Produktinformation 5 von 20
Das Hager Schalterprogramm A.1, A.8, C.1 und C.8 ist ein modulares System für Unterputzinstallationen im Wohn- und Zweckbau. Die vier Designlinien basieren auf einer gemeinsamen 55 × 55 mm Plattform und umfassen Schalter, Steckdosen, Dimmer, Beschattungssteuerung, Raumklima-Bedienung sowie Matter- und KNX-Secure-Anwendungen. Unterschiedliche Rahmenformate, Materialien und die Kompatibilität zu bestehenden Berker-Installationen unterstützen Neubau, Sanierung und differenzierte Innenraumkonzepte.

Schalterprogramme

Produktübersicht

Designlinie

Form

Rahmen-Außenmaß

Oberflächen und Materialien

Geeignete Anwendungen

Hager A.1

eckig

81 mm

Thermoplast; Weiß oder Schwarz, matt oder glänzend; außerdem Anthrazit matt und Titan metallic

Wohnungsbau, Büro, Bildung, standardisierte Objektinstallation

Hager C.1

abgerundet

81 mm

Thermoplast; Weiß oder Schwarz, matt oder glänzend; außerdem Anthrazit matt und Titan metallic

Wohnungsbau und Innenräume mit weich gerundetem Schalterdesign

Hager A.8

eckig

88 mm

Kunststoff, Aluminium gebürstet, Edelstahl gebürstet, Glas Weiß matt, Glas Schwarz glänzend

Hochwertiger Wohnungsbau, Hotel, Büro und repräsentative Bereiche

Hager C.8

abgerundet

88 mm

Kunststoff, Aluminium gebürstet, Edelstahl gebürstet, Glas Weiß matt, Glas Schwarz glänzend

Innenausbau mit abgerundeter Gestaltung, Hotel, Büro und Wohnen

Schalter- und Steckdosensystem für Unterputzinstallationen

Das Hager Schalterprogramm A.1, A.8, C.1 und C.8 ist ein modulares System für die Elektroinstallation im Wohn- und Zweckbau. Es umfasst Schalter, Taster, Steckdosen, Dimmer, Bedienelemente für Sonnenschutz und Raumklima sowie Komponenten für Kommunikation, Sicherheit und Gebäudeautomation.

Grundlage aller vier Designlinien ist eine gemeinsame 55 × 55 mm Plattform. Wippen und Zentralstücke sind dadurch innerhalb des Systems kombinierbar. Die Schalterprogramme eignen sich für einheitliche Elektroinstallationskonzepte in Neubau, Modernisierung und Sanierung, bei denen unterschiedliche Raumqualitäten mit einer durchgängigen technischen Basis ausgestattet werden sollen.

Vier Designlinien mit zwei Formaten

Die Designlinien unterscheiden sich in Formgebung und Rahmenformat. Die Serien A.1 und A.8 sind geradlinig und eckig gestaltet. C.1 und C.8 weisen abgerundete Ecken auf. Mit 81 mm Außenmaß bilden A.1 und C.1 die kompakteren Varianten. A.8 und C.8 sind mit 88 mm Außenmaß für größere Rahmenformate und zusätzliche Materialoptionen vorgesehen.

Auswahlkriterium

A.1 / C.1

A.8 / C.8

Außenmaß

81 mm

88 mm

Basiswerkstoff

Thermoplast

Kunststoff, Metall und Glas

Gestaltungsoptionen

Standardfarben und Kunststoffoberflächen

Erweiterte Material- und Oberflächenauswahl

Einsatzschwerpunkt

Standardausstattung und wirtschaftliche Serienplanung

Hochwertiger Innenausbau und differenzierte Materialkonzepte

Funktionsumfang der Schalterprogramme

Neben klassischen Schalt- und Steckdosenfunktionen deckt die Produktserie Funktionen für die Gebäudesteuerung und Kommunikationsinfrastruktur ab.

Ergänzend sind unter anderem Wandradio-, Multimedia- und Orientierungslichtlösungen verfügbar. Ausgewählte 1-fach-Rahmen können laut Hersteller mit integrierter Beleuchtung als Downlight oder umlaufende Ambientebeleuchtung ausgeführt werden.

Produktgruppe

Verwendungszweck in der Planung

Schalter und Taster

Lichtsteuerung, Szenensteuerung und Bedienung elektrischer Verbraucher

Steckdosen und USB-Ladeanschlüsse

Stromversorgung und Ladepunkte in Wohn-, Arbeits- und Aufenthaltsbereichen

Dimmer

Regelung dimmbarer Beleuchtung

Jalousie- und Rollladensteuerung

Bedienung von Beschattung und Sonnenschutz

Bewegungsmelder

Präsenz- und bewegungsabhängige Lichtsteuerung

Raumklima- und HLK-Steuerung

Bedienung und Regelung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimafunktionen

Kommunikations- und Multimediatechnik

Anschlusslösungen für Daten- und Medienanwendungen

Sicherheits- und Sonderanwendungen

Anwendungen für Hotel, Klinik und barrierefreie Installation

KNX-Tastsensoren

Bedienung und Visualisierung von Funktionen der KNX-Gebäudeautomation

Smart Home und KNX-Gebäudeautomation

Das System verbindet mechanische Unterputzeinsätze mit elektronischen Aufsätzen und KNX-Tastsensorik. Für die vernetzbare Elektroinstallation stehen Elektronikaufsätze mit Matter-Unterstützung zur Verfügung. Damit lassen sich Funktionen wie Lichtsteuerung, Beschattung und Raumtemperaturregelung lokal bedienen und – abhängig von der gewählten Ausführung und Systemumgebung – in Matter-kompatible Smart-Home-Strukturen integrieren.

Für Gebäudeautomationsprojekte sind KNX Secure Tastsensoren vorgesehen. Sie dienen unter anderem zur Steuerung von Licht, Lichtszenen, Jalousien und Wertvorgaben sowie zur Temperaturerfassung. Verfügbar sind Ausführungen mit einer, vier, sechs oder acht Tasten. Je nach Ausführung ergänzen Hintergrundbeleuchtung und konfigurierbare LED-Statusanzeigen die Bedienoberfläche.

Planungsrelevante Systemmerkmale

55 × 55 mm Plattform für systemübergreifende Kombinationen von Wippen und Zentralstücken

vier Designlinien mit eckiger oder abgerundeter Geometrie

zwei Rahmenformate mit 81 mm und 88 mm Außenmaß

Funktionsvielfalt von der Standardinstallation bis zur Gebäudeautomation

Auswahl von Kunststoff-, Metall- und Glasoberflächen

Erweiterbarkeit bei Umnutzung, Modernisierung oder Nachrüstung

Kompatibilität mit bestehenden Berker-Installationen unter Berücksichtigung der jeweiligen Einsatz- und Produktkombination

projektspezifische Prüfung von Artikelnummern, Einbauart, Schutzart, Funktionsumfang und Systemkompatibilität erforderlich

Sanierung und Weiterverwendung bestehender Berker-Installationen

Das Hager Schalterprogramm ist für die Weiterentwicklung bestehender Berker-Installationen ausgelegt. Laut Hersteller können elektromechanische Unterputzeinsätze in Bestandsgebäuden weiter genutzt werden. Dadurch können sichtbare Komponenten wie Rahmen, Wippen und Zentralstücke modernisiert werden, ohne grundsätzlich eine Neuverkabelung vorzusehen.

Für Sanierungsprojekte ist die Kompatibilität im Einzelfall anhand vorhandener Einsätze, Bauzustand, gewünschter Funktion und aktueller Bestellnummern zu prüfen. Ausgewählte Berker-Designlinien sollen nach Herstellerangabe bis Ende 2028 verfügbar bleiben; Ersatzteile sind auch darüber hinaus vorgesehen.

Materialien

A.1 und C.1 werden als Thermoplast-Serien geführt. Die schwarzen und weißen Abdeckungen des Standardsortiments enthalten laut Hersteller 50 % Post-Consumer-Recyclingkunststoff. Für A.8 und C.8 stehen zusätzlich Rahmen aus gebürstetem Aluminium, gebürstetem Edelstahl sowie Glas in Weiß matt und Schwarz glänzend zur Verfügung.

Die Produktlinien A.1, A.8, C.1 und C.8 sind laut Hersteller nach Cradle to Cradle Certified® Full Scope Bronze, Version 4.1 zertifiziert. Für Nachhaltigkeitsnachweise in Planung, Ausschreibung und Zertifizierungssystemen sollten die jeweils gültigen produktbezogenen Zertifikate und Produktlisten herangezogen werden.

Einsatzbereiche

Das Hager Schalterprogramm eignet sich für die Elektroausstattung in:

Ein- und Mehrfamilienhäusern

Mietwohnungen und Wohnungsmodernisierungen

Büro- und Verwaltungsgebäuden

Hotels und Beherbergungsstätten

Bildungsbauten

Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen

gemischt genutzten Immobilien

Sanierungsprojekten mit vorhandenen Berker-Unterputzeinsätzen

Neues Hager Schalterprogramm - Was wäre, wenn ein Schaltersystem alles könnte?

Planungfragen kompakt

Lassen sich bestehende Berker-Unterputzeinsätze mit dem neuen Hager-Schalterprogramm kombinieren?

Ja, die neuen Hager-Rahmen und Wippen sind mit vielen Berker-Unterputzeinsätzen kompatibel, sodass eine optische Modernisierung ohne Neuverkabelung möglich ist. Die Kompatibilität hängt jedoch von Baureihe, Baujahr und Funktion des Einsatzes ab. Eine Prüfung anhand der Hager-Kompatibilitätslisten ist erforderlich.

Welche Grenzen hat die Sanierung ohne Neuverkabelung bei der Nachrüstung moderner Funktionen?

Die Weiterverwendung alter Unterputzeinsätze ist bei rein optischer Modernisierung sinnvoll. Neue Funktionen wie Dimmer, Smart-Home-Komponenten oder USB-Ladesteckdosen erfordern häufig Leitungserweiterungen, z. B. einen Neutralleiter. Eine Bestandsaufnahme der Verkabelung ist vor der Planung unerlässlich.

Was ändert sich durch KNX Secure bei der Tastsensorik, und wie wirkt sich das auf bestehende KNX-Anlagen aus?

KNX Secure ermöglicht verschlüsselte Datenübertragung und ist rückwärtskompatibel zu bestehenden KNX-Anlagen, wenn die Sensoren unverschlüsselt betrieben werden. Für die Nutzung der Verschlüsselung müssen alle Geräte im Kommunikationspfad KNX Secure unterstützen, und die ETS-Software muss aktuell sein.

Welche Funktionen bieten die Matter-fähigen Elektronikaufsätze, und wo liegen die Grenzen gegenüber KNX?

Matter ermöglicht die Steuerung von Licht, Beschattung und Temperatur über Plattformen wie Apple Home oder Google Home. Es ist für einfache Smart-Home-Anwendungen geeignet, bietet aber weniger Funktionstiefe und Skalierbarkeit als KNX. Eine Kombination beider Systeme erfordert sorgfältige Planung der Schnittstellen.

Welche Probleme treten bei der Kombination von Unterputz-Dimmern mit LED-Leuchtmitteln auf?

Typische Probleme sind Flackern, Brummen und ein eingeschränkter Dimmbereich, da LED-Treiber oft inkompatibel mit Dimmern sind. Universaldimmer mit automatischer Lasterkennung können helfen, aber die Kompatibilität sollte vor der Ausschreibung geprüft werden.

Ist die 55×55-mm-Plattform herstellerübergreifend kompatibe?

Mechanisch sind 55×55-mm-Einsätze verschiedener Hersteller oft kompatibel, aber elektrische Anschlüsse und Befestigungsmechanismen können sich unterscheiden. Mischinstallationen sollten im Einzelfall geprüft werden, da Gewährleistungsansprüche eingeschränkt sein können.

Welche Kriterien sind bei der Materialwahl der Rahmen im Objektbau zu beachten?

Thermoplast ist wirtschaftlich und pflegeleicht, Aluminium und Edelstahl sind kratzfest und langlebig, und Glas bietet hochwertige Optik und gute Desinfizierbarkeit. Die Entscheidung sollte sich an der Nutzung, Beanspruchung und Reinigungsanforderung des Objekts orientieren.

Wie ist der Cradle-to-Cradle-Nachweis in Ausschreibungen und Gebäudezertifizierungen zu führen?

Die Cradle-to-Cradle-Zertifizierung bezieht sich auf definierte Produktgruppen und fließt in DGNB- und BNB-Zertifizierungen ein. Zertifikatsnummern und Produktlisten sollten vom Hersteller angefordert werden, insbesondere für den PCR-Anteil (Post-Consumer-Recyclingkunststoff).

Downloads

Bitte melden Sie sich an

Um diese Funktion nutzen zu können, müssen Sie bei heinze.de registriert und angemeldet sein.

Hier anmelden
Diese Seite weiterempfehlen
1651682566