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Architekturobjekte


Akustikraum im Gasometer Oberhausen

46047 Oberhausen, Arenastraße 11

Ein Referenzprojekt von SAINT-GOBAIN RIGIPS

Der Gasometer in Oberhausen hat einen Durchmesser von knapp 68 Meter und ist 117,5 Meter hoch. Seit mehr als drei Jahrzehnten ist das Bauwerk ein bedeutendes Wahrzeichen der Industriekultur im Ruhrgebiet. - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Nielinger Fotografie, Essen

Mit bisher 18 aufsehenerregenden Ausstellungen ist der Gasometer ein beliebter Publikumsmagnet für Besucherinnen und Besucher von nah und fern. - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Nielinger Fotografie, Essen

Ein besonderes Highlight der letzten Ausstellung „Planet Ozean“ war die immersive Installation „Klang der Tiefe“, für die unter Denkmalschutzbedingungen ein runder hochschallgedämmter und multifunktionaler Akustikraum geschaffen wurde. - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Nielinger Fotografie, Essen

Zentrales Element des Akustikraums ist die riesige, denkmalgeschützte Gasdruckscheibe. Die Scheibe „schwamm" einst auf dem im Gasometer gelagerten Gas und hielt den Druck konstant. Nun lagert sie auf 4,30 Meter hohen Stahlstützen. - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Karsten Schuhl, Kunst+ Studio, Berlin

Aus Denkmalschutzgründen durfte die Befestigung der Wand- und Deckenanschlüsse nicht mit herkömmlichen Verbindungsmitteln erfolgen. Verbaute Konstruktionen mussten sich später rückstandslos entfernen lassen. - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Karsten Schuhl, Kunst+ Studio, Berlin

Skizze aus der Ausschreibung zum seitlichen Wandanschlusses - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Skizze: Karsten Schuhl, Kunst+ Studio, Berlin

Der obere Wandkopf wurde per Anpresstechnik angeschlossen. Hohlräume füllte das Team mit ISOVER Schall- und Brandschutzplatten aus Glas- und Steinwolle. - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Nielinger Fotografie, Essen

Detaillierte Darstellung des oberen Deckenanschlusses - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Skizze: Karsten Schuhl, Kunst+ Studio, Berlin & Bauunternehmung J. Brinkmann GmbH, Essen / Oberhausen

An Stahlstützen befestigte das Team Rigips-Habito-Platten. Die 3-cm-Dehnungsfuge zur Decke wurde mit Spezialkompressionsband luftdicht abgedichtet. - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Nielinger Fotografie, Essen

An Stahlstützen befestigte das Team Rigips-Habito-Platten. Die 3-cm-Dehnungsfuge zur Decke wurde mit Spezialkompressionsband luftdicht abgedichtet. - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Nielinger Fotografie, Essen

Die massive Trockenbauplatte Rigips Habito verfügt über hervorragende Schall- und Brandschutzeigenschaften. Die robuste Platte ermöglicht Brandschutzkonstruktionen in F30 und F90 und bietet einen besseren Schallschutz. - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Nielinger Fotografie, Essen

Für hochwertige Oberflächen kam der besonders einfach zu verarbeitende und vielseitig einsetzbare Rigips VARIO Fugenspachtel zum Einsatz, der über ein sehr gutes Haftvermögen und ein äußerst geringes Einfallverhalten verfügt. - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Nielinger Fotografie, Essen

Neben ihrer robusten Oberfläche und dem hohen Schallschutz überzeugt Rigips Habito auch mit der einfachen Befestigung selbst schwerer Lasten an jeder gewünschten Stelle der Trockenbauwände. - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Nielinger Fotografie, Essen

Der runde, annähernd schalldichte Akustikraum wird nach einer optischen Überarbeitung auch in der kommenden Ausstellung „Mythos Wald“ (ab 20. März 2026) genutzt werden. - Akustikraum im Gasometer Oberhausen

© Nielinger Fotografie, Essen

Ein Referenzprojekt von SAINT-GOBAIN RIGIPS

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Arenastraße 11, 46047 Oberhausen, Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Neubau

Fertigstellungstermin

11.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Bauherr

Gasometer Oberhausen GmbH

Oberhausen

Deutschland

Architekt/Planer

Kunst+ Studio Berlin

Urbanstr. 116

10967 Berlin

Deutschland

Tel. +49 176 218 925 87

info@kunstplus.studio

Bauleistung: Trockenbau

Bauunternehmung J. Brinkmann GmbH

Zur Eisenhütte 10

46047 Oberhausen

Deutschland

Tel. 0208 9415000

info@bauunternehmung-brinkmann.de

Verwendete Produkte

SAINT-GOBAIN ISOVER

Brandschutzplatten

ISOVER Brandschutz-Platte Protect BSP 40

SAINT-GOBAIN ISOVER

Schallschutzplatten

ISOVER Schallschluck-Platte Akustic SSP 1 Lanaé

Beschreibung

Objektbeschreibung

Rund, hochschallgedämmt, multifunktional dank Trockenbau

Der Gasometer in Oberhausen war bis 1988 Europas größter in Betrieb befindlicher Scheibengasbehälter. Seit nunmehr drei Jahrzehnten ist er bedeutendes Wahrzeichen der Industriekultur im Ruhrgebiet und mit bisher 18 aufsehenerregenden Ausstellungen ein beliebter Publikumsmagnet für Besucherinnen und Besucher von nah und fern. Das 117,5 Meter hohe Bauwerk mit einem Durchmesser von knapp 68 Metern ist damit die höchste Ausstellungshalle Europas. Ein besonderes Highlight der letzten Ausstellung „Planet Ozean“, die bis November 2025 in Oberhausen zu sehen war, war die immersive Installation „Klang der Tiefe“. Eigens für diese wurde unter Denkmalschutzbedingungen ein runder, hochschallgedämmter und multifunktionaler Akustikraum geschaffen. Für die architektonische Gestaltung und die besondere Form des Projekts war das KunstPlus Studio aus Berlin verantwortlich. Die höchst anspruchsvolle Planungsarbeit verlangte nach einer ebenso perfekten Umsetzung, die in die Hände der Bauunternehmung J. Brinkmann GmbH aus Oberhausen gelegt wurde. Für ihre herausragende Leistung wurden die Ausbauprofis im Rahmen der 14. Rigips Trophy mit dem Sonderpreis Akustik ausgezeichnet.

Der „Klang der Tiefe“ war eine faszinierende Reise durch die unbekannten Klanglandschaften der Weltmeere. Ein spannender Ausflug in die geheimnisvolle Unterwasserwelt und die einmalige Welt des Klangs. In einem runden, annähernd schalldichten Akustikraum mit einem Durchmesser von 14,5 Metern lauschten Besucherinnen und Besucher dem geheimnisvollen Gesang der Wale, den typischen Klicklauten der Delfine oder den vielfältigen Geräuschen der kleinen Meeresbewohner unterhalb der Wasseroberfläche. Der Akustikraum findet sich in zentraler Lage des Gasometers und wird optisch überarbeitet auch im Rahmen der kommenden Ausstellung genutzt werden.

Herausforderung Denkmalschutz
Zentrales Element des Akustikraums ist die riesige, denkmalgeschützte Gasdruckscheibe, das Herzstück des Gasometers. Die Scheibe „schwamm“ einst auf dem im Bauwerk gelagerten Gas und hielt den Druck konstant. Nun lagert sie auf 4,30 Meter hohen Stahlstützen und bildet so die tragende Deckenkonstruktion. Aufgabe der Ausbauspezialisten der Bauunternehmung J. Brinkmann war es, hochschalldämmende Trockenbauwandkonstruktionen in die Stahlkonstruktion zu integrieren. Zudem sollten die Wände für die Aufnahme von Ausstellungsexponaten ausgerüstet werden. Und das unter erschwerten Voraussetzungen:​ Während der gesamten Bauzeit musste das Team konsequent auf die Sauberkeit der Baustelle achten, da parallel bereits Ausstellungsexponate aufgebaut wurden.

Nur geklebt und geklemmt!
Die zentrale Herausforderung bestand darin, dass die Befestigung der Wand- und Deckenanschlüsse aus Denkmalschutzgründen nicht mit üblichen Verbindungsmitteln erfolgen durfte. „Es durften also keine Verschraubungen vorgenommen werden – weder in die denkmalgeschützte Gasdruckscheibe noch in die Stahlstützen. Wir mussten garantieren, dass sich von uns verbaute Konstruktionen, wie zum Beispiel die Abdichtung der Wand- und Deckenanschlüsse, rückstandslos entfernen lassen“, erläutert Projektleiter Benjamin Brinkmann. Daher wurden die seitlichen Wand- und Deckenanschlüsse der Wandkonstruktion statt mit herkömmlichen Verbindungsmitteln mittels Klebetechnik in den Stahlstützen fixiert.

Anschlüsse von Wand-, Decke- und oberem Wandkopf
Die Anschlüsse wurden zusätzlich verkeilt, verspannt und auf voller Wandhöhe ausgeschäumt, um die Stabilität sicherzustellen. Anschließend wurden die seitlichen Wandfugen mit Klebeband luftdicht abgedichtet. Den Anschluss des oberen Wandkopfes realisierte das Trockenbauteam über eine Anpresstechnik. Dabei wurde der Hohlraum zwischen dem oberen UA-Profil und der denkmalgeschützten Stahl-Gasdruckscheibe in den Wänden dicht mit ISOVER Akustic SSP1 Schallschutzplatten aus Glaswolle und im Bereich des Deckenanschlusses mit ISOVER BSP 40 Steinwolle Brandschutzplatten ausgefüllt.

Beste Q4-Qualität für Projektionsflächen
Für die Ausführung der Wandkonstruktionen fand das Ausbauteam gemeinsam mit dem Architekten, dem Brandschutzbeauftragten und den Rigips Technikern in der massiven Trockenbauplatte Rigips Habito die ideale Lösung. Diese wurde als Beplankungsmaterial an die zwischen den Stahlstützen verspannten Ständerwerksprofile von den Spezialisten der Bauunternehmung J. Brinkmann montiert. „Bedingt durch den zu wahrenden Abstand von etwa 3 cm zwischen der sich ausdehnenden Raumdecke beziehungsweise Stahl-Gasdruckscheibe und der eigentlichen Wandbeplankung haben wir die Dehnungsfuge genau wie bei den Wandanschlüssen mit Hilfe eines Spezialkompressionsbandes luftdicht abgedichtet“, so Benjamin Brinkmann. Für hochwertige Oberflächen kam der besonders einfach zu verarbeitende und vielseitig einsetzbare Rigips VARIO Fugenspachtel zum Einsatz, der unter anderem über ein sehr gutes Haftvermögen und äußerst geringes Einfallverhalten verfügt. „Im gesamten Innenbereich des Akustikraums haben wir mit Q4 die höchste Oberflächenqualität realisiert. Die Wände bilden damit auch ideale Projektionsflächen.“

Intelligente Lösungen für besonders knifflige Aufgabenstellungen
Die Fachjuroren der 14. Rigips Trophy 2024 I 2025 zeigte sich von der Vielzahl intelligenter Lösungen für besonders knifflige Aufgabenstellungen auf Anhieb überzeugt. So mussten die Spezialisten der Bauunternehmung J. Brinkmann GmbH die Raum- und Bauakustik stets parallel im Blick haben. Auch musste wegen der temporären Nutzung des Ausstellungsraums der Rückbau bereits von Anfang an mit eingeplant werden. Das Bauprojekt profitiere in besonderem Maße von den ausgezeichneten Schallschutzeigenschaften der verwendeten Rigips Habito Platten sowie deren hohe Robustheit zum Schutz von Exponaten und Wänden, so das einhellige Votum der Jury.

Auszeichnungen

14. Rigips Trophy | Sonderpreis Akustik

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