Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Bestand neu gedacht - Neue Grundschule am Eiskeller

48341 Altenberge, Grüner Weg 7

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Farwick + Grote Architekten BDA Stadtplaner PartmbB

farwickgrote partner Architekten BDA  | Grundschule Altenberge - Bestand neu gedacht - Neue Grundschule am Eiskeller

© Constantin Meyer, Köln

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Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Farwick + Grote Architekten BDA Stadtplaner PartmbB

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Grüner Weg 7, 48341 Altenberge, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Umbau

Fertigstellungstermin

08.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

farwickgrote partner Architekten BDA Stadtplaner PartmbB

Van-Delden-Str. 15

48683 Ahaus

Deutschland

Tel. +49 2561 42960

info@farwickgrote.de

Fachplanung: Elektrotechnik

E-Projekt GmbH

Zur Steinkuhle 4

48341 Altenberge

Deutschland

Fachplanung: Gebäudetechnik

K&P Planung oHG

Sprakeler Straße 370

48159 Münster

Deutschland

Gebäudedaten

Bauweise

Mauerwerksbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

2-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

37.955 m³

 

Bruttogrundfläche

9.787 m²

 

Nutzfläche

6.555 m²

 

Verkehrsfläche

1.771 m²

Kosten

Veranschlagte Rohbaukosten des Bauwerks

4.489.759 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

Die Planungsaufgabe der Gemeinde Altenberge sah vor, die zwei bestehenden Grundschulen in Altenberge, die 3-zügige Johannesschule und die 2-zügige Borndalschule, am Standort der 2016/2017 geschlossenen Ludgeri-Hauptschule und dem Standort der Borndalschule zusammenzuführen. 
Die Neue Grundschule am Eiskeller in Altenberge ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie bestehende Schulgebäude zu modernen, zukunftsweisenden Lernorten weiterentwickelt werden. Durch die umfassende Sanierung und gezielte Erweiterung der ehemaligen Ludgeri-Hauptschule konnten die beiden bisherigen Grundschulen der Gemeinde Altenberge an einem gemeinsamen, zukunftsfähigen Standort zusammengeführt werden.
Der ressourcenschonende Umgang mit der Bausubstanz aus den 1970er-Jahren, die Erweiterung des Gebäudes sowie die Modernisierung des Schulgebäudes aus den 1990er-Jahren haben zu einem neuen Grundschulcampus geführt. Aufgrund des sehr geringen Potentials des im Jahr 1968 errichteten Baukörpers zur Umsetzung neuer pädagogischer Konzepte, wurde dieser zurückgebaut. Der Bestand  aus den 1970er-Jahren wurde umfassend kernsaniert, energetisch ertüchtigt, restrukturiert und durch einen Erweiterungsbau ergänzt.
Der größtmögliche Erhalt der Bausubstanz bildete die zentrale Leitidee, die Graue Energie weiterzunutzen und räumliche Potenziale des Bestandes für eine zukunftsfähige Pädagogik freizusetzen. Die Verwendung der bestehenden Betonstrukturen sowie ein stark reduzierter Einsatz von Beton in der Erweiterung – ergänzt durch einen erhöhten Holzanteil – leisten einen wesentlichen Beitrag zur deutlichen Verringerung des CO2-Fußabdrucks.
Die neue, selbsttragende Mauerwerksvorsatzschale und die neue Holzfassade, greifen ortsübliche Bauweisen auf und sorgen für eine langlebige und robuste Gestaltung.
Der ebenfalls ressourcenschonende Umgang mit Materialien, die Nutzung grauer Energie, das Gründach mit einer PV-Anlage und der Anschluss an das Fernwärmenetz tragen zur ökologischen Gesamtstrategie bei.
Das Bestandsgebäude der ehemaligen Hauptschule sollte durch eine Transformation von einer dunklen, unflexiblen Flurschule ohne Aufenthaltsqualität, Gemeinschaftsflächen oder funktionale Zusammenhänge zu einen identitätsstiftenden Lern- und Lebensort geführt werden. Der größtmögliche Erhalt der Bausubstanzen stand dabei stets im Vordergrund und musste wirtschaftlich stets geprüft werden. Bauteile mussten statisch bewertet werden und schadstoffstofftechnisch saniert werden, um einen Erhalt zu ermöglichen. Die abgängige Waschbetonfassade musste vollständig energetisch saniert werden und die neue Fassade sollte alle Baukörper zu einer Einheit verbinden.
Offene, helle und vielseitig nutzbare Räume im Bestand und der Erweiterung unterstützen heute ein zeitgemäßes Lernen.
Aufbauend auf einem gemeinsamen Partizipationsprozess – der Phase Null – wurden die pädagogischen Anforderungen zusammen mit den zukünftigen Nutzern und dem Bauherrn definiert. Durch die weiter kontinuierliche Beteiligung aller Akteure konnten die geforderten räumlichen Konzepte unter Berücksichtigung der bestehenden Strukturen des Bestandes konsequent in die Planung übersetzt werden.
Ebenso war die koordinierte Zusammenarbeit aller Planungsbeteiligten und der ausführenden Gewerke erforderlich, um angemessen auf die vorhandenen Rahmenbedingungen zu reagieren und kurzfristig notwendige Lösungen im Team zu erarbeiten und zu realisieren.
Der neue Haupteingang öffnet sich weit sichtbar zum Quartier und führt in das neue großzügige, multifunktionale und helle Forum. Als Herzstück der Schule ist es zentraler Treffpunkt der Schule und Veranstaltungsort über die Schulnutzung hinaus. Im Bestand wurden im gesamten Schulkomplex Transparenz mit Lern- und Aufenthaltsbereiche geschaffen, die Raum für eigenverantwortliches Lernen, Gruppenarbeit, individuelle Förderung und Rückzug bieten. Offene Lern- und Erschließungszonen, tageslichtversorgt durch große Fenster- und Türöffnungen, Oberlichter, sowie Transparenzen zwischen Räumen und Ebenen bilden Sichtbeziehungen und neue Qualitäten.
Die neue Grundschule am Eiskeller stellt ein beispielhaftes Projekt im Umgang mit bestehender Bausubstanz und der daraus resultierenden Reduktion des CO2‑Fußabdrucks dar. Vorhandene Gebäudestrukturen, die den aktuellen pädagogischen Anforderungen nicht mehr entsprachen, wurden gezielt weiterentwickelt und durch eine maßvolle Erweiterung zu einem zeitgemäßen und offenen Lernort umgestaltet.
Für die Gemeinde Altenberge ist damit ein Schulstandort entstanden, der über den Ganztagsunterricht hinaus auch von verschiedenen Vereinen genutzt werden kann. Die neue Grundschule ist fest in das Gemeindeleben eingebunden und verdeutlicht die Bedeutung einer qualifizierten Auseinandersetzung mit dem baulichen Bestand als Grundlage für eine ressourcenschonende Architektur.
 

Beschreibung der Besonderheiten

Durch die Entscheidung, die Bausubstanz der 1970er Jahre weiterzuentwickeln, das Schulgebäude aus den 1990er Jahren zu modernisieren und beide Gebäude durch eine Erweiterung zu ergänzen, entsteht ein Ensemble unterschiedlicher Zeitschichten, das unter einer gemeinsamen baulichen Hülle zu einer funktionalen und gestalterischen Einheit zusammengeführt wird.
Der Erhalt der vorhandenen Strukturen, der gezielt reduzierte Einsatz von Beton sowie die Verwendung robuster, nachhaltiger und sinnlich erfahrbarer Materialien im Innen- und Außenraum stärken das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit grauer Energie. Gleichzeitig leisten sie einen wesentlichen Beitrag zu einer qualitätvollen, ressourcenschonenden Architektur.
 

Schlagworte

Grundschule, Schulbau, Sanierung, Bestandsumbau, Erweiterungsbau, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Graue Energie, Holzfassade, Energieeffizienz, CO2-Reduktion, Lernlandschaft, Offene Räume, Ganztagsschule, Bildungsbau, Partizipation, Phase Null, Schulcampus, Multifunktionalität, Bestand, Modernisierung, Bestandsarchitektur, Klinkerfassade, Eiskeller, Gründach, Photovoltaik, Bondalschule, Ludgeri Hauptschule

Energetische Kennwerte

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 55

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Fernwärme

 

Sekundärenergie

Solarthermie

Energiebedarf (Prozentuale Verteilung)

Heizung

60 %

 

Warmwasser

10 %

 

Beleuchtung

25 %

Objektdetails

Gebäudespezifische Merkmale

Anzahl Klassen

24

 

Anzahl Schüler

500

Das Objekt im Internet

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