Nachhaltige Eigenschaften und zutreffende UN-Klimaziele zur Produktinformation
Nachhaltig, weil... Ressourcenschonend, Umweltschonend Nachhaltig (sonstige Merkmale) PEFC
Die plattenförmig aufgebauten Delignit®- Industrieböden haben ihren Ursprung in Buchen-Hartholz-Furnieren. Als ökologischer Konstruktionswerkstoff für kundenspezifische Systemlösungen sind sie hoch belastbar und stehen in vier Produktlinien zur Verfügung. Delignit® wird vergütet, oberflächenveredelt, fertigteilbearbeitet, montiert geliefert und ist durch verschiedene Oberflächenbeschichtungen für verschiedene Einsatzbereiche einsetzbar.

Delignit® Industrieböden

Holz für Industrieböden bietet verschiedene Vorteile

Erhöhte Ergonomie durch stoßdämpfende, d. h. gelenkschonende Eigenschaften von Holz

Geräuschdämmung durch vibrationsdämpfende Eigenschaften von Holz

"Wohnzimmercharakter" führt zu mehr Sauberkeit

Leichte Entsorgung

Oberflächenbeschichtungen für verschiedene Einsatzbereiche

Filmbeschichtungen und hochabriebfeste ESH Oberflächen in diversen Dekoren:

Furnier | Holzdekor | Farbe

Auf Wunsch fertigt Delignit® ableitfähige Industrieböden, die entsprechend höchsten europäischen Anforderungen an tragende Baustoffe schwer entflammbar sind. (B-s1-d0 nach DINEN 13501-1)

Produktlinien der Industrieböden

Das Professional-Paket

Höchster Brandschutz und beste elektrostatische Ableitfähigkeit

Das Premium-Paket

Ableitfähige Oberfläche, ohne Brandschutz

Das Basic-Paket

Effiziente und flexible Lösungen für alle Anwendungen im schwer entflammbaren Bereich

Das Classic-Paket

Verschiedenen Filmbeschichtungen ermöglichen eine ökonomische Lösung

Sortiment

Trägerplatte

Bau-Furniersperrholz nach EN 636-2 für die Verwendungals tragender Baustoff

Spezialsperrholz aus Buchen-Hartholz-Furnieren

aus ökologisch, nachhaltiger und regionaler Forstwirtschaft zur Vermeidung von illegal geschlagenen Holz gem. EUTR (EU Timber Regulation),

Zertifikatsnachweisgemäß PEFC mit Produktnachweis mindestens „70% PEFC-zertifiziert“

Brinellhärte HB ≥ 34 N/mm²

in Festigkeit, Härte und Verschleißfestigkeit anderen Hölzern wie z.B. Birke (HB = 24N/mm²) deutlich

überlegen

CE 0765-CPR-0415 (normal entflammbar) bzw.CE 0765-CPR-0420 (schwer entflammbar)

Emissionsarmes Buchensperrholz nach EN 13986:2015, gemessen nach EN 717-2 für Sperrholz: 0,1 mg/m²*h

Abmessungen

Max. 2.500 x 1.500 mm / 2.500 x 1.250 mm

Spezifische Eigenschaften und Merkmale

Decklagen

Buchen-Furniere, Qualität II/III nach EN 635-2 (andereQualitäten auf Anfrage), beidseitig geschliffen, direkt-beharzt oder befilmt.

Oberfläche

Die Oberflächen weisen aufgrund des natürlich Wekrstoffes Holz optische Bandbreiten und Unterschiede als Schwankungen und Verläufe der Farbe und Helligkeiten sowie unregelmäßige Furnierbreiten auf.

Verleimung

EN 314-2 (Klasse 2 für die Innen- und geschützteAußenanwendung als tragendes Bauteil im Feuchtbereich), optisch dunkle Leimfugen

Kanten

Sägeschnitt - evtl. geringfügiges Spachteln erforderlich.

Gütesicherung

Güteüberwachung, Qualität, Toleranzen und technische Daten nach EN 13986:2015.

Formaldehydemissions-Klasse E1 (entspricht den Vorschriften der Chemikalienverordnung).

Buchen-Multiplex kann sich unter Klimaeinflüssen maßlich ändern.

Silikonfrei

Delignit®-Industrieböden sind Silikonfrei.

Nachhaltigkeit

Holz ist in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und ein wichtiger Kohlenstoffspeicher.

Durch die Verarbeitung der Buche zu Delignit®-Plywood wird die Atmosphäre langfristig von CO2 entlastet: 1 Kubikmeter Delignit®-Plywood enthält etwa 350 kg Kohlenstoff. Dies entspricht einem CO2-Äquivalent von ca. 1,3 to.

Die für die Herstellung von Delignit® zum Einsatzkommende heimische Buche ist eine der festesten Holzarten und wiegt bei gleicher Bemessungnur 1/10 von Baustahl, hat aber 1/3 seiner Festigkeit.

Das zur Herstellung von Delignit® verwendete Buchen-Rundholz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten heimischen Wäldern. Aus Wäldern, in denen wesentlich mehr Holz nachwächst als im gleichen Zeitraum forstwirtschaftlich genutzt wird.

Planungsfragen kompakt

Wovon hängt die Tragfähigkeit eines tragenden Holz-Industriebodens ab?

Die Tragfähigkeit ist eine Systemeigenschaft aus Lastannahme, Spannweite, Unterkonstruktion und Verbindungsmittel – nicht allein die Plattenstärke. Nutzlasten und Lastfälle wie Maschinengewichte oder Rollverkehr müssen vorab definiert werden, damit Plattendicke und Auflagerung statisch aufeinander abgestimmt werden können.

Wie muss der Untergrund auf Beton oder im Bestand vorbereitet sein?

Der Untergrund muss dauerhaft trocken, eben und tragfähig sein. Delignit-Industrieböden sind für die Innenverwendung vorgesehen; der werkseitige Kantenanstrich schützt nur gegen Spritzwasser, nicht gegen Staunässe. Auf Beton oder im Bestand ist eine funktionierende Feuchteabsperrung und ein planebener Aufbau planerisch sicherzustellen.

Welche Rutschhemmung wird für industrielle Arbeitsbereiche benötigt?

Die erforderliche Rutschhemmung richtet sich nach der konkreten Rutschgefahr im Arbeitsbereich gemäß ASR A1.5 und DGUV Regel 108-003. Delignit-Industrieböden sind mit R9 nach DIN 51130 klassifiziert, was für trockene, gering verschmutzte Bereiche ausreichen kann. Bei Öl, Wasser oder Kühlschmierstoffen sind höhere Klassen oder zusätzliche Maßnahmen zu prüfen.

Was ist der Unterschied zwischen einem antistatischen und einem ESD-fähigen Industrieboden?

Ein antistatischer Boden reduziert lediglich die statische Aufladung, erfüllt aber nicht die Anforderungen eines ESD-Kontrollprogramms nach DIN EN IEC 61340-5-1. Ein ableitfähiges ESD-System wie Delignit DIF 2.0 erreicht einen definierten Systemwiderstand von 10⁶ bis 10⁹ Ω und muss zusammen mit Erdung, Schuhwerk und Prüfkonzept geplant werden.

Wie wird ein ableitfähiger Holzboden fachgerecht geerdet und geprüft?

Die Verschraubung mit leitfähiger Ronde stellt bei Delignit DIF-Systemen sowohl die mechanische Fixierung als auch die elektrische Verbindung zur geerdeten Unterkonstruktion her. In die Ausschreibung gehören neben den ableitfähigen Platten auch Erdungskonzept, Unterkonstruktionsdetail, Anzugsmoment (empfohlen 5–10 Nm) und eine Abnahmeprüfung des Systemwiderstands nach DIN EN IEC 61340-5-1.

Welche Oberfläche eignet sich bei Öl, Spänen und regelmäßiger Reinigung?

Geschlossene, oberflächenvergütete Ausführungen sind gegenüber Flüssigkeiten und Chemikalien deutlich unempfindlicher als unbehandelte Platten. Bei erhöhter chemischer Beanspruchung sollte die Eignung projektbezogen beim Hersteller abgefragt werden, da eine pauschale Industriebodentauglichkeit nicht unterstellt werden kann.

Wie sind Klimaeinflüsse, Fugen und Maßänderungen bei Holz-Industrieböden planerisch zu berücksichtigen?

Buchen-Furniersperrholz verändert sich unter Klimaschwankungen maßlich. Fugen- und Bewegungsreserven, Kantengeometrien sowie ein kontrolliertes Innenraumklima müssen daher frühzeitig in die Detailplanung einfließen. Saisonale Maßänderungen sind materialimmanent und kein Mangel, sofern ausreichende Bewegungsaufnahme vorgesehen ist.

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