Die Bodenplatte maxit Strohpanel plan ist eine Trittschalldämmplatte aus dem nachwachsenden Rohstoff Stroh. Sie ist für den Einsatz im schwimmenden Estrichaufbau in Kombination mit Fußbodenheizungssystemen konzipiert.

maxit Strohpanel plan – Trittschalldämmplatte aus Stroh

Grundlage des Bodenaufbaus ist die maxit Strohpanel plan – eine Trittschalldämmplatte aus gepresstem Stroh für den Einsatz im schwimmenden Estrichaufbau. Die Platte ist in drei Stärken erhältlich (10 / 22 / 30 mm) und erreicht eine Trittschallminderung von ΔLw = 18 dB. Als Produkt aus nachwachsendem Rohstoff speichert sie biogenes CO₂ gemäß Umweltproduktdeklaration (EPD).

Technische Daten

Eigenschaft

Wert

Rohdichte

ca. 220 kg/m³

Wärmeleitfähigkeit

WLG 060

Brandverhalten

Klasse E, B2

Trittschallminderung

ΔLw = 18 dB

Stärken

10 / 22 / 30 mm

Zusammendrückbarkeit (2 kPa)

10 mm: 2kPa - 0,4 mm

22 mm: 2kPa - 1,0 mm

30 mm: 2kPa - 1,0 mm

Plattenmaß

1.000 × 500 mm

VOC

frei

EPD

vorhanden

Plattenmaß

1000 x 500 mm

Das maxit Strohpanel plan ist Bestandteil eines aufeinander abgestimmten Systemaufbaus – von der Tragschicht bis zum Oberbelag, mit Fließestrich und Fußbodenheizung, normkonform nach DIN 18560. Die Estrichnenndicke wird dabei gemäß DIN 18560-2 in Abhängigkeit der Verkehrslasten durch den Planer festgelegt.

Schicht

Bauteil

1

Oberbelag

2

Belagsklebstoff

3

maxit floor Spachtelmasse

4

maxit floor Grundierung

5

maxit Fließestrich

6

Fußbodenheizungssystem

7

Schrenzlage (Schutzlage)

8

maxit Strohpanel plan

9

Randdämmstreifen

10

Tragfähiger Untergrund

Verlegehinweise

Untergrund und Ausgleich

Der Untergrund muss fest, tragfähig, trocken und sauber sein und DIN 18560 sowie DIN 18202 entsprechen. Bei aufsteigender Feuchte ist nach DIN 18533 abzudichten. Befinden sich Rohr- oder Kabeltrassen auf der Rohdecke, ist eine Ausgleichsschicht herzustellen, die auch deren Befestigungen überdeckt – hierfür eignen sich maxit plan 4515, maxit floor 4514 oder maxit floor 4520. Bei ebenem Untergrund und einheitlicher Trassenhöhe kann der Ausgleich alternativ über eine Wärmedämmschicht erfolgen.

Verlegung der Dämmschicht

Die Platten müssen vollflächig aufliegen und dicht gestoßen verlegt werden. Bei mehrlagigem Aufbau sind die Stöße versetzt anzuordnen; es dürfen maximal zwei Lagen Trittschalldämmstoff eingebaut werden, wobei die zulässige Gesamtzusammendrückbarkeit einzuhalten ist. Grundsätzlich wird die Trittschalldämmung als unterste Lage eingebaut – liegt jedoch ein Leichtausgleich über Rohr- und Kabeltrassen vor, ist sie als obere Lage durchgehend auszuführen. Die Dämmschicht darf beim Estricheinbau nicht beschädigt werden.

Trennschicht und Randdämmstreifen

Die Dämmschicht ist mit einer Schrenzlage oder PE-Folie ≥ 0,15 mm abzudecken; die Folie wird bis Oberkante Randdämmstreifen hochgeführt, sofern dieser nicht selbst eine aufkaschierte Folie besitzt. Randdämmstreifen (≥ 10 mm) sind an Wänden, Durchdringungen und rohdeckenverbundenen Einbauten anzuordnen. Ihre Höhe reicht von Unterkante Trittschalldämmung bis ca. 2 cm über Oberkante Belag; sie müssen gegen Lageveränderung gesichert werden.

Estrich

Die Nenndicke des Heizestrichs ist vom Planer nach DIN 18560-2 in Abhängigkeit der Verkehrslasten festzulegen. Funktions- und Belegreifheizen erfolgen gemäß Aufheizprotokoll.

Planungswissen kompakt

Welche Zusammendrückbarkeit haben Trittschalldämmplatten und wie beeinflusst sie die Estrichnenndicke?

Die Zusammendrückbarkeit von Trittschalldämmplatten beeinflusst die erforderliche Estrichnenndicke gemäß DIN 18560-2. Hochverdichtete Strohdämmplatten erreichen Werte von c ≤ 1 mm und sind vergleichbar mit mineralischen Dämmstoffen. Die Gesamtzusammendrückbarkeit aller Schichten darf maximal 5 mm betragen. Die Estrichnenndicke wird auf Grundlage der Zusammendrückbarkeit und Verkehrslasten geplant.


Ist eine Trittschalldämmplatte aus Stroh feuchteempfindlich?

Stroh ist feuchteempfindlich und muss trocken sowie abgedichtet eingebaut werden. Baufeuchte und Wasserschäden können Schimmel und Strukturverlust verursachen. Eine PE-Folie oder Schrenzlage schützt die Dämmung vor Feuchte. Bei Wasserschäden ist die Trocknung organischer Dämmstoffe aufwendig.


Reicht ein Trittschallverbesserungsmaß von 18 dB für den Schallschutznachweis im Wohnungsbau?

Ein ΔLw von 18 dB kann die Mindestanforderungen der DIN 4109-1 erfüllen, abhängig vom Gesamtaufbau der Decke. Bei leichten Rohdecken oder erhöhtem Schallschutz ist eine bauakustische Berechnung erforderlich. Das Gesamtsystem bestimmt den Schallschutz, nicht die Dämmplatte allein.


Wie wird der Niveauausgleich bei Rohr- und Kabeltrassen unter der Dämmschicht korrekt hergestellt?

Unebenheiten durch Rohr- und Kabeltrassen werden durch Leichtausgleichsestrich oder Ausgleichsschüttungen ausgeglichen. Alternativ kann eine Wärmedämmschicht als Ausgleich dienen. Die Trittschalldämmplatte muss vollflächig aufliegen, um Hohllagen, Schallbrücken und Estrichrisse zu vermeiden.


Welche Vorteile bietet eine Strohplatte bei der Ökobilanzierung und für Nachhaltigkeitszertifizierungen?

Das maxit Strohpanel plan unterstützt Nachhaltigkeitszertifizierungen wie QNG und DGNB und ist damit eine ideale Wahl für förderfähige Bauprojekte. Dank seiner Umweltproduktdeklaration und CO₂-Speicherung verbessert es die ökologische Gesamtbilanz Ihres Gebäudes.

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