Manuelle Oberlichtöffner und Fensterbeschläge ermöglichen die natürliche Lüftung über Oberlichter und großflächige Fenster. Sie eignen sich für verschiedene Fensterformen und Öffnungsarten. Je nach Ausführung lassen sich auch schwere Flügel mit geringem Kraftaufwand öffnen, in unterschiedlichen Lüftungsstellungen arretieren und sicher verriegeln. Die Systeme sind für eine einfache Bedienung und Montage ausgelegt.

Manuelle Oberlichtöffner und Beschlagssysteme

Manuelle Oberlichtöffner und Fensterbeschläge ermöglichen die natürliche Lüftung über Oberlichter und großflächige Fenster. Die Systeme eignen sich für einwärts öffnende Kipp- und Klappflügel, auswärts öffnende Klappfenster sowie verschiedene Sonderformen wie Schräg-, Dreieck-, Rund- und Flachbogenfenster. Je nach Ausführung lassen sich auch schwere Fensterflügel mit geringem Bedienaufwand öffnen und in unterschiedlichen Lüftungsstellungen positionieren.

Funktionen wie stufenlos einstellbare Öffnungsweiten, Verriegelungseinrichtungen und Fehlbedienungssperren unterstützen den sicheren Betrieb. Die Systeme sind für eine einfache Bedienung und Montage ausgelegt.

Lüftungsanforderungen und passende Lösung

Anforderung

Lösende Eigenschaft

Passendes Produkt

Ein hoch gelegenes Kippfenster soll zur Lüftung geöffnet werden.

Manueller Oberlichtöffner mit einstellbarer Öffnungsweite bis 170 mm

OL 90 N

Für das Oberlicht wird eine größere Öffnungsweite benötigt.

Aufliegender Oberlichtöffner mit 220 mm bzw. 320 mm Öffnungsweite

OL 95 bzw. OL 320

Ein Fenster hat eine Sonderform.

Auch für Schräg-, Dreieck-, Rund- und Flachbogenfenster realisierbar

OL 90 N

Ein großes, schweres Fenster soll leicht bedienbar sein.

Kurbelbetätigung für Flügelgewichte bis 200 kg

F 1200

Die Lüftung soll fein dosierbar sein.

Stufenlos einstellbare Kippstellung bis 180 mm

F 1200

Manuelle Oberlichtöffner für schwer erreichbare Fenster

OL 90 N – Aufliegender Flachform-Oberlichtöffner

Anwendungsbereiche

Anwendungsbereiche

Aufliegender Flachform-Oberlichtöffner mit 170 mm Öffnungsweite

Für die komfortable tägliche Be- und Entlüftung von Räumen und Treppenhäusern

Geeignet für einwärts öffnende Kippfenster

Realisierbar auch für Sonderformen wie Schräg-, Dreieck-, Rund- oder Flachbogenfenster

Flexibel einsetzbar bei unterschiedlichen Anwendungen, beispielsweise für Pfosten-Rahmen- oder Fensterleibungsübertragungen

Kopplung und gemeinsame Bedienung mehrerer Fenster über Eckwinkelübertragung

Automatisierung mittels Elektrolinearantrieb E 212

Montage an Holz-, Kunststoff- und Leichtmetallfenstern

Einfache Rahmenmontage

Produktmerkmale

Volle Öffnungsweite von 170 mm bei allen Flügelhöhen

Individuell einstellbare Öffnungsweite

Platzsparende Ausführung durch flaches Scherendesign

In die Schere integrierte Flügelverriegelung

Scherenaushängung per Auslösetaste für eine erleichterte Fensterreinigung auf der Innen- und Außenseite

Zusätzliche Sicherheitsfunktionen durch Aushängesperre und abschließbaren Handhebel

Verriegelungsmitnehmer und Zusatzverriegelungen zur Verbesserung von Sicherheit und Dichtheit

Ein- und Aushängen der Schere mittels Auslösetaste für eine vereinfachte Reinigung von innen und außen

Vormontierte Baugruppen für eine effiziente Montage

Mehr Informationen

Weitere Produktbeispiele

OL 320

Aufliegender Flachform-Oberlichtöffner mit einer Öffnungsweite von 320 mm

Mehr Informationen

OL 95

Aufliegender Flachform-Oberlichtöffner mit einer Öffnungsweite von 220 mm

Mehr Informationen

Beschlagssysteme für große, schwere Flügel

F 1200 – Kurbeldrehkippbeschlagsystem

Anwendungsbereiche

Kurbeldrehkipp-Beschlagsystem zur manuellen Bedienung großer und schwerer Fenster

Für die tägliche Be- und Entlüftung von Räumen geeignet

Stufenlos einstellbare Lüftungspositionen von der Spaltlüftung bis zur maximalen Kippstellung

Geeignet für Dreh-Kipp-Fenster

Montage an Leichtmetallfenstern möglich

Für Flügel- und Rahmenmontage ausgelegt

Produktmerkmale

Volle Kipp-Öffnungsweite von 180 mm bei allen Flügelhöhen

Stufenlos einstellbare Kippöffnungsweite

Gewichtsunabhängige Kurbelbetätigung mit Kontrollanzeige

Geeignet für Flügelgewichte bis 200 kg

Integrierte Rutschkupplung zum Schutz vor Überlastung

Beschlagsystem optional durch senkrechte und waagrechte Mittenverriegelungen entsprechend der Flügelgröße erweiterbar

Verriegelungssystem für mehrere Riegelstellen geeignet

Anpassbar an unterschiedliche Fenstergrößen und Anforderungen

Für den dauerhaften Einsatz konzipierte Beschlagstechnik

Mehr Informationen

Planungsfragen kompakt

Welche Bedienart ist bei hochliegenden Kippflügeln zu wählen?

Die Bedienart richtet sich nach Einbauhöhe, Flügelgewicht, Fensterart und Zugänglichkeit. Scherenöffner eignen sich für kurze Distanzen, während Gestänge- und Kurbelöffner größere Höhen überbrücken; bei schweren Flügeln sind die zulässigen Flügelgrößen, Übertragungslängen und gegebenenfalls ein elektrischer Antrieb systembezogen nachzuweisen.

Wie ist das Flügelgewicht bei der Beschlagauswahl zu berücksichtigen?

Das zulässige Flügelgewicht ist abhängig von Öffnungsart, Flügelgröße, Rahmenmaterial, Verglasung und Beschlag und muss über die Systemunterlagen nachgewiesen werden. Bei Dreifach- oder einbruchhemmender Verglasung ist der Nachweis besonders wichtig; bei Änderungen im Bestand sollte der Profil- oder Beschlaghersteller einbezogen werden.

Welche Bedienhöhe ist bei Oberlichtöffnern in barrierefreien Räumen einzuhalten?

Maßgebend ist die Höhe des Bedienelements, nicht die des Oberlichts. Nach DIN 18040-1 und -2 sollen Fenstergriffe zwischen 850 und 1.050 mm über Oberkante Fertigfußboden liegen; zusätzlich gelten höchstens 30 N Bedienkraft und 5 Nm Bedienmoment. Die konkrete Anwendung ist projekt- und landesrechtlich zu prüfen.

Wie ist Fensterlüftung im Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 zu bewerten?

Die Lüftung zum Feuchteschutz muss nutzerunabhängig sichergestellt werden und darf nicht allein vom manuellen Öffnen der Fenster abhängen. Ein Lüftungskonzept ist unter anderem bei Neubauten, Komplettsanierungen und dem Austausch von mehr als einem Drittel der Fenster erforderlich; eine Kippstellung ersetzt diesen Nachweis nicht.

Wie ist die Einbruchhemmung bei kippbaren Oberlichtern auszuschreiben?

Die Einbruchhemmung ist für das geprüfte Gesamtelement aus Rahmen, Verglasung, Beschlag und Verriegelung nach DIN EN 1627 auszuschreiben; die frühere Bezeichnung WK ist nicht mehr maßgebend. Eine Klassifizierung in gekippter Stellung gilt nur, wenn das konkrete System dafür geprüft wurde.

Wann genügt im notwendigen Treppenraum ein manuell öffenbares Oberlicht?

Ein manuell öffenbares Oberlicht kann nach der jeweiligen Landesbauordnung zur Belüftung und Rauchableitung ausreichen, wenn der erforderliche freie Querschnitt und die Bedienbarkeit nachgewiesen sind. Nach § 35 Abs. 8 MBO gelten unter anderem 0,50 m² je oberirdischem Geschoss; für bestimmte Gebäude der Gebäudeklasse 5 können zusätzliche Anforderungen gelten.

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