Architekturobjekt 1 von 154

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Haus am Jägerberg

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Cordula Jacobi, Studio für Architektur & Innenarchitektur

Südwestfassade - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Nordwestfassade - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Südwest- bzw. Südostfassade - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Südwestfassade - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Eingangsbereich - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Blick vom Eingang in das Esszimmer - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Esszimmer - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Küche - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Küche - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Küchenblock - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Wohnzimmer - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Treppe - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Spielflur - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Kinderzimmer - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Kinderbad - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Galerie mit Arbeitsplatz - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Elternschlafzimmer - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Elternbad - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Elternbad - Haus am Jägerberg

© Sorin Morar

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Cordula Jacobi, Studio für Architektur & Innenarchitektur

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

82335 Berg, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

12.2022

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Cordula Jacobi, Studio für Architektur & Innenarchitektur

Goethestrasse 21

80336 München

Deutschland

Tel. 01796969577

mail@cordulajacobi.com

Generalbauunternehmen

Huber & Sohn GmbH & Co. KG

Wasserburger Straße 4

483549 Bachmehring

Deutschland

Bauleistung: Zimmerei, Ingenieurholzbau

Huber & Sohn GmbH & Co. KG

Wasserburger Straße 4

83549 Bachmehring

Deutschland

Tel. 0 80 71 / 9 19-0

info@huber-sohn.de

Bauleistung: Verglasung, Fensterbau

Huber & Sohn GmbH & Co. KG

Wasserburger Straße 4

83549 Bachmehring

Deutschland

Tel. 08071/919-0

Bauleistung: Estrich, Bodenbeschichtungen

Singhammer Bodensysteme GmbH

Greimharting 1

83253 Rimsting

Deutschland

Tel. +49 8051 90480

info@singhammer-bodensysteme.de

Bauleistung: Tischler

Pfisterer GmbH Schreinerei

Nikolausstr. 4

82335 Berg

Deutschland

Tel. 08151/95715

Bauleistung: Verglasung, Fensterbau

Glas Ortlieb GmbH

Erich-Kästner-Str. 8

80796 München

Deutschland

Tel. 089 / 302578

info@glas-ortlieb.de

Bauleistung: Ofenbau und Luftheizungen

Vereinigte Riederinger Hafnerei GmbH

Eichenstr. 4

83083 Riedering

Deutschland

Tel. +49 8036 3008-0

empfang@riederinger-hafnerei.de

Architektur: Landschaftsarchitekt

Veronika Richter Landschaftsarchitekten

Delpstr. 10

81679 München

Deutschland

mail@veronika-richter.de

Verwendete Produkte

VOLA

Armaturen

Badarmaturen

FSB Franz Schneider Brakel

Tür- und Fensterbeschläge

FSB 1015

Hain Natur-Böden

Bodenbeläge

HD Surface

Bodenbeläge für Nassbereiche

PerfectCombination

Huber & Sohn Holzbau, Holzverarbeitung, Elementbau GmbH & Co. KG

Hebe-Schiebetür-Elemente

Vista

Huber & Sohn Holzbau, Holzverarbeitung, Elementebau GmbH & Co. KG

Holz-Alu-Fenster

HUBER & SOHN-Holz/Alu-Fenster Vario 78

Modular Lighting Instruments

Beleuchtung

Riluxa

Sanitärobjekte

Doppelwaschtisch Sonderanfertigung

Wever & Ducré

Beleuchtung

Gebäudedaten

Bauweise

Holzrahmenbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

1.702 m³

 

Bruttogrundfläche

528 m²

 

Nutzfläche

333 m²

 

Verkehrsfläche

57 m²

 

Wohnfläche

294 m²

 

Grundstücksgröße

1.020 m²

Kosten

Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks

422.300 Euro

 

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

1.285.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Zwischen Wiesen, Wald und Feldern - Architektur im Dialog mit der Landschaft
Das Haus am Jägerberg liegt auf einer leichten Anhöhe am Ortsrand unweit des Starnberger Sees. Es wurde für eine junge Familie mit 3 Kindern und Hund konzipiert. 
Das Grundstück zeichnet sich durch Blickbeziehungen in zwei Richtungen über Wald, Wiesen und Felder aus. Bei klarer Witterung sind auch die Alpen sichtbar. Ziel war es, die Qualität des Ortes zu bewahren und architektonisch zu fassen.

Der Einseithof - neu interpretiert
Aufgrund der Lage im Übergang zum Außenbereich durfte nur etwa ein Drittel der Fläche bebaut werden.
Wie viele alte Höfe dieser Gegend, liegt der Baukörper deshalb nah an der Straße und lehnt sich in seiner klaren Gestalt an die in dieser Gegend traditionell übliche Bauform eines Einseithofes an.
Die Setzung folgt einer präzisen Orientierung nach den Himmelsrichtungen und ermöglicht differenzierte Belichtungs- und Ausblickssituationen, abgestimmt auf die jeweilige Nutzung im Innen- wie im Außenraum.
Die südwestliche Dachfläche ist vollständig mit einer PV-Anlage belegt. Auf Dachöffnungen wurde hier zugunsten einer homogenene Fläche bewußt verzichtet.


Die Fassade - archetypische Elemente in eine zeitgenössische Architektursprache übersetzt
Die Fassade übersetzt archetypische Elemente ländlicher Baukultur über Materialität und Rhythmus in eine reduzierte, zeitgenössische Architektursprache.
Die Nordostfassade ist weitgehend geschlossen und evoziert die Anmutung eines Scheunengebäudes. 
Demgegenüber öffnen sich die südöstlichen und südwestlichen Fassadenflächen im Erdgeschoss mit großzügigen Verglasungen zur umgebenden Landschaft. Im Obergeschoss sind die Fensteröffnungen reduziert und präzise gerahmt.


Außen klar, innen vielschichtig  - ein Raumgefüge zwischen Offenheit und Rückzug
Im Kontrast zur klar gefassten äußeren Kubatur, entfaltet sich im Inneren eine differenzierte Raumstruktur.
Großzügige, luftig offene Kommunikationsbereiche stehen introvertierten Rückzugsorten gegenüber, die sich bis hin zu nahezu zellenartigen Räumen im Obergeschoß verdichten.
Gezielte Blickbeziehungen in Längs-, Quer- und Vertikalrichtung vernetzen die Räume untereinander und verstärken die räumliche Tiefe sowie den Bezug zur Landschaft. Zum Schutz der Privatsphäre ist der Eingangsbereich bewußt davon ausgenommen. 
Die Wegeführung im Grundriss läßt dort Zirkulation zu, wo Betrieb und Kommunikation gewünscht ist. Rückzugsräume sind gezielt davon ausgenommen sind. Eine bewußte Umlenkung findet im Eingangsbereich statt.

Reduzierte Materialität - präzise komponiert und dauerhaft gedacht
Die Materialität folgt dem Anspruch an Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und einer qualitätsvollen Alterung.
Die dunkel lasierte Lärchenholzverschalung ist eine Reminiszenz an die Patina traditioneller Heuschober und verankert den Baukörper im landschaftlichen Kontext. Die tragenden Außenwände sind als gedämmte Holzmassivwand ausgeführt, die Trennwände im Inneren als Holzständerwand.
Ein fugenloser geschliffener Sichtestrich als Heizestrich und eine sichtbar geführte, weiß lasierte Brettschichtholzdecke unterstreichen die offene Grundrissgestaltung im Erdgeschoss. Im Übergang zum tiefer liegenden Wohnbereich findet als bewußte Zäsur ein Belagswechsel von Sichtestrich zu Naturstein statt. Die Verwendung von Eschenholz für Treppe und Bodenbeläge im Obergeschoss betont den privaten Charakter.
Im Außenbereich wurden Muschelkalkplatten als Terrrassenbelag und Douglasie für das Holzdeck eingesetzt.

Einbauten als integraler Bestandteil der Raumstruktur
Den Innenausbau charakterisieren wandbündige Einbauten als integraler Bestandteil der Raumstruktur. Sie wurden von Anfang an mitgedacht und bieten nicht nur den erforderlichen Stauraum, sondern verbergen auch gleichzeitig wesentliche Teile der Gebäudetechnik.

Räumliche Qualität - eine unterschätzte Ressource
Das Haus versteht sich als Beitrag zu einem Bauwandel, der Ressourcenschonung durch räumliche Qualität, Reduktion und Robustheit ermöglicht.
Die Adaption einer regional tradierten Bauform ermöglicht die präzise Einbindung in seine Umgebung und schafft damit die Grundlage für eine langfristig tragfähige Wohnform.

Suffizienz als architektonisches Prinzip
Die kompakte Kubatur, die präzise Orientierung des Baukörpers sowie die Reduktion auf wenige langlebige Materialien folgen dem Prinzip einer suffizienten
Architektur, die mit einfachen Mitteln hohe räumliche und atmosphärische Qualität erzeugt.
Das Projekt versteht Nachhaltigkeit nicht als additive Ebene, sondern als integralen Bestandteil architektonischer Gestaltung.
Das Haus entwickelt seine Qualität aus Proportion, Lichtführung, konstruktiver Einfachheit und der präzisen Beziehung zwischen Innenraum, Landschaft und Nutzung.
Räumliche Großzügigkeit entsteht nicht über maximale Fläche, sondern über differenzierte Raumfolgen, gezielte Blickbeziehungen und die bewusste Abstufung zwischen Gemeinschaft, Rückzug und Privatheit.
Die langfristige Nutzbarkeit des Hauses entsteht weniger aus maximaler Flexibilität als aus seiner räumlichen und atmosphärischen Qualität.

Passive klimatische Strategien wie die gezielte Ausrichtung des Gebäudes, differenzierte Öffnungen und die kompakte Gebäudeform unterstützen den ressourcenschonenden Betrieb des Hauses.
Eine PV-Anlage ist als Teil der Dachlandschaft in die architektonische Gesamtfigur eingebunden.

Beschreibung der Besonderheiten

Neuinterpretation eines Einseithofes in landschaftlich sensibler Lage.
Suffiziente Architektur mit kompakter Kubatur und hoher räumlicher Qualität.
Holzmassivbauweise
langlebige, natürliche Materialien.
Präzise Verknüpfung von Innenraum, Nutzung und Landschaft.
Fossilfreies Energiekonzept mit Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher.
Sehr niedriger Primärenergiebedarf und geringe CO₂-Emissionen.
Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil von Architektur, Konstruktion und Betrieb.
Passive Klimastrategie durch Gebäudeausrichtung, kompakte Form und optimierte Fassadengestaltung.

Nachhaltigkeit

Das Einfamilienhaus wurde konsequent auf einen energieeffizienten und zukunftsfähigen Betrieb mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien ausgelegt. Hauptbestandteil des Energiekonzepts ist eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe, die den überwiegenden Teil der für Heizung und Trinkwarmwasser benötigten Energie aus der Umgebungsluft gewinnt. Dadurch wird der Einsatz fossiler Energieträger vollständig vermieden und ein nachhaltiger Gebäudebetrieb sichergestellt.
Ergänzt wird das System durch eine leistungsstarke Photovoltaikanlage mit 20,4 kWp sowie einem Batteriespeicher. Die Anlage erzeugt jährlich rund 16.450 kWh Strom aus erneuerbaren Energien und deckt einen erheblichen Teil des Eigenbedarfs. Durch die Kombination aus Wärmepumpe, Photovoltaik und Stromspeicher wird ein hoher Grad an energetischer Eigenversorgung erreicht und die Abhängigkeit von externen Energiebezügen reduziert.
Die Gebäudehülle wurde mit sehr guten Wärmeschutzstandards ausgeführt. Hochwertig gedämmte Außenbauteile und energieeffiziente Fenster minimieren die Wärmeverluste und senken den Heizenergiebedarf nachhaltig. Die hohe Ausführungsqualität wird zusätzlich durch den nachgewiesenen Luftdichtheitstest bestätigt, dessen Ergebnis deutlich unter den zulässigen Grenzwerten liegt.
Das Gebäude erreicht einen Jahres-Primärenergiebedarf von lediglich 21,9 kWh/(m²·a) und unterschreitet damit die gesetzlichen Anforderungen des Referenzgebäudes um rund 58 %. Der Endenergiebedarf beträgt lediglich 14,9 kWh/(m²·a), was der Energieeffizienzklasse A+ entspricht.
Mit berechneten CO₂-Emissionen von lediglich 2,8 kg/(m²·a) leistet das Energiekonzept einen wesentlichen Beitrag zum klimafreundlichen und ressourcenschonenden Wohnen. Die Kombination aus erneuerbarer Umweltwärme, eigener Solarstromerzeugung und einer hocheffizienten Wärmepumpentechnologie schafft die Grundlage für einen dauerhaft niedrigen Energieverbrauch und eine nachhaltige Gebäudenutzung.
Der Outdoor Pool ist ein Salzwasserpool und kann über eine separate kleine Wärmepumpe beheizt werden.

Schlagworte

Holzmassivbau, nachhaltiges bauen, Starnberger See, Raumqualität, Einfamilienhaus, Energieeffizientes Haus, Lärchenholzfassade, Zukunftsfähiges Wohnen, Ländliches Bauen, Low tech, ressourcenschonend, offener grundriss, Einseithof, Wohnhaus, Klimagerechtes Bauen, Wärmepumpe, Bayerisches Voralpenland, regional, Photovoltaik, Erneuerbare Energien, Alpenblick, Landschaftsbezug, Landschaft, Innenarchitektur, Architektur, Energieeffizienzklasse A+, Sichtestrich, Kamin, offener Grundriss, Eschenparkett, Vola Armaturen, HD Surface, Haus mit Pool, Schwarzstahl, Bora, Einbauschränke, Einliegerwohnung, Brettschichtholzdecke

Energetische Kennwerte

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

 

Sekundärenergie

Solarthermie

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

21,90 kWh/(m²a)

 

Heizenergieverbrauchswert

5.898,00 kWh/(m²a)

 

Stromverbrauchswert

7.426,00 kWh/(m²a)

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Heizung

80 %

 

Warmwasser

20 %

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Arbeitsplätze

2

 

Anzahl Betten

5

 

Anzahl Kinder

3

 

Anzahl Wohneinheiten

1

 

Anzahl Stellplätze

2

Das Objekt im Internet

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