erzeugen ein außergewöhnliches räumliches Erlebnis. Gleichzeitig ermöglichen sie eine intensive Tageslichtversorgung bis in die Gebäudemitte und stärken die Orientierung innerhalb des Hauses.
Die klare Gebäudestruktur gewährleistet kurze Wege zwischen Laboren, Büros und gemeinschaftlichen Einrichtungen. Transparenz, Sichtbeziehungen und Offenheit machen wissenschaftliche Arbeit sichtbar und fördern die Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Forschungsstandort.
Das Gebäude versteht sich damit nicht nur als Forschungsinfrastruktur, sondern als räumlicher Katalysator für Wissenstransfer, Zusammenarbeit und Innovation.
Auszeichnungen
1. Preis Wettbewerb Julius Kühn-Institut Dossenheim Auszeichnung des Entwurfs im Realisierungswettbewerb für die überzeugende Verbindung von Forschungsfunktion, Nutzeranforderungen und architektonischer Qualität.
BNB Zertifikat Silber
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