Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Wohnhochhaus am Westhafen Frankfurt

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Hochschule Darmstadt, Architektur, Maren Frankenberg

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: Hochschule Darmstadt, Architektur, Maren Frankenberg

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Deutschland

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Entwurfskonzept

Fertigstellungstermin

02.2026

Gebäudedaten

Bauweise

Holzhybridbau

Tragwerkskonstruktion

Holz

Anzahl der Vollgeschosse

11- bis 20-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

58.760 m³

 

Bruttogrundfläche

18.201 m²

 

Nutzfläche

12.700 m²

 

Verkehrsfläche

2.500 m²

 

Wohnfläche

7.500 m²

 

Grundstücksgröße

2.600 m²

Beschreibung

Objektbeschreibung

Im Frankfurter Gutleutviertel am Westhafen soll im Rahmen der Quartiersentwicklung ein neues, gemischt genutztes Gebäude entstehen. Aufgabe ist der Entwurf eines Wohnhochhauses, das Wohnen, Arbeiten und gemeinschaftliche Nutzungen miteinander verbindet und sich städtebaulich in das entstehende Quartier einfügt. Im Gebäudesockel sollen öffentliche und gewerbliche Nutzungen wie Ateliers, Werkstätten oder Gastronomie untergebracht werden, um das Quartier zu beleben. Zudem sollen unterschiedliche und innovative Wohnformen entwickelt werden, die gemeinschaftliches Wohnen und soziale Begegnung fördern.

DIE STRUKTUR
Ein wesentlicher Bestandteil des Entwurfs ist die klare strukturelle Ordnung des Gebäudes. Das Hochhaus wurde auf Basis eines regelmäßigen Rasters von 3,20 × 3,20 m entwickelt. Dieses Raster bildet die Grundlage für die konstruktive Struktur und ermöglicht eine klare Organisation der Grundrisse sowie der Abläufe innerhalb des Gebäudes. Der Entwurf ist als Holzskelettbau konzipiert, wodurch eine nachhaltige und ressourcenschonende Bauweise unterstützt wird.

DER SOCKEL
Der Sockel erstreckt sich vom Erdgeschoss bis zum 5. Obergeschoss und umfasst Kleingewerbeflächen, Werkstätten, Cafés, Co-Working-Bereiche, Büros, 30 Wohneinheiten sowie ein Food Lab im 5. Obergeschoss, das direkt an einen großen Dachgarten in Richtung Main angeschlossen ist. Das Erdgeschoss fungiert als zentraler Verteiler für das gesamte Gebäude, von dem aus die verschiedenen Nutzungen erschlossen werden. Die oberen Geschosse des Sockels bieten sowohl Arbeits- als auch Wohnräume, wodurch unterschiedliche Funktionen miteinander kombiniert werden

DAS FOOD LAB
Im 5. Obergeschoss befindet sich ein Food Lab, direkt angeschlossen an den Dachgarten. Die dort angebauten Ernteerzeugnisse werden im Food Lab verarbeitet, verkauft oder vor Ort verzehrt. So entsteht ein geschlossener Kreislauf zwischen Anbau, Verarbeitung und Konsum, der die Aspekte von Nachhaltigkeit und gemeinschaftlicher Nutzung im Gebäude besonders sichtbar macht.

DAS WOHNHOCHHAUS
Im Wohnhochhaus bilden jeweils drei Regelgeschosse eine zusammenhängende Nachbarschaft, in der die Bewohnerinnen und Bewohner eng vernetzt sind. In den mittleren Geschossen sind jeweils zwei Clusterwohnungen einem gemeinschaftlich genutzten Bereich zugeordnet. So werden Begegnung und Austausch gefördert und das Gemeinschaftsgefühl im Haus gestärkt. Durch die Kombination unterschiedlicher Wohnformen, von individuellen Wohnungen bis zu gemeinschaftlich genutzten Clustern, entsteht ein vielfältiges Wohnangebot, das sich an unterschiedliche Lebenssituationen anpasst.

DIE FASSADE
Die Fassade folgt dem klaren Raster, das immer wieder durch eingeschobene Pflanztröge aufgebrochen wird. Sie dienen sowohl als Sichtschutz zwischen den Wohnungen als auch zur Begrünung, wodurch ein lebendiger, natürlicher Ausdruck entsteht und das Mikroklima verbessert wird. Die leichte Gitterstruktur der Fassade ist vor die massive Gebäudehülle gesetzt, wobei Balkone und Pflanztröge direkt in das Raster integriert sind.

Beschreibung der Besonderheiten

Besonders hervorzuheben ist die klare Struktur im Gebäude, die übersichtliche Abläufe schafft und eine effiziente Organisation der Nutzungen ermöglicht. In direkter Verbindung mit dem Dachgarten ermöglicht das Food Lab den Anbau, den Verkauf und den Verzehr der dort erzeugten Produkte. Die Clusterwohnungen sind direkt mit gemeinschaftlichen Bereichen gekoppelt und fördern so gezielt die Nachbarschaft und den Austausch innerhalb des Gebäudes.

Nachhaltigkeit

Das Nachhaltigkeits- und Materialkonzept des Holzhybrid-Hochhauses setzt auf eine ressourcenschonende und klimaangepasste Bauweise. Durch den Einsatz von Holz als zentralem Baustoff kann der CO₂-Ausstoß reduziert werden.

Anstelle einer vollflächigen Verglasung kommt eine Lochfassade zum Einsatz, um sommerliche Überhitzung zu vermeiden. Zusätzlich ist eine zweite Fassadenebene vorgelagert, in der ebenfalls ein zweites Verschattungssystem integriert ist. Diese Kombination aus Fassadenaufbau und Verschattung reduziert den Sonneneintrag und sorgt für stabile, behagliche Temperaturen im Gebäude.

Ergänzend wird die Fassade großflächig mit Pflanztrögen begrünt. Diese verbessern das Mikroklima, spenden Schatten und tragen zur ökologischen sowie gestalterischen Qualität des Gebäudes bei.

Schlagworte

Wohnhochhaus, Hochhaus, Quartier, Wohntypologien, Wohnen, Arbeiten, Mischnutzung

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

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