Nachhaltige Eigenschaften und zutreffende UN-Klimaziele zur Produktinformation
Nachhaltig, weil... Klimaschutz, CO₂ bindend Ressourcenschonend, Umweltschonend Nachhaltig (sonstige Merkmale)
Delignit® entwickelt und fertigt ballistische Kunstharz-Pressholzplatte (Delignit® Panzerholz Protect) für Wand- und Deckenverkleidung im Innen- und Außenbereich sowie einbruchsichere Türen und Fenster. Delignit® Panzerholz Protect ist ein ökologischer Konstruktionswerkstoff für durchschuss-, spreng- und splitterhemmende und einbruchsichere Systemlösungen (Delignit® Modular Protection System).

Protection Systems mit Delignit® - Panzerholz Protect

Eigenschaften

Delignit® Panzerholz Protect kann mit marktüblichen Klebstoffen beschichtet werden und z.B. über dekorative HPL oder Furniere in einen Dekorverbund eingepasst werden. Es wird damit unsichtbar.

Hierdurch erkennen potenzielle Angreifer nicht, in welchem Umfang ein Objekt geschützt ist.

Das Delignit® Modular Protection System MPS besteht aus einem mehrlagigem Aufbau aus Delignit® Panzerholz Protect Platten. So werden die geforderten Eigenschaten in Bezug auf Durchschusshemmung, Sprengwirkungshemmung, Splitterschutz, Brandhemmung und Einbruchhemmung (RC4) erfüllt.

Eigenschaft

Delignit® Panzerholz Protect

Delignit® Modular Protection System (MPS)

Delignit® Kunstharzpressholz

Produktbeschreibung

Holzwerkstoff mit Sicherheitsfunktionen

Mehrlagiges Schutzsystem aus Panzerholzplatten

Hochvergüteter Plattenwerkstoff aus Kunstharz und Hartholz

Zielgruppe/Branche

Regierungen, Behörden, Militär, Unternehmen

Sicherheitsmöbel, Gebäudesicherung

Industrie, Logistik, Perimeterschutz

Material

Buchen-Furniersperrholz

Delignit® Panzerholz Protect Platten

Kombination aus Kunstharz und Hartholz

Schutzklasse

RC4

FB1 bis FB7 (DIN EN 1522)

RC4

Gewicht

50 % leichter als Aluminium

k. A.

80 % leichter als Stahl

Feuerhemmung

Ja

Ja

Ja

Durchschusshemmung

Ja

Ja

Ja

Beispielanwendung

Sicherheitsverkleidungen

Wandelemente, Fensteranschlüsse

Sicherheitsmöbel, Bankenschalter

Was ist Delignit® Kunstharzpressholz?

Ursprung im Buchen-Furniersperrholz

hochvergüteter Plattenwerkstoff (Kunstharzpressholz) nach DIN 7707 aus einer Kombination von duromerem Kunstharz und Hartholz mit hochvergüteter Struktur

plattenförmig aufgebaut

bietet bei geringeren Gewicht metallähnliche Eigenschaften

Eigenschaften

gute ballistische Eigenschaften

hohe Festigkeit, Härte, Abrieb- und Verschleißfestigkeit

antistatisch, korrosionsbeständig und unempfindlich gegen Öle und viele Chemikalien

Ökologisches Produkt

leicht zu bearbeitender Holzwerkstoff - mit marktüblichen Werkzeugen

feuerhemmende Eigenschaften

Einbruchhemmung Widerstandsklasse RC 4

geringes Gewicht (50 % leichter als Aluminium und 80 % leichter als Stahl)

Delignit ModularProtection System

Schematische Beispielzeichnungen Eck- und Plattenverbindung | Tür- und Fensteranschluss

Nachaltigkeit

Die Delignit® Werkstoffe binden Kohlenstoff über den gesamten Lebenszyklus.

Beispielsweise haben 1000 m2 Festholz in 50 mm Dicke einen Einfluss auf das GWP (Global Warming Potential) von -170 Tonnen CO2 Äq. (eigene Berechnung auf Basis der EPH-VHI-20211099-IBG1-DE (Modul A1+A2+A3)).

Es kommen nur Materialien zum Einsatz, die strengsten ökologischen Maßstäben gerecht werden. Die ballistischen Panzerholz® Protect Platten sind darüber hinaus mit einfachsten Verfahren zu bearbeiten, dabei widerstehen sie extremen Umwelteinflüssen bei exzellenten durchschuss-, spreng- und splitterhemmenden Eigenschaften.

Zertifizierungen

Für viele der Produkte stehen Zertifikate - auch kundenspezifische - und Prüfzeugnisse der Beschussämter zur Verfügung.

Die Widerstandsklassen für Beschusshemmung werden nach der europäischen Norm DIN EN 1522 in sieben Klassen unterteilt, von FB1 bis FB7.

Prüfzeugnisse zur Schusssicherheit nach DIN EN 1522

Nicht splitternde Systeme (NS)

FB1 NS 20 mm | FB3 NS 40 mm | FB4 NS 45 mm

Splitterende Systeme (S)

Anwendungen

Die Sicherheitssysteme sind weltweit im Einsatz

Gebäudesicherheit

Perimeterschutz

Maritime Sicherheit

Mobile Sicherheit

Regierungen

Behörden

Militär

Organisationen, Unternehmen sowie Privatpersonen mit einem besonderen Sicherheitsanspruch

Planungsfragen kompakt

Wie wird die erforderliche Schutzklasse (RC, FB) für ein Objekt ermittelt?

Die Schutzklasse ergibt sich aus einer objektbezogenen Schutzbedarfsanalyse unter Berücksichtigung von Nutzung, Exponierung, Bedrohungsszenario, Versicherungsanforderungen und ggf. behördlichen Vorgaben. Ohne diese Analyse lassen sich weder RC- noch FB-Klassen sinnvoll festlegen – eine pauschale Übernahme hoher Klassen führt zu unnötigen Kosten, eine zu niedrige Einstufung zu Schutzlücken.

Reicht eine beschusshemmende Platte allein aus oder muss das Gesamtelement geprüft sein?

Eine beschusshemmende Platte allein erfüllt keine normgerechte Schutzklasse. Nachgewiesen werden muss immer das geprüfte Gesamtelement einschließlich Rahmen, Verglasung, Beschlägen und Befestigung – einzelne Komponenten ohne Systemprüfung sind normativ nicht anrechenbar.

Wie muss das Leistungsverzeichnis für beschuss- oder einbruchhemmende Bauteile formuliert sein?

Das Leistungsverzeichnis muss die geforderte Schutzklasse nach gültiger Norm (z. B. EN 1522/1523 für Beschusshemmung, EN 1627–1630 für Einbruchhemmung) eindeutig benennen und den Nachweis durch Prüfzeugnisse oder allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen fordern. Nur so sind Angebote verschiedener Hersteller vergleichbar und die Schutzwirkung vertraglich gesichert.

Welche Nachweise müssen für beschuss- und einbruchhemmende Bauteile bereits in der Planungsphase vorliegen?

Bereits in der Planungsphase sollten gültige Prüfzeugnisse nach den einschlägigen Normen (EN 1522/1523, EN 1627–1630) sowie ggf. eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ/aBG) des Gesamtelements vorliegen. Ohne diese Nachweise ist eine genehmigungsfähige Planung nicht möglich.

Wie müssen Wandanschlüsse und Befestigungen bei Schutzwänden geplant werden?

Zargen, Wandanschlüsse und Befestigungen müssen gemäß der Prüfgrundlage des Gesamtelements ausgeführt werden, da sie die häufigste Schwachstelle darstellen. Abweichungen von der geprüften Einbausituation – etwa geänderte Dübel, Unterkonstruktionen oder Fugenausbildungen – können die zertifizierte Schutzklasse ungültig machen.

Sind Durchdringungen wie Steckdosen oder Leitungsführungen in Schutzwänden zulässig?

Durchdringungen in Schutzwänden sind nur zulässig, wenn sie im Prüfzeugnis oder in der Herstellerfreigabe des Systems berücksichtigt sind. Jede nicht freigegebene Durchdringung – etwa für Steckdosen, Kabel oder Sensorik – kann die Schutzwirkung aufheben und muss daher frühzeitig mit dem Systemhersteller abgestimmt werden.

Was bedeuten die Brandverhaltensklassen D-s1-d0 oder B-s1-d0 bei Sicherheitsholzwerkstoffen?

Die Klassen D-s1-d0 bzw. B-s1-d0 nach EN 13501-1 beschreiben ausschließlich das Brandverhalten des Baustoffs (Entflammbarkeit, Rauchentwicklung, brennendes Abtropfen). Sie ersetzen keine Feuerwiderstandsklasse (z. B. EI 30 oder EI 60) – wird zusätzlich Feuerwiderstand gefordert, ist ein separater Nachweis für das Gesamtbauteil erforderlich.

Passende Inhalte zur Produktinformation "Delignit® Panzerholz Protect - Holzwerkstoff f. sicherheitsrelevante Anwendungen"

Bitte melden Sie sich an

Um diese Funktion nutzen zu können, müssen Sie bei heinze.de registriert und angemeldet sein.

Hier anmelden
Diese Seite weiterempfehlen
1601155951