Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Ob dem Himmelreich

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: B KRAUS Z

Südansicht Haupthaus - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Südansicht Atelier - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Nordansicht Zugang - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Atelierfenster - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Atelier Luftraum - Ob dem Himmelreich

© Anonym

Atelier Kamin - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Atelier Erker - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Atelier Bar - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Verbindungsgang vorher - Ob dem Himmelreich

© Christian Gork

Verbindungsgang - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Detail Belichtung - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Haupteingang - Ob dem Himmelreich

© Anonym

Foyer vorher - Ob dem Himmelreich

© Christian Gork

Foyer zum Eingang - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Foyer Detail - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Foyer zum Wohnen - Ob dem Himmelreich

© Anonym

Esszimmer vorher - Ob dem Himmelreich

© Christian Gork

Esszimmer - Ob dem Himmelreich

© Anonym

Deckenvertäfelung - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Schwelle - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Wohnzimmer - Ob dem Himmelreich

© Anonym

Erker - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Küche - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Küche - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Badezimmer - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Badezimmer - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Wandbilder voher - Ob dem Himmelreich

© Christian Gork

Wandbilder gerahmt - Ob dem Himmelreich

© Anonym

Gartenansicht - Ob dem Himmelreich

© Marc Timo Berg

Modell - Ob dem Himmelreich

© Anonym

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: B KRAUS Z

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

72074 Tübingen, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

10.2022

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

B KRAUS Z

Schöneberger Ufer 71

10785 Berlin

Deutschland

Tel. +49 30 509316460

mail@bkrausz.com

Bauleitung (LPH 8)

AeDis AG für Planung, Restaurierung und Denkmalplege

Lerchenweg 21

73061 Ebersbach

Deutschland

Tel. +49 7163 9392780

info@aedis-denkmal.de

Fachplanung: Tragwerksplanung

Felix Mildner Tragwerksplanung

Lilli-Zapf-Straße 6

72072 Tübingen

Deutschland

info@ib-mildner.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

ebök GmbH

Schellingstr. 4/2

72072 Tübingen

Deutschland

Tel. +49 7071 93940

mail@eboek.de

Bauleistung: Tischler

Schreinerei HOCHADEL GmbH

Daimlerstr. 4

74912 Kirchardt

Deutschland

Tel. +49 7266 492

info@schreinerei-hochadel.de

Verwendete Produkte

LAUFEN

Sanitär-Keramik

Atelier Areti

Beleuchtung

Dalle Nogare Graniti & Marmi

Naturstein-Boden

FRATELLI FANTINI

Armaturen

Terrazzo Hess

Böden

Gebäudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

1.090 m²

 

Nutzfläche

810 m²

 

Wohnfläche

755 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die Villa Zundel von 1921 ist Teil des historischen Berghof-Ensembles „Ob dem Himmelreich“ in Tübingen-Lustnau. Nach einer zwischenzeitlichen Büronutzung wurde das Ensemble im Rahmen einer umfassenden Transformation wieder seiner ursprünglichen Nutzung als Wohn- und Atelierhaus zugeführt. Ergänzend entstanden in bislang anders genutzten Bereichen zwei eigenständige Wohnungen.
Ausgangspunkt war ein über Jahrzehnte hinweg mehrfach verändertes Gebäude, dessen historische Raum- und Nutzungsstrukturen teilweise überlagert worden waren. Ziel der Maßnahme war die behutsame Wiederannäherung an die räumlichen Qualitäten des Ursprungszustands, ohne die Spuren seiner Entwicklung zu negieren. In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege wurden spätere Einbauten überprüft, reversible Lösungen entwickelt und die historische Substanz restauratorisch begleitet gesichert. Die Transformation versteht den Bestand dabei als vielschichtige, über die Zeit gewachsene Struktur, deren unterschiedliche Zeitschichten erhalten, freigelegt und weitergeschrieben werden.
Das Gebäude ist als Massivbau mit tragenden Mauerwerkswänden, Holzbalkendecken und traditionellem Holzdachstuhl errichtet. Die bestehende Tragstruktur wurde weitgehend erhalten und lediglich punktuell ergänzt. Der Erhalt dieser konstruktiven Substanz bildete eine wesentliche Grundlage für die ressourcenschonende und zukunftsfähige Weiterentwicklung des Hauses.
Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf der Wiederherstellung und Stärkung der ursprünglichen Raumzusammenhänge. Im Atelier wurden spätere Einbauten zurückgebaut und die charakteristische Raumgeometrie wiederhergestellt. Im Wohnhaus blieb die historische Grundstruktur weitgehend erhalten und wurde durch wenige präzise Eingriffe ergänzt, um zeitgemäße Wohnformen zu ermöglichen. Die neuen Elemente folgen dabei nicht dem Prinzip der Rekonstruktion, sondern verstehen sich als eigenständige, klar ablesbare Ergänzungen.
Auch die Gebäudehülle wurde mit dem Ziel instand gesetzt, den Bestand langfristig zu erhalten und zugleich energetisch zu ertüchtigen. Die Fassaden aus Gönninger Kalktuff wurden restauriert und in ihrem Erscheinungsbild bewahrt. Historische Holzfenster konnten überwiegend erhalten und aufgearbeitet werden. Die Bestandsfenster wurden unter Wahrung ihrer ursprünglichen Konstruktion restauriert und – je nach Eignung der vorhandenen Rahmen – mit Isolierverglasungen energetisch verbessert. Nicht originale Bauteile wurden zurückgebaut oder durch neue Elemente ersetzt, die sich in Maßstab, Proportion und Materialität auf den Bestand beziehen. Die Dachsanierung erfolgte unter weitgehender Bewahrung der vorhandenen Konstruktion und Erscheinung.
Die neuen Einbauten entwickeln ihre Eigenständigkeit aus Materialität und Detail. Holz, Naturstein und textile Oberflächen greifen die Atmosphäre des Hauses auf, werden jedoch in einer zeitgenössischen Formensprache eingesetzt. Ein grauer Travertin wird dabei als Bekleidung verstanden und nicht als massiver Stein inszeniert; seine Anwendung macht die neue Schicht des Eingriffs bewusst lesbar. Ebenso verweist der robuste Edelstahl der Küche auf funktionale Arbeitsräume und setzt einen präzisen Kontrast zu den historischen Oberflächen. Die Gestaltung sucht weder die Angleichung an den Bestand noch den bewussten Bruch, sondern einen Dialog zwischen historischer Substanz und zeitgenössischer Nutzung.
Die Transformation der Villa Zundel folgt dem Verständnis des Bestands als vielschichtige, über die Zeit gewachsene Struktur. Historische Raumfolgen, Materialien und Ausstattungen wurden erhalten, freigelegt und präzise ergänzt. Neue Eingriffe orientieren sich nicht an einer Rekonstruktion des Ursprungszustands, sondern machen ihre Entstehungszeit bewusst sichtbar. So entsteht ein Haus, das Vergangenheit und Gegenwart nicht gegeneinander ausspielt, sondern beide als Teil einer kontinuierlichen Entwicklung begreift. Die Lesbarkeit dieser unterschiedlichen Zeitschichten bildet die Grundlage für die langfristige Weiterentwicklung und Aneignung des Ensembles.

Beschreibung der Besonderheiten

Die funktionale Organisation des Ensembles basiert auf der Wiederherstellung der ursprünglichen Wohn- und Ateliernutzung. Das Haupthaus wird über den nördlichen Eingang erschlossen; das bestehende Treppenhaus und ein an historischer Stelle wieder eingebauter Aufzug verbinden alle Geschosse und ermöglichen eine barrierearme Erschließung.
Durch gezielte Öffnungen zwischen Küche, Ess- und Wohnbereich wurden Wege verkürzt und die räumlichen Beziehungen innerhalb des Hauses gestärkt. Im Atelier konnten durch die Verlagerung von Nebenräumen in das Untergeschoss spätere Einbauten entfernt und der ursprüngliche, zusammenhängende Arbeitsraum wiederhergestellt werden. Die Neuordnung der Treppe stärkt die innere Verbindung der Ebenen.
Die Umnutzung der Flächen unter und über dem Atelier ermöglichte die Schaffung zusätzlicher Wohneinheiten mit eigenständiger Erschließung. Dadurch können die unterschiedlichen Nutzungen unabhängig voneinander organisiert werden, ohne die historische Struktur des Ensembles zu beeinträchtigen.

Nachhaltigkeit

Das Nachhaltigkeitskonzept basiert auf dem Erhalt und der Weiterentwicklung der vorhandenen Bausubstanz. Die mehrfach umgebaute und unterschiedlich genutzte Villa wurde nicht ersetzt, sondern durch Umnutzung, Instandsetzung und gezielte Transformation langfristig weiter nutzbar gemacht. Der Erhalt der bestehenden Tragstruktur, der Fassaden sowie charakteristischer Ausbau- und Ausstattungselemente reduziert den Ressourcenverbrauch und bewahrt die im Gebäude gebundene graue Energie.
Die energetische Ertüchtigung erfolgte unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Anforderungen. Historische Fenster wurden restauriert und – je nach Eignung der Bestandsrahmen – mit Zwei- oder Dreifachverglasungen ausgestattet. Die Gebäudehülle wurde partiell innengedämmt, während der Dachstuhl durch eine neue Dämmung energetisch verbessert wurde. Dadurch konnte die Energieeffizienz des Gebäudes gesteigert werden, ohne dessen charakteristische Erscheinung wesentlich zu verändern.
Neue Bauteile wurden auf Dauerhaftigkeit, Reparaturfähigkeit und eine lange Nutzungsdauer hin entwickelt. Der Einsatz langlebiger Materialien wie Holz, Naturstein und Edelstahl unterstützt die langfristige Anpassungsfähigkeit des Gebäudes und ermöglicht zukünftige Veränderungen. Die Maßnahme folgt damit insbesondere den Prinzipien der Suffizienz und Konsistenz:​ Bestehende Ressourcen werden weiter genutzt, Eingriffe auf das notwendige Maß beschränkt und die Voraussetzungen für eine langfristige und zukunftsfähige Nutzung des Gebäudes geschaffen.

Schlagworte

Denkmal, Villa, Umbau, Transformation

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Fernwärme

Bitte melden Sie sich an

Um diese Funktion nutzen zu können, müssen Sie bei heinze.de registriert und angemeldet sein.

Hier anmelden
Diese Seite weiterempfehlen
1527722218