Architekturobjekt 7 von 2.723

Architekturobjekte

Heinze ArchitekturAWARD 2026: Teilnehmer


Villa Beer - Generalsanierung von cp architektur

1130 Wien, Wenzgasse 12, Österreich

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: cp architektur, Architekt Christian Prasser

Villa Beer - Generalsanierung von cp architektur - Villa Beer - Generalsanierung von cp architektur

© Hertha Hurnaus

Villa Beer - Aussenansicht Ost - Villa Beer - Generalsanierung von cp architektur

© Hertha Hurnaus

Villa Beer - Aussenansicht Nordost - Villa Beer - Generalsanierung von cp architektur

© Hertha Hurnaus

Villa Beer - Halle mit Sitzecke - Villa Beer - Generalsanierung von cp architektur

© Hertha Hurnaus

Villa Beer - Wohnzimmer/Halle/Esszimmer - Villa Beer - Generalsanierung von cp architektur

© Stephan Huger

Villa Beer - Musiksalon - Villa Beer - Generalsanierung von cp architektur

© Hertha Hurnaus

Villa Beer - Speisezimmer EG - Villa Beer - Generalsanierung von cp architektur

© Hertha Hurnaus

Villa Beer - Wohnzimmer EG - Villa Beer - Generalsanierung von cp architektur

© Hertha Hurnaus

Villa Beer - Schnellsteigstiege OG - Villa Beer - Generalsanierung von cp architektur

© Hertha Hurnaus

Villa Beer - Gästezimmer OG - Villa Beer - Generalsanierung von cp architektur

© Hertha Hurnaus

Diese Objektpräsentation wurde angelegt von: cp architektur, Architekt Christian Prasser

Basisdaten zum Objekt

Lage des Objektes

Wenzgasse 12, 1130 Wien, Österreich

Objektkategorie

Objektart

Art der Baumaßnahme

Sanierung / Modernisierung

Fertigstellungstermin

12.2025

Projektbeteiligte Firmen und Personen

Architekt/Planer

Architekt Christian Prasser

Praterstrasse 15/4/14

1020 Wien

Österreich

Tel. +43 1 9690660

atelier@cp-architektur.com

Bauherr

Villa Beer Foundation gemeinnützige GmbH

Wenzgasse 12

1130 Wien

Österreich

Tel. +43 1 876 52 31

presse@villabeer.wien

Bauleitung (LPH 8)

Coordin.at Ziviltechniker Ges.m.b.H.

St. Veit-Gasse 65/1+2

1130 Wien

Österreich

Tel. +43 1 890 09 83

office@coordin.at

Fachplanung: Bauphysik

Dipl.-Ing. Dr. Techn. Roland Müller

Eduard-Roesch Strasse 8A

2000 Stockerau

Österreich

Tel. +43 2266 65169

office@bauphysik-online.at

Fachplanung: Gebäudetechnik

Käferhaus GmbH

Ybbsstraße 29/1

1020 Wien

Österreich

Tel. +43 1 9686064

office@kaeferhaus.at

Architektur: Landschaftsarchitekt

AUBÖCK+ KÁRÁSZ

Bernardgasse 21

1070 Wien

Österreich

Tel. +43 1 523 72 20

office@auboeck-karasz.at

Sonstige

Mag.art. Alexandra Sagmeister

Preysinggasse 7-9/17

1150 Wien

Österreich

Tel. +43 650 644 52 15

alexandra.sagmeister@askr.at

Fachplanung

DI Gernot Fleischmann - Fleischmann Vermessung

Alpenstraße 14

5020 Salzburg

Österreich

Tel. +43 662 87 53 14

geometer@fleischmann.co.at

Architekturfotografie

Hertha Hurnaus

Köstlergasse 3/9

1060 Wien

Österreich

Tel. +43 1 5235064

hehu@hurnaus.com

Architekturfotografie

Fotostudio Huger - Stephan Huger

Wiedner Hauptstraße 46

1040 Wien

Österreich

Tel. +43 1 789 50 00

office@studiohuger.at

Verwendete Produkte

cp architektur

Lichtschalter

3D Druck / Unterbauteil THPG

Einrichtungshaus Svenskt Tenn

Stoffe und Möbel

Fantin srl

Büromöbel

Gaggenau Hausgeräte

Küchengeräte

GOLEM Kunst- und Baukeramik

Wandfliesen

KDS Bohrtechnik GmbH

Geothermie

Lobmeyer

Rekonstruktion Leuchten

MHZ

Sonnenschutz

Popstahl

Küchenmöbel

Zahna Fliesen

Bodenfliesen

Gebäudedaten

Bauweise

Sonstige

Tragwerkskonstruktion

Sonstige

Anzahl der Vollgeschosse

3- bis 5-geschossig

Raummaße und Flächen

Bruttorauminhalt

4.012 m³

 

Bruttogrundfläche

1.138 m²

 

Nutzfläche

973 m²

 

Grundstücksgröße

3.169 m²

Kosten

Gesamtkosten der Maßnahme (ohne Grundstück)

10.000.000 Euro

Beschreibung

Objektbeschreibung

VILLA BEER - 1930 von den Architekten Josef Frank und Oskar Wlach
Sanierung von Architekt Christian Prasser, cp architektur

Mit der Villa Beer restaurierte cp architektur eines der Schlüsselwerke der Moderne in Österreich. Der umfassenden Sanierung ging eine mehrjährige Vorlaufphase voraus, in der die architektonischen und materialtechnischen Qualitäten des Hauses grundlegend untersucht wurden. Auf Basis detaillierter restauratorischer Befundungen, einer analytischen Bestandsaufnahme der Bausubstanz sowie einer theoretischen Auseinandersetzung wurde ein stringentes Restaurierungskonzept entwickelt. Die Sanierungsarbeiten erfolgten von April 2024 bis Dezember 2025.

Das von der Villa Beer Foundation unter Lothar Trierenberg entwickelte Nutzungskonzept gab für die architektonische Umsetzung den Fahrplan vor. Oberstes Prinzip war es, das Haus im Sinne des Denkmalschutzes sorgsam zu erhalten, die historische Patina zu bewahren und ressourcenschonend zu planen.

Im Kellergeschoss wurden die Räumlichkeiten an die Anforderungen musealer Nutzungen angepasst. Die ehemalige Garage sowie Lagerräume wurden zu einem barrierefreien Empfangsbereich mit Kassa, Shop, Garderobe und Veranstaltungsraum umgebaut, unter der bestehenden Terrasse entstand ein klimatisch kontrollierter Archivraum für die Sammlung der Villa Beer Foundation.
Eine größere gestalterische Freiheit ergab sich bei den Räumen im Dachgeschoss. Diese waren bereits in den Originalplänen nicht konkret definiert, zudem gab es keine Dokumentation über die Möblierung. Die Räume wurden mit heute noch produzierten Möbeln und Stoffen von Josef Frank ausgestattet. Künftig steht diese Etage für Artist- oder Researcher in Residence Programme zur Verfügung und vermittelt den Bewohner:​innen ein modernes Lebensgefühl im Sinne Franks. Die herausforderndsten Bereiche waren jene mit der größten erhaltenen historischen Substanz, die zugleich die Repräsentationsräume der Familie Beer waren. Nach umfangreichen Bestandserhebungen wurde das Haus in den bauzeitlichen Stand von 1930 rückgeführt.

Ziel war es, die bauzeitliche Raumabfolge wieder erlebbar zu machen. Die von Frank geplanten Sichtachsen wurden freigelegt beziehungsweise – wie im Original – durch die Montage raumhoher Vorhänge betont. Sämtliche Bauelemente wie Bodenbeläge, Fenster und Heizkörper wurden aufgenommen, katalogisiert und aufwändig saniert.. Eine besondere Herausforderung stellte die Frage nach einem ressourcenschonenden Heizsystem dar. Moderne Systeme wie Geothermie sowie eine von unten nicht sichtbare Photovoltaikanlage auf dem Flachdach werden diesem Anspruch gerecht. Zugunsten der noch vorhandenen Originalsubstanz musste auf einen wärmedämmenden Außenputz sowie auf Isolierglasfenster verzichtet werden.

Ein Beispiel für die angestrebte Balance zwischen dem Erhalt historischer Bausubstanz und den Anforderungen zukünftiger Nutzer:​innen sind die Lichtschalter. Wenige Originalschalter haben den Lauf der Zeit überdauert. Da auf Schwarz-Weiß-Fotografien von Julius Scherb die dunklen Bakelitschalter als Gestaltungselement erscheinen, wurde entschieden, diese mittels 3D-Druck nachzubauen. Die Reproduktionen greifen nicht nur die visuelle Erscheinung der historischen Schalter auf, sondern vermitteln durch ihre Haptik auch ein sinnliches Moment und machen, ebenso wie die Metallkastenfenster und die Gussheizkörper, das Wohngefühl der 1930er-Jahre erlebbar.

Die Sanierung der Villa Beer zeigt exemplarisch, wie denkmalpflegerische Verantwortung, zeitgemäße Nutzung und nachhaltiges Bauen in ein stimmiges architektonisches Gesamtkonzept überführt werden können.
 

Auszeichnungen

BIG SEE ARCHITECTURE AWARD 2026

Schlagworte

Generalsanierung, Denkmalschutz

Energetische Kennwerte

Energiestandard

Sonstiges

Energetische Kennwerte

Primärenergie

Geothermie

 

Sekundärenergie

Strom

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