Lithotherm Deutschland GmbH
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Flächenheizsysteme Heizsysteme Flächenheizung Wärmeschutz Schallschutz Flächentemperierung Heizung Böden Kühlung Fußböden Heizungsanlagen Trockenestriche Warmwasser-Flächenheizsysteme Estriche Fußbodendämmung Heizböden Fußbodenkonstruktionen Fußbodenheizungen Bodenbeläge Sporthallen Feuchträume FußbodenkühlungenForschung trifft Praxis: Lithotherm und TU Wien definieren zirkuläres Bauen neu
Lithotherm Deutschland
Wie lässt sich historische Bausubstanz mit modernster Heiztechnik vereinen?
Das Forschungsprojekt „Re:Use Material begreifen“ der Technischen Universität Wien liefert die Antwort. Unter Verwendung der Lithotherm Fußbodenheizung entstand ein Versuchsaufbau, der zeigt, dass Kreislaufwirtschaft keine bloße Vision ist, sondern eine technisch leistungsfähige Lösung mit beeindruckender CO₂-Bilanz.
Die Ergebnisse des Projekts markieren einen Wendepunkt: Während die Verwendung neuer Baustoffe die Bilanz belastet, erzielt die Re-Use-Bauweise unter Einsatz des Lithotherm-Systems Netto-Emissionen von -54 kg CO₂e/m².
Bilanzierung und ökologische Kennwerte
In einer detaillierten Ökobilanzierung wurden zwei Szenarien gegenübergestellt. Die Ergebnisse verdeutlichen das enorme Potenzial der zirkulären Strategie:
Re-Use-Szenario: Durch den konsequenten Einsatz wiedergewonnener Materialien sinkt der Wert auf -54 kg CO₂e/m².
Neubau-Szenario: Bei Verwendung herkömmlicher neuer Baustoffe entstehen Emissionen von +9 kg CO₂e/m².
Brandschutz: Trotz der Verwendung historischer Hölzer erfüllt die Konstruktion durch intelligente Überdimensionierung die Anforderungen der Brandschutzklasse REI 90.
Lithotherm als technologischer Enabler
Die Lithotherm-Fußbodenheizung fungiert innerhalb der Hybridkonstruktion als zentrale, moderne Systemkomponente. Als Trockenestrichlösung verzichtet das System konsequent auf den Eintrag von Feuchtigkeit. Dadurch werden die sensiblen Altholzbestände der Dippelbaumlage geschützt. Außerdem kann nach dem Einbau direkt weitergearbeitet werden, da lange Trocknungszeiten enfallen.
Der entscheidende Planungsvorteil liegt in der konsequenten Umsetzung des Design for Disassembly:
Vollständige Rückbaubarkeit: Durch die rein mechanische, trockene Verlegung der Formplatten ist das gesamte Heizsystem rückbaubar.
Technische Wiederverwendbarkeit: Im Gegensatz zu Nassestrichen bleiben die Lithotherm-Komponenten sortenrein trennbar. Dies ermöglicht eine direkte Wiederverwendung der Formplatten in neuen Projekten, was die ökologische Amortisation der Haustechnik massiv verbessert.
Zukunftsfähige Sanierung: Das System beweist, dass die Integration moderner Flächenheizungen die Re-Use-Fähigkeit historischer Tragstrukturen nicht einschränken muss, sondern als modularer, reversibler Baustein die Zirkularität des gesamten Bauwerks unterstützt.
Der Schichtenaufbau im Detail
Die Konstruktion wurde konsequent auf Sortenreinheit und Rückbaubarkeit ausgelegt:
- 1.
Parkett (16 mm), gesteckt verlegt als Bodenbelag
- 2.
Fundermax Biofaserplatte (10 mm) als verlorene Unterkonstruktion für das Parkett
- 3.
Lithotherm-Trockenestrichplatten (45 mm) mit integrierter Fußbodenheizung
- 4.
Holzweichfaserplatten (20 mm) zur Schalldämpfung und Verbesserung des Wärmeschutzes
- 5.
Cemwood-Leichtschüttung (70 - 150 mm), lose eingebracht, zur Nivellierung und Trittschallschutz
- 6.
Ziegelsplitt (40 - 300 mm) aus zerkleinerten, recycelten Dachziegeln
- 7.
Gewölbe (135 mm) aus recycelten Mauerziegeln, mit Lehmmörtel vermauert
- 8.
Historische Dippelbäume (350 mm), die über Gewindestangen kraftschlüssig verbunden sind
Fazit
Der Versuchsaufbau der TU Wien belegt, dass die Anforderungen an zeitgemäßen Komfort und strenge Brandschutzvorgaben (REI 90) prozesstechnisch mit Re-Use-Strategien vereinbar sind. Die gewählte Systemkombination stellt sicher, dass die Zirkularität des gesamten Bodenaufbaus gewahrt bleibt. Dieser hybride Aufbau ermöglicht es, moderne Gebäudetechnik als reversiblen Baustein zu integrieren, ohne die Wiederverwendbarkeit über den aktuellen Lebenszyklus hinaus einzuschränken.
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