maxit ip 160 ist ein Brandschutz-Spritzputz-System, das Beton- und Stahlbauteile sowie Bauteile aus anderen Baustoffen wirkungsvoll vor diesen zerstörerischen Temperatureinflüssen schützt.

Geprüfter Brandschutzputz maxit ip 160

Im Brandfall sind Konstruktionen in kürzester Zeit höchsten Temperaturen ausgesetzt. Es droht das Versagen tragender Konstruktionen und sogar deren Einsturz. maxit ip 160 ist ein Brandschutz-Spritzputz-System, das Beton- und Stahlbauteile sowie Bauteile aus anderen Baustoffen wirkungsvoll vor diesen zerstörerischen Temperatureinflüssen schützt.

maxit ip 160 ist ein mineralischer Brandschutzputz, der gemäß Europäisch Technischer Zulassung ETA-19/0667 und darüber hinaus nach DIN 4102 T4, Abschnitt 5.1.4 gemäß den Ziffern 3-6 eingesetzt werden kann. Er besteht aus Zement, Kalkhydrat, Vermiculite, Perlite und weiteren Zuschlagstoffen.

maxit ip 160 kommt dabei mit geringsten Schichtdicken aus. Dies wurde in den unterschiedlichsten Brandprüfungen und den verschiedensten Brandszenarien, je nach Anwendungsbereich, nachgewiesen. Zum Beispiel nach der RWS-Brandverlaufskurve für Tunnelbrände mit verlängerter Brenndauer und Temperaturen bis 1350 °C.

maxit ip 160 findet Anwendung zur brandschutztechnischen Ertüchtigung von Betonkonstruktionen, tragenden Bauteilen aus Stahl, Beton, Mauerwerk und sonstigen Baustoffen. Seine Hitzebeständigkeit und seine flexible Oberflächengestaltung bieten viele Vorteile in der Sanierung.

Eigenschaften und Technische Daten maxit ip 160

Eigenschaften

verwendbar nach ETA-19/0667

verwendbar nach Norm (DIN 4102 T4, DIN 18550, DIN EN 998-1)

mit herkömmlichen Putzmaschinen zu verarbeiten

verwendbar auf Beton- und Ziegelbauteilen und bei Verwendung von Putzträgern auf weiteren geeigneten Untergründen mit Putzträger gemäß ETA/Merkblatt

hervorragend glättbar und filzbar und somit für Sichtflächen gestaltbar

fest und druckstabil

eingestuft als CS II-Putz für Außenanwendung

für Handverarbeitung geeignet

als Sack- und Siloware lieferbar

Mögliche Untergründe

ohne Putzträger und mit mineralischer Haftbrücke

mit Putzträger und ggf. mit mineralischer Haftbrücke

Betondecken und -wände

Fachwerkwände

Mauerwerkswände

Holzuntergründe

Ziegeldecken

undefinierte Untergründe

Betonstützen

 

Stahlstützen

 

Stahlträger

 

Voraussetzung für die brandschutztechnische Wirksamkeit ist eine ausreichende Haftung am Putzgrund gemäß DIN 18550 bzw. DIN 4102-4.

Technische Daten

Haftzugfestigkeit, min.

≥ 0,08 N/mm2

Brandverhalten

A1, nicht brennbar

Druckfestigkeit nach 28 Tagen

ca. 3,5 N/mm2

Putzdicke

Mind. 10 mm

Nach den brandschutztechnischen erforderlichen Maßnahmen und den Putzdicken der Normen.

Trockenrohdichte

ca. 0,45 kg/dm3

Verarbeitungstemperatur (Luft)

+ 5 °C bis + 30 °C

Bauteiltemperatur

+ 5 °C bis + 40 °C

Wärmeleitfähigkeit

λ10,tr < 0,09 W/(mK)

Weitere Informationen maxit ip 160 Brandschutzputz

Ausgewählte Referenz

Quartier Rauchmühle

Ort: Salzburg

Produkt: maxit ip 160 Brandschutzputz, ca. 5 t

Verarbeitung maxit ip 160 Brandschutzputz

maxit ip 160 wird im Nassspritzverfahren profilfolgend und direkt unter Verwendung des Haftvermittlers maxit multi 280 auf die Bauteile aufgetragen. Ein mechanischer Putzträger oder ein Armierungsgitter kann zumeist entfallen.

Die Oberfläche kann spritzrau belassen werden oder geglättet bzw. gefilzt werden. Die Oberfläche kann darüber hinaus mit Hilfe von maxit multi 270 S (Dünnschicht- und Ausgleichsputz) für noch höhere optische Anforderungen aufbereitet werden. Es ist möglich, weitere Putzschichten aufzutragen, ebenso Isolierungen, Fliesen oder Schutzanstriche.

maxit ip 160 ist als Putz für die Außenanwendung geeignet und kann durch die o. g. Verarbeitungsverfahren auch auf die Anforderungen im Tunnelbauwerk zugeschnitten werden. Zudem ist maxit ip 160 geeignet für die Verwendung in Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Parkhäuser, Fassaden Tiefgaragen, Kellerräume.

Planungswissen kompakt

Welche Mindestschichtdicken sind bei Brandschutzputz für verschiedene Feuerwiderstandsklassen erforderlich?

Die Schichtdicke eines Brandschutzputzes hängt vom Bauteilmaterial, der Feuerwiderstandsklasse (z. B. R90) und der Brandkurve (ETK, RWS) ab. Die Werte sind produktspezifisch und in der ETA oder DIN 4102-4 geregelt. Für maxit ip 160 sind die Schichtdicken in der ETA-19/0667 dokumentiert.


Wann ist eine Europäisch Technische Bewertung (ETA) erforderlich und wann genügt der Nachweis nach DIN 4102-4?

Ein Nachweis nach DIN 4102-4 genügt bei Standardanwendungen, etwa auf Beton oder Mauerwerk. Eine ETA ist erforderlich bei Sonderanwendungen, z. B. auf Stahl, bei speziellen Brandkurven oder höheren Feuerwiderstandsklassen. Die ETA sichert die CE-Kennzeichnung und Leistungserklärung des Produkts.


Auf welchen Untergründen kann Brandschutzputz direkt aufgetragen werden und wann ist ein Putzträger notwendig?

Brandschutzputz kann direkt auf mineralischen Untergründen wie Beton oder Mauerwerk aufgetragen werden, oft mit Haftbrücke. Ein Putzträger ist nötig bei glatten Stahlflächen, Holz oder komplexen Geometrien. Die Untergrundhaftung muss mindestens 0,08 N/mm² gemäß DIN 18550 betragen.


Wie wird Brandschutzputz bei der Ertüchtigung von Bestandsbauten eingesetzt und was ist bei vorhandenen Beschichtungen zu beachten?

Brandschutzputz wird zur Erhöhung der Feuerwiderstandsklasse genutzt, z. B. bei zu geringer Betondeckung oder freiliegenden Stahlträgern. Nicht tragfähige Altbeschichtungen müssen entfernt werden, tragfähige Untergründe sind auf Haftzugfestigkeit zu prüfen. (Mindestwert: 0,08 N/mm² gemäß DIN 18550)."


Lässt sich die Oberfläche von Brandschutzputz gestalten, ohne die Brandschutzwirkung zu beeinträchtigen?

Brandschutzputz kann spritzrau belassen, geglättet, gefilzt oder mit mineralischen Farben beschichtet werden. Die Mindestschichtdicke muss eingehalten werden. Dickschichtige Kunstharzbeschichtungen sind nicht zulässig, da sie die Brandschutzwirkung beeinträchtigen können.


Welche Anforderungen gelten für Brandschutzputz in Tiefgaragen und Parkhäusern?

In Tiefgaragen und Parkhäusern muss der Brandschutzputz neben der geforderten Feuerwiderstandsklasse für Feuchte, Tausalze, Chloride und gegebenenfalls Bewitterung geeignet sein. Zusätzlich sind der Zustand des Betons, ein möglicher Oberflächenschutz und die Verträglichkeit aller Systemkomponenten nach Herstellerangaben und Planungsanforderungen zu prüfen.


Wie wird Brandschutzputz korrekt ausgeschrieben und welche Nachweise sind im Leistungsverzeichnis zu fordern?

Das Leistungsverzeichnis sollte Bauteiltyp, Feuerwiderstandsklasse, Brandkurve, Nachweisgrundlage (ETA oder DIN 4102-4), Mindestschichtdicke, Untergrundvorbereitung und Dokumentationspflichten enthalten. Unvollständige Angaben können zu Vergabeproblemen führen.


Welche Vor- und Nachteile hat Brandschutzputz gegenüber Brandschutzplatten und Dämmschichtbildnern?

Brandschutzputz eignet sich besonders für komplexe Geometrien, wechselnde Querschnitte und beengte Einbausituationen, da er profilfolgend und ohne aufwendige Unterkonstruktion aufgetragen werden kann. Brandschutzplatten sind häufig bei großen ebenen Flächen, geforderten Installationshohlräumen oder einer trockenen Bauweise vorteilhaft.

Passende Inhalte zur Produktinformation "Brandschutzputz maxit ip 160"

Passendes Architekturobjekt

Westend Tower
Just Architekten haben den Bestand zukunftsfähig gemacht – jetzt verkörpert der Westend Tower in Frankfurt ein modernes Bürokonzept, das Funktionalität, Stil, Design und urbanes Lebensgefühl vereint. Die Boutique Offices setzen auf Qualität: Kleine, hochwertige Büroeinheiten, mit flexibel zubuchbaren Konferenzbereichen.

26.06.2025

Bitte melden Sie sich an

Um diese Funktion nutzen zu können, müssen Sie bei heinze.de registriert und angemeldet sein.

Hier anmelden
Diese Seite weiterempfehlen
1648770450