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VEDAG ist einer der führenden deutschen Hersteller für Polymerbitumen- und Bitumenabdichtungsbahnen, Bautenschutzprodukte sowie Spezialbitumina. VEDAG bietet die Bitumenbahnen in vier verschiedenen Qualitätsstufen an: vom Basis-Sortiment über das Standard- und Top- bis zum Star-Sortiment für hohe Ansprüche und Anforderungen.

Ein- und zweilagige Abdichtungssysteme

VEDAG Bitumenbahnen in vier abgestuften Qualitätsklassen

Je nach Objekt und Beanspruchung haben Flachdächer sowie Bauwerksabdichtungen unterschiedliche Materialanforderungen. Um die Auswahl zu erleichtern, unterteilt VEDAG sein klassisches Bitumenportfolio in vier verschiedene Qualitätsstufen: vom zuverlässigen Basis- oder Standard- über das Top- bis zum Star-Sortiment für höchste Ansprüche und Anforderungen.

Das Sortiment umfasst Polymerbitumenbahnen und Bitumenbahnen für Oberlagen, Unterlagen, Dampfsperren sowie Spezialanwendungen. Dabei greifen alle Schichten des Dachaufbaus perfekt ineinander.

Basis-Qualität: Bitumenbahnen, erfüllen die Mindestanforderungen der Norm

Standard-Qualität: Elastomerbitumenbahnen, erfüllen die Mindestanforderungen der Norm

Top-Qualität: Elastomerbitumenbahnen mit technischen Werten über den Mindestanforderungen der Norm für erhöhte Anforderungen

Star-Qualität: Plastomer- und Elastomerbitumenbahnen mit technischen Werten weit über den Mindestanforderungen der Norm für erhöhte Anforderungen

Weitere Informationen: BRO VEDAG | Übersicht Produkte

VEDAG bietet ein- und zweilagige Abdichtungssysteme für eine Vielzahl von Anwendungen an:

für Untergründe aus Beton, Metall, Holz

für Nutzdächer, Gründächer, Schrägdächer

für die Dachsanierung

für Carports und Unterstände

für Terrassen, Balkone Laubengänge

für hitzeempfindliche Untergründe

für hohe thermische und mechanische Beanspruchungen

für befahrbare Verkehrsflächen

für Behelfsabdichtungen

für erdberührte Bauteile

mit auf Radondichtheit geprüften Bahnen

Sonderbahnen wie Vedawalk für Laufwege auf Industriedächern

Turbo-Technologie

Turbo-Technologie | Schnell verlegt & stark im Ergebnis

Bei der Planung großflächiger Dächer bestimmt die Gesamtkostenbetrachtung maßgeblich die Wirtschaftlichkeit eines Projekts. Neben den reinen Materialkosten entscheiden vor allem Ausführungsgeschwindigkeit und Prozesssicherheit über den Projekterfolg. Die VEDAG Turbo-Technologie kombiniert die Vorteile der Selbstklebetechnologie mit einer gezielten thermischen Aktivierung und ermöglicht so eine hochrationelle Verlegung bei verlässlich hoher Verarbeitungsqualität.

Hohe Flächenleistung: bis zu doppelt so viel Fläche in der gleichen Zeit verlegen*)

Hohe Verlegeeffiizienz: schnelle Verarbeitung durch thermische Aktivierung

Sicheres Ergebnis: optische Kontrolle durch sichtbare Schweißraupe

Weitere Informationen: VEDAG Turbo-Technologie

*) Im Vergleich zu VEDAG Bahnen ohne Turbo-Technologie. Werte abhängig von der jeweiligen Bahn und den Verarbeitungsbedingungen.

Zubehör

Vedaseal 1K Flüssigkunststoff | Für gute Detaillösungen

Detailbereiche auf Flachdächern – etwa Lichtkuppeln, Dachgullys, Attiken, Wandanschlüsse oder Durchdringungen – stellen besondere Anforderungen an die Abdichtung. Dafür werden Lösungen benötigt, die sich sicher verarbeiten und zuverlässig an unterschiedliche bauliche Gegebenheiten anpassen lassen.

Vedaseal 1K ist ein einkomponentiger, modifizierter Polyurethan-Flüssigkunststoff zur Abdichtung solcher Bereiche. Nach kurzem Umrühren kann das Material ohne Anmischen verarbeitet werden. Es ermöglicht eine naht- und fugenlose Einbindung von Details in die Flächenabdichtung.

Maximale Verarbeitungsfreundlichkeit: ohne Anmischen – nach kurzem Umrühren – sofort verwendbar und frei von zugesetzten Lösemitteln und Weichmachern.

Bereits nach ca. 60 Minuten ist die Abdichtung regenfest, dazu rissüberbrückend, UV- und alkalibeständig sowie schnell aushärtend.

Der Flüssigkunststoff härtet im wiederverschließbaren Kunststoffgebinde nicht durch und bleibt nach Anbruch weiterhin verwendbar.

Die Kombination mit passenden Grundierungen und Primer gewährleisten eine optimale Haftung auf unterschiedlichsten Untergründen.

Weitere Informationen: BRO Vedaseal 1K | Grundierungsempfehlung erhalten

Thermazone Flachdachdämmung

Mit BMI Thermazone steht nicht der einzelne Dämmstoff im Fokus, sondern ein technologisch abgestimmtes Gesamtsystem. Dämmen und Abdichten ergänzen sich optimal.

Ob Hochleistungs-PIR, wirtschaftliches EPS oder hocheffiziente Vakuumdämmung, sämtliche Komponenten sind auf die Abdichtungslagen von VEDAG geprüft und systematisch aufeinander abgestimmt.

Schlanke Dachaufbauten mit geringer Aufbauhöhe.

Systemgeprüfte Lösungen mit bis zu 15 Jahren Garantie auf den gesamten Dachaufbau.

Objektbezogene Gefällepläne für eine sichere Entwässerung auch bei komplexen Dachgeometrien.

Die Systeme sind vielseitig einsetzbar und eignen sich auch für Anwendungen wie Gründächer, PV-Anlagen oder Industrie-Leichtdächer nach DIN 18234.

Aufeinander abgestimmtes Zubehör gewährleistet eine reibungslose Verarbeitung.

Weitere Informationen:

BRO BMI Thermazone

Drill-Tec – Mechanisches Befestigungssystem mit geprüfter Windsogsicherheit

Drill-Tec ist ein Befestigungssystem für die mechanische Fixierung von Dachaufbauten und auf die Systemlösungen von VEDAG abgestimmt.

Die Befestigung der einzelnen Dachschichten kann in einem Arbeitsgang erfolgen. Dies kann den Planungs- und Ausführungsaufwand reduzieren. Für die Bemessung stehen Windsogprüfungen als Grundlage zur Verfügung, die den Einsatz auch bei hohen Windlasten berücksichtigen.

Auf unterschiedliche Untergründe, Bahnen und Dämmstoffkonstruktionen abgestimmt.

Statische Berechnungen auf Basis umfangreicher Windsogtests gemäß DIN EN 1991.

Korrosionsbeständigkeit und hohe mechanische Belastbarkeit der Komponenten.

Reduzierter Aufwand in der Entwurfs- und Ausschreibungsphase durch objektbezogene statische Einzelnachweise und Gefälleberechnungen.

Umfassende Unterstützung von der Planung über die technische Beratung bis hin zur Unterstützung auf der Baustelle.

Weitere Informationen:

Drill-Tec Flachdachbefestiger | Berechnungsservice Windsogsicherung

Kunststoff-Systemteile | Lösungen für die Flachdachentwässerung und -lüftung

Die Flavent Pro Systemkomponenten aus hochwertigen Kunststoffen verbinden überdurchschnittliche Ablauf- und Lüftungswerte mit hoher Verarbeitungsfreundlichkeit. Sie sind Teil des abgestimmten Gesamtsystems.

Hochwertige Kunststoffe (PPO/ASA) gewährleisten UV-Beständigkeit und hohe Funktionalität.

Hohe Qualität dank interner und externer Kontrolle und Überwachung (TÜV Rheinland-geprüft).

Flexible Verarbeitung durch BMI Bitumenmanschette Polar, PPO-Flansch und weitere Anschlussmöglichkeiten.

Wartungsfreundliches, schlankes Design mit einheitlichen Kernbohrmaßen.

Weitere Informationen: Kunststoff-Systemteile

Planung und Services

BMI SystemFinder – Online-Konfigurator für Dachsystemaufbauten

Der SystemFinder unterstützt bei der Auswahl eines geeigneten Systemaufbaus für unterschiedliche Projektanforderungen.

Ob Neubau oder Sanierung, Gründach oder Photovoltaikanlage, Bitumen- oder Kunststoffbahnen sowie Untergründe aus Holz, Beton oder Stahltrapezblech – für verschiedene Anwendungen können passende Systemaufbauten ermittelt werden.

Filterbare Auswahl nach Bauweise, Untergrund und Nutzungsart (z. B. Gründach, Photovoltaik).

Geprüfte, systemkompatible Aufbauten je Anwendungsfall.

Für die Gebäudezertifizierung, z. B. nach DGNB, können projektspezifisch relevante Informationen zu ausgewählten Systemaufbauten berücksichtigt werden. Die Zertifizierung des Gebäudes erfolgt durch die zuständige Zertifizierungsstelle und hängt von weiteren Planungskriterien ab.

Direkter Zugriff auf Leistungsbeschreibungen und CAD-Daten für die Planung.

Zum SystemFinder und weitere Informationen:

SystemFinder Konfigurator | SystemFinder

Flachdach-Service – Fachberechnungen und Planungshilfen für die Ausführungsplanung

Normgerechte Fachberechnungen und detaillierte Datengrundlagen unterstützen die Ausführungsplanung. Sie schaffen eine belastbare Grundlage für Planung und Dimensionierung und können den Zeitaufwand im Planungsprozess reduzieren.

Planung der Gefälledämmung

Berechnung der Dach- und Notentwässerung

Windlastberechnung

FlachdachCheck

Individuelle Beratung durch unsere Experten und viele weitere Services

Weitere Informationen:

BMI Flachdach-Services

PlanMaster – Digitales Dachaufmaß für Steil- und Flachdächer ohne Vor-Ort-Begehung

PlanMaster liefert präzise, schnelle und digitale Aufmaßdaten für Steil- und Flachdächer. Die Datenerfassung erfolgt ohne Begehung der Dachfläche und stellt eine Grundlage für die weitere Planung und Kalkulation bereit.

Detailliertes Dachaufmaß innerhalb von maximal 48 Stunden per E-Mail erhalten.

Inklusive CAD-Datei im DWG-Format zur sofortigen Integration in Ihre Planungssoftware.

Spart Arbeitszeit, Kosten und Kapazitäten.

Unabhängig von Wetter und Jahreszeiten.

Weitere Informationen und Bestellung:

BRO BMI PlanMaster | PlanMaster

Anwendungsbeispiele für Flachdachabdichtungen

Flachdachabdichtung

Zweilagige Abdichtung aus Polymerbitumenbahnen

thermisch aktivierbare Oberlagsbahn mit Duo-, BlueSpeed- und Turbo-Technologie

kaltselbstklebende Unterlagsbahn mit Sicherheitsnaht auf PIR-Wärmedämmung

eingeflämmt in eine schweißbare Elastomerbitumen-Dampfsperrbahn mit Trägereinlage (Aluminiumpolyesterkombination und Glasgewebe) und BlueSpeed-Technologie

Unterkonstruktion: Stahlbeton

Schichtaufbau im Einzelnen:

Vedastar Duo SO

Vedastar SU Safety 3,5

Thermazone PIR Alu-Gefälledämmung

Thermazone PIR Alu-Flachplatte 023 dh

Vedagard AL-G 4E

Unterkonstruktion: Stahlbetondecke

Industriedach

Parkhaus aus Holz

Zweilagige mechanisch befestigte Abdichtung aus Polymerbitumenbahnen

verschweißbare Oberlagsbahn mit Duo- und BlueSpeed-Technologie

kaltselbstklebende Unterlagsbahn mit Sicherheitsnaht auf PIR-Wärmedämmung 023 (120 kPa)

brandlastreduzierte, kaltselbstklebende Elastomerbitumen-Dampfsperrbahn mit Aluminiumeinlage

Unterkonstruktion: Stahltrapezprofil

Schichtaufbau im Einzelnen

Vedastar Duo

Vedastar SU Safety 3,5

Thermazone PIR Alu-Flachplatte 023 dh

Vedagard Safety blank

Unterkonstruktion: Stahltrapezprofil

Dachsanierung: Bauen im Bestand

Staatsoper Berlin

Einlagiger verklebter Dachaufbau für die Sanierung

thermisch aktivierbare Elastomerbitumenbahn mit integriertem Dampfdruckausgleich

schnell trocknender, lösemittelhaltiger Bitumen-Voranstrich

Unterkonstruktion: bestehendes Altdach

Schichtaufbau im Einzelnen

Vedapoint O

Emaillit BV-express

Unterkonstruktion: bestehendes Altdach

Planungsfragen kompakt

Welche Bitumenabdichtung ist bei Flachdächern einlagig oder zweilagig auszuführen?

Gemäß DIN 18531-3 richtet sich die Anzahl der Lagen (einlagig oder zweilagig) bei einer Bitumenabdichtung auf Flachdächern nach dem Anwendungsbereich (nicht genutztes oder genutztes Dach) sowie dem geplanten Gefälle. In der Regel wird eine Abdichtung aus Bitumen- und Polymerbitumenbahnen mehrlagig (zweilagig) ausgeführt.

Einlagige Ausführung:

Nicht genutzte Dächer

Geplante Gefälle muss > = 2% betragen

Anwendungstyp DE

Mehrlagige Ausführung:

Nicht genutzte und/oder genutzte Dächer

Gefälle > = 2%

Gefälle < = 2% oder gefällelos

Anwendungstyp DU + DO

Welche Anforderungen stellt ein Gründach an eine Bitumenabdichtung?

Für Gründächer muss die Bitumenabdichtung wurzelfest nach FLL-Verfahren oder DIN EN 13948 nachgewiesen sein; alternativ ist eine separate Wurzelschutzbahn vorzusehen. Zusätzlich sind die Lasten des wassergesättigten Aufbaus statisch zu berücksichtigen und die Abdichtung vor dem Verdecken auf Dichtheit zu prüfen.

Was ist bei Bitumenabdichtungen unter Photovoltaikanlagen zu beachten?

Bei Photovoltaikanlagen sind Auflasten, Windsog und die zusätzliche statische Beanspruchung zu prüfen. Durchdringungsfreie Systeme reduzieren das Leckagerisiko, während Durchdringungen systemkonform in die Abdichtung einzubinden sind; außerdem müssen Wartung, spätere Sanierung und mögliche Auswirkungen auf die Herstellergarantie frühzeitig geklärt werden.


Bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Flachdächern, die mit Bitumen- (oder Kunststoff-/Elastomerbahnen) abgedichtet sind, müssen folgende Aspekte beachtet werden, um die Hauptfunktion des Daches – den Schutz vor Wasser – dauerhaft zu gewährleisten:

Restnutzungsdauer:

Die zu erwartende Nutzungszeit der Dachabdichtung sollte der geplanten Nutzungsdauer der Solaranlage (in der Regel ca. 25 Jahre) entsprechen. Auf Bestandsbauten muss die Dachabdichtungsschicht vor der Installation bewertet, gegebenenfalls instand gesetzt oder im Zweifelsfall komplett erneuert werden.

Uneingeschränkte Funktionstüchtigkeit:

Die Solaranlage darf die Funktion der Abdichtung nicht negativ beeinflussen. Der Wasserablauf darf nicht behindert werden, Dachabläufe müssen Tiefpunkte bleiben und es darf keine Pfützenbildung entstehen. Zudem muss die Abdichtung für Wartungszwecke zugänglich bleiben.

Keine Lasteinleitung in die Abdichtung:

Dachabdichtungen dürfen nicht zur Befestigung (z. B. durch Verklebung) von Solaranlagen genutzt werden. Der Abdichtung darf grundsätzlich keine Übertragung von planmäßigen Kräften parallel zu ihrer Ebene (horizontale Kräfte) zugewiesen werden.

Schutz und Materialverträglichkeit:

Während der Montage muss die Abdichtung ausreichend geschützt werden. Alle Elemente der Anlage müssen mit der Dachabdichtung materialverträglich sein.

Dachdurchdringungen:

Durchdringungen der Dachabdichtung (z. B. für Verankerungen oder Kabel) sollten auf ein Minimum begrenzt werden. Die fachgerechte Ausführung dieser Anschlüsse, die stets aus der wasserführenden Ebene herausgeführt werden müssen, ist zwingend durch einen Dachhandwerker vorzunehmen.

Regelmäßige Wartung:

Um die erwartete Nutzungsdauer zu erreichen, muss die Dachabdichtung (neben der Solaranlage) regelmäßig – mindestens halbjährlich – von einem Dachhandwerker inspiziert und gewartet werden.

Welches Mindestgefälle ist bei Bitumen-Flachdächern erforderlich?

Für Flachdächer wird in der Regel ein Gefälle von mindestens 2 % zur Entwässerung empfohlen; maßgeblich ist die fertige Abdichtungsoberfläche. Gefälledämmungen und eine objektbezogene Entwässerungsplanung helfen, Durchbiegungen, Toleranzen und ungünstige Abläufe auszugleichen und damit stehendes Wasser zu reduzieren.

Nach DIN 18531-1 sollte im Regelfall ein geplantes Mindestgefälle von 2 % für die Unterkonstruktion bzw. die Abdichtungsschicht vorgesehen werden.

Die genauen Anforderungen unterscheiden sich je nach Nutzung und Ausführung der Bitumenabdichtung:

Nicht genutzte Dachflächen:

Das Soll-Mindestgefälle beträgt 2 %. In begründeten Fällen ist jedoch eine Planung mit weniger als 2 % oder ohne Gefälle normkonform möglich.

Genutzte Dachflächen:

Bei genutzten Dächern (z. B. Dachterrassen) darf die Unterkonstruktion der Abdichtung auch ohne Gefälle geplant werden. Ausgenommen hiervon sind Flächen mit Solaranlagen oder haustechnischen Anlagen ohne schweren Oberflächenschutz, für die ebenfalls ein Mindestgefälle von 2 % empfohlen wird.

Kann eine vorhandene Bitumenabdichtung bei der Dachsanierung überdeckt werden?

Eine Überdeckung ist möglich, wenn die Altabdichtung ausreichend haftet, der Aufbau trocken beziehungsweise schadensfrei ist und die Tragkonstruktion die zusätzlichen Lasten aufnehmen kann. Vorab sind daher Feuchte, Haftung, Schichtenaufbau und Tragfähigkeit zu prüfen; bei Durchfeuchtung ist meist ein Rückbau bis zur trockenen Schicht erforderlich.

Wie wird die Dampfsperre bei einer Flachdachsanierung auf dem Altdach geplant?

Eine intakte und dichte Altabdichtung kann bei einer Sanierung häufig die Funktion der Dampfsperre übernehmen. Bei durchfeuchteten Aufbauten sind Maßnahmen zum Dampfdruckausgleich erforderlich; ein Tauwassernachweis nach DIN 4108-3 oder eine hygrothermische Simulation sollte den geplanten Schichtenaufbau absichern.

Welche Brandschutzanforderungen gelten für Flachdächer auf Stahltrapezprofilen?

Flachdächer auf Stahltrapezprofilen müssen die Anforderungen der DIN 18234 zum baulichen Brandschutz großflächiger Dächer erfüllen. Entscheidend ist ein als Gesamtsystem geprüfter Dachaufbau aus Dampfsperre, Dämmung und Abdichtung; bei Photovoltaik, Begrünung oder Oberlichtern sind zusätzliche Anforderungen zu prüfen.

Wie wird die Windsogsicherung bei mechanisch befestigten Flachdachaufbauten bemessen?

Die Windsogsicherung ist objektbezogen nach DIN EN 1991-1-4 und den einschlägigen Anwendungsregeln zu bemessen. Dabei werden Eck-, Rand- und Innenbereiche sowie Untergrund, Dämmstoffdicke, Befestigungsmittel und Abdichtungssystem berücksichtigt; Anzahl und Anordnung der Befestiger ergeben sich aus der statischen Berechnung.

Wie werden Anschlüsse an Attiken, Durchdringungen und Lichtkuppeln bei Bitumenabdichtungen ausgeführt?

Anschlüsse und Durchdringungen sind mit ausreichenden Anschlusshöhen, geeigneten Manschetten oder systemgerechten Flüssigkunststoffen auszuführen. Die Abdichtung muss mindestens 15 cm über die Oberkante des Belags hochgeführt werden; Grundierungen und Detailmaterialien sind auf Beton, Metall, Holz oder Altbitumen abzustimmen.

Sind kaltselbstklebende Bitumenbahnen eine geeignete Alternative zum Flammverfahren?

Kaltselbstklebende Bitumenbahnen sind bei geeigneten Systemen eine gleichwertige Alternative, wenn Untergrund, Temperatur und Feuchte den Herstellervorgaben entsprechen. Bei niedrigen Temperaturen oder feuchten Untergründen kann die Haftung nachlassen; thermisch aktivierbare Systeme ermöglichen eine besser kontrollierbare Verklebung.

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