Autos aus der Stadt verbannen? So einfach ist es nicht.

Lödige Industries

Warum intelligente Parkraumkonzepte mehr Lebensraum schaffen können

Mehr Wohnraum, mehr Grün, attraktive öffentliche Plätze und gleichzeitig eine gute Erreichbarkeit: Kaum eine Aufgabe beschäftigt Architektinnen, Architekten und Stadtplanende derzeit stärker als der Umgang mit begrenzten Flächen. Die Anforderungen an urbane Räume wachsen stetig, der verfügbare Raum hingegen nicht. Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr, wie Städte weiterwachsen können, sondern wie vorhandene Flächen intelligenter genutzt werden.

Mobilität neu organisieren statt verdrängen

In der öffentlichen Diskussion entsteht häufig der Eindruck, lebenswerte Städte entstünden vor allem dadurch, dass Autos aus den Innenstädten verschwinden. Tatsächlich ist die Realität deutlich komplexer. Innenstädte müssen für Bewohnende, Besuchende, Lieferverkehr, Handwerk, Rettungsdienste und Unternehmen erreichbar bleiben. Mobilität verschwindet nicht, sie verändert lediglich ihre Form und ihren Platz.

Eine repräsentative Studie von IFH KÖLN, die gemeinsam mit Lödige Industries durchgeführt wurde, bestätigt diesen Zusammenhang. 93 % der Befragten sehen eine gute Erreichbarkeit als Grundvoraussetzung für den Besuch einer Innenstadt. Gleichzeitig würden 87 % weniger öffentliche Parkplätze akzeptieren, wenn kom­for­table Parkhäuser oder Tiefgaragen zur Verfügung stehen. Die Erkenntnis daraus ist eindeutig: Nicht das Auto selbst ist das Problem, sondern die Art und Weise, wie Parkraum organisiert wird.

Mehr Gestaltungsspielraum für Architektur

Genau hier eröffnen sich neue Chancen für Architektur und Stadtentwicklung. Wird der ruhende Verkehr kom­pak­ter organisiert, können oberirdische Stellplätze in Grünflächen, Aufenthaltsbereiche, Wohnraum oder andere Nutzungen umgewandelt werden, ohne die Erreichbarkeit einzuschränken. Gerade automatisierte und unter­irdische Park­systeme schaffen zusätzliche Freiräume auf innerstädtischen Grundstücken und er­mög­lichen architek­to­nische Konzepte, die mit konventionellen Parkierungsanlagen oft nicht realisierbar wären. Parken wird damit von einer technischen Pflichtaufgabe zu einem strategischen Instrument der Flächenplanung und zu einem Baustein lebenswerter Städte.

Europäische Perspektiven für die Stadt von morgen

Wie Städte diesen Wandel bereits heute gestalten, zeigt das Whitepaper „Urban Futures in Transition – Re­think­ing Mobility, Space and Access in European Cities“. Gemeinsam mit IFH KÖLN und BABLE Smart Cities vereint die Publikation aktuelle Forschung, repräsentative Umfrageergebnisse, Experteninterviews sowie Praxis­beispiele aus Amsterdam, Rotterdam, Utrecht, Freiburg, Brügge und Aarhus. Ergänzt werden diese durch sechs strategische Prinzipien, die neue Perspektiven für den Umgang mit wachsendem Raumdruck aufzeigen.

→ Whitepaper jetzt kostenlos herunterladen

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