Architekturobjekte


Energiesprong SW49-53

50969 Köln, Schwalbacher Straße 49-53

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: team:tektura - Kölmel Scheer Architekturbüro GmbH

4953 - Straßenansicht - Energiesprong SW49-53

© Karsten Ziegengeist

4953 -  Vorher/Nachher Straßenansicht - Energiesprong SW49-53

© Verena Scheer

4953 - Runde Gebäudeecke - Energiesprong SW49-53

© Karsten Ziegengeist

4953 - Parkansicht - Energiesprong SW49-53

© Karsten Ziegengeist

4953 - Loggien Detail - Energiesprong SW49-53

© Karsten Ziegengeist

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: team:tektura - Kölmel Scheer Architekturbüro GmbH

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Schwalbacher Straße 49-53, 50969 Köln, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

05.2026

Nachhaltigkeit

Klimaquartier NRW

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Zeller Kölmel Architekten (LPH 1-6)

Bismarckstr. 60

50672 Köln

Deutschland

Tel. +49 221 8882290

post@zeller-koelmel.eu

Architekt/Planer

team:tektura - Kölmel Scheer Architekten Gmbh (LPH 6-9)

Bismarckstraße 60

50672 Köln

Deutschland

Tel. +49 (0)221 933 171 0

post@teamtektura.eu

Bauherr

WGAV - Wohnungsgenossenschaft Am Vorgebirgspark eG

Euskirchener Str 66

50935 Köln

Deutschland

Fachplanung: Bauphysik

PIRMIN JUNG Deutschland GmbH

Am Güterbahnhof 16

53424 Remagen

Deutschland

Tel. +49 2642 90591-0

info@pirminjung.de

Fachplanung: Brandschutz

PIRMIN JUNG Deutschland GmbH

Am Güterbahnhof 16

53424 Remagen

Deutschland

Tel. +49 2642 90591-0

info@pirminjung.de

Fachplanung: Tragwerksplanung

PIRMIN JUNG Deutschland GmbH

Am Güterbahnhof 16

53424 Remagen

Deutschland

Tel. +49 2642 90591-0

info@pirminjung.de

Fachplanung: Gebäudetechnik

Ingenieurbüro EUKON

Moerser Straße 162

47803 Krefeld

Deutschland

Tel. 49 2151 317230

Bauleistung: Zimmerei, Ingenieurholzbau

Korona Holzbau GmbH

Gustav-Stresemannstraße 8

51469 Bergisch Gladbach

Deutschland

Verwendete Produkte

GUTEX-Holzfaserplattenwerk

Einblas-Dämmstoffe

Gebäudedaten

Bauweise

Holzrahmenbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

7.795 m³

 

Nutzfläche

3.118 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Ausgangspunkt des Projekts war ein Wohngebäude der frühen 1970er-Jahre mit charakteristischer roter Spaltklinkerfassade – funktional, klar gegliedert und von einer prägnanten Rhythmik geprägt. Ziel der seriellen Sanierung im bewohnten Zustand war es, diese Identität nicht zu überformen, sondern weiterzudenken und in eine zeitgemäße Architektur zu übersetzen.

Die bestehende Gliederung des Baukörpers bleibt dabei ablesbar:​ Drei markant hervortretende Treppenhausfassaden strukturieren weiterhin die Gesamtfigur des Gebäudes. Durch differenzierte Materialität und wechselnde Farbigkeit werden diese Elemente bewusst hervorgehoben und stärken die Orientierung sowie die Adressbildung der einzelnen Hauseingänge.
Ergänzt wurde der Bestand um neue Eingangsvorbauten im Erdgeschoss. Sie schaffen eine klare Adressbildung, stärken die Präsenz des Gebäudes im Stadtraum und verbessern zugleich die Aufenthalts- und Zugangssituation für die Bewohnerinnen und Bewohner deutlich.

Beschreibung der Besonderheiten

Besonderes Merkmal des Projekts ist der gestalterische Umgang mit konstruktiven Anforderungen. Technisch notwendige Elemente wurden nicht verborgen, sondern bewusst sichtbar gemacht und architektonisch weiterentwickelt. So entstanden aus den Brandsperren unterhalb der Fenster markante horizontale Gesimse, die die Fassadenstruktur gliedern und sich als wiederkehrendes Motiv bis zu den Dächern der Eingangsbauten fortsetzen.

Auch der für den konstruktiven Holzschutz erforderliche Dachüberstand wurde gestalterisch überhöht und zu einem identitätsstiftenden Element des Gebäudes entwickelt. Die rund ausgebildeten Gebäudeecken, welche Ungleichheiten im Bestand der einzelnen Seiten ausgleichen können, verleihen dem erweiterten Baukörper zusätzlich eine eigenständige und prägnante Wirkung. Sie vermitteln zwischen Bestand und Erweiterung und integrieren das vergrößerte Volumen selbstverständlich in den städtebaulichen Kontext.
 

Nachhaltigkeit

Die neue Fassade wurde als seriell vorgefertigte zweite Haut vor den Bestand gesetzt. Durch den hohen Vorfertigungsgrad der Holztafelelemente konnte die Bauzeit im bewohnten Zustand erheblich reduziert werden. Gleichzeitig verbessert die neue Gebäudehülle die energetische Qualität des Hauses grundlegend und ermöglicht den Effizienzhaus-40-EE-Standard.
Vor der Sanierung lag die Jahresbilanz der CO2-Emissionen bei 40,8 kg CO2e/m²a (Heizung, Warmwasserzubereitung, Allgemeinstrom & Haushaltsstrom), nach der Sanierung liegt die Emission lediglich nur noch bei 2,8 kg CO2e/m²a. 

Die nach dem Energiesprong-Prinzip gefertigten Fassadenelemente wurden inklusive Fenster, Türen und Dämmung im Werk produziert und vor Ort montiert. Für die Dämmung kam eingeblasene Zellulose zum Einsatz – sowohl in der Fassade als auch im Dach. So verbindet das Projekt einen ressourcenschonenden Materialeinsatz mit hoher energetischer Leistungsfähigkeit.
Auch technische Funktionen wurden integraler Bestandteil der Fassadengestaltung. In den Treppenhausmodulen sind Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung untergebracht, die unabhängig von den Wohnungen gewartet werden können. Zuluftöffnungen wurden präzise in die Fensterleibungen integriert, während die Abluft unauffällig in einer Schattenfuge zwischen Treppenhausfassade und gerundeter Gebäudeecke geführt wird.
Die bestehenden Loggien wurden in die thermische Hülle eingebunden und durch Falt-Schiebe-Elemente ergänzt. Dadurch entstehen flexibel nutzbare Übergangsräume mit hoher Aufenthaltsqualität, die sowohl die Wohnfläche erweitern als auch den Außenraum in den Sommermonaten neu interpretieren.
Materialprägend ist die lasierte Douglasienfassade. Mit dem nachwachsenden Rohstoff erhält das Gebäude eine warme, natürliche Ausstrahlung, die sich zugleich selbstverständlich in die angrenzende Parklandschaft einfügt. Im Zusammenspiel mit den verputzten Treppenhauskörpern sowie gezielt eingesetzten Metallakzenten entsteht ein vielschichtiges Fassadenbild:​ hell und dunkel, matt und glänzend, glatt und rau. Die neue Gebäudehülle entwickelt so eine eigenständige architektonische Identität und setzt zugleich einen selbstbewussten, zeitgemäßen Baustein im städtebaulichen Kontext.


 

Auszeichnungen

KlimaQuartier NRW

Schlagworte

Serielle Sanierung, Bauen im Bestand, Sanierung, Energieeffizienz, Lüftung, Holzbau, ökologische Dämmstoffe, Nachhaltigkeit

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 40

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Umweltthermie (Luft / Wasser)

Energetische Kennwerte

Primärenergiebedarf ("Gesamtenergieeffizienz")

7,00 kWh/(m²a)

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Wohneinheiten

30

Das Objekt im Internet

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