Ein Bindemittel mit Brandschutzleistung, das beim Verbrennen keine toxischen Gase erzeugt und effektiv die Ausbreitung von Flammen hemmt: IGNIRIT® von LEONHARD KURZ

Flammhemmendes Bindemittel

IGNIRIT® – Effektiver Brandschutz für entzündliche Baustoffe

IGNIRIT® ist ein Bindemittel mit flammhemmenden Eigenschaften, das für die Anwendung auf saugenden und brennbaren Materialien entwickelt wurde. Je nach Auftragsgewicht und zu schützendes Material, ist eine verbesserte Brandstoffklasse denkbar. Es setzt beim Verbrennen keine toxischen Gase frei.

Eigenschaften

Hergestellt aus einem natürlichen Nebenprodukt der Lebensmittelproduktion (z. B. Melasse).

Intumeszierend: Bildet bei Kontakt mit Feuer eine isolierende Kohlenstoffschicht und setzt CO2 frei, wodurch Sauerstoff verdrängt und die Flammenausbreitung gehemmt wird.

99,9 % Flammschutz, unbedenklich für Umwelt und Anwendung.

Schutzwirkung: Erhöht die Sicherheit durch Bildung einer Schutzbarriere auf dem behandelten Material.

Anwendungsbereiche

Geeignet für Beschichtungs- und Bindemittelsysteme in der Bauindustrie.

Die erforderliche Einsatzmenge hängt vom Materialtyp, der Brandstoffklasse und dem Anwendungsbereich ab.

Folgende Materialien können z.B. mit IGNIRIT® geschützt werden: Holz, Stroh, Vlies, Farben

Vielseitig anwendbar: Im Spritz-, Roll- oder Streichverfahren einsetzbar

Broschüre: IGNIRIT®

Hinweis zur Anwendung: Die Angaben stützen sich auf den Stand der Kenntnisse und Erfahrungen zum Zeitpunkt seiner Erstellung. Sie wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, eine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Die Angaben bedeuten keine Garantie oder Eignung für einen bestimmten Einsatzzweck. Sie bedeuten keine Erweiterung von Rechten und Pflichten aus dem jeweiligen Lieferverhältnis und befreien den Verarbeiter des Produkts nicht von seiner Verpflichtung zur sorgfältigen Prüfung, insbesondere der Wareneingangskontrolle und der Eignung des bezogenen Produkts für seinen Anwendungszweck. Dies gilt insbesondere für alle verarbeitungsrelevanten Prozessschritte vor und nach der Verarbeitung des Produkts, die einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis des Verarbeitungsprozesses haben können, die aber vollständig außerhalb der Kontrolle von KURZ liegen. Der Inhalt dieses Dokuments ist nicht zur Beschreibung der Qualitätseigenschaften des jeweiligen Produkts bestimmt.

Planungsfragen kompakt

Welche Prüfnachweise sind erforderlich, um eine verbesserte Baustoffklasse nach Behandlung mit einem flammhemmenden Bindemittel geltend zu machen?

Die Baustoffklassifizierung nach DIN 4102 (z. B. B1) oder EN 13501-1 (z. B. B-s1, d0) erfordert ein Prüfzeugnis einer anerkannten Materialprüfanstalt (MPA). Bei Systemen ohne harmonisierte Norm ist zusätzlich eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) oder eine Europäische Technische Bewertung (ETA) notwendig. Entscheidend ist die Prüfung des gesamten Verbunds aus Substrat und Beschichtung.

Worin unterscheiden sich flammhemmende Bindemittel von Brandschutzplatten, Brandschutzputzen und klassischen Dämmschichtbildnern?

Flammhemmende Bindemittel verbessern die Baustoffklasse (z. B. von B2 auf B1) und erhalten die Sichtbarkeit des Materials. Brandschutzplatten und -putze erhöhen den Feuerwiderstand durch physische Barrieren, während Dämmschichtbildner intumeszierend wirken und vor allem für Stahlbauteile eingesetzt werden.

Welche Flammschutzsysteme ermöglichen den Einsatz sichtbarer Holzoberflächen in den Gebäudeklassen 4 und 5?

Für sichtbare Holzoberflächen in Gebäudeklassen 4 und 5 ist mindestens die Baustoffklasse B1 (schwerentflammbar) erforderlich. Dies kann durch Flammschutzmittel erreicht werden, sofern das Substrat und die Beschichtung als Verbund geprüft und zugelassen sind. Entscheidend sind dabei die Ergebnisse von SBI-Tests (EN 13823) und Kleinbrennertests (EN ISO 11925-2).

Welche Auftragsgewichte und Schichtdicken sind bei intumeszierenden Systemen erforderlich, und wie wird die Applikationsqualität kontrolliert?

Die erforderliche Schichtdicke und das Auftragsgewicht sind substratabhängig und in Prüfzeugnissen definiert. Die Qualität wird durch Schichtdickenmessungen und Verbrauchskontrollen überwacht. Für sicherheitsrelevante Anwendungen kann eine Fremdüberwachung notwendig sein.

Wie dauerhaft ist die Schutzwirkung flammhemmender Beschichtungen, und welche Faktoren beeinflussen die Langzeitbeständigkeit?

Die Schutzwirkung hängt von Feuchtigkeit, UV-Strahlung und mechanischen Einflüssen ab. Bei wasserlöslichen Systemen besteht die Gefahr des Auswaschens. Für Außenanwendungen sind Schutzmaßnahmen wie Decklacke erforderlich. Wartungsintervalle und Nachbehandlungen sollten eingeplant werden.

Können über ein flammhemmendes Bindemittel weitere Beschichtungen aufgebracht werden, ohne die Brandschutzwirkung zu beeinträchtigen?

Zusätzliche Beschichtungen können die Brandschutzwirkung beeinflussen. Die Baustoffklassifizierung gilt nur für geprüfte Gesamtsysteme. Vor der Anwendung weiterer Schichten sollten Kompatibilitätsnachweise oder Systemfreigaben des Herstellers geprüft werden.

Welche Emissionen entstehen bei intumeszierenden Bindemitteln im Brandfall und im Normalbetrieb?

Im Brandfall setzen biobasierte Bindemittel wie Melasse primär CO₂ und Wasserdampf frei, während halogenhaltige Systeme toxische Gase abgeben können. Im Normalbetrieb sind VOC-Emissionen relevant, insbesondere für Innenräume. Prüfberichte gemäß AgBB-Schema oder EN 45545-2 sollten vorliegen.

Wie wird ein flammhemmendes Bindemittel korrekt im Leistungsverzeichnis ausgeschrieben?

Das Leistungsverzeichnis sollte die geforderte Baustoffklasse, Substrattyp, Auftragsverfahren, Schichtdicke, Nachweisführung (Prüfzeugnisse) und Anforderungen an Qualitätssicherung enthalten. Eine präzise Ausschreibung vermeidet Missverständnisse und stellt die Eignung sicher.

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