Produktinformation 27 von 30
Vertikale Absturzsicherungssysteme CLAWLINE und SKYTAC zur Sicherung von Personen beim Bewegen in die Höhe oder Tiefe, z. B. beim Auf- und Abstieg an vertikalen Objekten wie Windkraftanlagen, Hochregallagern, Schornsteinen oder Masten. Der Benutzer kann frei und sicher auf- und absteigen – ohne Umhängen an den Zwischenankern.

Absturzsicherungssystem CLAWLINE (Seil)

Das Absturzsicherungssystem CLAWLINE ist ein vertikales Stahlseil-Steigschutzsystem, das hohe Sicherheit beim Steigen und maximale Flexibilität beim Anbringen vereint. Das System entspricht dem neuesten Stand der Technik für vertikale Absturzsicherungen und unterstützt den Anwender beim sicheren Steigen von vertikalen Objekten. Die Variantenvielfalt der oberen und unteren Anschlagpunkte erlaubt maximale Flexibilität.

Dank seiner Korrosionsbeständigkeit ist CLAWLINE auch für Anwendungen im Off- und Onshore Windenergiemarkt geeignet.

Hoher Risikoschutz dank Stahlseilläufer CLAW

Der zum Absturzsicherungssystem CLAWLINE dazugehörige Stahlseilläufer CLAW ist mit einem aktiv zu entriegelnden Sperrbolzen mehrfach gegen falsches Auf- und Absetzen gesichert und erhöht damit die Anwendersicherheit.

Der aus Edelstahl gefertigte Stahlseilläufer CLAW ist für den vertikalen Zugang zu höher- oder tiefergelegenen Arbeitsplätzen an Steigschutzsystemen mit 8-10 mm oder 5/16 bis 3/8 Zoll-Edelstahlseilen geeignet. Seine Laufeigenschaften erlauben ein ermüdungsfreies Auf- und Absteigen.

Das mitlaufende Auffanggerät verfügt über eine Dreifachsicherung: Die interne mechanische Verriegelung verhindert ein Falschaufsetzen, die externe mechanische Verriegelung lässt das Öffnen nur mit beiden Händen zu. Zusätzlich warnt ein Totenkopf-Symbol den Anwender bei verkehrtem Aufsetzen auf das Seil.

Bei einem Abrutschen oder Absturz der steigenden Person verriegelt der Stahlseilläufer CLAW sofort, und der Bandfalldämpfer mindert die Kräfte.

CLAW ist gemäß EN 353-1:2014+A1:2017 und ANSI Z359.16:2016, ANSI/ASSE A14.3-08, CSA Z259.2.5-17, OSHA zertifiziert und sichert maximal eine Person mit einem Gewicht von 50 bis 150 kg.

Absturzsicherungssystem SKYTAC (Schiene)

Das Absturzsicherungssystem SKYTAC ist ein vertikales Schienen-Steigschutzsystem, das den Nutzer in jeder Höhe sichert und ein komfortables und ermüdungsfreies Steigen ermöglicht. Der innovative Steigschutzläufer SPEED bietet dabei als weltweit einziger Läufer zwei redundante Fangsysteme und eine geschwindigkeitsabhängige Auffangfunktion.

SKYTAC kommt sowohl in Hochregallagern als auch an Kirchtürmen, Schornsteinen, Hochbehältern, Masten, Brückenpfeilern und Schachtanlagen zum Einsatz.

Zudem lassen sich mit dem Absturzsicherungssystem SKYTAC vorhandene Leitern aufrüsten und so die Sicherheit der Benutzer erhöhen.

Hoher Risikoschutz dank Steigschutzläufer SPEED ATTACH

Der innovative Steigschutzläufer SPEED ATTACH ist der weltweit einzige Läufer mit zwei redundanten Fangsystemen und geschwindigkeitsabhängiger Auffangfunktion. Der Fangriegel sitzt im Gehäuse verborgen und ist dort vor ungewollten Eingriffen geschützt.

Durch einen zusätzlichen Hebel funktioniert der SPEED ATTACH beim Steigen wie ein Rückenzugläufer. Der Läufer bleibt kurz – und somit auch der Fangweg. Dies sorgt für Steigkomfort und verringert fallbedingte Verletzungen.

Im Falle eines Versagens des Rückenzuges kann der Läufer nur eine fest voreingestellte maximale Geschwindigkeit erreichen. Übersteigt er diese, greift die unabhängig wirkende zweite Sicherung: Eine Fliehkraftbremse schwenkt den Fangriegel aus, und der Läufer blockiert.

Zur Verwendung in Verbindung mit der Steigschutzöse an der PSAgA.

Planungsfragen kompakt

Wann ist ein Steigschutzsystem einer Steigleiter mit Rückenschutzkorb vorzuziehen?

Ein Steigschutzsystem ist vorzuziehen, wenn Absturzhöhen, Nutzungshäufigkeit oder Gefährdungen ein höheres Sicherheitsniveau erfordern. Es begrenzt die Fallstrecke durch ein mitlaufendes Auffanggerät und bietet einen aktiven Absturzschutz.

Seil- oder Schienen-Steigschutzsystem – wie entscheiden?

Die Auswahl richtet sich nach Nutzungshäufigkeit, baulichen Rahmenbedingungen, Wartungsaufwand und Rettungskonzept. Seilsysteme bieten hohe Flexibilität, während Schienensysteme häufig eine definierte Führung und kurze Fangwege ermöglichen.

Kann eine bestehende Steigleiter mit einem Steigschutzsystem nachgerüstet werden?

Ja, sofern Leiter und Tragkonstruktion die erforderlichen Lasten sicher aufnehmen können. Vor der Nachrüstung sollten Tragfähigkeit, Befestigungspunkte und der bauliche Zustand der Anlage geprüft werden.

Welche Normen sind bei vertikalen Steigschutzsystemen zu beachten?

Für vertikale Steigschutzsysteme sind insbesondere die DIN EN 353-1 für mitlaufende Auffanggeräte sowie je nach Anwendung die DIN EN 795 und die einschlägigen DGUV-Regelwerke relevant.

Was ist bei der Planung der Befestigung von Steigschutzsystemen zu beachten?

Die Befestigung muss die im Absturzfall auftretenden Lasten sicher in das Tragwerk ableiten. Besonders bei Seilsystemen sind die Lasten an Endpunkten und Anschlüssen frühzeitig statisch nachzuweisen.

Warum sollte bereits bei der Planung ein Rettungskonzept berücksichtigt werden?

Nach einem Absturz muss eine Person zeitnah gerettet werden können. Geeignete Rettungswege und Rettungsverfahren sollten daher bereits bei der Planung von Zugangs- und Steigschutzsystemen berücksichtigt werden.

Welche Planungsfehler treten bei Steigschutzanlagen besonders häufig auf?

Häufige Fehler sind fehlende Rettungskonzepte, unzureichende Tragfähigkeitsnachweise, ungeeignete Systempositionen sowie eine mangelnde Berücksichtigung späterer Wartungs- und Zugangswege.

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