IVPU-Industrieverband
Polyurethan-Hartschaum e.V.
Esslinger Str. 20
70182 Stuttgart
Deutschland
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IVPU-Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V.

Vom PU-Reststoff zum PU-Funktionswerkstoff
"Vom Reststoff zum Funktionswerkstoff" von IVPU-Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V.
Vom PU-Reststoff zum PU-Funktionswerkstoff © IVPU
Weiterverwertung sortenreiner PU-Materialreste zu Bauelementen
PU-Dämmplattenreste können einer Wiederverwendung oder Verwertung zugeführt werden, wenn sie sortenrein vorliegen, keine Fremdstoffe enthalten und die jeweils einschlägigen Anforderungen, einschließlich der europäischen Produktnorm EN 13165, erfüllen. Auch Bruchstücke, Späne oder Staub, wie sie beispielsweise beim Ausbau verklebter Dämmplatten entstehen, können – abhängig von Materialzustand, Sortenreinheit und verfügbarem Verfahren – für Recyclingverfahren geeignet sein.
Beim rohstofflichen Recycling werden die funktionellen Bindungen innerhalb der PU-Matrix aufgelöst und in Rohstoffe zerlegt. Alternativ kann das PU-Molekül durch ein pyrolytisches Verfahren in kleinere Bausteine zerlegt werden, um Rohstoffe für die Herstellung von Polyurethan-Hartschaum zu gewinnen. Nach Angaben des IVPU befinden sich diese Verfahren in der Pilotphase und werden weiterentwickelt. Ziel ist die Entwicklung geeigneter, universell anwendbarer rohstofflicher Recyclingverfahren.
PU-Hartschaum-Materialreste wie Verschnitt, Bruchstücke oder Restbestände, die bei der Verarbeitung auf der Baustelle anfallen, können bereits heute nach sortenreiner Sammlung, Zerkleinerung und Brikettierung zu PU-Funktionswerkstoffen verarbeitet werden. Diese Werkstoffe werden beispielsweise für Attikaelemente, Traufbohlen oder Dämmzargen sowie als Kernwerkstoff von Sandwichkonstruktionen eingesetzt.
Wie werden die PU-Materialreste gesammelt?
Die Rücknahme bezieht sich ausschließlich auf Dämmstoff-Materialreste aus neuem Polyurethan-Hartschaum (PU-, PUR-, PIR-Hartschaum) aller Fabrikate, die bei der Verarbeitung an Baustellen anfallen. Dazu gehören
PU-Hartschaum-Dämmprodukte mit unterschiedlichen Deckschichten, wie z. B. Aluminium, Aluminium-Verbund, Mineral- oder Spezialvlies,
PU-Hartschaum-Dämmstoffe mit aufkaschierten Unterdeckbahnen,
PU-Blockschaum (ohne Kaschierung).
Die PU-Materialreste werden sortenrein gesammelt. Andere Baustoffe, wie z. B. Kleber, Holz, Metall, Bitumen, mineralische Abfälle oder andere Dämmstoffe, Holzwerkstoffe und Weichschäume dürfen nicht in den Sammelsack gegeben werden.
PU-Materialreste weiterverwerten statt entsorgen

PU-Materialreste weiterverwerten statt entsorgen
"Vom Reststoff zum Funktionswerkstoff" von IVPU-Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V.
PU-Materialreste weiterverwerten statt entsorgen © IVPU
Die PU-Funktionswerkstoffe unterliegen in ihrer Herstellung einer strengen Eigen- und Fremdüberwachung.
PU-Funktionswerkstoffe überzeugen mit klaren Vorteilen: Sie sind wärmedämmend, feuchteresistent, druckfest und formstabil. Die Rohdichte liegt bei ca. 550 kg/m3. Somit ist der Funktionswerkstoff bei all seiner Festigkeit und Stabilität auch ein Leichtgewicht.
PU-Funktionswerkstoffe sind als Bauelemente universell einsetzbar, also überall da, wo Wärmebrücken minimiert werden müssen, haltbare Anschlüsse oder Verankerungen hergestellt werden sollen und witterungsresistente Abschlüsse gefordert sind – beispielsweise als Trauf- oder Flachdachbohlen, Attikaelemente, Dämmzargen, Kernwerkstoff von Sandwichkonstruktionen oder zur thermischen Trennung von Anschlussdetails beim WDVS.
Die Verarbeitung erfolgt mit den üblichen Holzbearbeitungswerkzeugen und -maschinen. Die Elemente können ganz normal verschraubt werden. Die Oberfläche ist klebefreundlich. Das ermöglicht ein Aufdoppeln, Kaschieren und Kombinieren mit anderen Materialien.
Weitere Informationen zu Nachhaltigkeit von PU-Dämmstoffen, zu PU-Funktionswerkstoffen und das Faktenpapier zum Kreislaufprojekt des Dachdeckerhandwerks finden Sie hier.
Direkter Kontakt zu "IVPU-Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V."
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