COREPEL von SWISS KRONO ist eine wasserbeständige XDF-Kompaktfaserplatte für hochbeanspruchte Außenbereiche. Mit rund 1.180 kg/m³ Rohdichte, hoher Formstabilität und Einsatzfähigkeit bis Gebrauchsklasse 4 eignet sie sich für Terrassen, Sichtschutz und fassadennahe Bauteile.

Kompaktfaserplatte für die Außenanwendung

Eigenschaften

COREPEL von SWISS KRONO ist eine wasserbeständige Kompaktfaserplatte für anspruchsvolle Außenanwendungen. Sie richtet sich an Projekte, bei denen klassische MDF-, HDF- oder andere Holzwerkstoffplatten aufgrund von Feuchte, Witterung oder mechanischer Beanspruchung an ihre Grenzen stoßen.

Material und Leistungsprofil

Hergestellt mit XDF-Technologie (Extreme Density Fibreboard)

Sehr hohe Rohdichte von rund 1.180 kg/m3

Durch spezielle Harzsysteme . vollständig wasserbeständig verleimt

Hohe Formstabilität, auch bei langfristiger Feuchtebelastung

Alternative zwischen klassischen Holzwerkstoffen und mineralischen Platten

COREPEL Exterior Pure

Rohe Kompaktfaserplatte für besonders belastete Innen- und Außenbereiche.

Anwendungsbereiche

Terrassen und Außenmöbel

Fassadennahe Verkleidungen

Sichtschutzwände

Bauteile in dauerhaft feuchten oder stark beanspruchten Bereichen

Varianten

XDF-N: naturfarben

XDF-B: schwarz durchgefärbt

Besonderheit

Erfüllt laut Hersteller die biologische Gebrauchsklasse 4 nach EN-Norm – damit auch für Bauteile mit direktem Erd- oder Wasserkontakt vorgesehen.

Herstellergarantie bis zu 50 Jahre in den Gebrauchsklassen 1–3 und bis zu 25 Jahre in Gebrauchsklasse 4

Planungsfragen kompakt

Was bedeutet „Gebrauchsklasse 4" bei einem Holzwerkstoff für den Außeneinsatz?

Gebrauchsklasse 4 nach EN 335 beschreibt eine Beanspruchungssituation mit Erd- oder Süßwasserkontakt und dauerhaft feuchten Bedingungen – nicht automatisch die pauschale Eignung eines Produkts. Für die Planung ist zu prüfen, ob sich der Nachweis auf die rohe Platte oder auch auf das fertige Bauteil mit Kanten, Bohrungen und Befestigungen bezieht.

Reicht eine wasserbeständige Verleimung als Nachweis für den dauerhaften Außeneinsatz von Holzwerkstoffen?

Nein. „Wasserbeständig verleimt" beschreibt nur das Verhalten des Bindesystems gegenüber Feuchte. Für den dauerhaften Außeneinsatz sind zusätzlich Quellung, Formstabilität, Nass-Trocken-Wechsel, UV-Beständigkeit, Frost-Tau-Verhalten sowie das Verhalten von Schnittkanten und Bohrungen zu bewerten.

Welche konstruktiven Maßnahmen sind bei feuchtebeständigen Holzwerkstoffen im Außenbereich erforderlich?

Auch bei feuchtebeständigen Platten bleibt konstruktiver Feuchteschutz entscheidend: Gefälle, Entwässerung, kapillarbrechende Trennung, Vermeidung von Staunässe und funktionierende Hinterlüftung bei Bekleidungen. Besonders kritisch sind horizontale oder schwach geneigte Flächen, weil dort Wasser länger steht – die Dauerhaftigkeit hängt meist stärker von der Detailausbildung ab als vom Materialclaim.

Wie sind Schnittkanten, Bohrungen und Befestigungen bei Holzwerkstoffen im Außenbereich auszubilden?

Bearbeitete Bereiche sind die kritischsten Zonen, weil dort die werkseitige Oberfläche geöffnet wird und Feuchte leichter eindringt. Kantenbehandlung, eventuelle Versiegelung, Vorbohren, zulässige Randabstände und die Wahl korrosionsbeständiger Befestiger sollten bereits in der Detailplanung festgelegt werden.

Kann eine hochverdichtete Faserplatte ohne Weiteres als Fassadenbekleidung eingesetzt werden?

Nicht automatisch. Für Fassadenbekleidungen ist das Gesamtsystem entscheidend: Unterkonstruktion, Hinterlüftung, Befestigung, Fugenbild, Windlastnachweis, Feuchteabführung und Brandklassifizierung. Zusätzlich ist zu prüfen, wie sich die Oberfläche unter UV- und Witterungseinwirkung langfristig verhält.

Kann ein feuchtebeständiger Holzwerkstoff als Terrassenbelag ausgeschrieben werden?

Nur wenn explizite Nachweise für begehbare Außenflächen vorliegen. Terrassen stellen Anforderungen an Rutschverhalten, Punktlastfestigkeit, Abrieb, Frost-Tau-Wechsel und Wasserabführung, die über eine allgemeine Außenbeständigkeit hinausgehen. Eine Feuchtebeständigkeit allein ist nicht mit der Eignung als Terrassenbelag gleichzusetzen.

Welche Nachweise sollten vor der Ausschreibung feuchtebeständiger Holzwerkstoffe für Außenanwendungen vorliegen?

Vor der Ausschreibung sollten technische Datenblätter, Verarbeitungsrichtlinien, Angaben zur Dauerhaftigkeit, Brandklassifizierung, zulässige Befestiger und Unterstützungsabstände sowie Hinweise zu Kanten und Oberflächen vorliegen. Bei Fassaden, begehbaren Flächen oder Erdbeanspruchung müssen die zugrunde gelegten Prüf- und Verwendbarkeitsnachweise eindeutig nachvollziehbar sein.

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