Nachhaltige Eigenschaften und zutreffende UN-Klimaziele zur Produktinformation
Nachhaltig, weil... Nachhaltig (sonstige Merkmale)
Delgnit® Industrieböden Classic und Basic für effiziente und flexible Lösungen für alle Anwendungen im schwer entflammbaren Bereich wie z.B. der Lagertechnik.

Delignit® Industrieböden Classic / Basic GS

Trägerplatte

Bau-Furniersperrholz nach EN 636-2 für die Verwendung als tragender Baustoff im Innenbereich gem.

Classic: CE 0765-CPR-0415 (normalentflammbar)

Basis: CE 0765-CPR-0420 (schwerentflammbar)

Holzart: Buche

Abmessungen

1.500 x 2.500 mm, Dicke: 18 / 21 / 27 / 30 mm

Weitere Dicken und Formate auf Anfrage

Anwendung

Für die Anwendung in der Lagertechnik

Spezifische Eigenschaften und Merkmale

Oberfläche

Kunstharz-Filmbeschichtung anthrazit-grau, Filmgewicht ca. 200 g/m², mit GS-Struktur,Furnierqualität III / EN 635-2

Verleimung

Nach EN 314-2 (Klasse 3) Verleimung für den Feuchtbereich und geschützten Außenbereich geeignet.

Kanten

2 x 45° Fase, graue Grundlackierung als Spritzwasserschutz, kein Schutz gegen Staunässe

Gütesicherung

Güteüberwachung, Qualität, Toleranzen und technische Daten nach EN 13986:2004. Formaldehydemissions-Klasse E05-2020 (entspricht denVorschriften der ChemikalienVerbotsVerordnung). Buchen-Multiplex kann sich unter Klimaeinflüssen maßlich verändern.

Silikonfrei

Delignit®-Industrieböden sind Silikonfrei.

Nachhaltigkeit

Holz ist in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und ein wichtiger Kohlenstoffspeicher.

Durch die Verarbeitung der Buche zu Delignit®-Plywood wird die Atmosphäre langfristig von CO2 entlastet: 1 Kubikmeter Delignit®-Plywood enthält etwa 350 kg Kohlenstoff. Dies entspricht einem CO2-Äquivalent von ca. 1,3 to.

Die für die Herstellung von Delignit® zum Einsatzkommende heimische Buche ist eine der festesten Holzarten und wiegt bei gleicher Bemessungnur 1/10 von Baustahl, hat aber 1/3 seiner Festigkeit.

Das zur Herstellung von Delignit® verwendete Buchen-Rundholz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten heimischen Wäldern. Aus Wäldern, in denen wesentlich mehr Holz nachwächst als im gleichen Zeitraum forstwirtschaftlich genutzt wird.

Planungsfragen kompakt

Welche Lastannahmen müssen bei der Planung tragender Holz-Industrieböden definiert werden?

Neben der Flächenlast sind Radlasten, Aufstandsflächen, Reifenmaterial, Brems- und Lenkvorgänge, Regalfußlasten sowie Maschinenpunktlasten objektbezogen festzulegen. Die Plattendicke allein bestimmt nicht die Eignung – ein projektspezifischer statischer Nachweis unter Berücksichtigung von Unterkonstruktion und Nutzungsszenario ist zwingend erforderlich.

Wann sind bei Holz-Industrieböden lokale Verstärkungen für Stapler, Hubwagen oder Regale erforderlich?

Lokale Verstärkungen werden nötig, sobald konzentrierte Lasten – etwa Regalfüße, schwere Maschinen oder schmale Hartgummiräder – die gleichmäßige Lastverteilung der Platte übersteigen. In solchen Bereichen muss die Last über verdichtete Unterkonstruktionen oder direkte Abstützung auf den Rohbau eingeleitet werden.

Welche Anforderungen gelten für Untergrund und Befestigung bei tragenden Holzböden in Hallen?

Der Untergrund muss tragfähig, eben und trocken sein. Schwimmende Verlegung auf weichen Zwischenlagen führt bei Fahrzeugverkehr häufig zu Schwingungen, klappernden Fugen und vorzeitigem Verschleiß. Ebenheitsanforderungen und Befestigungskonzept sollten bereits in der Ausschreibung definiert werden, um Reklamationen zu vermeiden.

Wie wird Feuchtigkeit bei tragenden Holz-Industrieböden beherrscht?

Buchen-Bau-Furniersperrholz nach EN 636-2 ist für trockene Innenanwendungen ausgelegt; Kantenschutz wirkt nur gegen Spritzwasser, nicht gegen Staunässe. Vor der Verlegung ist die Restfeuchte des Untergrunds zu prüfen, und Feuchteeintrag durch Reinigung, Türschwellen oder Rampenzonen muss konstruktiv begrenzt werden.

Welche Rutschhemmung ist für Holz-Industrieböden in Werkstatt- und Lagerbereichen erforderlich?

Die erforderliche R-Klasse ergibt sich gemäß ASR A1.5 aus der tatsächlichen Nutzung, nicht aus dem Bodentyp. Einzelne Delignit-Varianten sind mit R9 eingestuft; ob dies ausreicht, muss projektspezifisch anhand von Verschmutzungsart, Feuchtebelastung und Arbeitsabläufen geprüft werden.

Wann ist die Überbauung eines Bestandsbodens mit einem Holz-Industrieboden sinnvoll?

Eine Überbauung ist nur vertretbar, wenn der Bestand tragfähig, ausreichend eben, trocken und in sich stabil ist. Ungelöste Hohllagen, Risse oder Restfeuchte übertragen sich auf den neuen Aufbau. Vor der Planung sind Abreißprobe, Ebenheitsmessung und Feuchteprüfung des Bestands durchzuführen.

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