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Dachbahnen für Flachdächer: Lösungen für Neubau und Sanierung
Rhepanol Dachbahnen aus Polyisobutylen (PIB) sind Abdichtungslösungen für Flachdächer im Neubau und in der Sanierung. Die Produktfamilie deckt unterschiedliche Anforderungen ab – von klassischen Flachdächern über begrünte und genutzte Dachflächen bis hin zu Dächern mit erhöhten Brandschutzanforderungen oder auf Bitumen-Altdächern. Alle Dachbahnen basieren auf langlebigem PIB, sind heißluftverschweißbar und zeichnen sich durch hohe UV- und Witterungsbeständigkeit sowie eine lange Nutzungsdauer aus. Je nach Projektanforderung stehen spezialisierte Ausführungen für Dachbegrünungen, Photovoltaikanlagen, unterschiedliche Verlegearten und besondere Brandschutzkonzepte zur Verfügung.
Die folgende Produktmatrix bietet eine schnelle Orientierung und hilft dabei, die passende Rhepanol Dachbahn für die jeweilige Planungsaufgabe auszuwählen.
Produkt | Einsatz | Anwendung | Besonderheit | Verlegeart |
Rhepanol hfk | Universallösung für Neubau und Sanierung | Bitumen-Sanierung, PV-Dächer | Bitumenverträglich, Blauer Engel, auch für Klettsystem geeignet | mechanisch befestigt, verklebt, unter Auflast |
Rhepanol hfk-bs | Dächer mit erhöhten Brandschutzanforderungen und Dachneigungen ≥ 20° | Pultdächer, Sheddächer, Tonnendächer, Polystyrol-Dämmung | Direkte Verlegung auf EPS ohne Brandschutzlage, erhöhter Brandschutz | mechanisch befestigt, verklebt, unter Auflast |
Rhepanol hg | Begrünte und genutzte Dächer sowie Bauwerksabdichtung | Extensive und intensive Dachbegrünung, Terrassen, Kiesdächer | Optimierte Wurzelfestigkeit ohne Herbizide, ideal für Gründächer | unter Auflast |
Rhepanol hfk
Rhepanol hfk ist eine heißluftverschweißbare Kunststoff-Dachbahn mit seitlichem Schweißrand. Sie ist bitumenverträglich und daher ideal für die Verlegung auf Bitumen-Altdächern. Mit einer Bahnenbreite von 1,50 m können große Dachflächen schnell und homogen abgedeckt werden, was den Nahtanteil und damit mögliche Schwachstellen deutlich reduziert. Die Unterseite der Dachbahn ist mit einem Kunststoffvlies kaschiert, was eine praxisgerechte Verlegung im innovativen Klettsystem auf vielen Dächern ermöglicht.
Rhepanol hfk trägt als eine der ersten Dachbahnen das Umweltzeichen Blauer Engel und steht damit für besondere Nachhaltigkeit.
Eigenschaften
Langzeitbewährt dank PIB
Wurzel- und rhizomfest nach dem FLL-Verfahren ohne den Einsatz von Herbiziden
Hochfest gegen Perforationen
Frei von Weichmachern und halogenen Brandschutzmitteln
Dauerhaft UV-beständig
Hohe Widerstandsfähigkeit gegen Hagelschlag
Dämmstoffneutral
Kompatibel innerhalb der Rhepanol-Familie
Auch für gefällelöse Dächer einsetzbar
Frei von chemischen Wurzelgiften
Über die gesamte Lebensdauer Reparaturfähig
Mit PV-Anlagen kombinierbar
Hoch flexibles Dachbahn auch bei kalten Temperaturen
Gute Beständigkeit gegenüber Rotalgen
Nachweis einer Umwelt-Produktdeklaration (EPD)
Im DGNB Navigator (Code 5NUPUE) gelistet
Die Dachbahn Rhepanol hfk kann mechanisch befestigt, verklebt und unter Auflast, auch unter begrünten Dachaufbauten, sowie bei genutzten Dachflächen verlegt werden und das bei Dachneigungen bis >20°.
Für Dachneigungen ≥ 20° gibt es die Rhepanol hfk-bs mit erhöhtem Brandschutz.
Weitere Informationen zu Rhepanol hfk
Rhepanol hfk-bs
Die Dachbahn Rhepanol hfk-bs ist die Weiterentwicklung der Rhepanol hfk. „bs“ steht für erhöhten Brandschutz. Diese Dachbahn kann auch bei Neigungen >= 20 Grad eingesetzt werden und bietet dank ihrer Brandschutzausstattung die Möglichkeit, direkt auf Polystyrol-Dämmung verlegt zu werden, ohne eine separate Brandschutzlage. Rhepanol hfk-bs besteht aus Polyisobutylen (PIB) und ist mit einer 1,0 mm dicken Kombikaschierung aus Polyestervlies und Glasvlies sowie einem vliesfreien Rand ausgestattet. Die Dachbahnen werden im Nahtbereich mittels Heißluftverschweißung homogen gefügt.
Eigenschaften
Direkte Verlegung auf unkaschiertem Polystyrol ohne Brandschutzlage
Auch für Dachneigungen ≥ 20° einsetzbar
Langzeitbewährt dank PIB
Extrem kälteflexibel
Witterungsbeständig ohne zusätzlichen Oberflächenschutz
Sehr hohe UV-Beständigkeit
Frei von Weichmachern, PVC sowie halogenen Brandschutzmitteln
Hochfest gegen Perforationen
Hohe Widerstandsfähigkeit gegen Hagelschlag
Hervorragendes Verhalten gegen natürliche Alterung
Für alle Dachneigungen einsetzbar (z. B. Shedflächen, Tonnendächer, Pultdächer etc.)
Die Dachbahn Rhepanol hfk kann mechanisch befestigt, verklebt und unter Auflast verlegt werden. Ausnahme begrünte Dächer.
Weitere Informationen zu Rhepanol hfk-bs
Rhepanol hg
Rhepanol hg ist die ideale Dachbahn für intensive und extensive Dachbegrünungen, egal ob Neubau oder Sanierung. Mit optimierter Wurzelfestigkeit und herausragendem Heißluftschweißverhalten sind selbst die Nähte ohne zusätzliche Wurzelschutzmittel (Herbizide) absolut resistent gegen Wurzeln (FLL). Die Dachbahn ist durch ein mittig eingebettetes Glasvlies verstärkt, wodurch sie sich perfekt für Dachbegrünungen, Terrassen und bekieste Dächer eignet.
Eigenschaften
Hergestellt auf Basis von PIB (Polyisobutylen)
Wurzel- und rhizomfest nach dem FLL-Verfahren ohne den Einsatz von Herbiziden
Frei von Weichmachern, halogenen Brandschutzmitteln und Schwermetallen
Hochfest gegen Perforationen
Kälteflexibel bis – 60 °C
Hagelschlag-getestet nach DIN EN 13583
Dauerhaft UV-beständig
Dämmstoffneutral und polystyrolbeständig
Im DGNB Navigator (Code FD4XEC) gelistet
Hohe Reparaturfähigkeit über den gesamten Lebenszyklus
Nachweis einer Umwelt-Produktdeklaration in Form einer EPD nach DIN ISO 14025 und DIN EN 1580
Die Dachbahn Rhepanol hg kann als Abdichtung von begrünten, bekiesten oder genutzten Dächern sowie Anwendungen in der Bauwerksabdichtung angewendet werden.
Weitere Informationen zu Rhepanol hg
Planungsfragen kompakt
Kann eine Kunststoffdachbahn auf einem vorhandenen Bitumen-Altdach verlegt werden?
Ja, grundsätzlich ist das bei vielen Sanierungen möglich – aber nicht pauschal.Technisch entscheidend sind:
Zustand und Tragfähigkeit des Bestandsaufbaus
Feuchtegehalt der vorhandenen Schichten
Ebenheit und Haftgrund
Materialverträglichkeit
brandschutz- und windsogrelevante Randbedingungen
Das eigentliche Problem ist meist nicht die Bahn selbst, sondern der Bestandsaufbau. Wenn alte Bitumenlagen durchfeuchtet, lose, blasenbildend oder in ihrer Haftung gestört sind, wird die neue Abdichtung auf einem mangelhaften Untergrund aufgebaut. Das verschiebt das Schadensrisiko nur.
Planerisch ist deshalb vorab zu klären:
Ist der Altaufbau trocken genug?
Können Hohllagen, Blasen oder Schubbewegungen ausgeschlossen werden?
Ist eine Trenn- oder Ausgleichslage erforderlich?
Sind Anschlusshöhen und Türanschlüsse nach der Sanierung noch regelkonform?
Bleibt die Windsogsicherheit des Gesamtaufbaus gewährleistet?
Bei bitumenverträglichen Kunststoffbahnen kann eine Überdeckung technisch sinnvoll sein, besonders in der Sanierung. Trotzdem ersetzt Materialverträglichkeit nicht die Bestandsdiagnose.
Systembezug Rhepanol: Laut Produktinformation ist Rhepanol hfk bitumenverträglich und deshalb für die Verlegung auf Bitumen-Altdächern vorgesehen. Das ist für Sanierungen ein relevanter planerischer Vorteil, entbindet aber nicht von der Prüfung des Bestands.
Wie wird bei der Flachdachsanierung entschieden, ob der vorhandene Dachaufbau erhalten werden kann?
Die Kernfrage ist, ob der Bestandsaufbau bauphysikalisch und konstruktiv weiterverwendbar ist. Dabei geht es vor allem um:
Feuchte in Dämmung und Tragkonstruktion
Schichtenaufbau und vorhandene Dampfsperre
Tragfähigkeit
Ebenheit
Funktionstüchtigkeit der Entwässerung
Restnutzungsdauer angrenzender Bauteile und Anschlüsse
Ein häufiger Planungsfehler besteht darin, die Sanierung nur als „neue obere Lage“ zu behandeln. In Wirklichkeit muss der Dachaufbau als Gesamtsystem bewertet werden. Wenn Feuchte eingeschlossen wird, können sich spätere Schäden durch Kondensat, verminderte Dämmwirkung, Schimmel oder Ablösungen ergeben.
Sinnvoll sind vor Planung und LV:
Öffnungen des Dachaufbaus an mehreren repräsentativen Stellen
Feuchtemessungen
Prüfung der Anschlusshöhen
Kontrolle der Dachentwässerung und Gefällesituation
ggf. bauphysikalische Neubewertung des Aufbaus
Wenn der Bestand schadhaft oder durchfeuchtet ist, ist ein Teil- oder Vollrückbau oft die technisch sicherere Lösung.
Wann ist mechanische Befestigung, Verklebung oder lose Verlegung unter Auflast die richtige Wahl?
Die Wahl der Befestigungsart hängt nicht primär vom Wunsch nach einer bestimmten Abdichtungsbahn ab, sondern von:
Untergrund und Tragkonstruktion
Windsogbeanspruchung
Dachgeometrie
Nutzung des Daches
Brand- und Schallschutzanforderungen
Sanierungs- oder Neubausituation
Mechanische Befestigung ist oft wirtschaftlich und bei vielen Untergründen bewährt, erfordert aber einen passenden tragfähigen Untergrund und eine sorgfältige Windsogbemessung.
Verklebte Systeme werden gewählt, wenn weniger Durchdringungen des Untergrunds gewünscht sind, bei bestimmten Untergründen oder wenn die Konstruktion dies technisch begünstigt.
Lose Verlegung unter Auflast ist typisch bei bekiesten, begrünten oder genutzten Dächern. Hier müssen jedoch Lasten, Schutzlagen, Schubkräfte, Randzonen und spätere Nutzungsänderungen sauber geplant werden.
Ein häufiger Fehler ist, die Befestigungsart nur nach Gewohnheit oder Preis zu wählen. Richtig ist: erst Nutzung, Untergrund, Windsog und Details bewerten – dann das Verlegesystem festlegen.
Systembezug Rhepanol: Die Produktinformationen nennen für Rhepanol je nach Typ mechanische Befestigung, Verklebung und Verlegung unter Auflast. Für Planer ist relevant, dass die zulässige Einsetzbarkeit je nach Bahnvariante und Dachnutzung differenziert betrachtet werden muss.
Welche Details sind bei Flachdächern am schadensanfälligsten?
Die meisten Schäden entstehen nicht auf der freien Fläche, sondern an den Details. Besonders kritisch sind:
Attikaanschlüsse
Tür- und Schwellenbereiche
Dachgullys und Notüberläufe
Lichtkuppeln
Rohr- und Kabeldurchdringungen
Übergänge zwischen unterschiedlichen Bauteilen
Bewegungsfugen
Randabschlüsse
Das technische Problem besteht darin, dass dort mehrere Anforderungen gleichzeitig zusammenkommen: Abdichtung, Bewegung, Temperaturwechsel, Befestigung, Höhe, Entwässerung und oft auch Gewerke-Schnittstellen.
Typische Fehler:
unzureichende Anschlusshöhen
fehlende oder falsch gesetzte Klemm- und Anschlussprofile
unzureichende Vorarbeit am Untergrund
ungeeignete Detailausbildung bei vielen Durchdringungen
nachträgliche Fremdgewerke-Eingriffe
fehlende Schutzmaßnahmen im Wartungsbereich
Für Planer sind diese Punkte entscheidend: Details nicht nur schematisch übernehmen, sondern objektspezifisch ausarbeiten; kritische Punkte im LV ausdrücklich beschreiben; Durchdringungsminimierung früh mit TGA und PV-Planung abstimmen.
Was ist bei begrünten Dächern hinsichtlich Wurzelfestigkeit und Dachaufbau besonders zu beachten?
Bei Gründächern reicht es nicht, irgendeine Dachabdichtung unter einer Begrünung vorzusehen. Die Abdichtung muss für diesen Einsatz systematisch geeignet sein. Entscheidend sind:
Wurzel- und Rhizomfestigkeit
Eignung des Nahtbereichs
Schutz- und Trennlagen
Drän- und Retentionsschichten
Zusatzlasten
Entwässerung und Notentwässerung
Pflege- und Wartungskonzept
Ein häufiger Irrtum ist, dass „begrüntauglich“ nur die Materialeigenschaft der Bahn beschreibt. In der Praxis funktioniert das Gründach nur als abgestimmter Aufbau. Fehler treten oft auf, wenn Schutzlagen fehlen, Aufbauten nicht aufeinander abgestimmt sind oder Durchdringungen und Randzonen unzureichend gelöst werden.
Für Planer wichtig:
Wurzelfestigkeit mit geeignetem Nachweis einfordern
Aufbau auf extensive oder intensive Begrünung abstimmen
Lasten aus Substrat, Wasser, Pflege und ggf. PV berücksichtigen
kontrollierbare Rand- und Wartungszonen vorsehen
Entwässerung trotz Begrünung sicherstellen
Systembezug Rhepanol: Für Rhepanol hg wird eine Wurzel- und Rhizomfestigkeit nach FLL ohne Herbizide ausgewiesen. Das ist für Gründächer relevant, ersetzt aber nicht die Planung des kompletten Gründachaufbaus.
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