Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


NaturRaumBildung - Zukunftsweisende Schularchitektur im ländlichen Raum

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Hochschule Wismar, Architektur und Gestaltung, Carla Köppen

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Hochschule Wismar, Architektur und Gestaltung, Carla Köppen

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

03.2026

Gebäudedaten

Bauweise

Holzhybridbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttogrundfläche

3.540 m²

Kosten

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

10.000.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Bischweier ist eine wachsende Gemeinde im Landkreis Rastatt mit rund 3.000 Einwohnern. Die Lage zwischen Rheinebene und Nordschwarzwald, die gute Verkehrsanbindung sowie eine solide Infrastruktur machen den Ort zu einem geeigneten Kontext für zukunftsorientierte Bildungsbauten.
Der im Rahmen unserer Masterthesis entwickelte Entwurf beschreibt die Vision eines modernen Bildungscampus. Er umfasst die energetische Sanierung und Erweiterung der bestehenden Grundschule aus den 1970er Jahren, einen Erweiterungsneubau für den Kindergarten sowie ein ganzheitlich gedachtes Freiraumkonzept. Ziel ist ein integratives Gesamtkonzept, das ökologische, pädagogische und soziale Anforderungen vereint.
Die Grundschule wird durch einen zweigeschossigen Neubau ergänzt, der über ein zentrales, eingeschossiges Foyer mit dem Bestand verbunden ist und die neue Haupterschließung bildet. Die funktionale Gliederung folgt einem klaren pädagogischen Konzept:​ Der Bestand nimmt künftig die schulischen Nutzungen auf, während im Neubau Räume für Ganztagsbetreuung und Personal untergebracht sind, die auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollen. Im Erdgeschoss entstehen offene, gemeinschaftliche Bereiche wie Aula und Mensa, im Obergeschoss eher ruhige Zonen. Flexible Differenzierungs- und Rückzugsflächen ermöglichen zeitgemäße Unterrichtsformen und fördern sowohl Austausch als auch konzentriertes Arbeiten.
Der Kindergarten ist als kompakter, dreigeschossiger Baukörper konzipiert, der sich durch die Einbindung in einen angrenzenden Hügel eng mit dem Außenraum verzahnt. Blickbeziehungen und direkte Zugänge schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität und kindgerechte Lern- und Spielräume.
Das Freiraumkonzept versteht die Außenanlagen als erweiterten Bildungsraum. Ein „Grünes Klassenzimmer“, Schulgarten sowie naturnahe Spiel- und Bewegungsflächen fördern Umweltbewusstsein, Eigenständigkeit und gemeinschaftliches Lernen. Im Zuge der Renaturierung des Teichs werden außerdem neue flache Uferzonen entwickelt und durch heimische Pflanzen ergänzt. Durch einen neuen Wasserspielplatz, Versickerungsmulden und sichere Zugänge wird das Thema Wasser für Kinder erlebbar gemacht und gleichzeitig der natürliche Wasserkreislauf gestärkt.
Insgesamt entsteht ein zukunftsfähiger und ökologischer Bildungscampus, der Architektur, Pädagogik und Natur in einem ganzheitlichen Ansatz vereint und Raum für Lernen, Begegnung und Entwicklung schafft.

Nachhaltigkeit

Ein zentraler Aspekt ist die Langlebigkeit und Rezyklierbarkeit der eingesetzten Materialien. Ziel ist es, den Materialverbrauch und die Abfallmenge so gering wie möglich zu halten, indem vorzugsweise Materialien und Baustoffe mit einer hohen Lebensdauer eingesetzt werden, die mindestens einen vollständigen Lebenszyklus durchlaufen und anschließend in einen funktionierenden Materialkreislauf zurückgeführt werden können.
Um die aktuellen energetischen Anforderungen zu erfüllen, ist eine neue Dämmebene unumgänglich.
Aufgrund der regionalen Bedingungen im Schwarzwald, wo Schafzucht traditionell verankert ist, haben wir uns für Schafwolldämmung entschieden. Ergänzt wird der Aufbau durch eine Holzfaserdämmplatte und eine hinterlüftete
Holzfassade aus regionalem Holz. Analog dazu wurde die Fassade für den Neubau entwickelt.

Schlagworte

Zukunftsweisender Schulbau, Nachhaltig, Sanierung, Erweiterung, Holzbau

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 40

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Strom

Umweltthermie (Luft / Wasser)

 

Sekundärenergie

Gas

Fernwärme

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

19,60 kWh/(m²a)

 

Heizenergieverbrauchswert

82,90 kWh/(m²a)

 

Stromverbrauchswert

11,50 kWh/(m²a)

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Klassen

8

 

Anzahl Schüler

200

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