Hamburger HafenCity: Moringa

Ravago Building Solutions Germany

Cradle-to-cradle inspiriertes Wohn- und Quartiersprojekt

Wohnkomplex zu 80 % recyclebar – auch dank RAVATHERM Dämmplatten für begrüntes Umkehrdach

Wie lässt sich höchste Wohnqualität mit einer größtmöglichen Rückbaubarkeit verbinden? Das Wohn- und Quartiersprojekt „Moringa“ in der Hamburger HafenCity zeigt in einzigartiger Weise, wie die Bauweise nach dem „Cradle-to-Cradle“-Prinzip umgesetzt werden kann. Ein Teil dieses Bauprojektes sind die für Hamburg sehr typischen extensiv begrünten Umkehrdächer.

Gründächer fungieren als wichtige „grüne Lunge“ in urbanen Räumen, indem sie aktiv zur Verbesserung des Stadtklimas und der Luftqualität beitragen. Sie filtern Schadstoffe, produzieren Sauerstoff und kühlen die Umgebung. So setzen sie den drei eigenständigen Bauteilen des Quartiers die grüne Krone auf – ein sichtbares Zeichen für den hohen Standard dieses Wohnkomplexes.

Um die Materialen sortenrein zurückbauen und wiederverwenden zu können, kamen die langlebigen und recyelbaren RAVATHERM XPS X 300 SL Dämmplatten zum Einsatz. Das Besondere: Ein patentiertes Verfahren fügt während der Produktion Graphitpartikel hinzu, was die Wärmeleitfähigkeit deutlich verbessert und so die Energieeffizienz des Produkts weiter erhöht.

Schon vor der Fertigstellung Anfang 2027 setzt Moringa Maßstäbe – und das nicht nur im Quartier Elbbrücken der Hamburger HafenCity, sondern deutschland­weit. Das jetzige Wohn- und Quartiers­projekt mit seinen drei eigen­ständigen Wohn­konzepten wurde von der Landmarken AG entwickelt.

Als erstes Cradle zu Cradle-inspiriertes Wohnhoch­haus Europas verbindet Moringa auf rund 24.000 m² Brutto-Grundfläche rund 220 Wohn­einheiten, Coliving & Coworking, soziale Infra­struktur, Gastro­nomie und Gemeinschafts­flächen mit einer bislang unerreichten Recycling­fähigkeit: Sollten die Gebäude irgendwann zurückgebaut werden, werden sie zum Rohstofflager für künftige Generationen. Denn 80 % der Bau- und Ausstattungs­materialien lassen sich demontieren, sortenrein trennen und wiederverwenden. Das gilt auch für die Ravatherm XPS X 300 SL Dämm­platten, die als Dämmung auf den Beton­decken der extensiv begrünten Umkehr­dächer verwendet wurden.

Ravago trägt zum hohen Nachhaltigkeitsstandard bei

Bei diesem Projekt ist dem Bauherren ein hoher Nachhaltig­keits­standard besonders wichtig, auch mit Blick auf eine maximale Rück­bau­bar­keit im Sinne der Kreislauf­wirtschaft“, sagt Bauleiter Jan-Ole Scheer vom General­unternehmen Adolf Lupp GmbH. Sein Unter­nehmen legt auch bei anderen Projekten großen Wert auf eine langlebige und qualitäts­bewusste Bauweise. Daher ist der Einsatz von XPS-Dämm­platten bei Umkehr­dächern für ihn kein Neuland. „Ein wichtiger und praktischer Vorteil ist, dass die Dämm­platten nicht geklebt werden müssen“, sagt Jan-Ole Scheer: „Sie lassen sich also nahezu zerstörungs­frei aufnehmen, wenn Gebäude später renoviert oder letztlich zurück­gebaut werden müssen.

Das bestätigt auch Uwe-Günther Rentzsch, Gebietsleiter Technik bei Ravago Building Solutions: „Durch das lose Verlegen ohne Kleber sind die verwendeten Ravatherm Dämmplatten nicht mit Kleber kontaminiert. So gewähr­leisten wir die Wieder­verwend­barkeit. Zudem sind die Platten unempfindlich gegen Feuchtigkeit, nehmen also weder Grund- noch Regenwasser auf. Damit behalten sie ihre wärme­dämmenden Eigenschaften und könnten später grund­sätzlich für ein anderes Bauprojekt verwendet werden.

Gleichzeitig arbeitet Ravago weiter an der Nachhaltigkeit der Ravatherm XPS-Dämm­stoff­platten: Zusammen mit dem FPX-Verband entwickelt das Unter­nehmen eine Lösung, um auch die auf Bau­stellen anfallenden Abschnitte und Reste der XPS-Produkte zu sammeln und zu recyceln. Das so entstehende Granulat kann dann dem Produk­tions­prozess von XPS-Dämm­stoffen wieder zugeführt werden – eine echte Kreis­lauf­lösung.

Zügige Umsetzung in ökologischer Qualität

Die Flächen im Moringa-Projekt bestehen aus dem Hauptdach im siebten Stock mit 1.600 m², eine weitere Fläche mit 360 m² kommt im 13. Stock hinzu. Durch die Decken­konstruktion aus wasserdichtem WU-Beton entfällt das Aufbringen einer oder mehrerer Abdichtungs­bahnen. Die Dämm­stoff­platten konnten ohne Verkleben oder einer mechanischen Befestigung Zug um Zug verlegt werden. Auf dem Hauptdach wurde eine Dämm­stoff­stärke von insgesamt 400 mm benötigt, verlegt in zwei Lagen RAVATHERM XPS X 300SL á 200 mm. Darauf kam eine diffusions­offene, aber wasser­ableitende Trennlage. So wird der größte Teil des Ober­flächen­wassers oberhalb der Dämmung abgeleitet.

Diese Ausführungsweise im System­aufbau ist einzigartig und vom Deutschen Institut für Bautechnik (Berlin) zugelassen. Der Vorteil: Da der größte Teil des Ober­flächen­wassers oberhalb der Dämmung bereits abgeführt wird, entfällt der Delta-U-Wert-Zuschlag von 0,05 W(m²K) in der Wärme­schutz­berechnung. Das zieht unter Umständen eine Reduzierung der Dämm­stoff­stärke nach sich. Die Fläche von 360 m² im 13. Stock wurde genauso ausgeführt, jedoch reichte hier eine Gesamt­dämm­stoff­dicke von 320 mm – verlegt in zwei Lagen mit je 160 mm.

Umkehrdächer sind bei Neubauten in der Hansestadt weit verbreitet. Selbst das Umkehrdach mit Retentions­funktion ist inzwischen Bestandteil der allgemeinen Bauart­genehmigung für die Dämm­produkte von Ravago Building Solutions, die vom Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin ausgestellt wurde.

Grundlage zum begrünten Umkehrdach binnen einer Woche

Auf den Dachflächen befinden sich zahlreiche Durch­dringungen und Licht­kuppeln, weshalb das Team der Dach­deckerei Huber die Platten vor Ort mit Fuchs­schwanz oder Handsäge zuschnitt. Eine Besonderheit war die Gebäude­trennfuge: „Diese muss gemäß Brand­schutz­anforderungen nicht brennbar ausgeführt werden, sodass die Dämm­platten diesen Bereich nicht durch­gehend über­decken dürfen“, erläutert Gunnar Ellermann. Trotzdem stellte die Huber GmbH die rund 850 m² des ersten Bauab­schnitts in nur einer Woche fertig – inklusive Sicherung bis zur Begrünung durch einen Fachbetrieb.

Arbeiten auch im „Hamburger Schietwetter“ möglich

Hamburgs nasses Wetter führt bei Außen­arbeiten oft zu Verzögerungen – nicht jedoch mit Ravago. „Wir können die Dämm­platten witterungs­unabhängig verlegen, auch bei Regen“, so Ellermann. So verbinden sich Nach­haltigkeit und bauliche Effizienz an der Elbe harmonisch – zur Freude der künftigen Bewohner.

>> Weitere Informationen: Umkehrdachsystem

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